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dv^Eo, (Annibal) oder Carache, ein berühmter mahlerbßx^°"vnlen , oder wie Sandrart schreibet, von Cremona ge-kindÄ' matter war ein schneider, und hatte verschiedenekr- MUstinus, der älteste darunter, legte sich auf die mah-,cuvttrstecher-kunst; Annibal der jüngste wurde zu ei-cjy Umschmiede in die lehre gethan; allein Ludovicus Carac-thieriml' , gedachte ihn desto geschickter in seiner hand-Ne sgl'U ch machen, und lehrte ihn zeichnen. Weil er aber ei-ih» g zuneigung zur Mahlerey bey ihm befand, nahm ern,a, sMH. Einige zeit darnach gieng Annibal nach Par-vvrik», von darnach Venedig, allwosein bruder AugustinusPa«,^ngelanget war, daselbst machte er freundschafft mitbey di^rvnese, Tintoret und Jacobs Bassano. Nachdem erder,,'^meistern etwas rechtschaffenes gelernet, kam er wie-be>v>,„UE nach Bologna, und verfertigte etliche stücke, die sehrdiesen U" wurden. Sein vetter, der zuvor sein lehrmeister ge-riqch./ Uurde nunmehro sein schüler, und beflisse sich , ihm esWen, Als nun auch Augustinus wieder zurück gekom-se, ^ sich zu Annibale und Ludovico verfügte, richteten die-zntzyx sweflichen mahler die Academie der Caracci auf, welchedem a/ LL^clemm äelli llskäercili war genennet worden, vonWeder k ." verlangen, welches die darinnen befindlichen mit-"t-kuna . n, alles zu lernen, was zur Vollkommenheit der mah-ntest, n beytragen konnte. Alle drey Caracci lebten in soschafft>, Mandnis beysammen, daß sie alle ihre wercke gemein-Heilten Uvsertigten, und auch den gewinst gleich mit einanderAlianffs Nachgehends aber geschahe eine absonderung, denn^vne»"w6 begab sich nach Parma, und Ludovicus blieb zuliibai. UW weiche «der in keiner so grossen achtung war als Än-lich WU" der Cardinal Farnese nach Rom holen ließ, allwo erle. Weine vortrefliche stücke mehr und mehr berühmt mach-vdxx^fllarb daselbst den i6. jul. an. 1609. seines alters 49.bcm-c« sandrart will, 54. jähr. keLH« , vies cles keine,wg/^dts Academie, wm. I. k. II. üb. II. §- 8-
(Augustinus) oder Carache, ein mahler und be-PhimN Kupferstecher, legte sich auf diese kunst, nachdem er dieEr reiİU i Mathematic, Music und Poesie begriffen hatte.Seleqe«^ weraufdie gantze Lombardie durch, und ließ sich an-ieichilen 'W die besten stücke der berühmtesten künstler abzu-Wch Zr '^Er gieng auch nach Venedig und Rom , und als ervrudxxUvmen wieder gekommen, vereinigte er sich mit seinemaber wjMwal und vetter Ludovico Caracci. Nachdem sie sichthu, ui getrennet, begab er sich nach Parma, woselbstM and-Z^yvg Ranuccius verschiedene schöne fachen, und un-M, vas gewölbe eines zimmers in seinem pallaste mahlenche» fl)ß,,Uer er aber starb. Er hinterließ zwar einen naturli-«rey hatf/utonium, von dem man grosse Hoffnung in der mah-W U starb aber, als er nur 2z. oder 24. jähr alt war.
>, oder Caraceius, (Persius) ein voökor lunsem geschlechte zu Guastalla in Mantua, ward an,1627. über die Graffchafft Venaißin, und das dar-jähr zu Carpentras Gouverneur, als eben dre pestwte, n-ka Ea graßirte, da er dann, ob gleich alles davon fluch-ster iUWsuvch einem Bürgermeister und wenig andern Mit grö-1 AUzEahr getrost aushielt, nach diesem ward er an.sich n'a'ä Iwff zu Larino , resignirte aber an. i6?6. und begabtivg ch^Avm, wo ihm Alexander VII. an. 1660. dre vrsita-CarL Sabina auftrug. Nach solcher zeit hat er bey demArs Raynaldo von Estä das amr eines Haus-Hofmei-«vernommen. t/Zr-e//. Iwl. Lei. wm. VIII. x. ;c>8.
