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Zweyter Theil. Bi - C.
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liäott!, oder die örter, wo man »1a Kassette spielt. Jeder-mann, welcher daselbst mit einer masque erscheinet, hat frey-heit bey solchem spiel sein geld zu wagen; allein die Veneziani-sche Xokili haben mit ausschliessung aller andern das xr>-vilexium zu tailliren oder banco zu halten , wobey sie fast al-lezeit den grösten gewinnst davon tragen. Man will versichern,daß bisweilen bis zoooo. fremde (worunter viel Fürstlicheund andere Stands-perfonen sich ordentlich befinden) das Ve-netianische Carneval besuchen. An andern Catholifchen ortenwird gleichfalls das Carneval mit masqueraden, bällen, co-mödien, opern , spiel-gesellschafften, gastereyen und anderndergleichen ergotzlichkeiten begangen. Weil die Turcken beyverschiedenen ihren Gesandtschafften an die Christliche Höfealle diese Carnevals - seltfamkeiten wahrgenommen, ohne daßsie dabey der leuthe rede verstunden , oder von der urfach die-ses verführenden wilden Wesens einen bericht einnehmen konn-ten , auch dabey sahen, wie sich an dem ascher-mittwoch al-les auf einmal veränderte; sind sie in den wahn gerathen, dieChristen werden alle jähr zu einer gewissen zeit unsinnig, be-gehen dann tausend thorheiten, bis sie durch streuung deraschen auf ihre Häupter, wieder zum verstand kommen. Zuausgange des XVII. LcuU hat man auch an unterschiedenenProtestantischen Höfen die Carnevals-lustbarkeiten aufgebracht.Sonderlich ist das Carneval zu Hanover, bey lebzeiken desChurfürsten Ernesti Augusti, in grossem ruf gewesen. DasWort Carneval wird von dem Italiänischen wort carns, fleisch,und avallare, thalwärts abgehen, hergeleitet, well nemuchzu solcher zeit sich diejenigen tage nähern, da m der Catholr-schen kirche das fleisch-effen verboten ist. Eben deswegen ha-ben es einige auf Lateinisch osrnelevamen oder cariuspri-vium genennet, und bey den Spaniern heist es aus gleich-mäßigen Ursachen carues tollenäas. in exist. Iure.

5. vrär-l, vills L ssepubl. äe Veussv x. ;4i. ^o^aZeäelettr.17. Oe7rc. äe/'/ra/. I. D« Zlossar.

Carneus, ist ein zunähme, welcher dem Apollini beyge-leget worden wegen des Wahrsagers Carni, den Aletes, oderwie ihn die mehrere nennen, Hippotas erschossen hatte, weiler für einen zauberer, so den Doriensern zu schaden in ihr la-ger kommen wäre ^angesehen ward. Als hierauf,der zorn

Äpollinis auf die Dorienser geelend gehen, und wurden die

allen, muste der ertodter insest-tage Larnia angestellt, den

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der Domainkn, Ober - Hauptmann und Ober-KriegS-Lock'misssriu« in Hinter-Pommern. Pymm. chron.

* Carnoto , (Wilhelmus äe) sonst auch earuutenstsS-nannt, weil er von Chartres gebürtig, war aus dem M'"nicaner-orden, darein er bey schon ziemlichen alter getre»«als er von dem erentz-zuge, welchen er mit König Ludvvrco ^als dessen Beicht - vatter und Caplan gethan hatte, zuru« 2kommen. Er begleitete selbigen auch nach der zeit in der ex?dition auf Tunis, und half dessen entseelten leichnam von o»nach St. Denys bringen. Er hat nach diesem noch viele Mre zu Paris floriret, und ist ums jähr 1230. gestorben..

tod des Carni dadurch zu büssen. Die Lacedämonier, alsHäupter der Dorienser, waren die so dieses fest mit gröstemeifer feyerten. Es geschahe im sommer, und setzten sie indieselbe zeit den ansang ihres jahrs; wurde auch 9. tage nacheinander qefeyret. Man wollte da in etwas den krieg nachah-men ; Massen neun Hütten zu dem ende zugerüstet waren, soden zelten etwas gleichten, und in jeder derselben neun manndurch die neun tage des fests sich aufhalten, und sonderlichdie nächte zubringen musten, wie es auch im krieg gebräuch-lich war. In folgender zeit haben auch die Lacedamonier einkampf-spiel auf dieses fest angestellt. Die Priester des ÄpollinisCarnei waren auch in grossen ehren gehalten, und haben, wieEusebius in seinem ckrouico berichtet, in den ältesten zeitenzu Sicyon in Peloponneso die herrschafft geführet. L«/ inckrou. Or. <L kat. ?-»«/. in kac. >/xa//oä. lik. II. O«-». anullkkot. 5-7^o/. in kymu. üpoll. 5c^o/. in läyll.

