Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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rien Grafen von Bonneval gcfuhret wurden, behielten aller or-ten die oberhand. Ein gleiches geschahe in dem dritten feld-zug; daher der Graf von Neuperg , trafst der durch den Gra-fen von Wallis erhaltenen vollmacht, unter Vermittelung desFranzösischen Abgesandtens, Marquis von Viüeneuve/ an einemfrieden arbeitete, und den i. sept. an. 17;-. die Prälimina-rien in dem lager unterzeichnete , durch welche die vestung Bel-grad und Sabac;, nachdem ihre bevestigungs-wercke geschleiftworden, nebst gantz Servien, und dem, so das Haus Oester»reich in der Wattachey besessen, den Türcken überlassen wur-de. Obwol nun der Kayser diesen schimpflichen frieden fürgenehm halten mustc, wurden doch die beyde obgedachte Gra-fen mit arrest belegt, und der einte auf die vestung Spielberg,der andere nach Grätz gebracht. Da also der friede aller ortenhergestellet wurde, und es dem Kayser zu besondern! tröst ge-reichte , daß Franckreich immerfort die steiffe Versicherung gab,die pragmatische 8anckion zu schützen, starb er nach einer kur-tzen kranckheit den 20. oct. an. 1740. in einem alter von 55.jähren. Dieser Monarch war fönst überhaupt ein gerechtig«keil liebender Herr, von mittelmäßiger leibes-länge, etwas ha-ger , und seinem vatter Leopoldo ziemlich gleich. In seiner re-ligion war er eiferig, und hatten die Geistlichen immer einenfreyen zutritt, auch ihre Vorstellungen vielen eindruck bey ihm;daher es auch den Protestanten in dem Reich , sonderlich aberin den erb-landen, nicht allemal wohl gegangen. Er hatte sichden 2;. apr. an. 1708. vermählet mit Elisabeth« Christin«von Braunschweig-Wolffenbüttel, welche die Catholische relr-gion angenommen hatte. Mit dieser zeugete er 1.) einenPrintzen, nahmens Leopoldum, gebohren den 1;. apr. an.1716. allein er starb den4-nov. schon wiederum. 2.) Ma-ria Theresia walpurgts, gebohren den iz. may an. 1717.ward den 12. febr. i?z6. vermählet mit Francisco Stepha,no, Hertzog von Lothringen, und Groß-Hertzog von Toscana.;.) Maria Anna Eleonora, gebohren den 14. ftpt. an.1718. Gebauers grundriß zu der Historie der EuropäischenStaaten. Ale Moires äs

Zschackwitz neueste Europ. Staats-und Reichs-Historie. L-r-

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Bulers kurtzer begriff der neuesten Reichs - Historie,«ie /« b 6tru-

vens Historie der religions-beschwerden.' ^

Fabri Staats-Cantzley. Listen <L memoirer.

Europäische Fama. Genealogisch-Historische Nachrichten.

Röntge von EngeUand:

