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Zweyter Theil. Bi - C.
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neben vornemlich nach den wercken des Andr. äsl Sarte, undmachte sich folgends auch die gemählde des Correggio fleißig zunutze, die er auf seinen reisen m der Lombardie angetroffen.Als er sich nach der Hand zu Florentz niedergelassen, berufteihn Papst Clemens VIII. nach Rom, da er denn in die kircheSt. Petri im Vatican die Historie zu mahlen anficng, wie Pe-trus einen lahmen vor der thure des tempels gesund gemacht.Bald darauf aber breiteten einige andere mahler zu Florentz,welche seinen zunehmenden rühm mit neidischen äugen ansa-hen , das gerächte aus, als ob er das hauptwerck von diesemgemählde einem alten Niederländischen mahler abgeborget,und gaben zu Rom einen dergleichen kupferstich an verschiede-nen orten herum, den sie doch selbst deswegen in der stille ver-fertigen lassen. Als dieses Cardi erfahren, strich er alles wie-derum aus, was er bishero gemacht; ließ sich aber doch nachder Hand von Papst Paulo V. bereden, daß er zum andernmal solches gemählde verfertigte, und damit so grosse ehreeingelegt, daß er um deswillen von dem Großmeister zu Malthaauf verlangen des Papsts zum Ritter ernennet wurde. Ausserdiesem hat er auch zu Florentz und Rom noch eine grosse anzahlandrer stücke sowol ä t'relco, als mit öl-farben gemahlet,welche insgesamt vor vortreflich gehalten werden, und istendlich zu Roman. 161;. in dem ?4-jähre seines alters gestor-ben. eMrsL. für las vies cles

kslMres.

* Cardin, eine stadt in dem Thracischen Chersoneso, welchedie ehre hatte den berühmten General Eumenem zu zeugen, undden nahmen von dem Griechischen Worte soll bekom-

men haben, dieweilen sie in der forme eines hertzens angebauetgewesen. Demosthenes thut derselben in seiner oration wi-der Aristocratem öfters Meldung. Stephanus und Ptolemausnennen sie Strabo gedencket derselben hingegen

nicht. Heute heisset es Carida. Der ruin dieser stadt kamvon ihrer schwclgerey her, und Athenäus setzet Cardiam hier-tnnen den Sybariten und Crotoniaten gleich; zu einem exem-pel wird angeführt, daß sie auch ihre pferde haben gelehretnach dem thon der pfeiffen tantzen. Daher, da sie von^denBysaltiern einem tapfern Scythischen volcke (welche mit demEgyptischen Bysalta , sonsten Acanthus genennt, nicht zu ver-wechseln sind) angegriffen worden, sollen ihre pferde, da siedie Bysaltischen schalmeyen und die gewöhnten lieber gehö-ret , zu den feinden übergegangen seyn, und denselben alsoden sieg verschaffet haben. , lib. XII. csp.He-

rodotus thut dieser stadt auch etlichmal Meldung, und se-tzet sie ebenfalls in Chcrsonesum. läb. VI. VII. LIX. Sieheauch OLogr-ipküun.

Cardif oder Caerdiffe,, lat. Lsrällsa, die Haupt - stadtvon Glamorganshire in Sudwallis an dem flusse Tav, ohn-weit davon, wo er in das meer fallt. Diese stadt und Graf-schafft kam unter die botmaßigkeit Wilhelmi Xuü, von wel-chem sie mit einer mauer umgeben, und mit einem castellversehen wurde, worein Robert, Hertzog von Normandie,Wilhelmi des überwtnders ältester söhn,, und welchem alsodie cron auch gar vor Wilhelms Xuko gebührt hatte, nachdemihn sein jüngster bruder Henricus I. König von Engelland, ausgefaßtem argwohn, daß er nach der cron strebte, beyder äu-gen beraubet, gefangen gesetzet wurde, und darinnen 26.lahr elendiglich lebete.

