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ämter zogen. Zürich hingegen besetzte Bremgarten mit rooo.mann, und liesse an mehrgedachte Evangelische Orte als seinehelffer moniwris abgehen, wie dann auch das Panner von Bernin kurtzem mit zooo.mann im untern Aeraöw ankam, und Cap-pel mit 600. mann und 60. stucken von Zürich versehen ward.Als nun auch die katholische gesamte macht sich in diese ge-gend gezogen, und das Panner von Zürich selbigen alsobaldmit 4000. mann nachgefolget, so wurden diese letztere von je-nen ungesäumt, und namentlich den n. octob. an. i;;i. hef-tig angegriffen, auch nach einem kurtzen widerstand in Unord-nung und auf die flucht gebracht, so daß deren Panner selbstdurch Klein-Hans Kambli kümmerlich mochte gerettet werden.Unter den todten, deren Züricher - feits 500. mann auf derwahl-statt geblieben, war auch ihr damaliger Obrist-PfarrerUlrich. Zwingst, als dessen cörper nachwärts von den feindensehr übel mißhandelt worden. Der katholischen blieben hie-selbst. bey die 80. mann, so ward auch Cappel bey diesem anlasgeplündert und übel zugerichtet. Obschon sich nun die Zürcherhierauf mit den Bernern und übrigen Evangelischen Eydge-nossen bey Bremgarten conjungirt hatten, versahen sie es den-noch den 14. octob. auf dem Zugerberg, und wurden noch-malen bey finsterer nacht mit Verlust 800. mann geschlagen.Hierauf fielen die V. Ort in das Zürich-gebieth, plündertenund hauseten sehr übel darinnen, also, daß die land - leutheschwürig, auch die stadt selbst müde und in furcht gesetzetwurde. Sie schickte demnach drey Deputirte in das lager zuHorgen, welche sich mit etlichen andern der V. Orten, auf emerwiesen bey Baar, zusammen gethan und emen frreden ge-schlossen , den man den zweyten land-fneden genennet. ZweyMae darauf erfolgte auch in dem dorf Hagiingen der friede m,tdem Cantvn Bern. (e) An. 1707. ist dieses kloster erneuert,die alte mauer abgebrochen und eine neue, welche nicht soweitläuftig, aufgebauet worden. Es ist in der stadt Zürichein dem kloster an. 1270. von Burckhard, einem Priester vonAadvrff, geschencktes Haus, der Cappeler - Hof genannt,darinnen seit an. 1567. ein besonderer Amtmann wohnet.(3) Kid ex L ( b ) bist. Ilelvet.
mlcr. üb. XV. c. 21. ( c ) 6e traök. üb. XX. c. y. 2s.
L21. Äett/e»-. LHM. (6) Eydgen.Bunds-Hist.
k. II. p. ;62. ( e ) cit. * .
Cappell, ist der nähme einer gewissen farmste m Franck-reich, woraus viel gelehrte leuthe entsprossen. Dwnysius,welcher an. 1472. zu Paris gestorben, hinterließ Gervasium,der wiederum einen söhn hatte, nahmens Jacodum, welcheran. 11; 6. Königlicher Rath und Advocat war, und damalsdes Königs in Franckreich fache wider den Kayser CarolumV. führte, um zu weisen, daß dieser als ein ungetreuer Va-sall der Grafschafft Flandern, Artois, rc. konnte beraubetwerden. Seine söhne waren Jacobus; Wilhelmus, Erb-Herrvon Preigny; Ludovicus, Prediger und krakeffor zu Sedanund Leiden, von welchem gleich hernach folgt; und Angelus,ein Königlicher 8ecret3riu8, von dem gleichfalls besonders. Ja-cobus war Rath im Parlement zu Rennes, muste aber, weiler der Protestirenden religion zugethan, sein amt verlassen, undbegab sich daher an einen ort in Brie, von dannen er nach-gehendsan. i;8;. nach Sedan gieng, und daselbst das nach-folgende jähr starb. Einen kurtzen begriff von feinem lebenfindet man in einer fchrift seines sohns Jacobi, welche beyseinen Lommenlkrüs über das Alte Testament, so zu Amster-dam an. 1689. gedruckt sind, befindlich. Es hat dieser Ja-cobus Cappellus unterschiedene kinder hinterlassen, woruntersonderlich Jacobus und Ludovicus berühmt sind. Verschie-dene kleine schriften, als : vsterum ^Ltorum aäverlus üsur.VsIlL reprebenstone« lleisnsto; cis Verbi« norr lati« pwbstsrTatinitsri«, gut non ex recepta ÜMikestione, vel conrr»
