Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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Rogerius II. an. 978. .folgere. Dieser zeugte Rogerium IN.und eine tochter, Jrmengarden, welche an Bernhard Rat-mond Trincavel, Vlcomte von Beziers und Agde/ verheurathetwurde. Rogerius aber starb ohne erben, und weil RaimondBerengarius, Graf von Barcellona, hierauf eine prätensionauf Carcassone machte, entstand zwischen ihm und Trincaveldeswegen ein streit, welcher an. 1068. dergestalt beygelegetwurde, daß der Graf von Barcellona die stadt Carcassone,Trincavel aber das übrige von der Graffchafft bekommen sollte.Hierauf folgte an. 1090. Bernhard Athon, des Trincavel undder Irmengardis söhn, welcher bey Minderjährigkeit Raimon-di Berengarii die stadt Carcassone überfiel; doch weil er fichübel aufführte, begaben sich die Unterthanen von freyen stückenwieder unter den schütz Raimondi. Dahero Bernhard die stadtaufs neue belagerte, und nachdem er sie mit accord eingenom-men , den vornehmsten einwohnern die äugen ausstechen, unddie nafen abschneiden ließ. Wodurch denn der Graf von Bar-cellona bewogen wurde, die Waffen zu ergreiffen. Doch kames auch dieses mal zum vergleich, und erhielt Bernhard dieGraffchafft; dahero er und seine nachkommen den titul Vicomteführten. Dieses Bernhardt söhn Rogerius IV. starb ohne kin-der, dannenhero ihm sein bruder Raimondus folgete, welcheran. 1167. in der kirche zu Beziers getödtet wurde. Unter seinenAndern aber pffantzte der dritte söhn, Rogerius Trincavel dasgefchlecht fort. Er zeugete einen söhn, nahmens RaimondumRogerium, welcher, weil seine Mutter aus dem, Haufe desGrafen von Toulouse war, es mit Raimond dem ältern Gra-fen von Toulouse hielt, und auf der Albigmstr feite stund, wo-durch er denn die Waffen der creutz-fahrer über sich zöge, welcheCarcassone an. 1209. einnahmen , zu welcher zeit er auch starb,da denn auf gutbefinden der Geistlichen und derselben, die sichwider die Albigenfer verbunden hatten, die guther des Grafenvon Carcassone Simoni dem Grasest von Montfort gegebenworden , welches auch der 8ynoäus zu Montpellier an. 1214.und das Loncilium ssstemnenle an. I2is. bestätigte. Weilaber Amalricus von Montfort, Simonis söhn, diese Herr-schafft wider die Grafen von Toulouse, von Foix und andereHerren, so einen anspruch darauf hatten, nicht behauptenkonnte, so cedirte er solche an. 1222. dem Könige in Franck-reich Ludovico VHI. der ihn dafür zum Connetable von Franck-reich machte. Des Raimondi Rogerii söhn, RaimondusTrincavel, that dergleichen an. 1247. nicht weniger Iacobus,König in Aragonien, an. 1258. gegen Ludovicum IX. in Franck-reich, daher die Grafschafften Beziers und Carcassone von derzeit an mit dieser Crone sind vereiniget geblieben. St. Gui-meran soll der erste Bischoff daselbst gewesen seyn, welcheran. zoo. gestorben. Hilarius und Valerius werden daselbstals Heilige verehret. Das umliegende gebieth heisset 1e Carcas«sois. ? r«. lib. VIII. L. 4. lib. I. äs bell» 6otk.

lib. VIII. c. z. A üb. IX. c. zi. H

ME, lib. V. s. 27. bitt. äes Lomtes äs Toulouse, L

mein. äe bang. Le/e, bist. cis Lsrcass. Le , bist. äs

Lesrn liv. VIII. Lall. L« ?«?, äroir äu stoi.

ville« äs bangueä.

