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Zweyter Theil. Bi - C.
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spräche heraus. 7V-«a». hilf. VeMr-r, säst. wm. II. Lett', bist..6ensv. Ls. *

Caraccioli, (Johannes) Groß - Seneschall von Neapolis,war auch aus dem vorhergedachten geschlechte, und erhielt sichin seiner jugend armuths wegen durch schreiben. Hernach kamer mit der Königin Johanna II- von Neapolis in bekanntschafft,und dadurch wurde er Groß-Scneschall von Neapolis. Die art,deren sich diese geile Konigin bedient, ihn, der noch um ihreliebe und vorhaben nichts wüste, fürs erste mal in ihr zimmerzu bringen, wird nicht nur von Brantome, welchen Nr. Baylefür den einigen Urheber dieser geschieht gehalten hat, sondernauch von Corio und andern Italiänischen geschicht-schreibern er-zehlt, welche selbiger zeit am nächsten gewesen. Weil nemlichJohanna vernommen, daß Caraccioli ein gar heftiges ab-scheuen vor den mäufen hätte, so nahm sie die zeit in acht, daer in ihrem Vorgemach im schach spielte, ließ alle tyürcn schlies-sen, ausser deren, so in ihr zimmer führte, und eine maus aufden tisch werffen, woran jener fasse; da dann geschahe, was sievorgesehen, und Caraccioli ohne weiters bedencken in ihr zim-mer entspränge, welches sie alsobald versperrete. Er machtesich aber hernach bey der Hertzogin von Sessa verhaßt, die beyder Königin wohl gelitten war, dahero sein credit fiel. Ja eini-ge wollen melden, daß er dieser Königin mit ungeziemendenWorten begegnet, und derselben eine manischeste gegeben, als erdas Fürstenthum Salerno von ihr nicht erhalten können. Die-ses ist gewiß, daß er es mit Alphonso Könige von Aragonkngehalten, welcher damit umgieng, wie er dieser Königin, welcheihn zwar für einen söhn angenommen, aber sich darauf garsehr mit ihm gezweyet hatte, das Königreich Neapolis wegneh-men möchte; da nun dieses bekannt wurde, brachte man denCaraccioli mit list dahin, daß er zur Königin kam, welche ihnim aug. an. 14; 2. tödten ließ. , bist. Hilss Ich. XX.

c. i z. Iib. XXI. c. Ls. , Oam. illustr. <7sr-r>, bist.

är Nil. k- IV. p. 615. , reclier. 6s In krause, liv. VI.

«. 16. irrch»/. x. 29;. *

isaraccioli, (Johannes) Fürst von Melphi, Hertzog vonVenousa, Ascoli und Doria, Groß-Seneschall des KönigreichsNeapolis, und Marschall von Franckreich, des Fürsten vonMelphi, Johannis Caraccioli söhn. Er schlug sich unter derregierung Caroli VIII. zur Französischen partey, blieb auch da-bey zu Ludovici XII. zeiten, und war an. r?i2. mit bey derWacht vor Ravenna. Allein nachgehends, da das KönigreichNeapolis revoltirte, erklärte er sich vor Kayser Carolum V. Da-her ihn der Herr von Lautrer, welcher die Französische armeecommandirte, mit seiner gantzenfamilie an. 1 zag. zu Melphigefangen nahm. Als er nun in solchem zustande sich von CaroloV. verlassen sahe, so überließ er sich der gnade Francisci I. wel-cher ihm auch seine frevheit schenckte, ihn zu einem Ritter seinesordens, und eine zeit darnach zum General-Lieutenant seinertrouppen machte, auch ihm für seine in Italien verlohrne gü-ther einige in Franckreich gab, als Romorentin, Nogent, Brie-Comte- Robert, rc. In Provence hielt er Ach an. 1516. widerden Kayser sehr wohl, und das jähr darnach war er mit bey dereroberung des schlosses Hesdin. An. 154z. entsatzte er Luxem-burg und Landreci, und an. 1^44. gab ihm der König den Mar-schall-stab von Franckreich, folgendes jähr aber ernannte er ihnzu einem General - Lieutenant in Piemont, woselbst er bis an.1550. verharrete, und den rühm davon brachte, daß er die ver-fallene kriegs-zucht unter den Französin wieder aufgerichtet. Injetztbemeldtem jähre erhielt derHertzog von Brissac das comman-do in Piemont, und Caracciol, starb auf seiner ruckreise nachFranckreich zu Susa ungefehr 70. jähr alt. Mit seiner gemahlin,Eleonora äs St. Severino , einer tochtcr des Fürsten vonSalerno, hatte er Trajanum Caraccioli, der an. 1544. in derWacht bey Cerisoles blieb, Julium, Johannen, Anwnium unddrey töchter gezeuget. v« L'eMsi inemoir./oDr«/. VI,«««. Ilb. VI.äi/ese/ar. 6oäe/>o,. cks. /»rds/. p. 297.