cap
wurde. Einige zeit darauf wurde er zu Paris ksüor an dAkirche zu Clcrmont, wurde aber an. 157». durch dre mwi«^von St. Barthelemi auch von dorten vertrieben, wobey erzugleich sein gantzes vermögen einbüßte. Nach diesem wmer von seinen religions-verwandten nach Teutschland gechl^,^um allda von den Protestantischen Fürsten einen succurs zu ^zehren, und kam von solcher reise kaum wieder zurückihn der Printz von Oranien, Wilhelmus, zu einem kioteu .Tbeologire nach Leiden verlangte. Hieselbst hatte er nunehre, die allda neu-aufgerichtete Universität durch eine vra».einzuweyhen, die bey Joh. Meurfii Lrbeni« Lamvis anzun >fen; wurde aber sogleich im folgenden jähre wiederumSedan beruffen, allwo er endlich als Prediger und krote»IKeoloNT den 6. jan. an. 1586. mit tode abgieng. Er ha«
Lcclesta L sjulckem noc!« ; 8peculum kspiüni; Lomwenl^in Lalvini Latesbestn ; u.a.m. geschrieben, welche aber vielmniemals im druck heraus gekommen. Leben» bar-
*Cappella, (Joh.Anton) ein kbiloloxbu« undvon Neapolis, lebte in der mitten des XVII. 1 »LUÜ, U'schrieb Opufculum Lsrastoxicum, guoä r 3 tio xaiticixetur s vtis; Opuleulnin NereoroloZicum ; 6s Hxäropbobia; m g
tuor kbilsmsrinR ksiniüse krocere« lkmilise Lxinici». T'sE
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Cappelli, (Marcus Antonius) ein Minorit, war zusem Paduanischen um die mitte des XVI. stecull gebov^
OrLinmaticorum bssul^s 3 )Ltis ulurpatis; 6 c rcpetiri« üs- loglsche streu-UNd historische Vtlcher, welche6ein Verbi« in Oigeüi«; 6s Lrz-rnoIoZü« Juri« Livilis hat morden, die übrigen aber find an seines
IIS-
Carl Andr. Ducker unter den Oxulculi« V3riis 6e Ü3tirüt3te.fLtornm mit gelehrten anmerckungen auflegen lassen.
* (sappell, (Ludovicus) mit dem beynahmen von Moniam-bert, war em söhn Jacobi, Königlichen Raths und Advoca«tens bey dem Parlement, und zu Paris den i?. jan. an. 1^4.gebohren. Ob er gleich seinen vatter sehr frühzeitig verlohren,studirte er doch mit so besondrem eifer, daß er in dem 17.jähre seines alters zu einem Lehrer in dem Lollegio des Kardi-nals 1e Moine bestellet wurde. Als er nun dieses amtjähreverwaltet, gieng er nach Bourdeaux, und legte stch eine zeit-lang auf die Jurisprudentz, ward aber nicht lange hernach ?ro-tsffor der Griechischen spräche, und bekam zu gleicher zeit eineso grosse Neigung zu der Reformrrten religion, daß er sich end-lich entschloß, sich nach Genf zu verfugen, und allda in denlehren dieser kirche sich unterrichten zu lassen. Als dieses ge-schehen , kehrte er wieder nach Paris, und stund hierauf langein zweifel, was vor eine lebens-art er künftig erwehlen wollte,bis er endlich, nachdem die Reformirten an. r;6i. das freyereilawns-exsrcitiuin in Franckreich erlangt, fast Wider seinenwillen zu einen, Prediger an der kirche zu Meaux ernennetmurde. Indessen konnte er wegen der bald darauf erfolgtenAsts amt nicht lange bekleiden, sondern muste sicherst nach Genf, und folgends nach Sedan retiriren, von dan-E ^! 5 A^mirten zu Antwerpen zu ihrem?3-
store veruften, wiewol er auch allhier keine rechte sicherheitfand, und dahero bald wieder nach Sedan zu gehen genöthiget
in dem , ,
