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jähre zu Bologna in den erden, und nahm den nahmen Se-raphinus an, Massen er vorhero Hannibal hieß. Er zeigteschon in feinen jungen jähren eine besondere fähigkett des Ver-standes , hatte dabey ein sehr scharfes gedächtnis, und thates seinen ordens-gesellen bald zuvor, daher ihn seine 8uperio-re§ andere zu lehren vor tüchtig erkannten. Als er demnach zuFinale die Philosophie, und zu Reggio die Theologie eine Zeit-lang gelehret , ward er Lrofillor ÄetgpkMLS8 zu Bologna,weil er aber die luft allda nicht gar zu wohl vertragen konnte,begab er sich nach Rieti, und von dar nach Aguila und Ferra-ra, wo er den Dominicaner - Lollsmis, als Xs<ckor, vorge-standen. Endlich gieng er nach Venedig, kehrte aber, alszwischen dieser Republick und Paulo V. einige mißhelligkeitenentstanden, an. 1606. nach Bologna zurück, und trat seinevorige function wieder an, die er auch nach der zeit beständigund bis an sein an. 16,4. erfolgtes ende rühmlich fortgesetzet.Sein leben hat Ioh. Michael Pio zu Bologna 1615. ediret.Unter seinen gedruckten schriften sind: Verimte8 auisL lnper w-tLM Negern vsterem, Venedig 1590. in fol. OominenwriLÜVMZeiioruln, ib. 1602. M4. 1611.1617. Lxplanütio eotiusbäei LbriüiLnse lupsr L^mbolnm Lpoilolormn; 8sko1ia kuperLomxenäium TkeoloZic-e verimci8 HlbertiN. ib. 1588- 1590-IN 8. Oblerv3tione8 kuper prseälLLbilis, prTäicLinentcl <Lc.Ooinxenäium DbeologiN 8. rboinss, ib. I<I97- in 12. Nnciäa-tione8 in 8umm3in 8. Iboms: in 4. voll. ib. r;88- Padua1698. 8LLL,6o8 in Nternum, Venedig 1588. in 12. Lornmsn-tkirii in 0MNS8 klrilmos, davon der erste WINN8 zu Bologna1692. in fol. gedruckt. äs lcrixt. Orä. Vr^ä. turn. 11.
* Capponius, (Franciscus Anwn.) gebohren zu Conza lN
dem Neapolitanischen , war ein weltlicher Priester, wie auchein Mitglied der LcsäsmiL Otiolormn, lebte in der mittendes XVII. IsZLuU, und schrieb Is kosste Liriclre karspüiMlopra tntte 1s oäe ä^nacrsonts; koetici appl^uli olle glorisäi Lnäres LoIZi; Is I-iriclis L-ir»fm6 loxra l'Oäs äi OratioULLco. bibl. Xsax.
St. Capra, siehe St. Caprais.
* Capra , (Anselm.) Ertz-Bischoff zu Mayland in seinervatter-stadt, war ein söhn Francisci, von adelichem stände,und anfangs krTpotiiM zu St. Juliano daselbst; hernach8 ecremrin 8 bey Jnnocentio VII. der ihn an. 14a i. zum Bi-schoff von Cremona machte. An. 1412. fetzte ihn Ioh. XXIII.ab, weil er es mit Gregorio XII. gehalten haben sollte, gabihm aber an. 1414. nach erhellung seiner Unschuld oderwehn-tes Ertz-Bißthum. Allein fein Competente, Johannes Vice-Loms8, verhinderte ihn an würcklicher besitznehmung, wes-wegen er an das Loncilimn zu Costnitz appellirte. Er führteauch seine fache daselbst mit so vieler geschicklichkeit, und ließdabey eine so grosse erfahrung in Lccle6güici8 spüren, daßman ihn dem Cardinal Jordano Ursino zum collegen zugab,damit der zweck des angestellten Loncilü um so weniger ver-fehlet werden möge. Als darauf Martinus V. den Päpstlichenstuhl bestiegen, machte Capra seine fache von neuem rege, ob-tinirte auch, und erhielt darüber ein äiploma, welches der Abtzu St. Ambrosii in Mayland publiciren sollte. Doch als ereben solches in der Haupt-kirche daselbst bewerckstelligen wollte,wurde ihm das äixloma mit gewalt aus den Handen gerissen,und des ViLs-LoMiri8 trabanten erregten durch das aerassel ih-rer Waffen einen solchen tumult, daß der Ertz-Bischoff seine si-cherheit durch die flucht suchte, da er dann nach Rom kam, undbis zu Francisci Sfortia zetten gleichsam im elend leben müsse.Nach der zeit aber gelangte er zu dem ruhigen besitz seines Ertz-Bißthums, crönte Kayser Sigismundum, und starb an. 14;;.oder 1415. nach Valiani meynung, zu Basel, woselbst ihm auchein epiwpdium ist aufgerichtet worden. Er soll, wie DonatusBossus in sLtsl. meldet, ein sonderbarer Verehrer des H. Hie-ronymi gewesen seyn. ^rr/rr Lreinona litten tom. I. x. 221.
