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L. Iff. 2810. geschehen. Sie wurde auch Nicostrata inglekchenCarmenta genennet, und dieses letztere von dem LateinischenWorte csrmen, weil sie in Versen prophezeyete. Die RömischenMatronen erbaueten ihr zu ehren einen tempel, und hielten ge-wisse fest-tage, die sie LsrmentsIiL nenneten, auch nach eini-gen alten Römischen calendern LsrmenwriL, und Dies Lsr-mentsriorum. Dieses fest wurde den II. jan. gefeyert, undden iz. wiederholet; wiewol andere diese letztem LÄrmenwUnvon den erstem unterscheiden, und daß selbige aus andernUrsachen gefeyert worden , vorgeben. Die urjäche, warumdas fest der Carmentä von den Römischen Matronen gefeyertwordenwar die grosse Weisheit dieses weibs, und daß sieviele zukünftige dinge, sonderlich was sich in der gegend, wohernach Rom gebauet worden, begeben sollte, längst vorherverkündiget. OrM. lib. I. ksüorum. Koss». sntig. üb. IV. c.;. *
* Carmichael, ein ansehnliches geschlecht in Schottland,
welches von seinem in der Grafschafft Lanark gelegenen sitzeCarmichael den nahmen angenommen. Johannes Carmi-chael, Ritter, diente dem König von Franckreich, Carolo VI.wider die Engelländer, und hielt sich an. 1422. in dem treffenbey Bauge ungemein wohl. Desselben enckel, Johannes,bekam von dem König Jacob» III. unterschiedene güther inSchottland, und hinterließ wilhelmum, dessen enckel, Jo-hannes, an. i;88. als Ambassador nach Dänemarck gesen-det wurde, um die Vermählung zwischen Jacobs VI. und derDänischen Printzeßin Anna in richtigkeit zu bringen. Nachseiner zurückkunft ward er Capilain der Königlichen garde,und als Abgesandter an die Königin Elisabeth geschickt, wor-auf er an. 1600. starb, und Hugonem nach sich ließ. Die-ser war bey Jacobs VI. geheimer Rath und Ober-Stallmeister,wie auch Ambassador in Engelland, und hatte einen einigensöhn, Johannem, welcher ohnbeerbt mit tode abgieng. Hier-auf siel dessen verlassenschafft an eine neben-linie, von welcherJacobus Carmichael von Hynford von Carolo I. zum Baro-net, von Carolo II. aber, bey dem er die stelle eines gehei-men Raths bekleidete, an. 1646. den 27. dec. zum Baron vonCarmichael gemacht wurde. Desselben ältester söhn, wilhel-mus, diente dem König Ludovico XIV. von Franckreich un-ter den Gendarmes, und starb bey des vatters leben, hinterließaber von Griffel, einer tochter Wilhelmi, Marquis von Dou-glaß, Johannem, welcher seinem groß-valter succedirte, undeiner von den Schottischen Pairs war , so gleich anfangs Wil-helmi III. vartey ergriffen, weswegen ihn dieser König nichtnur zum geheimen Rath und Obersten über ein regiment dra-goner, sondern auch an. 1701. den 2;. jun. zum Grafen vonHynford erklärte. Er blieb auch unter der Königin Annageheimer Rath, und hinterließ bey seinem an. 1710. erfolgtentode von Beatrice, einer tochter Davids Lord Maderty, un-ter andern Jacobum Carmichael, Grafen von Hynford, LordCarmichael und Baronet, welcher noch an. 1728. lebte. Erhat mit Elisabeth«, einer tochter Johannis Maltland, Gra-fens von Lauterdale, zwey töchter und fünf söhne gezeuget, vonwelchen Johannes an. 1721. bey der granadier-garde zu Pfer-de Lieutenant, und an. 1728. unter des Brigadiers Tyrrcts re-giment zu fuß Oberst - Wachtmeister war. c»--,/,.
tom. II. x. ;6z.
