Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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Unter anführung des berühmten Helden Guestlin, Henrico vonTrastamara zuHülffe zu gehen. Der Englische Cron - Printz,in der Guienne sich aufhielte , nahm zwar nachmals Petri Lru-ckelis Partey, und die Compagnien giengen zu ihm über; end-lich aber verließ er denselben wieder/ worauf Petrus in einemtreffen gefangen/ und von Henrico umgebracht wurde; und Ca-rolus hatte den Vortheil davon/ daß sowol die Engellander alsder König in Navarra sich darein verwickelten / und mit schadenzurück kamen/ wie auch / daß die Compagnien bis auf6000.mann zusammen schmoltzen. Nachdem sich nun Carolus wie-der erholet / und die vornehmste Puncten des zu Bretigni mitden Engellandern an. i; 60. geschlossenen friedens, nemlich dierenunciation der Engelländer auf Franckreich / und die Nor-manne / wie auch des Königs ausdie souverainität von Guien-ne nicht erfüllet waren / entschlösse sich Carolus mit Engellandzu brechen. Die gelegenheit darzu war , daß der Printz vonWallis in Guienne eine kopf-steuer äusschrieb / welche viele Va-sallen / die vor dem frieden zu Bretigni unter Franckreich gestan-den/ und mit Engeüand nicht zufrieden waren / sich weigerten zubezahlen / und den Printzen von Wallis vor dem Gerichte, derFranzösischen Pairs verklagten. Als nun weder der Konigin Engelland / noch der Printz von Wallis hierauf antwortenwollten / wurde Carolus veranlasset / alle ihre in Franckreichhabende güther zu confifciren / und als Guestlin nach seinerWiederkunft aus Spanien zum Connetable gemacht worden/schlug er an. 1,70. nicht weit von PontVrllainin Maine,des Englischen Generals Robert Knoles armee / verjagte dreEngelländer aus Poitou und Taintonge / worzu noch kam / daßden 2;. tun. an. die Englische flotte von der Castlllani-schen / die sich mit der Französischen vereiniget hatte / an denküsten von Rochelle geschlagen / und der Graf von Pembrok,welcher sie commandirte / samt 8000. mann gefangen wurde.Nachdem auch, der Printz von Wallis an. 1)76. und das jährhernach der.Konig Eduard III. in Engelland selber mit tod ab-gegangen,wurde er vhnfehlbar die Engeüänder aus gantzFranck-reich getrieben haben / wann nicht an i;8o. der tapfere Guestlinund gleich darauf den is. ftpt. der König Carolus V. selbstgestorben wäre. Seinen tod verursachte ein langsamer gift,den er zu der zeit / da er noch Dauphin gewesen, von demKönige Carolo II von Navarra empfangen. Er wurde umdesto mehr bedauret / weil er durch seine grosse klugheit dasReich aus feinem elenden zustande gerissen / dadurch die liebeder Unterthanen an sich gezogen / und weil sein ältester söhnnoch ein kmd/ und nicht im stände war/ den Englischen kriegauszuführen. Er hatte in eben dieser betrachtung eine Verord-nung gemacht / die noch auf dm heutigen tag üblich ist / daßdie majorennität mit dem ansang des 14. jahrs angehen sollte.Sonst ist auch noch merckwürdig, daß als an. i;?7. der Kay-ser Carolus IV. nebst feinem söhn Wenceslao eine reise nachParis that, er des Königs Caroli V. ältesten Printzen, Carolum,zum Reichs-Vibrio im Arelat gemacht. Die gemahlin CaroliV. war Johanna, Petri Hertzogs von Bourbon tochter, mitwelcher er Carolum VI. semen Nachfolger; Ludovicum Hertzogvon Orleans, von dem die Könige Ludovicus XII und Fran-cistus I. herstammten; und eine tochter Catharinam gezeuget.

«i? v« , tom. II. p. 466. La-

, tom. II. col. 6 n.

