Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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451
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krssbyteros , als die kirche St. Maria Najoriss? die Cardinäle St. Philippi und St. Jacobi, St. Cyriaci,Klebst, St. Prudenliana , St. Vilalis, St. St. Petribat <^Ä'Eni und St. Clcmentis. Die kirche L>t. PetriCardinäle St. Maria jenseit der Tiber, St. Chryso-s./ '^>t. Cäcillä, Vt. Anastasiä, St. Laurentii in Dama-^t. Marci, St. St. Martini und Silvestri. Die kircheBa'iki .E hat die Cardinäle St. Sabinä, St. Prrscä , St.M °/ua, St. St. Nerei und Achillei, St. Sirtl, St. Mar-de>- St. Susan na. Die kirche zu St. Laurentii ausserLull, u^ Cardinäle St. Praxedä, St. Petri sä Vin-li St. Laurentii inftucins, St. Sr. Johannis und Pau-l>v o-l).U 3 tuor Loronstorum , St. Stephani in monte Lcs-wals ^ St. Quiritii. Es ist aber der titul Lsräinslft nach-u„d. auch einigen andern Bischöffen mitgetheilet worden,legt rarste, welchem dieser titul von Alexandra III. beyge->viewn, Conradus, Ertz-Btschoff von Mayntz, gewesen seyn,dingj^an nachgehends, wenn man einen Bischoffzum Car-dex gemacht, ihm auch einen titul aus denen von

zu Rom gegeben. Was die visconos anlangt, so istKelch? ^ haß in den ersten zeiten zu Rom nur 7. gewesen,die w» ^ hernach auf 14. und endlich auf 18. gewachsen,Nach?" Lsrälltales visconos genennet. Ob man auch gleichzahl reit 24. Diaconien in Rom gezehlet, ist doch die an-gerya"Mben, die den titul Lsräir>sk8 gesühret, auf 14. ein-Cac^„.?orden. Nach den zeiten Caroli KI. bestunden diedoch in iz. viLLc>ril8, 28. Lrs8bvtsri8 und 7. Bischössen,käkr?, "achgehends diese zahl, weiche etliche 100. jähr ge-t»s v ^ bald verringert, bald vermehret worden, bis Str-auch ' "erordnet, daß nach der zahl der 70. jünger Christi'vielCardinale seyn sollten, zu welchem ende er auch soNr?? constituiret hat.

sie j« ^ tue würde der Cardinale selbst anlangt, so warenersten kirche nicht anders als die übrigen Oiscorft,des und Bischöffe anzusehen. Je hoher aber die machtdiiiä,?^ stieg, je mehr wuchs auch das ansehen der Car-de, als sonderlich erlangten sie einen hohen grad ihrer wur-kn>n?., die macht, den Papst allein zu erwehlen, uber-het. Q- "'s worinnen das vornehmste stück ihrer Hoheit beste-rnt, d^nst concurrirten bey solcher wähl sowol der Kayserubrjg "^Komische volck, als auch ausser den Cardinalen diean. is,geistlichen in Rom; aber die Cardinäle brachten esKit en,?,?Er Innocentio III. dahin, daß die übrigen alleKerst???er ausgeschlossen wurden, wie denn dieser Papstdieses .von den Cardinälen erwehlt worden, der auch' III ?? denselbigen beygeleget, welches hernach Alexan-Navn "'"so. bestätiget hat, wiewol auch schon unter Ni-Caeduias Ä'- ein schluß war gefaßt worden, daß dieden Ka»c>?ldoffe allein einen Papst wehlen sollten, jedochkget, ss'Mchen rechten unbeschadet. Da dieser gründ ge-k>> ffx das ansehen der Cardinäle immer zu, und woll-Ms dm, «seinem Bischoff oder Ertz-Bischoffe weichen, wel-^»tlv I V in dem XI. Lculo geschehen. Unter Jnno-kv'a, ä-' octamen Üe die freyheit einen rothen Hut zu tragen,KiNach, dem Loncilio zu Lyon an. 124;. den ansang sollen^idericg 77 ^n. tlnd zwar weil dieser Papst mit dem Kaysererm»-?.?" thun hatte, soll er die Cardinäle dadurch ha-M vvr"?- sollen, daß sie auch bereit seyn sollten, ihrsg. tvj. ^s crhaltung, der Kirche zu vergießen. Bonifaciusd d"et. - hlnzusugen, hat ihnen einen vurpur-rock ver-^ ""d ew ,"?s II. hm an. 1464. ihnen auch eine rothe mü-. ,''bs Pferd mit einem göldenen zügel und einerg'I ihr? «^'.aubet, und unter Urbano VIII. haben sie denöffentlieu^"^"§ bekommen. Die kleider der CardinälePriester? !g"d keyerlrchen Handlungen sind eine ioutsne,r^.und ein? N^^? rvLl^r, ein kurtzer mantel, eine mo-bis.Eleiduna ia^"dst-kappe über dem rocket. Dre färbe ih-dMleu "ach der zeit unterschiedlich, bisweilen roth,k?,o!'blau. " . rojen oder äi role seccke, bisweilen