Cardigan, (Grafen von ) in Engelland. Diese würde istan. 1661. aufdas geschlecht derer Brudenels gekommen, wel-ches eine sehr lange zeit seinen Haupt-sitz zu Dene,in Northamp-tonshire gehabt. Robert Brudenel war unter Henri« VIII.regierung Ober-Richter von dem Tribunal, Lomnion Lisasgenannt, und zeugte mit Margaretha , einer erbin des Rit-ters Bertine Entwysel, Vice - Grafen von Brickbec in derNormandie, den Ritter Thomam Brudenel, welchem seinsöhn Robert, gleichwie diesem sein söhn Thomas, nachfol-gete. Dieser letztere ward von dem Könige Iacobo I. zumBaronet, und von dem Könige Carolo I. zum Baron vonStanton - Wyvil in Leicestershire gemacht. Die grosse treue,so er gegen den letzterwehnten König bey der innerlichen Un-ruhe blicken ueß, verursachte, daß ihn die widrige partey miteiner beschwerlichen gefangenschafft strafte. Als aber CarolusII. den Englischen thron behauptet, erhub er ihn den 20.apr. an. 1661. zum Grafen von Cardigan. Er starb an. 1664.und ließ zum Nachfolger m solchem titul seinen söhn Rober-tum. Dieser vermahlte sich anfangs mit Maria, einer tochter-Henri« Constabels, Vrce-Grafen Dunbar, und zeugte mitihr Mariam , verheurathet an den Grafen von Kenvnle inSchottland. Zur andern gemahnn nahm er sich Annam,eine tochter Thomä, Vice - Grafen Sanage, welche ihm ge-bohren i.) Franciscum, von dem unten; 2.) Annam Ma-riam , vermahlt an Franciscum, Grafen von ScAewsbury;

Catharinam, vermählt an den Grafen von Mtddleton;4.) Dorotheam, vermählt an Carolum Fane, Grafen vonWestmorland , und nach dessen tobe an Robertum, Vice-Gra-fen Dunbar in Schottland. Der söhn Franciscus, Lord Bru-denel, starb noch bey seines vatters lebzeiten, und hinterließvon Francssca, der einzigen tochter Thomä Savils, und einerschwester Jacob» Savils, des letzten Grafen von Sussex ausdiesem geschlecht, nachfolgende kinder: i.) Georgium, von dem

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unten; 2.1 Mariam, verheurathet an Richardum, einen M -und erben des Lords Molineux; ;.) Annam, eine gemahnnv-Lords Belasvse von Worlby, und nachmals Caroli, Hertzogvon Richmond; 4.) Franciscam, eine gemahlin des Grau.von Newburgh, und nach dessen tode Richardi, Lords -s).low in Jrrland. Der söhn Georgius ward nach seinem grv>>vatter Graf von Cardigan, und heurathete Elisabethaw, 0Grafen vvnAilesbury, Thomä Bruce, älteste tochter. " ^Help ro Lnßlisb hillor^, p. 2;;. >

Cardiganshire , lat. Lereüca, eine an der Inländische"see gelegene Grafschafft in Sudwallis, ist jetzt ein theil v .dervlwces St. Davids. Gegen Mitternacht scheidet sie^eri> .Towy von Merionethshire, und gegen mittag der flußvon Pembrokshire, wie auch gegen morgen von Breknoasvre, und gegen abend stöst sie an die Jrrländische see. Gsvdie ste-kusten ist sie fruchtbar, inwendig aber nicht. RaE„Wilhelmus Xuku8 dieselbe den Wallisern abgenommen /Nachfolger Henricus aber völlig erobert hatte, gab sie d ,'Gilberto äs Cläre, welcher die am flusse Tyvt gelegene h»wstadt Cardigan mit einer mauer und einem vesten rasten a ^sahe. In der länge von Mitternacht gegen mittag hat "stGrafschafft ; 2. meilen, und in der breite von morgen Wabend i^.mcilen. Vor zeiten war hier der sitz der viwecacu

Cardillac, (Johannes) Patriarch von Alexandra/siehe Lardaillac.

