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Hertzoa von Glocester, der an. i66o. verstorben, Mariam, Wil-helms ll. Printzens von Oranien gemahlin, und HenriettenMariam, die an. Philippum, Hcrtzog von Orleans vermahltworden. In seinem ersten gefangnisse zu Holmby hat er dasbekannte buch an seinen ältesten Printzen ge-
schrieben. Er war ein tugendhaffter, mäßiger, frommer, undleuthseliger Herr,aber nicht von genügsamen krafften zu regieren.Er ließ sich von seinen lieblingen und der gemahlin allerhand dieKönigliche Hoheit und den staat angehende dinge weiß machen,die er aber mit ihren folgen selbst niemals genugsam einsähe.Er war zur unzeit heftig und eigensinnig; gab auch zur unzeitnach , traf niemals das rechte fleckgen , wenn in zweifelhafftendingen ein schluß zu fassen war, und war meistens.langsam inentschliessungen, wenn die eil am nöthigsten erfordert ward. Alsokam der Unwille zwischen ihm und den Unterthanen nicht vonseiner bosheit, sondern von seiner schwachheit her, und die verur-sachte auch, daß seine feinde das werck weiter trieben, als sie esim anfange gesinnet gewesen, /.an», Kill. L^ngler. tom. IV.
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bist. clesZueires civiles ck'llngler. llk'z-e okXinZßoniesLti»rles I. Lro-o/-. Ac. *
Earolus II. König in Groß-Britannien, Caroli I. söhn, warden 29. may an. i6zc>. gebohren. An. 164;. muste er auf besehtseines vatters wegen der innerlichen unruhe nach Franckreich ge-hen. An. 1648. that er einen versuch, seinen vatter zu befteyen,und erschien mit einer flotte vor Aarmouth, ward aber nirgend»angenommen, und sein vorhaben, mit dem ParlemcntischenAdmiral ein see-treffen zu wagen, durch stürm zu nichte gemacht.Die Nachricht von des Königs enthauprung empfieng er m Hol-land, woraus ihm die Staaten in der beyleids-bezeigung dentitul Majestät gaben, solches aber doch auf begehren nicht schrift-lich thun wollten. Zu Londen wurden in seinem, als nunmeh-rigen Königs nahmen, vergeblich patente angeschlagen. Seineparrey in Irrland ward binnen jahres-frist von Cromwellen überden Haussen geworffen. Printz Robert muste sich mit den Kö-niglichen schiffen, weil er zu schwach war, anfangs nach Por«tugalsswenden, und weil ihm die Parlementische flotte bald aufden hals kam, auch von da weiter fliehen, und die trouppenzu lande konnten vor der Repubiick ihrer armee so wenig als dievestungen bestehen, die sie innen hatten. Man meynt, es seydieses zum theil daher gekommen, weil unter der Königlichenpartey viele Katholische gewesen, die durch diese gelegenhett vieleVortheile über die Protestantische zu erhalten gesucht, woherdann allerhand Uneinigkeit entstanden und verursacht worden ,daß der neue König nicht selbst nach Jrrland übergegangen. InSchottland gieng es auch nicht glücklicher. Die Schotten wa-ren zwar mit dem Königs-morde nicht zufrieden, und bald an-fangs geneigt, ihn zum König anzunehmen. Allein sie wolltendas Convenant, zu behauptung des Presbyterianischen kirchen-regiments und ihrer freyheiten, von ihm beschworen haben, wes-wegen die Abgeordneten auf der insul Jersey mit ihm sprachen.Darüber machte er sich unzeitiges bedencken, ungeachtet ihmder Printz von Oranien und seine Mutter selbst dazu riechen.Indessen ließ das schottische Parlement den Marquis vonHuntley und den Grafen von Monlrvß hinrichten, welche bey-de es mit ihm hielten, und davon der letzte ihm zu diensten inSchottland eingefallen war. Als er nun sahe, daß nichts anderszu thun war, unterschrieb er das Convenant zu Breda, undergab sich in der Schotten willkühr, zog auch selbst nach Schott-land , allwo er sich von seinen Unterthanen