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na Boulender zweyten gemahlin des bemeldtm Königs. Erzeugte von dieser Maria einen söhn nahmens Heinrich , wel-cher als ein naher artverwandter der Konigin Elisabeth, so-bald selbige auf den thron kam , zum Ritter geschlagen wor-den. Endlich wurde er zu einem Baronen des Englischen Rer-ches, das ist zu einem Lord und Mitglied des Obern Hauses,unter dem titul lüs üorä Runälon, gemachet. Man schickteihn dem Könige in Franckreich das ordens-band vom blauenHosenband, als ein geschencke, zu überbringen. Nach seinerzuruckkunft ward er zum Statthalter von Berwick ernennet.Nach der enthauptung der Schottländischen Maria, wurde erin Schottland geschickt, um Iacobum den söhn dieser Köni-gin wegen seiner Mutter tod zu besänftigen. Von seinen nach-kommen siehe das geschlecht.
Earfagnana, lat. Lsrfsronmna oder Lmkniarr^, eine klei-ne landschafft zwischen dem Apenninischen gebnrge und dengrentzen von Lucca, Florentz und Reggto gelegen. Vor zeitenwar sie grösten theils den Bolognesern unterworffm , jetzoaber stehet ste unter des Hertzogs von Modena botmäßigkeit,welcher darinnen die stadt Lstiel nuovo äi LsrfAMLNL amstusse Serchio nebst der citadelle Mont Alfonso in besitz hat,und einen Lommillärium dahin abzuschicken psteget; jedochhehöret auch etwas davon dem Groß-Hertzvge von Florentz undder Rcpublick Lucca zu. Sie ist sonsten wegen der treflichenViehzucht und guten eisen-bergwerck sehr berühmt. Schau-platz des kriegs in Ital.
* Earga, oder Carae, Cargu, auch Larai, eine insulauf dem Persianischen meer-busen der insul Carek gegen über,sie ist etwa 12. meilen lang und 2. meilen breit. Aus der erdenwerden daselbst grosse diamanten gegraben, und am User schoneperlen gefangen. Thevenots Morgcnl. reise, k. II. Üb. IV. c.i.Sie soll der Alten Jchara oder Jcaruö seyn.
, äs auimnl. XI. 9. bist. N 3 t. VI. 28. not.
vrb. sntig. 111. 14. §. 69.
* Cargadaur von Gergenti, oder Emporio, ein flecknim thal Mazara in Sicilien, liegt anderthalb stunden vonGergenti, am meer, hat einen guten Hafen und schloß. Manladet in diesem ort einen grossen vorrath von früchten, so manzu schiffe bringet, welches auch dem ort den nahmen gegebenhat. vc/at?, Oiclion.
Cargapol, eine abendwärts liegende provintz in der Mos-kau , welche das Meiste meer gegen Mitternacht, die provintzWologda gegen mittag, denseeOnega gegen abend, und denfluß Dovina gegen morgen hat. Die Haupt-stadt Cargapol istnicht considerabel.
* Eargilliten, ist die benennung gewisser Schottischen Pres-byterianer, welche von einem ihrer Prediger, nahmens Cargill,ihren Ursprung haben. Ste regten sich ums jähr 1682. und be-haupteten , daß Carolus II. weil er das, was er bey seiner crö-nung beschworen, nicht gehalten, des Reichs verlustig wäre,erkannten ihn auch davor, und sprachen alle Unterthanen von
, dem ihm versprochenen gehorsam los. Der Hertzog Iacobusvon Jorck dämpfte sie mit gewalt, und ließ die vornehmsten un-ter ihnen am leben strafen, einigen andern aber gnade anbieten,wenn sie sich nur entschließen wollten vor den Konig zu bäten.Allein sie weigerten sich, diese unter solcher bedingung ange-botene gnade anzunehmen, und erlitten den tod mit grosser stand-hafftigkeit. , bist. äs 1a äern. revol. ä'LnAet. xag.
54i.1egg.
