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obersten Rath der Oesterreichifchen Niederlande, wurde an»1719. ein Reichs-Fürst, und starb an. 1729. zu Wien ohneerden. 2.) Antonios Folch von Cardona, Marggraf vonCastelnou, hat einen söhn Franctscum nachgelassen, welchervon seinem vorerwehnten bruder Josephs an. 1729. des H.R. R. Fürsten-stand geerdet, und sich den z i.apr. 17^1. mitMaria Antonia, einer tochter Marci Antonii, Grafens vonZobor, vermählet hat. ;.) Sales Folch von Cardona, warBischofs zu Valencia in Spanien, hielt aber beständig die par-tey des Hauses Oesterreich, und starb an. 1724. zu Wien,als würckl. Kayserl. geheimer Rath, und Präsident des hohenSpanischen Raths. 80,mb. genest.
Cardona, (Henricus) ein Cardinal und Ertz - Bischofsvon Montreal, aus dem Hause Folch, ein söhn des Hertzogsvon Cardona. Er war erstlich Bischofs zu Urghel und zu Bar-cellona, kam aber an dem Hofe Kaysers Caroli V. empor, derihn auf eine zeitlang zum Vice-König von Sicilien machte.Er halte ein grosses verlangen nach dem Cardinals-Hute, wel-chen er auch an. 1527. und zwar nach Pauli Iovii bericht,durch gcld erhielte, aber nicht lange besaß, sintemal er an.rzzo. jm4?. fahre seines alters starb. /oE, in vir.
komp. O0I0NNL. Itsl. sssrs. 0 «^^. <Lc.
Cardona, (Iacobus ) Bischoff zu Urghel, war ein brü-der Johannis Raymundi Folch von Cardona/ VicomtevonValaniour, der Iohannam von Aragonien heurathete, undJohannill. in Aragonien wichtige dienste leistete. Iacobuserhielt an. 145z. das Bischoffthum Urghel, und weil er sich inunterschiedenen wichtigen Verrichtungen / wozu ihn der Kontggebraucht, sehr wohl verhielt / verschaffte ihm dieser den Car«dinals-hnt, welchen ihm Plus II. an. 1461. aufsetzte. Erstarbzu Cervera in Catalonien den 1. dec. an. 1466. , üb.
XVI. 60^/-». in Lommsnc. sii II. üb. VII. Lc.
Cardona / ( Johannes Baptista) Bischoff zu Tortosa, wargebürtig von Valencia in Spanien, woselbst er auch ein Ca-nonicat hatte, begab sich aber unter Gregorio XIII. nachRom, und machte sich daselbst wegen seiner gelehrsamkeit be-rühmt ; wie er denn sehr glücklich war, die loss der altensmboruin zu verbessern. Anfangs bekam er das BischoffthumElna in Roußillon, hernach das Bischoffthum Vich, und end-lich das zu Tortosa, woselbst er an. 159°. starb. Man hatauch einige schriften von ihm: als äs expurgsnäis H-ersri-
corum propriis nominibu8; äs Xegis 8. üsurentii Libüotbe-cs; äs Lixt7LÜi8. Lc. 8^0^, bibl. Hilsisn. L/öo/a». üb. V.üiil. bibl.
Cardonne, (Johannes Franciscus äs) Herr von Afay,rc. General - Controleur der renten in Franckreich, Rathund Hofmeister bey dem Könige, war aus einem vorneh-mengeschlechte im XV. s-eculo gebohren. Er wurde in denwichtigsten staats-geschäfften gebrauchet, und Carolus VIII.schickte ihn als Ambassador nach Spanien. Franciscus I. be-diente sich gleichfalls seines raths, und sendete ihn nebst sei-nen kindern als geisel nach Madrid, woselbst er auch sein le-ben beschlossen. , liobl. äs loursiue.
* Cardoso,(Ferdinand) ein gelehrter Nsäisus, aus Ce-lorico in der Portugiesischen landschafft Beira, war im XVII.üLLiilo eine zeitlang krokellor üleäisinse zu Valladolid, pra-.cticirte hernach zu Madrid , gieng aber endlich nach Venedig,und bekannte sich zur Jüdischen religion. Er schrieb äs ks-bre ss'ncopllü. Madrid l6;4. in 4. und Utiüäsäs8 äst sgusv äs Is nisuvs, äsl bsver lrio ^ LsüeMe, ib. 16;?.
bibl. Hilf).