Garolus I. König in Groß-Britannien, ein söhn Iacobi I.und Annä von Dänemarck. Er war den 19. nov. iSoo. inSchottland gebohren , und weil sein vatter die Englische Croneerhalten hatte, ward er an.161;. nach seines ältern bruders tode,zum Printzen von Wallis erklärt, da man ihn zuvor zum geistli-chen stände und zwar insonderheit, zum Ertz-Bißthum Aorck be,stimmt hatte, weswegen er auch in allerhand zur gelehrsamkeitgehörigen wissenschafften war unterrichtet worden, die er auchnoch fortsetzte. Sein vatter ließ sich durch die Spanier bereden,daß sie diesem Printzen eine Infantil! zur ehe geben wollten, dan-nenhero er ihn denn nach vielen deswegen geschehenen Unterhand-lungen , als man meynte, die fache würde aufrichtig seyn, mitdem anfange des 162z. jahres selbst allein mit dem Hertzoge vonBuckingham und einem diener gantz heimlich und mit verstell-tem gesichte über Franckreich nach Spanien reisen ließ. Da warder nun zwar bey seiner unvermutheten ankunft überaus wohlempfangen, der König gab ihm die ober-stelle, des Papsts einwilli-gung kam an , und weil man von Englischer feiten viel zum vor.theil der Römisch-Catholischen verwilliget hatte, schien die Heu-rath so gut als geschlossen. Allein der Printz merckte endlich, daßman in Spanien nicht aufrichtig mit ihm umgehe, indem aller->and eitle ausfluchte gesucht wurden, er die Infantil!, die docheine braut hieß, anders nicht, als öffentlich sprechen durfte, undsie wiederemsttzung seines schwagers, des Churfürsten von Pfaltz,-arauf man Englischer seits grossen theils mit dieser Heurath ge,ehen hatte, immer auf die lange banck geschoben ward. Deswe-gen zog er im september bemeldten jahres wieder nach Hause, be-schwor zwar zum schein das ehe-bündnis, und ließ dem Engli-schen Gesandten eme vollmacht zu dessen Vollziehung, aber auchzugleich einen heimlichen befehl nichts ohne nähere Verordnungvorzunehmen. Nach seiner ruckkunft fieng zwar der SpanischeHof die fache mit grosserm ernst an zu treiben. Die Infantil! be-kam, als braut .ihre besondere Hof-statt, und muste Englisch ler-nen, allein die Englischen zogen nun dre Hand um so vielmehr zu-rücke. Vielmehr ward die Verbindung mit der FranzösischenPrintzeßin, Henrietta Maria, so bald vorgenommen, und 1624.ru stände gebracht, obgleich die Spanier solche möglichst zu hin-dern suchten, und deswegen den Printzen von Wallis, wiewolvergebens, einer verrätherey gegen seinen vatter schuldig machenwollten. Bald nach schliessung dieses bündnisses starb der alteKoma, und Carvlus bestieg an. 1625. den thron, darauf er zuför-

^h vollziehen, und die neue Königin nach En-gelland holen Ueß, wiewol seine Unterthanen wegen der Vortheile,so man den Katholischen hxy dieser Verbindung versprechen müs-sen, sehr darüber murreten. Dieses hinderte alsobald im ansangfeiner regierung das gute Verständnis zwischen ihm und feinen