, Itsl. liier. tom. IV. p. 254. öt 612.
* Capra , (Benedictus) einer der grösten Rechtsgelehrten
feiner zeit, von Perugia gebürtig, lebte um das jähr 1400. erwüste das Canvnische und Römische Civil-Recht; die Theologieund die sprachen rc. waren ihm auch nicht wenig bekannt.Er hinterließ viele wercke von seiner Hand, unter andern einenLommentgrium über die vecrstLle8 und über die Llsmsnti-U3S , wie auch viele Lonlilia communicmnm opinionum. Socisnus in feinen Loniiliis n. 92. voi. I. nennet Capram, iuüAni8,1c>1emm8, optimi juäicii, timorat« sonlcisuti« virum. Car-ueus hat unter ihm stndirt. äs lsript. esst. c?e/»cr.
Libliotk. MKor. L Lkronolo^. äe8 xrinoijiaux su-teur8 <Ä interpretes äu Droit Livil, per Lrs«^s 8/Mo». eäit. irr12. Paris 1692.
Capraia , siehe Capraria.
^ * St. Caprais , legte sich in seiner zartesten fugend auf diefrommkett, büß und einsamkeit. In der iugend verkaufte erauch sein guth, und begab sich in die geburge, welche dasvon Osliia LriZännsusi absondern; er wurdeaber bald bekannt, und bekam etliche anhänger; er verließetwas zett hernach seine einsamkeit, um mit etlichen jungenHerren (Hvnorato, nachmaligem Bischoffzu Arles, und Ve-uantlv seinem bruder) zu reifen. Sie mengen in Griechen-land , von wannen sie in Asim hinüber zu gehen vorhatten,aber Venantu tod war ursach, daß sie wieder zurück kehren
cap
musten; sie hielten sich nach der Hand in Gallien, und Mkin der Vi-Lsss Frejus auf, und zogen etliche an sich /che sich unter St. Caprais anleitung begaben, so lange aHonoratus sich auf der insul Lerins etwas veste gesetzt,er den gründ zu dem kloster dieses nahmens legte, welchesauch unter seiner drrection Hatte, doch mit zuziehung »beythuung St. Caprais, bis er Bischoffzu Arles gewock'ist. Man weiß nicht, wie lang St. Caprais diesen BM "Honoratum überlebet hat; insgemein wird dafür geym^er sey an. 4z 0. gestorben. Eucherius I.uAäuueu68, und ^donius Apollinaris reden mit vieler Hochachtung von wSein leichnam wurde zu Lerins in dem kloster begrasund seine reliquien sollen noch vorhanden seyn.me aber befindet sich in den meisten Älsrt^roloZüs,insgemein der Abt von Lerins genennet wird. Lml/er
äe8 8sint8 i. jurn.
Capralis , siehe Alvarez Capral. ,
* Capralis , (Franciscus) ein Portugiesischer Jesuite, Abohren an. i?28. trat zu Goa an. 1554. in die Societät, uvte daselbst die Philosophie und Theologie, bediente eine V ^lang in Japan und China wichtige geistliche amter n '^Lm seinigen , und ließ sich die Bekehrung der unglalio'v csehr angelegen seyn. Endlich ward er Provincial durch s" ^Indien, und XeÄor des Proseß-Haufes zu Goa, aüwf ^
Sein nah^wo ervier
den 16. april an. 1609nen Iäreri8 aunui8 8wript. 8. s.