* Cardoso, (Georg) ein Priester zu Lisabona, lebte um die
mitte des XVII. üxcuü, und schrieb ssgiologio üuütsno in ;.wmib, davon der erste zu Lisabona 1652. der andere ib. 1657.und der dritte ib. 1666. in fol. gedruckt. Er hat auch nochandere schriften, wie Ant. Macedus in Imür. purpur. p. üi.bezeuget, fertig liegen gehabt, als äs Vy»ri8 üuümniX ; krom-xwsrio üuümno Lc. ist aber , ehe solche noch unter die pressegegeben worden, als er an. 1669. von Madrid wieder nachhause gereiset, nicht lange darnach gestorben. bibl.
slilp. tom. I. in sppenä.
* Cardoso, (Hicron.) ein Portugiese von Lamego im
XVI. s-xcnlo, welcher der Lateinischen beredtsamkeit und Poesiesehr mächtig war, und zu Lisabona junge keuche darinnen un-terrichtete. Er hat Lxikolss tsmiüsre8, Lisabon. 1556. in 8.äs Linore eclciMM A äs Invsntione Vini; OiÄionsrium üu-ütsnico-üstinum, ib. lz62. in 4. Coimbra 1587. M 8 . undibiä. i; 88 - äs krseteriwrum L 8 upinorum rstione libellumLc. heraus gegeben. bibl. büss.
Cardovan, siehe Antros.
* Cardronac, ein kleiner Golfo in Engelland, so vor zel-
ten Moricambe hiesse. Er liegt an der nord-seiten des Her-tzogthums Cumberland, an dem einsiuß der Wampule, in demgrossen Golfo Sulwey. , Diät.
. Cardua, besser Cardea, eine Heydnische gotcheit, welcheüber die angeln der thüre und thore die aufsieht Jaden sollte;gleichwie man den gott Forculum über die thure und thorean sich selbst, und den gott Limentinum über die thurschwel-len gesetzt hat. Ovibius nennet sie Carna. Vvrck. fgst. üb.VI. äs civ. llei csp. 8- , xsntbecm m/lbicum x>.
219. HmtsZm. smiguit. Xomsn. *
Carduccius, (Balthasar) ein Rechtsgelehrter, docirtedas Recht zu Padua und Florentz. Wie er dem haustcis zu allen zeiten sehr gram gewesen; also schalte er stmderlich gar heftig auf den Papst Clementem VII. da dieserliche armee unter Carl von Bourbon im anzug gegen Rowwar; ward aber deswegen von den Venetianern auf begelvren des Papsts gefangen gesetzt, so daß es allem anseist"nach mit ihm ein schlechtes end genommen hätte, wo nEbald daraufder bericht von eroberung Rom, gefangennehmt")des Papsts, und verjagung derer Medicis aus Florentz eingEfen wäre. Dann auf solches ward Carduccius los gelaiMda er gleich nach Hause kehrete, und sich zum Haupt einerwissen faction auswarf, welche meist aus mngen leuthenstunde, und wegen der aüzugrossen Verbitterung, so siegen das Haus Medicis zeigten, Zü sirrsbisti, die käsendes^nennet wurden. Carducci selbst erhielte den übernahmenbsimitsrrs , welches Wort einen Türcken-säbel bedeutet , waman ein dergleichen gewehr bey ihm unter dem kleide »erstembemercket hatte. Er strebte mit gröster begierde nach den tM.sten ehren-stcllen seiner Republick ; wie es dann an. 1528- ""an wenig stimmen gefehlt, daß er nicht OonLIoniers wor-den , und als dieses gesehlet, ihm mit einem ansehnlichen nstv.eine stelle in dem vornehmsten Rath der zehrn genannt,äi üibsrck e ?sce , bestimmet worden. Weil aber die 0^nehmste und verständigste bürgcr ihm eben wegen seinemsen ehrgeitz nicht allzuviel gutes zutraueten, so ward er mEIchein ihn zu beehren, als Ambassador in Franckreich geM-,wohin er dann ungern genug gienge. Indessen unterliegnicht von dorten aus feine bürger zu tapferm widerstand Ugen den Papst und Kayser aufzumuntern , und ihnen v"von Francisco I. zu versprechen, ungeacht dieser solche si> ,.4sten nicht zum besten im sinn hatte, als dem in selbigerdie befreyung seiner söhnen, welche er an Carolum v-1 xsich zu geiseln übergeben hatte, weit mehr als das hcyl