ziemlich muste ein-schräncken lassen. Jedoch ward eine ziemliche armee von ihm zu-sammen gebracht, weiche den Cromwell, der in Schottland ein-gefallen war, anfangs einiger Massen in die enge brachte, vonihm aber gleichwol im sept. an. 1650. bey Dumbar geschlagenward, worauf dieser die stadt und schloß Edenburg einnahm,undden Konig, von dem einige sagen, daß er sich selber im treffenbefunden, nöthigte, sich in die nördlichen theile von Schottlandzu begeben. Hier ward er zu Scone den 1. jan. an. isz i. ge--cront, nachdem er vorher das Convenant aufs seyerltchste be-schworen, und daraufsammlete er wieder ein starckes kriegs-heer,mit welchem er, indem Cromwell in dem nördlichen theile vonSchottland beschafftiget war, in Engelland einbrach, der Hoff-nung , bey Cromwells abwesenheit sich daselbst veste zu setzen.Allein erstlich schlug sich von den Engelländcrn niemand sonder-lich zu ihm, und hernach kam ihm Cromwell zu geschwinde nach,mit dem er sich den z. sept. an. bey Worcester in ein treffeneinließ, aber nochmals bis aufs Haupt geschlagen ward, so daßer nun nur vor die sicherheit seiner person besorgt seyn muste, dieer auch endlich fand, als er fast zwey monate unter vielerley ge-fährlichen abentheuren sich noch in Engelland aufgehalten hatte,da er verkleidet mir verschnittenen haaren, gefärbtem angesichtin der irre, und zuweilen mitten unter seinen verfolgen, herumgehen, in dicken Wäldern auf den bäumen schlafen, und in ge-schafften oft einen diener vorstellen muste. Jedoch war erAscklich, daß ungeachtet viele gemeine leuthe von seiner persongehabt, sie sich doch von dem aufihn gesetzten preist7 . 00 - Pfund sterlinge nicht blenden liessen, sondern ihn viel-verbergen halsen, bis er zu ende des octobers un-kohl-fchiff antraf, dessen meister sich durchsui'd bewegen ließ, den Konigmbst dem vorc Wilmot in den kleinen Hafen Fecamp oder zuDieppe rn der Nvrmandie auszusetzen, von dar sie weiter nach
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Rouen giengen, und von bannen in einer Königlichen kuliUnach Paris geholt wurden. Um eben diese zeit wurden auwdie insuln Iersy, Man und Sorlinges, sowol als die^a.badischen und Virginien, die es bisher mit Carolo noch»halten hatten, von den Parlementischen unters joch gevraw -so daß dem Könige von der gantzen Englischen Monarchie "M,übrig blieb, und nachdem sich Cromwell vollends des Mments angemaßet, auch alle Hoffnung verschwand , bey Mleben wieder empor zu kommen, gestalt denn derselbe unterendene dem Könige zu gefallen gemachte anschlüge bald in der vburr erstickte, dazu viel half, daß unter seinen eigenen leuwverräther waren, dessen man sonderlich den 8ecretsriuw E cning beschuldigt. Er ward genöthigt, den Kayftr uns "Reich bey dem an. 16;;. währenden Reichs-tage um ew Ageld-hülffe anzusprechen , die ihm auch einige Stande vorwilligten, wiewol man bemercket, daß er bey seiner wieder"setzung nicht die geringste erkännllichkeit davor blickenAn. muste er, weil Cromwell anders mit Franckreich §kein bündnis treten wollte, gar aus Franckreich, ward auch"den Niederländern, dahin er sich anfänglich begeben, mchr»zduldet, und begab sich also nach Teutschland, da er sich wennzu Cöln aufhielt, endlich aber von den Spaniern, die mit vr»wellen in öffentlicher feindseligkeit lebten, veranlaßt ward, M §aufenthalt in Flandern zu erwehlen, in welcher zeit er theil»» fden monatlichen 2000. thalern, die ihm der FranMckcauszahlen ließ, theils von dem, was ihm die Spanier hern^gaben, als er an. 1657. das Französische tafel-geld wE,Mzwischen Franckreich und Cromwellen geschlossenen dundnm ^aufsagte, leben muste. Er trachtete zwar