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Unterthanen, und dasselbe ward die qantze zeit feines lebens übckfortgesetzt, zumal da er sich durch liedlinge regieren ließ , oiemit der nation immer mehr und mehr verunwilligten. Derwar der Hertzog von Buckingham, den er von seinem vall»»erbt. Dieser brachte ihn auf die gedancken , einen kriegnien wegen der Pfältzischen fache anzufangen. Allein das P" ^ment, welches er bald im anfange seiner regierung beruhen,te sich auf die subsidien nicht recht einlassen, wenn der KoMgdie den Catholicken verstatteten freyheiten widerrufte , ,unv §Englische kirche wider dieselben svwol, als die Armimanm»Neuerungen, die Wilhelm Land vertheidigte, in sichcrhcn»nEs fieng auch noch dazu an, den Hertzog von Buckinghamfolgen, welches den König bewog, solches aufzuheben, und MSpanischen kriege geld aufseine eigene briefe zu borgen. ^lief aber auch nicht nach wünsche ab, indem die kostbarerzwar nachCadir gieng, und ein am Hafen gelegenes fort emna,^weiter aber auch nichts that, und also unverrichteter suche» Mder zurück kam. Man hatte zu dem ende auch mit FrancrrDänemarck und Holland bündniffe gemacht. AberFranmthat damals nichts, Dänemarck ward nicht gnngsam m ^stützt, und Engelland wüste sich auch den Niederländische»nicht zu nutze zu machen. Im folgenden 1Ü26. fahre waro»^.,,wieder ein Parlement zusammen geruffen, welches sich aber ^wie das erste endigte. Denn ob man zwar, die untertham« ^besänftigen, den Catholischen einige schmücken setzte, und oer 7,nigin ihreleuthe meistens wieder nach Franckreichwollten doch die gemeinen durchaus den Buckingham zur r^zschafft ziehen, und so ließ es der König imjunio abermms ^einander gehen, und gab noch dazu ein bitteres manifest 0..^,das Parlement heraus, dem aber dasselbe mit fast eben ssfen Worten,wenigst gegen den Hertzog von Buckingham,aM',stete. Indessen hatte der König, ausser denen wider dasLOesterreich angefangenen feindseligkeiten, auch noch amnommen, den Französischen Reformirten zum besten einen ^anzufangen, und zu dem allen muste er das geld abermals 7^,allerhand eigenmächtige auflagen,die ihn desto verhaßter M«"^aufzubringen suchen. Er schickte auch an. 1627. wurM»'^>siilmächtige flotte denen von Röchelte zu hülste, die zwar in sRhe an land stiege, aber theils wegen ihrer schlechtentheils auch wegen tapferer gegenwehr der Franzosen nm ich §».und schände zurück kehren muste. Das dritte Parlement1628. versammlet, und willigte zwar anfänglich dem Ko>uch,,„ce,sidien , damit er denen von Röchelte zu hülste komme»wollte aber eben sowol nicht nachlassen, sich über die scWu > zstgen der freyheiten des volcks und Verwahrlosung der renn ^ mbeschweren, und deswegen auf den Hertzog von BuckilM Mdringen, dahero es der König anfänglich verschob. Obder Hertzog indessen erstochen ward, waren doch drenoch nicht besser zufrieden; weil sie theils wegen Wilhe>»Mcli'der viel beym Könige galt, die religion vor ungesiche"»theils auch über gewisse auflagen mit dem Könige streitM , sie»zu deren eigex,»nächtiger ausschreibung er sich berechttm 'glaubte, da das Parlement hingegen behauptete, es fl.e lwilligung jedesmal dazu nöthig, darüber denn der Komgeeman. 1629. abermals, und zwar mit grosser bitterkeit, ca>» §b ^che auf beyden feiten noch mehr zunahm , da der Ko»w Mr»schon die Unterthanen wegen ihrer freyheiten öffentlich» , be»ließ, auch mit einiger schärfe gegen die Catholicken veN»»^ ve»noch fortfuhr, auflagen nach seinem gefallen zu machen, ^sihW.als einen Arminianer verhaßten Laud zu hegen. , -suchendieses jahres machte der König mit Franckreich emeugar zu rühmlichen frieden, nachdem auch die andere ve»den Rocheüern zu gefallen gar schlecht abgelausten war.folgenden jähre schloß er auch mit Spanien frieden,er sich kury vorher mit dem Könige in Schweden zur r»setzung des Pfaltzgrafen in ein dündnis eingelassen »r ^.jssaber eine schlechte wurckung erlangte. Denn erfache nicht ernstlich genug an, weil er von seinem , e-keine subsidien hoffen konnte, und der König in Archenseine wanckelmuth und schwäche wohl kante, machte e Zin-sen staat auf seinen beystand, daher die üooo^ma» .unter Hamiltons anführung an. iSzi. den sieM^Wzugeschickt worden, nach einem jähre, in welchem 1 »

geschmoltzen waren, zurück geruffen wurden-er sich in Schottland cwnen, und da gieng das te^ > gPresbyteriancrn an, denen er mit gewalt den ^ in sz,,tesdienst aufdringen wollte. Auf diesem fuß dm- ^glliw xGroß-Britannischen provintzen voller unruhe. M

konnten die willkührliche und unumschränckte maan,

König heraus nahm, nicht leiden, und in Enge»"» ^in Schottland war den Presbyterianern die neuevon Wilhelm Lauden herrührte, der nnttlerzett e.von Canterbury worden war, unerträglich- -^sser d^>gen dingen nahm man sich indessen weniggege»i 6 ; 6 . wegen desfischens in den Englischen m yjeses^^Holländer eine flotte ausgerüstet ward, dadurcygen liessen, ein gewisses jahrgeld zu verfprechem die

es mit obbemeldten religions-beschwerden so wen, ^elch^ässill

byteriantsche partey in Schottland ein dundms^Meim'^venant genannt wurde, machte, darmne Useyn gestärcket worden, wer! der Komg Carl ^ B ^ihrem absehen aufDunkirchen damals gehw^parteyen zogen gegen einander an. i 6 z9. i« !»>»» ^