bundsgenossen angelegen war. Da endlich Carducci
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schon angefangener belagerung der stadt Florentz den bet^merckte, schmertzte es ihn so sehr, daß er, der ohne dem ^70. fahr schon zurück gelegt hatte, noch an. 1529. starb-sind zu eben dieser zeit noch einige andere Carducci SssÄichrentz in ansehen gewesen , sonderlich Francesco, der wm".^an. 1529. nach abbanckung des Nicolo Capponi die wurreOonksloiüsre erlanget, aber nach übergab der stadt wege"V,pderlichem haß derer Medicis gegen ihm mit mehr ander"oct. an. izzo. enthauptet worden, <L 8^
Vior. ./»>-. üb. XXV. üitt. *
* Carduccius , (Ludov.) ein Königl. Spanischermsticus zu Madrid im XVII. stesulo , war ein söhn d^po,herstehenden Balthasaris, übersetzte Lucüäis LIemenrs ins^ ^Nische, Alcala äs Henares iü;7. in 4. und schrieb:
Neäir ^urisäisciones ^tierrs8 , Madrid 16)4.
Hisssn.
Koma m Perfien zinsbar ist. Die Haupt-stadt darinnen w^,,cyEs ist ein herrlich land, da alles in Überfluß, und s?",. , -lsder liebliche wein wächst. Die einwohner sowol E , ihrweiblichen geschlechts sind die schönsten in gantz AI"'.glaube kömmt mit dem Mingrelischen überem, haben a^den nahmen vom Christenthum, und ihren Patriarchatesnen ste LsrüoüL08. Wenn allhier einer jemandenhat, wird er zum tode verurtheilet, und den anverwdes entleibten übergeben, um mit ihm krafft Rechtens Er-fahren ; es können aber dieselben seiner mit der todes-M""schonen, wofern er dem nächsten bluts-freunde des ^ M,ten 60. kühe zu geben vermag. Ein Lreäieor hat aMe^ § t>^seines schuldners güther alle zu verkauffen, bis dieschuldforderung heraus kommt: sind sie aber nicht so i»'-so kan er auch des schuldners weib und kinder verkaumv^r^zu gelde machen. Ein dieb wird gegen siebenfachestattung frey gesprochen; zwey theile bekommt der"einen theil die Gerichte, die übrigen viere der Lam^hat der dieb aber nicht so viel im vermögen, so !äckb"kauft; langt auch dieses nicht zu, so muß das ve"den kindern verkauft werden. Will aber der besioy" h l>er
v^ ^vurjt/
dieb ohne entgelt frey lassen, so hat weder der FürstRichter etwas darein zu sprechen.
* Careaga, (Guterius Marquez äs) ein
riste ausAlmeria, bediente anfangs zu Segovienyar«^und Madrid die stelle eines Vice-Richters, ward ao-LIcsläe bey der Königlichen leib-garde, und end"^poiider Criminal-fachen. Er starb an. 1652. Man h"'.^ ji>r^in Spanischer spräche etwas von der civil-unddiction des Knegs-gerichts, Madrid 1647.lüeolog. Lsturiäicse, Corduba I6;8. Tr. äe dordrid 1612. in 8. , äisr. bibl. Hü?' her
* Carek , eine insul aufdem Persianifchen mfer-bw ^,pd Äxsnl Cargou gegen über, von Bender Regh etwa » preoesBassora ;o. meilen. Sie ist sehr schmal, tbcils /Äc-vier meilen im umfang. Sie hat theils berge , ^ d"s V-g«selb, trägt körn, gerste, datteln und guten we"! po"lichste aber, das daraufist, ist gutes Wasser,^ weich t M ^berge herab kömmt, worinnen oben viel alte vru»