bey dem PyrenE^friedens-schlusse etwas gutes vor sich auszuwürcken, reiset-" ^selbst nach dem orte der Unterredung. Allein Mazarin, ^ ^mit den Engelländern noch nicht verderben wollte, begehre -gar nicht zu sprechen, und gab feinem Minister, dem os"mond, lauter allgemeine Versicherungen, und ob ihnLouis äe Haro königlich verehrte, konnte er doch darum nAekmehr vor ihn ausrichten, daher Carl unverrichteterssachennach Flandern gieng. Man meynt jedoch, daß diese beydch^nnister heimlich miteinander gehandelt, ihm wieder auf den »Hsiczu helffen, wenn er zur Catholischen kirche treten i '
fache aber sey sowol deswegen ins stecken gerathen, st^retenweil die Spanier Dünkirchen und Iamaica wollten aM Da-haben , der Cardinal aber begehrte, er sollte seine nMhwMenrathen. Bey seiner rückreist muste er, um nur die rerl^.gut zu machen, von dem Spanischen Minister ein gessy,
7000. Pistolen annehmen. Unter andern hat er auch HEcentii X. und Alexandri VII. zeiten am Päpstlichen HAstehMstand gesucht, der sich aber nie zu etwas würcklichen ^ M-wollte. Aber um eben diese zeit gieng ihm in Engelland e» Mres glück auf. Denn da nach des allen Cromwells tobe.Richard daS Protectorat nicht behaupten konnte, und vm». ^ yftdentliche parteyen entstunden, stellte sich der General ^ erbisher die regierung in Schottland verwaltet hatte,diejenigen schützen wollte, die eine Republick aufrichten vwarf damit die andern über» Haussen, zuletzt aber au^rnachdem er es so weit gebracht, daß ihm alle gewalt zu /lande war übergeben worden, das sogenannte altewelches zu Caroli I zeiten gesessen hatte, und nacht-v^ sMtode wieder emporgekommen war. Es muste sichss"; §cr>Escheiden, darauf ein neues beruffen ward, dessen Mo«" Bro-sam versichert war, wie es denn auch den 8. may an. hMlum II. als König ausrüsten ließ. Dieser war dessen Kseinen geheimen Minister, den er geraume zeit be» M^,„ xchMhabt hatte, in zeiten benachrichtiget worden, w
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yavc yarrc, cn jenen vcnaeyricyllgcc wvrvcn,einige Wochen vorher von Brüffel nach Breda begebenlieber aus ber Staaten als aus Spanischem oder bsNgebieth, allwo man noch beschwerliche forderungen ai> Sp»thun mögen, absegeln wollte, wie denn in der thar ,ve>nNische Statthalter zu Brüssel ihn hätte anhalten lauf'' Mssihm der Konig nicht wäre zu geschwinde gewesen, anter mehrerer gewißheit gieng er nach dem Haag, w»' KoUI,die General-Staaten und anwesende fremde Gesane^liche ehre erwiesen, auch die Abgeordneten des Par» MgE'lvarteten, auf deren ansuchen er init der dazu au» .hstgen .abgeschickten flotte den 26. may von Schevelmgen lAund den 28. in Engelland ausstieg, auch df" ), j„unter vielen freuden-bezeugungen der untertyam''vors.empfangen ward. Zuförderst ertheilte er eine arm >. §aron ^jenigen, die künftig ruhig leben würden, davon c» - .^oln ^Richter, und die an seinem tode theil gehabt, au » ^0 .§waren, von denen auch einige noch in demselben M ^s WMlet wurden. Zu ende des jahres muste sich das vor M ^Wiederkunft versammlet gewesene Parlement,nacyoe-alle dessen schlösse bestätigt, und einen grossenhabung der gesetze und der Englischen kirche v ^ an-den, ander berufte dagegen ein neues aufdenm^^w ArDieses bevestigte ihn vollends in aller hehett, dre erkonnte, vernichtete das Convenant, richtete oa»^ Mkirchen-regiment völlig wieder in die hohe, erkenn jhlN,', qvVherrschafft in kirchen-und weltlichen fachen, ^agen^lecwalt Werbungen zu thun, ohne das Parlement r WtAe,
that noch andre ihm zum vortherl gereichende ^ wAfte
che weise gieng auch in Schott-und ^rrland alle ^
unterdrückte überall dre Romisch-EathoM /
man