>9. starb. Man hat von ihm unter .
. viele briefe. , lnbuo
Capranica, eine stadt im?mrimanic> kstri, zwisthenÄbeyden seen von Bracciano und Ronciglione auf einemgelegen. „-
Capranica, (Angelus) ein Cardinal, Bischofs vonund Legat von Bononien, war ein bruder Domima,' §te die studien, hatte auch die gelehrtesten leuthe z
Hause bey sich, unter denen sich insonderheit Aeneas Sv'befände. Als nun derselbe auf den Päpstlichen stuhl erv^ ^worden, machte er den Capranica an. 1468. zum Cardrna>,cher an. 1478. zu Rom starb. in commeM. uo-
Lc.
Capranica, (Dominicus) ein Römischer RechtsgeEß.war ein söhn Nicolai und bruder des vorgebuchtenEr studirte zu Padua und Bononien unter den berühmterJuristen, und wurde für einen der gelehrtesten leuthezeit gehalten. Martinus V. gab ihm verschiedenebedienungen, machte ihn zum Gouverneur zu Jmoia^ W,ernennte ihn an. 142;. zum Cardinal, weil er aber 8. ssben , ehe er dem Capranica den Cardinais-Hut aufgeiA^e»wollte man ihn. nicht in das Conclave einnehmen ; 7. he-auch der Papst Eugenius für genehm hielt. Cavrarmklagte sich hierüber auf dem Lonsilio zu Basel,man ihn als einen Cardinal tractirte. Er kam auw M-feiner frömmigkeit und grosser erfahrung in ansehen-. .^ soher man Eugenio IV. den rath gab, daß er sichmächtige feinde auf den hals ziehen sollte, weswegen ^ ---
auf Capranicam nach Florentz zöge, und für einennal erkennete, auch als Legaten in die Anconitanucye .her-schickte, und ihm das Gouvernement von PerugMtrauere. Nicolaus V. brauchte ihn in den wichtigste« V-ten, und schickte ihn zweymal als Legaten an Alphcnlvon Aragonien. Er wurde auch Groß-k-Lnitenuan erCalixtus III. hielt so viel auf ihn, daß man g>«si^ Mwürde ihm succediret haben, wenn er nur nochgelebet hätte. Er starb aber den 14. aug. an.hatte eine sehr schöne bibliotheck, welche er dem von s-Fs-Rom gestifteten OolleFio hinterließ. c?EE M oä«! - ,o.
r'c/. L in. Msrtino V. lit. ^ jjh. U
circa kn. in Lalixt. III. comML
in annal. ..hgch
* Capranica, (Ioh. Baptist«) ein Römer von gv-hatte zwar viele rühmliche eigenschafften, die m^aenÄc,147p. das Bißthum Fermo zuwege« brachten, « ^ mVaber nach der zeit, so, daß Sixtus IV. stlblgeö A Mdinal Francisco Piccolomini zu administnren udem v „ vesuchte sich wol Caprara von den beschuldign'volcks zu purgiren, und seinem amt gemajstr am»,allein der erfolg gab zu erkennen, daß es rhm,ernst damit gewesen. Dann er vergaste sich „rdeheit einer frau, und kam ins Haus zu ihr,von ihrm freunden verkundschafftet, und nach co"mord zum finster herunter gestürtzet. , äe
merit. in llrban. I». ssül ^
Ke1Ii8 p. 9. n. 4. Er ist nichts destowemger «' r. mw-
dral-krrche begraben worden.
xag. 719.
Caprara, siehe Cabrera.
Caprara.des güldenen Vliessesrer und sMarschall
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(Aeneas, Graf von) Herr tt, Ah ,
Vliesses, KayserlAer geHenner RM„erahS per
und Hof-Kriegs -Raths-Vice-Prasidenti Aaßirec,^
Marschall und Oberster über em regrment m „ pWindischen und Petrmffchen Sfintzen GnE
vernmr zu Warasdm m Croatten, stammele v