* Carcavi, (Peter von) ein Gelehrter des XVII. üeculi,war von Lyon gebürtig. Er war anfänglich Parlements-Rathzu Toulouse, und ein guter freund des geschickten lVlstKems-rici Fermats, welcher ihm bey seinem tod alle seine schriftenhinterließ. Er hatte mit Cartesio einen briefwechsel, daherman verschiedene seiner briefen unter Cartesii seinen findet.Er hatte sich an. 1649. nach Paris begeben, und war daselbstRath des grossen Lvnleil , wie auch Bücherverwahrer des Kö-nigs worden, welches er auch bis auf den tod Colberts ge-blieben. Indessen machte er auch freundschafft mit Pascalund Rvberval. Da er aber dieses letzter» partey wider Car-tesium mit allzugrosser Heftigkeit nahm, ließ ihm Cartesius denbriefwechsel durch Clerselier aufsagen. Sonst hatte er theilan den disputen der Gelehrten dieser zeit äe guaär-nurL cireu-II, und bemühete sich auch zu zeigen, daß solche »»nützlichsey. Neben diesen besaß er erne grosse känntnis der büchern,alterthummern und müntzen. Er starb an. 1684. LEer, vis

äe velcortes.

* Carchasis, ein König der Scythen , folgte seinem vatter

Atheas, beliebst stimm bruder Matheas. Er führte eine star-cke armee wider Alexander den grossen, und nahm den marschder stadt Alexandra rm Sogdianischen zu , sie zu belagern;Alexander hatte sie kurtz zuvor an dem fluß Oxus, ;;i. jährvor Christi geburt aufbauen lassen. Aber Carchasis wurde ge-schlagen, und seine gantze armee niedergemacht. Carchasis, wel-chem Alexandri großmuth, und daß er seinen feinden gerne ver-ziehe, bekannt war, schickte nach seinem Unglück Abgesandtezu diesem grossen König, durch welche er demselben seine toch-ter zur ehe anerbot, und übrigens sich und sem Reich desselben gnade Übergabe. Alexander vergaß hierauf dre Verei-digung , und überließ dem Carchasis das Reich , ohne ihnWetters zu beleidigen, » üb. IV. ,

lib. VIII.

* L/IllX)IIL8Il1N, eine gattung trinckgeschirre bey den Al-ten , welches länglich! gewesen, und woran rings herum zurzierrath viel kleine knöpft waren. Es wird sonsten der oberstetheil von dem mastbaum auch also geheißen, woran der mast-

korb angemachet ist , und soll dieser becher einige ME!mit demselben gehabt haben, und deswegen also seyn genewworden. Sonsten muß diese art trinckgeschirre schon altsen seyn, dann Jupiter hat nach Herodori Heracleosis ver»^der Alcmena schon den beyschlaf mit einem solchen L^renebezahlet. Viä. lib. XI. Unter andern ceremorrim'

welche bey den Bacchischen festen mit grossem geprang? .richtet wurden, (wovon Athenäus eine weitlauftige beMl-bung giebt) wurde ein wagen aufgeführet, daraus^Bacchi bildnis war, welcher in ein güldenes Lsickevwein giessend vorgestellet wurde, so daß es eines der vnehmsten Bacchischen werckzeugen muß gewesen seyn. ^»ckr,,, lib. V. c. 6.

Carchi , lat. Lbslci», eine insul im Mittelländischen

re von Rhodis etwas gegen abend zu gelegen, ist zwaraber von sonderlicher fruchtbarkeit.

* Carcinus, ein Atheniensischer Poet, lebte ungefehr^

die hundertste Ol^mpiss, z8o. jähr vor Christi geburt; Ceomödien und Lyrische verse geschrieben. , üb. * ^

und Es war zu Agrigent ein anderer CarcinuS

einPoete, welcher aber traurspiele geschrieben, und um/,erstgemeldten Carcini zeiten gelebet. Dieser hielte sichAeschines zu Syracnfa beydem Sicilianischen Tyrannenysius auf; seine dunckele schreib-art hat zu dem fpruchwA ,Lsrcini poemars, anlas gegeben , dergleichen getichte anE^ten, welche ihrer undeutlichkeit wegen fast ratzelu gleich

Er hat 16. tragödien geschrieben. Diodorus machet ihnA

Urheber der fabel Cereris, wie sie die Proserpinam sE^»und Eustathius saget, er sey an einem otter-biß gestorben,che ihn gestochen, allweilen er über eine fabel gesichtet h?Besiehe die obgenannten, und elogia r>

lorum.