Cari besser Carya, eine stadt in Peloponneso , so vonden Griechen zerstöret wurde, um sich wegen der verrätherey de-roselben einwohner zu rächen, welche sich zu den Persern ge-schlagen hatten, da selbige den übrigen theil von Griechenlandbekriegten. Die manns-personen wurden alle mit dem schwerd-1e niedergemacht; die weibs-leuthe aber gefangen, im tciuin-phe geführet, und zu sclavinnen verkauftet. Weil man nundiese letztere zu Vermehrung und Verlängerung des schimpfszwange ihre vorige kleidung, da sie nemlich als Matronenund ehrbare Weiber ssolss oder lange rock, die bis auf denbodcn giengen, getragen, auch in der dienstbarkeit zu behalten,so haben die baumeister selbiger zeit zum andrucken dieser stra-fe eine art von statuen oder Pfeilern gemacht, die sie an öffent-liche gebaudö gesetzet, und die just dieser weiber gestalt und klei-dung vorstellen musten, dergleichen daher man noch heutigeslagcs Lm^stzäss zu nennen pflegt. , Üb. I. c. i. *
* Cart, (der Hafen von) auf den kästen von Provence, et-liche meilen von Marseille, westwärts. Man haltet es fürdas alte Carus oder kortus wc»ru8. Eine stunde von diesemhafen liegt das dorfCarry, welches etliche das alte Calcariazu seyn glauben, so ehedessen eme kleine stadt in dem söge-nannten Narbonenü gewesen. , VEion.
Cariati, eine stadt in Calabria citm , hat einen Bischöffli-chen sitz unter St.Severino gehörig. Sie fuliret den trtul ernesFürstenthums ,- ist aber nicht sehr merckwurdrg. Sre liegtam Ionischen meere bey dem meer-husen von Tarento, ge-gen Umbratico und Strongoli zu.css!<liVVIVb8 > siehe C«rri.
* Earibane, ein grosses land in dem südlichen America,welches zwischen dem ausfluß des Orenoques und des flusses derAmazonen der länge nach an dem Nord-meer lieget, welche scecm dicscö land vst-und nvrd-seits anstoffet. Die Terra strma iie-
car ,
get diesem lande gegen abend, und Gujana gegen rnittaflEs gehörre ehedessen dem Gujana, da aber die Cariben aus .Anrillischen insuln verjagt worden, und den Europäern rchen musten, und sich in dieses theil von Gujana fluch' stmachet, haben ste ihm diesen nahmen, den es noch h"«"-,,tags tragt, gegeben. Man siehet noch eine andere gegen«dem mittägigen theil von Gujana, welches diesen nay>führet, zwischen den'flüften Negro, Argonatuble und «Amazonen-fluß. DiÄ-on.
* Caribdius, oder Lharybdius, (Iacobus) ein Sich''ner aus Mactorano, von vornehmen geschlechte, trat an. ^ ^ ^noch sehr jung in die Gesellschafft JEsi,, und brachte es v«fieiß und geschicklichkeit so weit, daß sein rühm in der
rie, Poesie, Philosophie und Theologie nicht gering war.lehrte darauf zu Meßina und Rom die Philosophie undlogie , ward in dieser letztem Facultät voökor, und nam ^zeit in verschiedenen LoiisZüs üsÄor, starb endlich ue« ^aug. an. i6r°. in seinem vatterlande. Seine vor Sipto v-»haltene rede äs kaiüone Lomin! , ist nebst andern gleiche»Halts zu Rom 1641. in rr. heraus gekommen. -äV-Fams-.
* Caribdus, (Alphonsus) ein berühmter RechtsgeleNvon Meßina, und Lälellbr bey der Königlichen regrer»'»hat noch an. i?;?. gelebet , und Lonürsruäines Livitsris
nse , ingleichen Lapituls Ü.LZNL Liciü-e r» jsLobo ulgue s«rolum V. hinterlassen. bibl. 8ic.
Caribes oder Caraibes, siehe Anttlles und rannibNe.