* Cardim, (Ant. Francisc.) ein Jesuit, zu Viana Mtugall, an. izyz. gedohren, zog, nachdem er in dieS0"j«getreten war, nach Indien, und nahm den nahmen Fran ^an, weil er in Taverii fußstapfen treten wollte. Er wL.^oselbst zu vielfältigen mißionen gebraucht, und starb zu A'.cheden zo. april an. 1659. Er hat in Portugiesischereine Nachricht von der Jesuiten ihrer einrichtung in jaRom 1645. in 8- und in Lateinischer, Lawlngum omruu" ^äaponia pro Lbrillo intcremtorum, ik. 1646. in 4. rc. g0>ben. bibl. lsript. 8. ss bibl. lsript. 8-1'

ko-r. bibl. Uilp.

Cardinal, ist der nähme, welcher heutiges tages i" ^Catholischen kirche den Geistlichen gegeben wird, welM^,macht haben einen Papst zu erwehlen, auch nebst, demste die höchste administration der kirchen-sachen fuhren- ^heisset aber das Wort Laräinslis so viel als prsesipuus' .0«man z. ex. in der Lateinischen spräche die Haupt-windesEäinLles nennet: und ist von einigen angemercket wo ^x,stdaß auch dieser nähme einigen weltlichen bedienten nnre^oKayser Theodosio, als dem General der armee, demViLtorio in Asien und andern gegeben worden. Andcr^^.j,len dieses Wort von osräine, st ein thnr-angel heist /ten, daß also das Wort Larclinslis etwas beständiges an ye"Es befanden sich aber in den ersten zeiten der Christe» n pi-städten zweyerley arten der kirchen. Einige nennetewlo8, welches so viel bedeutet, als eine Parochie: d>cre viLcouiss, worüber die Diaconi gesetzt, die sich drr 'V hellund krancken annehmen musten. Die übrigen capeücnstadten hiessen Orgrorla. Damit man nun die gerE :Mchen von den höher» und vornehmer» unterscheiden h.stlbflwurden diese Larililialeb genannt, d. i. die vornehmsten^ chiwdie Priester bekamen daher diesen nahmen. Etliche a^-cchnoch dieses hinzu, nach der andern bedeutung dieses ^ ^daß man diejenigen, welche ordentlich und bestanvrg,ner kirche gewesen, earclinaleb geheissm, um sie von 0 til-gen , so etwa» hin und wieder das amt verrichtet /terscheiden. ' ^ Mves

Wann aber dieser nähme aufgekommen, davon m ^ z»etwas gewisses zu setzen. Doch dieses ist ausgemaM, ^,1.den zeiten Gregorii M. dieser nähme gebräuchu») »^ iwWie er dann nach dieser zeit zum öfter» vorkomme.

VIII. Loulo auf dem Römischen Lonoilio, in welche''Mwftantinus abgesetzt, und StephanusIV. zum Papsts" >uwret worden, wird ausdrücklich verordnet, baß re'>

Papst solle erwehlt werden, der nicht einkresbyter LarclinsIlZ sey, wie denn auch der CardMwVttB ze'fe daselbst Meldung geschiehet. Und obgleich IN den" st atzten nicht nur zu Rom und in Italien, sondern amvLern orten der Christenheit, sonderlich in Fralickrei«-/ ^ pechen Geistliche Cardinäle aenennet wurden, wie vemalten Historien der Cardinale der kirchen zu Solstvn ^wird; so ist doch endlich an allen orten dernahmens verloschen, und derselbige nur allem zu-" xi"geblieben. Es war aber daselbst sowol die auM- ychhyterorum als viLLonorum nicht allezeit gwtch- q,stst»zu den zeiten des Papsts Cornelii 46. Aceros^

ten. Hernach aber hat man die Larälnsles krssvv ^den 7-benachbarten Bischöffen, so auch den »tm.^näle sühreten, nach den ?. Patriarchallschen ^^Iohs"^t.stadt Rom eingetheilet; als da sind die Archeim Lateran, St. Maria lVlsjorin, St. Pein rm V hörtApgPauli und St. Laurentii. Zu der ersten kwcv ^st S'Bischöffe, als der von Ostia, der von Porto , ^or»oxCandida oder St. Ruffina, so heutiges tages mtthöret, der vonAlbano, der vonSabma, dervo-. o ^der von Palestrina. Von den übrigen 4.kwchen hat e» c-r