, ist eines der ältesten geschlechter im Königreichebereit's' Es soll selbiges aus Griechenland entspnmgen, undseyst, IX. ksLLulo im Neapolitanischen nahmhafft gewesenheisst., -^er erste, von dem sie sich Herrechnen, hat Petrus ge-söhne' und mag im XII. Istculo gelebt haben. Dieser hat 2.Weyxx^Mgt , Gregorium und Landolphum, welche die stlsterviirch v,jdaupt-linien unter den Caraccioli geworden, die sichbeyden «„Lahmen Roßini und Pisquitii unterschieden. Ausdenn in, v?.. wan viel berühmte leuthe in der Historie, wrepichen Johannes und Ligorius bey KayserFne-
^ischvff I?" besondern gnaden gestanden, Bernardmus Ertz-dus imvU" Neapolis gewesen, Nicolaus im XIV. und Conra-Mt ben Woulo sich als Cardinäle hervor gethan. Johannesvc» naeb ^.^vnigtn Johanna II. im XV. sg-eulo viel, und ha-schest »«? ^"t immer einige aus diesem geschlechte wickstmenSchabt,"Neapolitanischen kriegs-undfriedens-geschaMnWüher , a»,?"ch zu grossem vermögen und vielen ansehnlichenStilen giUwugt. Ntan rechnet aus dieser familie z. Cardtnale,xerg,-Kwwrche„' ^ Ertz-Bischöffe, 24>Blschoffe, y. Ge-sthiveiqe« ^Ewchalle, andrer wichtigen bedienungen zu ge-27. ihren tituln findet man ir. Fürstenthummer,
wrl GWMummer, 26. Marggrafthümmer und doppelt sotlilp. lauten. 8««7ör,r». Lmil. Ital. corx. geneal.
^rs?»vst^Ew geschlechte lebten in dem XVIII. s^uio die§^ancjsa,,tt ^wo, und Hertzvge von Atripalda i MarmuswiirckMv ' chtter des güldenen Vliesses, und Kayserlicher" ?Lchelmer Rath bey Carolo VI. war gebohren an.>toEk k°" -7.febr an " 7 -°. Seine gemahlm warbazes, ^mvla, eine tochter Pauli, Marggrafen äs los Ba >' Hertzogs von St. Sevmnv und Serto, von wel-
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cher gebohren worden: Franciscus Marinus , gebohren immay 1688. ward Ritter des güldenen Vliesses , Kayserl. gehei-mer Rath, und den 26. jun. an. 1726. zum Kayserlichen kls-niporentiario in Italien erkläret; er starb den I. may an. 1727.Seine gemahlin war Maria Caraccioli Spinola, deren kinder:r.) Franciscus Marinus Maria, gebohren den 17. dec. an.1709. Er hat sich den 4. jul. an. 1729. mit Maria Francisca,Marggräfin zu Villa Nova, vermählet. 2.) Ambrosius, ge-bohren an. 1717. dessen gemahlin ist Catharina, eine schwesterLalii Caraffä, Hertzogs von Matalona, mit welcher er denjan. an. 17;;. vermahlet worden.
Ferner sind merckwürdig, die Fürsten von St. Buono, vonwelchen Carmineus Nicolaus Caraccioli den 26. jul. an.1726. verstorben. Seine gemahlin war Constantia, FrancisciRuffo, Hertzogs von Bagnara, tochter; sein söhn, MarinusCaraccioli, gebohren den 22. febr. an.1692. ward Kayserl. Cäm-merer und Obrlst-Hofmeister der Ertz-Hertzogin Mariä Annä.Er vermahlte sich mit Ludovica, einer tochter Anton» Buon-compagno, Hertzogs von Sora, und Fürstens von Piombino,und zeugte von derselben einen söhn, welcher den 6. apr. an.1724. gebohren, und den 12. jun. an. 17;8. mit Cakhanna, einertochter Julii Anton», Hertzogs von Nardo, vermählet worden.
Endlich sind auch noch die Fürsten von Cellamare aus diesemgeschlecht. Franciscus Caraccioli, Fürst von Cellamare,und Hertzog von Giovenazzo, starb den 17. febr. an. 17,7.Dessen gemahlin war Constantia Eleonora, Antonii äel Giu-dice tochter und erbin gedachter beyden Fürstenthummer, vonwelcher gebohren worden Dominicus, an. 1724, Geneal.Handbuch.