n>g ^lde, Cardmäle, so ordens - leulhe sind, tragenandere färbe, als ihren orden, doch!n^ ü»d an-«" Gitter: aber der rothe Hut und die rotheaÄ wird. A Wenn ein Prälat zum Cardinal ge-

^ , hjs werden seine Leneücis für vacant und ledig

promotwn"?!'b ^wfe und Kull 38 darüber empfangen.dg?gavst schr?k?? Cardmale geschiehet folgender gestalt:auf ei,,?« erzener Hand die nahmen der Candi-

"bgetban ""h wenn im LonMorio die andern

Mruder gn gd, sagt er : lisbctw LmtM. da habt ihruAgwal-Pa ron^.^ "blestn. Nach diesem läßtei?.?uhrer sie rum ^ Rom befinden, fordern,

dies^"Sen, g" ihm die rothe mütze zu

Wort?» ce chuen, indem sie vor ibm knien . mit

..... w» cnimangenjvu,

«otirassjÄ ""e alte Cardinäle nach dem Königlichen saale imschein? > pallaste, in csvLlcsäa, woselbst auch der Papstverva denn , nachdem ein Prälat eine rede gehalten,gural dem Papste die füffe küsset, und sich für diex^Mvnien gancket. Endlich nach unterschiedenen anderngtzet ihm der Papst den Hut auf. In dem erstenCardinale Lonüüorio schliesset der Papst dem neuenu oen mund, und in dem andern öfnet er ihm sel-

bigen wieder, giebt ihm auch zugleich den titul von einer kir.che, welche er ihm durch Überreichung eines goldenen ringeSanvertrauet. Den abwesenden schicket der Papst durch einenseiner Cammer-Herren die rothe mutze zu, allein den Hutmüssen sie von seinen Händen empfangen, und wenn sie nachRom kommen, empfängt man sie in csvalcaäa.äe Laräin. Iraite äe i'origine äe.8 Oaräin. äu 8. 8isgs;

/,«,« , In Lonclav. reler3ti8 ; LuÄor likri der Cardinals-Hut.Oo-inÄV , äe Kepubl. lik. I. c. 6. lik. 1. äs Lleric. c.

16. äs dir. Laräinal. O« , in Zlollar.

äs klsdtor. <L Laräin. xrreceä. , reist, äells

Lorte äi R.oms. kill äu kontistc. äs 8. Orc^oi-

re. 8«ro»r. Lsavir«. K.c.

* Cardinale, (Adrianus) ein gelehrter Dominicaner, tratzu Genua in dem klostcr St. Mariä äel Castello in den or«den, und wurde, nachdem er bey dem Ordens-General, Nico-lao Ridolphi, 8ecretsriu8 und ?rovincisll8 lerrre 8sn6tke ge-wesen, an. 1641. kroksllor iKsoloNL zu Padua. Er starb den22. sept. an. 164z. Er hat in libr.Iuä. und verschiedene an-dere wercke über die H. Schrift, auch ein grosses volumen Ors.tianum ^ Loncionuin , ingleichen Orstioncm in psrentsli-Ku8 Tsrguini» Lspisucckio ilnconD cslsbrgti8 geschrieben»in kill. 6)nm. kstsv. III. äegli Icrit»

tori ftiz. äe leript. prov. blornb. Icrcht. O.

?. tom. II. P- .