Caraccioli, (Marinus) war gebürtig von Neapolis. E>studirte zu Mayland, und kam hernach zu dem Cardinal Asca-nius Sfortia. Der Hertzog von Mayland schickte ihn an.auf das Loncillum Lsterairenle, da ihn der Papst zum?rc>to-notsrio Vpoitolico machte , und blieb er in des Papsts diensten,um so viel eher, weil sich indessen die Franzosen des Mayländi-schen bemächtigt hatten. Er ward darauf vom Papste an. 15,9.nebst Hieronymo Alexandra nach Teutschland an den Kaysergeschickt , um sowol demselben zu erlangtem throne glück zuwünschen, als auch mit ihm und den, Churfürsten von Sachsenwegen Lutheri zu handeln. Er führte sich dabey so wohl auf,daß ihn der Kayser in seine drenste nahm, und in vielen wichti-gen Verrichtungen brauchte, mmaffen er denn nach Engellandund Venedig wegen geheimer Handlungen verschickt, auch 1526.in den Händeln mit dem Hertzoge von Mayland, der dem Kay-ser abgesprungen, gebraucht worden, und an. 1529. zwischendem Kayser und bemeldtem Hertzoge frieden zu stiften gesucht.Diesen hatte er sich so verpflichtet, daß er ihn mit bestatigungdes Kaysers zum Grafen von Galera machte. Carl V. gab ihman. 1524. das Bißthum Catanea in Sicilien, so er hernachsemem brudcr abtrat, und verschaffte ihm an. i;n> den Cardi-nals-hut, worauf er als Päpstlicher Legat an den Kayser geschicktwurde, um einen frieden mit Franckreich zu vermitteln, weil^er um ebm ftlbW zeit der Hertzog von Mayland starb, trugihm der Kayser die Statthalterschafft in dem verledigtenHertzog-

thum auf, in welcher er an. iz;8. im 69. jähr seines alters ver-storben. bist. lib. XV. XVI. XVII. /am«/, m nm°'

Ital. sacra. (?«!-?»«. corp. gen. Ital. K Illch- r'

289- vis8 äs8 Lapit. sträng.

Caraccioli , (Richard) ein Rhodiser-Ritter. Urbanus 'ernennte ihn an. i;8z. zum Großmeister, damit er ihn dem 0hanni Ferdinands von Heredia, welcher Clcmentem vu -Avignon für einen rechtmäßigen Papst erkannt hatte, enM-.setzen möchte. Der orden aber hat ihn niemals für einen ienMeister erkannt. Lvssa >L bist. äs Nalrke.

, f Caraccioli, (Antonius) Blschoff zu Troyes, war verjüngste söhn Johannis Caraccioli, Fürstens von Melphi, vx,schalls von Franckreich. Er wurde an. 1544. Abt vonVictor zu Paris, nachgehends aber überließ ihm der Carv"Ludovicus von Lothringen das Bißthum Troyes inpagnc , wozu man ihn an. 1551. den ,5. nov. einweyyDiesem amte stund er eine zeitlang wohl vor; allein an- "nach der gehaltenen conferenz zu Poiffy, erklärte er sichvvr xrReformirte lehre , und predigte dieselbe öffentlich. , ,,

nun bey diesen umständen die Bifchöffliche würde niedern^muste , so begab er sich nach Chateauneuf an der Loirestarb daselbst an. 1569. Man sagt, er sey an. 1557. da erw,^im hertzen ein Protestant gewesen, nach Rom gereisi't, n> v ^nung, den Cardinals-Hut oder andere Vortheile zu erlangen!.,,fihm aber fehl geschlagen. Auf dem rückwege sey er nach ^ ^gekommen, und habe sich durch den Umgang mit Calvine "XBeza in den Protestantischen meynungen vollends bevestigch ^hat um das jähr ,544- ein werck unter dem titul: ke Mw,I-, vrsxe Heligion , heraus gegeben. , bist. ^ ,

VII. p. 192. VI-««««/, Iil>. XXVIII. /.« 6»

bibl.