* Carcora, eine stadt des Königreichs Barca, in der ^

barey. Sie liegt am ufer des Golfo von Sidra, und demstuß des Melels; es soll das alte Diachersis, eine stadt derrenäischen provintz seyn. .

* Carcoviaca, die Haupt-stadt der Orcadischen instiln n ^Schottland; sie liegt in der insul Maynland, und hm, ^ziemlich grossen Hafen, und eine vestung. Der König MAj-nemarck schreibet sich zwar die herrschafft über dre

sthen iniüln zu, doch hat sich Schottland derselben berm»ss. /. Lex. Ilniv.

Carguela, siehe Sarguela. ^

Cardaillac , ein flecken in der Französischen provintzcy, nahe bey Fiqeac, und gegen die grentzenvonSie ist die älteste Baronie diests landes, welcher hernach ^tul einer Marggrafschafft beygeleget worden. Es fuhr"von diesem flecken eine familie ihren nahmen. ^

Cardaillac. Das gefchlechte Cardaillac hat dievon Cardaillac und Is Chapelle-Marival, Herren vonnin, rc. Königl. Cammer-Herren, Seneschallen, Gouve"von Quercy, und Ritter des Königlichen ordens, die Grat" ,c.Bioule, General-Lieutenants in der provintz Languevv Mr-hervor gebracht. Bertrand von Cardaillac erwiese seme"Mirkett in dem kriege wider die Albigenfer. Wilhelmus r /jftr«dieses Bertrandi, war an. 1209. Bischoff von Cahors,te sehr wider die Albigenfer, und starb an. 1254. Er 'Lsschotischieden von einem andern Wilhelme von Cardaillac, Mzu St.Papoul, so an. i?47- gestorben. Dieser war euGeraldi von Cardaillac, Herrn von Chapelle-Marival u'^a,der Bertrandi, Bsschoffs zu Cahors, so an. r;67-geuund Unter welchem die Universität Cahors gestu^rSein Nachfolger war Bego von Castelnau, so an. Mund succedirte demselben Franciscus von Cardaillac,fangs ein Franciscaner-Monch, hernach Bischoff zuund endlich zu Cahors wurde, woselbst er an. ELudovicus von Cardaillac und Levi, Graf von BwuwGeneral - Lieutenant von Languedoc, wurde an. r«" ^ ja"des Königl. ordens, und starb ohne erben an. r666. ^

äe Lrmgueä. /.« äe L^iss. (-säure.

Cardaillac, (Johann von) Patriarchund stetswährender Administrator des Ertz-Bißthum? Heck'se in dem XIV. Leulo, war ein söhn Bertrano» Lvon Bioule und der Ermengarde von Lautrer. 00^

gend legte er sich auf die Rechtsgelehrsamkeck, w»ro

zu Toulouse, und lehrte an diesem ort mit großemHernach sendete ihn diese Universität an Clementem ,

i;7o. der König von Castilien an Urbanum v.alles so wohl ausrichtete, daß ihn Gregorlus xr. sei>>als Legaten nach Teutschland schickte, und «b" B SL,zurückkunft das Ertz-Bißthum zu Braaa m Por^Mpig

welches er aber hernach wieder fahren las en. . ^

rolus V. in Franckreich soll sich seiner auch bedienei v ^ Mnachmals wurde er Patriarch zu Alexanderen,wi.^ p>nistrator des Ertz-Stifts zu Toulouse ums ,ayr l^^cher^achtet seiner grossen Verrichtungen hat er vocy v x I"schrieben, welche in der bibsiotheck derlouse aufbehalten worden, als Lsrmones; ^ a- ^

äsler; verschiedene tractate von gerstllchen reo*.