Carmides, oder, wie ihn andere nennen, Charmadas,war ein Grieche, welcher ein so vortreflich gedächtnis soll ge-habt haben, daß, wann er ein buch nur einmal durchlesen, eres alsofort auswendig hersagen können. Jedoch weil Cicerolib. II. äs Orm. und giiLÜ. luls. üb. I. auch Quintilianusüb. XI. c. 2. ein gleiches von Carneade berichten, mags woldieser seyn. IVr-rE, lib. VII. s. 24. *
(sarmilianus, (Petrus) ein Engelländer von natiom undein Lateinischer Poet, welcher ein epimxbium des Schottländi-schen Königs ediret hat , der an. i;i;. in einer schlackst widerdie Engellander geblieben, das aber Erasmus und AndreasAmmonius in ihren briefen nicht loben wollen.
* (sarminach, eine Asiatische stadt in der grossen Tartarey,
sie liegt in der Bucharey, so ein theil der landschafft Zagathayist; hart darbey ist ein see, welchen der fluß Sog formiret,zwischen den stadten Samarcand und Bochara. Dick.
* (sarminius , ein Lateinischer geschicht-schreiber, welcher
über Italien geschrieben, und von Macrobio angezogen wird;man weiß nicht, zu welcher zeit er gelebet hat. Voßius glau-bet , es sey der nemltche /welchen Servius über das fünfte undsechste buch der Lneis anführet, und welcher ein buch äs Llo-cMione geschrieben hat. 8sturn. lib. V. c. 19.
äs Hiü. hat. lib. III. x. 699.
Earmona, vor alters Carmo genannt, ist eine kleine stadtin Andalusien, zwischen Sevilien und Ecrja,, auf einer hohe,bey einem kleinen fluß, gelegen. Zu Julu Casarts zeiten ist sieder vesteste ort von der gantzen provintz gewesen. Allein inden folgenden zeiten hat sie sehr abgenommen. Indessen ist ihrgegen ein präsent von 40000. ducaten, von dem Könige Phi-lipps IV. der titul einer rechten stadt beygeleget worden. Dieumliegende gegend ist überaus fruchtbar, sonderlich an ge-treyde. ÜL bello civ. lib. II. c. 19. sV/Mk». äsl. äs
1 'LIx. P. 417.
*^<rrmona, (Gerhardus äs) ein Spanischer IVleäicus,welcher m vorerwehnter stadt gebohren worden, und an. 1461.
gestorben ist. Man hat unter andern eine Lateinische ubersAtzung der medicinischen schriften des Avicennä von ihm,che zu Venedig an. i?4). in fol. gedruckt worden , aberallzu grosses lob verdienen, indem der Übersetzer sich nicht au- ,fehlhaffterexemplare des Avicennä bedienet, sondern auch'nen -mtborem nicht sattsam verstanden. äs slLi. Iwxret. n. , jugem. tom. III. ,,
* Carmonne, (Christoph) Präsident in dem Parlement IParis , hat sich durch seine aufrichtigkeit und gelehrtheit M vvornehmsten civil-ämler geschwungen. Er war aus dem-ov»bonesischen gebürtig, und sienge unter der regierung Luow»XI. an sich vor gericht als Advocat bekannt zu machen. D»'Ludwig beehrte ihn hierauf mit einer Parlements-stelle. A,
1489. gab ihm Carl VIII. das amt eines General-Procuratt» '
Endlich stieg er nach und nach, bis er erster Präsidentdem Parlement in Burgund, und endlich ?re6äem atier in dem Parlement zu Paris geworden. Zu wem/würde Ludovicus XII. ihn zur belohnung für verschiedene 0 -sie, die er ihm gethan, erhoben hat. Er starb den ic>. fevrn"i zo?. , üiü. äes kres. ä Nortier, A äes Alai
äe8 requetex. . ^
* isarmons, oder Cormons, lat. Oremona, ist ein fleA,
in der Grafschafft Görtz in Friaul, zwischen der stadt W»Nuova und Gortz. ^
Carna oder Cardea auch Cardinea, und im GriechE,Lrirne, eine abgöttin bey den Alten, welche ihrer meynung na essöwol die angel an den thüren, als die innerlichen glieder ^menschen, und sonderlich junger kindern, wider die sogena»^8 mges, welche ihnen das blut aussaugen und ihr Hertz abirrnsollten, beschützte, und sollte sie diese krafft von Jano enipsgen haben, der sie wider ihren willen beschlafen. Juniustus, nachdem er Tarquinium 8 uperknm aus Rom vertrug ^opferte ihr aufdem berge Cälio am ersten tag des 4. nwn^che
heissen sollte. -.....