* Caraccioli , (Robertus) in dem Königreich Neapvn^Lice gebvhren, aus dem orden der Minoriten, und hernmoschoff zu Aquila, wurde für einen der tbeflichsten PredMner zeit gehalten, e5 starb an. ,494. da er das Predrgl^,,,bey jähren versehen hatte. Es sind noch etliche sa>"Xchsgen seiner schrifken vorhanden, welche theils zu Venedig-1^,,zu Basel sind gedruckt worden, als zum exempel ein traeu"^,der erschaffung des menschen, und ein spiegel des Chrss'glaubens. Doch sind feine meisten schriften zu Vencow^,,,490. und zu Lyon an. 150;. gedruckt worden., ch'„siehdibliotk. äe8 r>uteur8 scLlelinitipues äu XV. liesle.

sind noch andere Caraccioli bekannt. Bernhardinus CEein Ertz-Bischoff zu Neapolis, starb an. ,262. Nicoüchv^chschin Caraccioli der Cardinal hat sich in dem XIV. E „oi,nen grossen nahmen erworben, nahm das Mönchen-kl«^ - jgdem Dominicaner-orden, und ward Inguilckor des güch, Wßi?dem Königreich Neapolis, und endlich Ertz-Bischoff ^na. Urbanus VI. machte ihn zum Cardinal an. N78-starb zu Rom den 29. julii ,;89- und hinterließ Zu-nahmen feines heilig geführten Wandels halben. Conraoraccioli, Patriarch zu Grada, Ertz-Bischoff von Nicostchckard^Bischoff zu Malta, ward von Jnnocentio VII. unternäle aufgenommen, und zwar an. 1405. Er wohntecilio zu Pisa bey, und war bey der wähl Alcxandr, - bder Hand ward er Legats in der Lombardey, Mio .0^ ,l,gtBononien den 15. febr. an. ,411. Galeazzo Caracc« V Kv-Admiral über die flotten Ferdinands von Aragoniennigs zu Neapolis. Antonius Caraccioli hatte einige w erdienungen bey dem Kayser Carolo V. unter andern ^xK-IVIajor äc>mu8. In dem XVII. iTLuIo wurdecioli, ein sohl, des Hertzogs von Mona, zuerst Ektz^wgst III^Neapolis, und alsdann Cardinal, worzu ihn derxanderVii. an. 1666. erhub; erstarb den1685. Antonius Caraccioli ließ an. 1645. ein wercr m> Mtitul: Ds slcris ksclssiL IVIonsmcntis heraus gehen, ^ ^kia-

tello Caraccioli, ein Jesuite,, schrieb in drey bänden e» Erung oderLommsntsrlum über den Propheteneinige andere wercke. , lämil. Iralisse.

mig. Xespolit. , äs lsriptorib. stec. XVI,-

ckronica äella tämig. L^rss. M

Dich. A Imlix, ^nyteN ^

* Caraccioli , (Cäsar Engenius) aus dem beranschlecht entsprossen, lebte in dem XVII. l^LuIo, u' ^,^0

la Xeapoli lssra, il UsAno äi X->poIi älvilo in ^ ^ in v z

sie, welches in die Lateinische spräche übersetzt, >pe ^Urestlurun, Untiguitatum L Ililiürüirum ItsüD gc .

den. 7 ^txgf vv"

* Caraccioli , (Ferdinand) ein Neapolitanischer ^err

Bucari, gab an. ,;8i. heraus: Lommsncmu a Mpikatte so' Turski äa O. Olovanni ä'Vustria; hlttterimannscripte. .^eapoliS

* Caraccioli , (Landulphus) ein Minorrt aus

denen Roßi abstammend, lehrte zu Paris, nachdem mckÄ„litum allda gehöret, und MMer worden, die E -. .p.

semruhm, ward daraufProvincral mTerraci ^ ^1),^

an. 1,26. Bischoff zu Stadia, und zu ende des-^li v

Ertz-Bischoffzu Amalfi. Er stund wegen semer sonde^

ligkeit überall in grostem ansehen, und besaß davH^poliS §xstand und geschicklichkeck, daßM dre Komge von s ^N'^bden wichtigsten Reichs - geschafften Mit zu rary*