Er verstund die Griechische und Hebräische spräche, «...nicht nur die 8cbol3Üico«, sondern auch die k^rrs« wolst^lesen, weswegen er bey seinen ordens-brüdern, die er au»)«Udine, Anagnia und Venedig beydes die Philosophie und .logte gelehret, in besonderer Hochachtung stund. Als an. ^Papst Paulus V. die Venetianer in den bann gethan, nahm ^die partey der Republick, und schrieb mit aller hefiigkest ' ^der das berühmte Päpstliche interdict; obgleich 6u Pin ^gründ vorgeben will, daß er damals selbiges vertheidigt v» ^Vielmehr bezeigte er sich in diesem Handel überaus eiferig vor ^Republick Venedig, und gab auch unter andern das von-r'fevino erhaltene schreiben, worinn ihm selbiger zu widerrufangerathen, mit feiner antwort in öffentlichen druck ^Allein nicht lange hernach ließ er sich dennoch gewinnen, ' ^begab sich von Venedig nach Bologna, woselbst er nicht nur ^les, was er wider den Papst geschrieben , widerrufte, sou^e»auch zugleich versprach, das gegentheil in andern sE^,auszuführen. Er starb zu Rom im sept. an. 1625. M alsgen hatte er bey seinem orden verschiedene ehren - stellen^ ^unter andern das amt eines Provincials und LommMv^zOrient bekleidet, von Papst Paulo V. aber die wurdetznalistcawris bey der Inquisition erhalten. Seine sM > Hsind: karere äells controverste kra kaolo V. s L.epvvn ^Venetia; 6e Imercliöto Lauli V. welches mit in der p> j,,lung stehet, die von dieser Materie zu Franckfurt an. p^z.4. heraus gekommen. Ferner: Läverku« pr»tsnlumtum Lsgi« Lnxli» über; Oiiputarivns« II. 6e iulNiN» , ^o-kLLlu 8. Lerri; 6s Lppellationibu« Lsclest» Lkric3N^^^,>,e.M3N3M 8e6em; 6e Lssna Lbristi luxrema Lc. ^ vVll>lcript. or6. Niuor. v« , bibl. 6e« 3 Ut. esclef. »ustscls. , mein. tom. XXIII. „
Cappellus, (Jacobus) Erb-Herr zu Tiüov und ^sor Tbeologi» zu <2edan, des vorgedachten Jacob! svy" all^an. i;68. gebohren, und studirte zu Sedan Vbsolos>?u' seinwo er auch zum Prediger angenommen wurde. M ^prediq-amt an zu verwalten in der landschafft Ti»oy ^ Mde aber durch den Hertzog von Bouillon an. rc 9 y.dan beruffen, und starb daselbst än. 1624. Er hut vAAl»dene thevlogifche schriften verfertiget, samt einigen >anmerckungen über die heilige Schrift, wie auch eu/^drElogische streit-und historische bücher, welche zum the»
söhn Jacobum gekommen. Seine anmerckungen DrucktAlte Testament wurden an. 1689. zu Amsterdam M,in welchem buche zum ansang eine kurtze beschrewunsbens ^ " ^
ens, und ein register über alle seine wercke zu finden,Cappellus, (Ludovicus) ein bruder desvorhergey^pergebohren an. rz 86 . den 14. oct. Er wurde Prediger/
Hebräischen spräche, auch endlich Ibeologi» krokeuor^ wv
Universität zu Saumur, woselbst er an. 1658- ^ ingestorben. Er war ein mann von grossem verstau»^Hebräischen spräche wohl erfahren, wie er solches,^ >veschiedenen schriften zur gnüge an den tag geleger. " , »v ^chen sonderlich sein Lrcanum kunekarionis revc , Nches,in Holland Thomas Erpenius heraus gegev^^hevworüber er mit dem jüngern Buxtorsio m .streitals welcher in einer eigenen fchrift die antiqu»««äkorum in der Hebräischen spräche wider Sappe»»tete. Dem er aber wiederum Vinstiei»« entgehe» ^in der edition der anmerckungen über das Alte Ao»)cobi und Ludovici Cappelli zuerst gedruckt worden. - zuseres aufsehen verursachte seine Lrüica sacia' iv'^flris an. 1650. heraus kam. Dann well er V -i spiest /die gewöhnliche meynung der Protestlrenden oey ^
der grund-text des Alten Testaments an ur»ters»^^^ 6'^ten cvrrumpirt sey,.und zu diesem ende dtt^sseM siÄzlls3« nebst andern Veränderungen des textes nmsammen getragen, widersetzten sich die ReforMlnen