üb. IV. L XIV. Lymxos. lik. VIII. gurest. LÄ/latl».sä II. « äescrixt. Olymp. *

*(sarnia, ein land in dem Venetianischen Staat, an dernvrd-seiten des Frianls, und den Kärndtischen grentzen, amfusse der Alpen gelegen. Es erstrecket sich von dem Ursprungdes Tajamento bis zu dem Lonflen?. äella tella. Folmezadie Haupt-stadt kan noch darinnen gemercket werden, wie auchPonteba Veneta, und Guardegnano. , vier.

Carnia, eine landsthafft in Griechenland, und ein stückvon Epiro, so zwischen dem fluß Aspri und dem Golfo äi Lar-ta gelegen, und die örter Alcippo, Capo Figolo, Dragumestro,Larta und Preveza begreiffet. Siehe Acarnania.

* Carnificis, (Wilhelmus) sonst Vleeschhauwer genannt,war ein Dommwaner-Mönch aus Gent in Flandern, und sskeo-logise keÄor daselbst, auch Prior zu Vinoxberg. Er legte sichstarck auf dre antrqultaten, und wollte einen cstaloeum vonden Loäicikus manulcrrpäa, die er in den Niederländischen,Französischen, Teutschen und Englischen bibliothecken gest hen,und aufgezeichnet hatte, herausgeben , starbaber über solcherarbeit den 2;. nov. an. 1527. Es hat folche nachgehends seinordens-bruder, Johannes Bonderms, vollends zu stände ge-bracht. Lc7>«^ä, äs Icript. o. k. tom. II. p. ÜI.

Carnitz, eine alte adeliche familie in Hinter-Pommern,woselbst auch ihr stamm-haus, gleiches nahmens, gelegen,darinnen sich 2. Ritter-sitze befinden. Caspar von und aufCarnitz und Neides, Fürstlicher Pommerischer Hauptmann zuTreptow, florirte um das jähr 1560. und ward ein groß-vat-A»Awars auf Carnitz, Neides, Nitzo, Dreßo rc. Erasmuswar Chur-Brandenburgischer Ober-Hof-Marschall und- dessen wittwe sich an. 169;. mit Johannvon Rechenberq, vermählet. Nach an-florirte Joachim von Carnitz, als Kö-^a^n^hur- Brandenburgischer geheimerStaats-Rath, Präsident des Furstenthums Camin, Director

hat von ihm ein supplement des lebens obgedachten KvnM'welches Gaufridus äs Kello loco beschrieben, und densselvbeygefüget ist, unter dem titul: äs Vita L Lötibus ^§is I,uäovici üe äs Miraculis ejus. '

ssiixt. 0 . ?. tom. I. x. z 81. ^

*Carnuntum, Carnutum, Camus, war eine stadk'Pannonien, gegen Deutschland zu, wo die Mahr in drenau fließt, ungefehr wo jetzo Haimberg liegt. "

nat. IV. 12. XXXVII. ;. Lrvr«,, V. ;4- XKIII. I.

XXX. ;. ^ not. ork. ant. II. 8. §. 10.

äel. V. Andere setzen sie an den ort, wo das dorf St.nelle liegt. Zu des Kaysers Tiberii zeiten wurde eine CMhieher geführt, welche auch das jus Catii bekam.

II. 109. n. e,. Sie ist auch nach der zeit eine von den lager^'tzen der Rvmer in den provintzen gewesen. cow

Keip. ssom. XII. ;. c. i. , äs not. ssom. °

schichten der Teutschen, IN. 24.