Caraccioli, (Carolus Andreas) Marquis von Torrecusa,Hertzog von St. Georgio rc. war aus odgedachter familie zuNeapolis an. 158z. gebohren, ein söhn Lälii Caraccioli. Kaumwar er zu etwas erwachsenen jähren gekommen , da er schon inAfrrca die Waffen zu führen anfieng. Nach seiner zurückkunftcommandlrte er einen theil der infanterie auf der flotte, die nachBrasilien gesandt wurde. Den Cardinal Jnfant begleitete erin die Niederlande, befand sich auch an. 16,4. m der Machtbey Nördlingen. Nach diesem wurde er Oberster über die ar-tillerie im Elsaß, und brachte an. i6;6. einen succurs nach Va»lencia in der Lombard», welche stadt dazumal von dem Mar-schall cle Crequi und den Hertzogen von Savoyen und Parma .belagert, durch diesen succurs aber erhalten wurde. Dasnächst folgende jähr kam er in die kmnLke-Lomte, von ban-nen man ihn in Navarra und ferner in Biscaya schickte,allwo er an. 16; 8. Fontarabien entsetzte, und das jähr dar-auf Salses wieder einbekam. An. 1641. verlohr er in der be,lagerung vor Barcellona seinen söhn, worauf ihm der Königmit seiner eigenen Hand einen trost-brief zuschrieb, und nach-gehends das commando über seine arinee in Roußillon, Ca-talonien, Portuqall und im Königreiche Neapolis auftrug.Er entzog sich aber von diesen öffentlichen geschässten, undlebte in ruhe und gutem vergnügen , bis er genöthiget wurde,der von den Franzosen belagerten stadt Orbitello zu hülste z»kommen, da er in die stadt succurs brachte und selbige ent-setzte. Als er aber von bannen in der grossen Hitze wiederumzurücke gieng, wurde er von einem heftigen sicher überfallen,und starb an demselbigen den ;. aug. an. 1646. ide-
N3 6eA' buom. illusir. NerLurio wm. I. LII. Lc.corp. IM. gen. Iwl. <L Illsp.
Caraccioli, (Galeazzo) Marggrafvon Vico, war ein söhnNicolai Antonii. Seine Mutter war eine schwester Petri Ca-raffä , der damals unter dem nahmen Pauli IV. Papst worden.Er war an dem Hofe Caroli V. wegen seines vatters angesehen,nicht weniger aber auch bey dessen söhne Philippo II. der ihn zuseinem Hof-Cavalier »rächte. Es fügte sich aber, daß PetrusMartyr nach Neapolis kam, und daselbst Johannem Äalde-sium, Johannem Franciscum Casertum, einen anverwandtenGaleacii, und diesen Galeacium selbst in der Protestantischenreligion unterrichtete. Da nun dieser ohne dem eine reise anden Kayserlichen Hof thun muste, wurde er sowol durch andereals auch durch Petrum Märtyrern in dieser lehre gestärcket, daßer sich entschloß, selbige öffentlich zu bekennen,und sich nach Genfzu begeben. Er hatte sich aber bereits vorhero mit Victoria, ei-ner tochter des Hertzogs von Nocera, verheurathet, auch mit ihrunterschiedene kinder gezeuget. Weil nun diese ihm durchausnicht folgen, auch auf einrathen der Geistlichen ihm keine ehe-liche Pflicht leisten wollte, ungeacht er sich anerboten, zu demende jährlich eine reife in Dalmatien zu thun, wohin sie dannvon ihren gegen über im Neapolitanischen gelegenen gutherndurch eine sthiff-fahrt von wenig tagen kommen konnte; so ent-schloß er sich endlich nach eingeholtem rath der Ureologorum,welche dieses verhalten nicht änderst als für eine äelertionenrmalitiolrrm oder böswillige verlassung, und hrenut eine Ursache«die ehe zu scheiden, ansehen konnten, zur andern ehe zu schreiten,wie er sich dann an. .15 60. zu Genf aufs neue nut Anna Freme-jer von Rouen gebürtig, so auch der relrgwn halber vertriebenwar, verheurathete. Er lebte daselbst zwar in der armuth, da-bey aber doch geruhtg, und starb an. 1586. in dem 68 iabre kei-nes alters; nachdem er zu anrrchtung einer Italiänischen kir-che und gememde zu Genf das meiste beygetragen dar-um die stelle eines Aeltesten mit grossem fleiß^verleben bat»Sein leben ist in italiänischer, Lateinischer und Französischer. Ov 4 spräche