* Earick, eine kleine stadt der provintz Lagenien in Wland, in der Grafschafft Tiperari an dem stufte Schure, chss,oder 6. stunden oben an Waterfvrt, sie hat den titul einerschafft, und das recht, ein Parlements-glied in Jrrland zu ge«
, vici. ^
Caridia, ein kleiner flecken und meer-busen inam ürsbipelsM. Vorzeiten war es eine vortrcfliche üstesunter dem nahmen Cardiopolis bekannt, anjetzo aber ^ein schlechter fleckn etwa 10. oder 12. stunden von
Carien, siehe Aidinelli.
* Carigliani, (Pompeius) ein Italianer und Lsaow ^von Capua, hat im XVII. üeculo , um das jähr isr;-^lebt. Man sagt von ihm, daß er den Aristotelem,Hippocratem, Galenum und Thomam Aquinatemmen verstanden, und völlig inngehabt habe, so daß er sts.w,
alles, so ihm aus diesen authoren^u^ch
im stand gewesen.. , ..,.
gen worden, zu erklären undbeantworten. Er kaun?dem ende des Papstthums Paali V. nach Rom, unonoch dorten, da Urbanus VIII. Papst gewesen. Unter/«schrieb er einen tractat von dem Adel,rc. "
xtoribus lies. XVII.
(tarignano , eine kleine stadt in Piemont an dem Po / Kl-einer guten citadelle und dem titul eines Fürstenthums,liänische meilen von Carmagnole und 8 . von Turin. E-?cis?von Cariqnano hat allhier einen prächtigen pallast. E pie»wohner treiben starcke-feiden-handlung, weil ungcnu« pje-seiden-würmer allhier gezogen werden. An. r;z 6 . wm«ser ort von den Franzosen ; an. 154;. von den Sp«« n>eüund an. 16; (-. wiederum von den Franzosen erobert, ^cher zeit auch ein scharfes treffen allhier vorgieng. L ab-kriege zu ende des XVII. üscuü hat es auch unterschiedr»e^ge-gestanden, und sonderlich seine mauren meistentheiisbüsset. -hM
Carignano, (Fürsten von) werden gewisse Printzen«« ^et.Hause Savoyen, von obgedachtem Fürstenthume MUnd zwar hat Thomas Franciscus von Savoyen, HelVA Mroli Emanuelis I. jüngster söhn, diese linie aufgerichtet. schrgebühren an. 1^96. und hat sich durch seine grosseberühmt gemacht. Siehe Güvovcn. Er starb a«: §ni^
Printzen hinterlassende,darunter der mittelste, IosephI.ab^Inuel Johannes,an.r6z6. unverheurathet starb. Deraue' ^Emanuel Philibertus Amadeus, Fürst von Carignan« ^ Mden 20. aug. an. 1628. mit einer ansehnlichen leibes-sta^aEdabey taub und stumm gebohren, doch hat ihn ein v«nahmens Emanuel Ramirez äi Carion, zu Madrid an.»hin gebracht, daß er etwas reden lernen. Er stach.den 2;. apr. Für dem ehestand hat er lange zeit enu' Ein -getragen , an. 1684. aber schon bey ziemlichen iah/» MuAngela Catharina von Este, einer tvchter des Po^L^tzeßaus dem Hause Modena vermählet, welche ihm r-U ,, Pr«nen, davon aber die jüngere wiederum gestorben, « cxosepchr,tzen, Victorem Amadeum an. 1690. und ThomamJgnatium an. 1696. gebohren. Der erste war Generw^Mneur über den district im Mayländischen, welcher ve«' KicEvon Savoyen abgetreten worden , und hat sich „atsr'Francisca , Victoris Amadei, Hertzogs von Savo«^r,.Echen tvchter, den 7. nov. 1714. vermählet, welche löst ^eine Printzeßin, Annam Theresiam, und an. i?//- Her 'Krtzen, der auch Victor Amadeus hieß, gebohren. ^ist im sept. 171;. am Savoyischenlungere söhn Thomä Francisci war Eugemus Mam Aonssü-bohren an. 16;;. welcher die linie der Grafen v.aufgerichtet; siehe Soissons, wie auch Ty§t"scus Hertzog von Savoyen, rc. * *