Caro, (Annibal äs) Commandeur des Malthestr-orvk'^darbey ein vortreflicher Poet und Redner, war gebürtig"Citta-nuova in Jstrten / und kam nach Rom, da er ^ ^rius bey etlichen Bischoffen, hernach bey dem Hertzoge ^Parma 5 und endlich bey dem Cardinal Farnese wurde. A,derselbigen zeit erhielt er auch den Maltheser - Ritter- 0^;und machte sich durch seine schriften sehr berühmt; als da .eine Übersetzung der Lneiäos Virgilü in Italiänischeverschiedene getichte; gespräche von der beredtsamkell; "A.setzung zweyer orationen Gregor» Nazianzeni, und einer ^Cypriani; briefe; eine eomödie 6Ii üraccioni genaE' all-ein lied zum lobe des Königlichen Französischen Hauses, ^ches er auf begehren des Cardinals Farnese verfertigel-.stelvetro wollte es zwar critisiren, allein verschiedene"mien in Italien gaben eine apologie vor Caro heraus /cher an. i;66. zu Rom starb. elng. .

* (saro, (Rodericus) zu Utrero in Andalusien gebs^stcewar im ansang des XVII. lLsuli Doäkor luris und p

zu Sevilien, und anstatt des Ertz-Bischoffs Richterments-sachen. Man hat von ihm : Lutigueäaäes äe i»äs 8 evi 1 Ia , Sevilien 16^4. in fol. Inssriptionss yäe la Vüla äe vtrera; ingleichen anmerckungen Über depvii Luc. Dertri kisgments killor. ik. 1627. in 4.

Lsspan. jflen

* Caro, (Anna) ein Spanisches Fräulein, zugebohren, hat sehr sinnreiche comödien geschrieben, ' ^ ge»wegen man sie in die bibliotheck der Spanischen arE., hgk.setzet, welche Nicolaus Antonio seit an. 1672. gesaM»"

X'rco/. ^k«ro». . ps»

* Carocha, wird in Goa, Spanien und Portuga» ^erpierne mütze genannt, welche oben spitzig, rings her» j^igwmit feuer-flammen und teuseln bemahlet ist, und dc> per»ausgesetzt wird, welche die Inquisition daselbst

dämmt hat. äe äe l?o«.

log mlik. IV. 41. äs«

* Carochi, (Horatius) ein Jtaliäner, war zu giesa1579. gebohren, trat zu Rom in den Jesuiter-orve>

als ein Wssionarius an. 160;. mit nach Ost-Judl s^ses zsseäkor des Lollegü , wie auch Vr-epolltus des Profeß^^ ggKMexico, und starb allda über 80. jähr alt ums jahr^°,

dem er Urtem länZUL IVlexieanse , Mexico 1645-

in 4-

maricam kluZuse Ottomitiess, und ein Lexicvu gsst^

^k/eZ«»»Se.

* Carocius , (Vincentius) schrieb äs Kocato S Logier.

seMenüas vel l1621. in 4. äe

äe luramento lätis äeciloiio, CvlN i;yv. m s-M 4. äe Oepolito, okligatiomkus K seguelrro,in 8. 1604. m 8. äs Vurco apuä rertium rexer ,

1609. in 4. IVyäe, bikl. Loälej. . «.-schert

" Carolamus, König der Bojen in Italien' ge>va^

l. 1649. in fol. äs ssemeä. contra K

I äamnosas exeeutioues, Neapvlls . B ,>0 Lxeussioue bonorum, Franckfurl ,S7kitis äecisoiio, Cvln i;y6. M 8.

ansehen nach des Bojischen Königs Bojorix vru" ,pjdckEr hat sich um das jähr II. 0. ;88- durch eme»^

Romer besochtenen sieg berühmt gemacht. Da ^fe vorgenommen, die Gallier gäntzlich aus >xtam ^

ben, und zu solchem ende den Bürgermeister ow" , M ^cellum in die Bojischen lande hatten rucken ln^ u"v ^zum treffen, worinnen die Romer über; 000. nrunter viele von den vornehmsten und beruhmM^», Lkverlohren. kill. XXXIII ; 6 . VonD»

sche Reichs-Historie, k. I. kb. III. §.7;. ?- ^xelt Lp,Laroli, ( Philippus ) war wegen seiner gelev ,v