Cardona, eine bevestigte stadt m Catalonien, nebst ei-nem castell an dem fluß Cardonet, führet den titul eines Her-tzogthums, und liegt etwa zwey Französische Meilen von Sol-sona. Es sind daselbst saltz-gruben, welche jährlich ;ooc>°.stück von achten einbringen sollen, und den ort berühmtmachen; wiewol er noch mehr bekannt ist, weil die Herrenaus dem Hause Folch davon den titul als Hertzoge führen»An. 1711. den 17. nov. wurde dieser ort von Philippe V.mit stürmender Hand erobert, und diejenigen, welche mitdem Commendanten sich nicht ins castell salviret, theils nie-dergehauen , theils zu kriegs-gefangenen gemacht; das castellaber wurde den 22. dec. durch den Grafen von Stahrenbergentsetzet, und die Philippinische die stadt wiederum zu ver-lassen gezwungen. Nach der evacuation von Catalonien wolltesie sich Philipps V. nicht unterwerffen, und ward an. 1712.und 1714. von den Franzosen vergebens belagert; doch. nacheroberung der stadt Barcellona gieng sie vermöge der capitu-lativn an die Franzosen mit über. . lik. XIII. leg.21/ai--. Lc. *

Cardcma, (Folch äs) ein Spanisches geschlecht, welchesvon Raymundo IX. Folch, Vicomte von Cardona, beyge-nahmt kio omkre , abstammet. Dieses Raymnndi söhn, Hu-go, Admirant von Aragonien, starb an. i;;4. und hinter-ließ Hugonem II. welcher an. i;;?. die Gräfliche dignität er-langet , und dessen drey söhne, Johann Namon, Hugo III.und Antonius, drey absonderliche linien angeleget. Von demletztem, nemlich Antonio, sind die nunmehr» abgestorbeneGrasen von Golisanv in Sicilien entsprossen gewesen. Derälteste, Johannes Ramon, hat die lüfte der Grafen und Her-tzoge von Cardona fortgesetzet, und folgende drey kinder nach-gelassen : i.) Jacobum, einen Cardinal, von welchem ein eigc-.ner artickul. 2.) Hugonem, einen Urheber der Grafen vonGualdeleste, von welchen Iosephus, Graf äe Cardona undExil, an. 1.707. die charge eines Vice - Königs in Valenciavon dem Könige Carolo III. erhalten, nachgehends aber derregierenden Römischen Kayserin Obrist-Hvfmeister, wie auchFürst des Römischen Reichs worden, dessen bruder aber, An-tonius Folch äs Cardona, ist Ertz-Bischoff zu Valencia undPräsident des Spanischen Raths zu Wien gewesen, und andiesem letzten ort den 22. jul. an. :7»4. gestorben. ;.)Johan«nem Ramonem, dessen urenckel, Fernande; Ramon, den ästder Hertzoge von Cardona in dem XVI. Lsculo geendiget;da denn seine güther mit seiner einzigen tochter Johanna andas Haus Cordua gekommen. Der mittelste von abgedach-ten Hugonis söhnen, nemlich Hugo III. war Baron von Bel-puig in Catalonien, und em stamm-vatter der Hertzoge vonSoma, Sessa und Baena. Denn von seinen nachkommenist Raymundus von Cardona, Vice-König in Sicilien undNeapolis , erster Hertzog von Soma worden. Er starb an.152;. und hinterließ Ferdinandum, dessen söhn, Anton Fer-nande; , wegen seiner imitter aus dem banse Cordua , Sei-sa und Baena geerdet. An. 1712. lebte unter andern FelixFernande; äs Cordua Cardona, Hertzog von Baena, Sessaund Soma, Graf von Cabra und Palamos, Vicomte vonJsnair, Groß-Admiral von Neapolis, Baron von Belpuig,Linsla und Calonge, Herr von Ruta, General-Capltam vondem Ocesno und den kästen von Andalusien. Cr hatte dreysöhne: Franciscum Lavermm, geb. Venturum, geb.1689. und Lndovicum, g/b- _emen bruder,

nahmens Emanuel, Grafen v°n Motez m^ v?^ kill. in-üen lik. II. s. i4- Imhof, v. Grand m Span. *

ck Antonius von Cardona und Borgra, Baron von Ca-stelnou, hinterließ Alphonsum von Cardona, ersten Marggra-fen von Castelnou, welcher mit Margaretha Theresia,Gräfin vonEril, drey söhne gezcuget. f'?-ckc>sephus Folch von Cardonaund Eril/Groß-Connestabel und Amrrant von Aragonien,Ritter

des güldenen Vüesscs, Kaystrl. wurckl. geheimer Rath, auchder regierenden Kayserm Ober-Hofmeister, und Präfidmt imPp 4 «bersten