lib. II. äs civ. Oei c. 8- ÄNtiq. lib. II. L-
* Carnabon, oder Carnubuta, König der Gothen/den Triptolemum gar gütig auf, als er auf der Cerernv,^fehl den menschen die art das qetreyde zu bauen weckenste, hernach aber stellte er ihm listiglich nach dem lebe»'damit er ihm nicht entfliehen möchte, tödtete er den el»/''^»chen, so dessen wagen zog. Allein Ceres gab ihm sofort Mandern, den Carnabontem aber brachte sie dahin, daß .„mselbst hinrichtete, worauf sie ihn mit samt dem brachen L ^andencken seiner bosheit an den Himmel setzte; woie'^fltannoch der Oxbiusbus, oder wie er auch Lateinisch.
Wird, der LnZnireuxus oder berxem^rius ist.
nom. II. 14.
Carnarvan, siehe Caernarvon. .Mck-
Carne, (Eduard) die Königin Maria von Engellano ,te ihn an. 1554- als ihren Minister an den Normich-'.M.und ihre Nachfolgerin Elisabeth bestätigte ihn in solcher t»^ ,rkDa aber Paulus IV. auf das erste compliment, so /e Mste,derselben nahmen machte, eine sehr harte antwortward er von ihr zurück berussen. Allein der U'/pen.vihm, von Rom hinweg zu reisen, welchem befeh» > .x fol-vielleicht selbst ausqewircket hatte) er um so viel wMW Mge leistete, weil er der Catholischen religion eifrig zugen- h^Mund dabey die Hoffnung hatte, daß Engelland dem v E'des Päpstlichen stuhls sich nicht gäntzlich entziehen m»blieb also, doch ohne einen öffentlichen characterund starb daselbst an. i;6i. Er war vor sA» geleh^recht wohl gesinnet, ein geschickter Minister, klug'Mrc»'und sonderlich in den Kayserlichen Rechten trefllck) .rviE.Der Kayser Carolns V. hatte ihn in ansehung stmer v>»zum Ritter gemacht. Nach ihm hat der EngUM ^ Mauf die zeiten Jacobi II. keinen rechten Minister, an " A,g>sehen Hofe gehabt, weil sich die folgende Kvnrge^oB- ^
schen kirche bekannten.
x.4.
I)e , bist.
Carneades, ein berühmter Griechischer ICyrene gebürtig. Er war der Urheber der iog^an'>Academie, welche doch von der andern nicht ss ^ pgyterschieden war, ausser daß Carneades ckvar L,pabcVÄ^den fachen etwas wahres oder falsches anzutreffen, folwbehauptete, es sey der verstand des mensche» - da»»^,schwachheit, daß er solches nicht erkennen könne,u^j<,eNhero sey alle erkänntnis nur wahrscheinlich. -^Meit Ä s,ak
terließ er nicht, auch wider die offenbareste wa^
sputiren. Doch führte er dabey eine sehr gute Men > ^; we
nach Ciceronis bericht im zweyten buche äs kmvu ^er ^du wissen solltest, daß irgendswo eine g^g^ lZerlasttN'pol»'gen läge, und es wollte emer/ich an den ort n^.^sen tod dir nützlich wäre, wurdest du fthr »nrc M ^wenn du ihn nicht warnetest, daß er sich bam ^ 0 ^
lassen sollte. Ungestraft würdest di,^ redeAck
unterliessest, denn wer wollte d-ch deswegen sDas klingt in Wahrheit christlich. Dendergestalt ergeben, daß er auch zum ostew 0^^,,,^sen darüber vergaß, und ihn ferne concubm