Carolus VI der geliebte zngenannt, ein söhn des vorher-gehenden Caroli V. wurde zu Paris dendec. an. i;S8. geboh-ren, und succedirte seinem vatter im 12 jähre feines alters, da-her er noch 2. jähr unter der vormundfchafft zu stehen hatte.Weil aber seine Vormünder, welche seines vatters brüder, Lu-dovicus Hertzog von Anjou, Carolus Hertzog von Berri, undPhilippus Hertzog von Burgund, sodann sein groß-vatter müt-terlicher feite der Hertzog von Bourbon waren, sich nicht ver-tragen konnten, ward Carolus VI. zu folge eines schieds-rich-terlrchen ausfpruchs alsobald zu Rheims zum König qecrönet,und ihm gedachte Printzen vom geblüt nebst unterschiedlichengeringen Personen zum Staats-Rath an die feite gesetzt, undLudovicus von Anjou als der älteste vetter zum Präsidentendesselben und zum Regenten gemacht. Nichts destowenigerwar das Reich deswegen nicht ruhiger; sondern weil der Her-tzog von Anjou Ludovicus den Königlichen schätz heimlich ge.nommen, und sonst die meisten einkünfte des Königreichs aufdie eroberung des Königreichs Neapolis, welches ihm kurtz vordem tobe des letztem Königs im testament vermacht worden ,wandte, so verheerten mcht allein die soldaten, weil sie keinensold empfiengen, das land, sondern der pöbel zu Paris erregteauch wegen der grossen auflagen solche unruhen, daß man die-selben endlich abschaffen muste. Dre Engelländer, welche ebendamals mit einer neuen armee in Bretagne ankommen waren,belagerten Nantes , und würden vhnfehlbar grossen schadengethan haben, wenn nicht den i;. jan. an. i z8l. der Hertzogvon Bretagne mit Franckreich einen frieden gemacht, und dielehns-pfljcht Carolo VI. abgelegt hätte, worauf die Engellan-ber unverrichteter fachen wieder nach Hause giengen, nachdemste leboch zu Cherbourg in der Normandie und zu Brest inBretagne besatzung hinterlassen. Als der König hieraus die.<m vongen >ahr abgeschaffte auflagen wieder erneuern wollte,

- allgemeine rebellion unter dem volä,

welches nachdem Rathhause zulief, Waffen daraus zu holen,und über z. bis 4000. eiserne Hammer von bannen wegnahm,

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womit es die aecis-bedienten todtfchlug, wovon hernach^Eaufrührifche rotte les Nsillorms oder die Hämmeret gen«.net worden. Dergleichen tumult erhub sich auch auf emw«zu Rouan, Orleans und in einigen andern städten, und wm .daraus viel Unheil erfolget seyn, wenn nicht der König Wten die stadt Rouan überrumpelt, die radelsführer abstwzlassen, und dadurch den andern ein schrecken eingejagt. Dow ^hielt er seinen zweck nicht, sondern muste sich mit einem sieM»von 100000. Francken, so die stadt Paris hergab, begnüge»-Ai;82. nahm Ludovicus von Anjou den zug vor nachkam aber daselbst an. i;84. um. Weil nun Philippus von D» .gund hierauf alles beym Könige galt, beredte er densew«'°einem krieg wider die Flanderer, welche wider seinen stlM'Avatter den Grafen Ludwig rebelliret. Nachdem er nun ^i;8r. den 27. nov. die Wacht bey Rosenbeck wider die rev««gewonnen, und erfahren, daß die Pariser willens gew«« ^mit den Flammändern sich zu verbinden, kam er mit 1 «'.^siegreichen armee nach Paris zurück, ließ die unruhigste»ger hinrichten, den übrigen legte er grosse geld-strafen am zführte durchgehends im Reich die auflagen ein, darwio« >die Unterthanen vorher so sehr gesetzt hatten. Der Papstnus VI. hatte inzwischen einen creutz-zug wider alle a»Wy»Clementis Vli. publiciret, daher die Engelländer untervortvand wider Franckreich den krieg, der inzwischen M>rlicht gefuhrel worden, erneuerten, und sich zu den unrW,§stadten in Flandern schlugen , aber endlich nach vergeb«^fnedens-tractaten zu einem stillstand gezwungen wurde».r z84- starb der Graf in Flandern, worauf dieses land,damals noch Artois, Retel, Revers, kr-mcKe-Lomts,lins rc. gehörte, an Philippum von Burgund heimst« z^dessen einige tochter zur ehe hatte.In den folgenden jähre»j„te der König grosse Mästungen zur fee, um eine landw'^t-Engelland vorzunehmen, weil daselbst innerliche unruv«' „,standen waren. Er hatte auch eine solche flotte beyfam'^pedaß man sagte, er hätte dadurch eine aneinander Hansbrücke über den canal legen können. Und damit ersteigen sich desto besser vest setzen könnte, ließ er viele öam'^tzrialien , um so gleich Häuser aufzuschlagen, ja selbst e>» ,„hrfertiges Haus von holtz einschiffen. Allein in dem erstenwurde dieses vorhaben durch einen krieg , welchen der Wvon Burgund in den Niederlanden erhob, in dem ander»den Hertzog von Berri, der mit fleiß mit seinen völcker» ,blieb, und in dem dritten, durch den Hertzog ponBr«"»§r,der den Connetable von Elision gesangen nahm, (.davon»^ie-tickul Clisson mit mehrern handelt) zu nichte gemacht-ses bewog den König, daß er an. i z 88. die regierungantrat, und feine vettern die Hertzoge von Burgund »».Mri, die solche bisher als vormündere geführt, jedoch nEabdanckte. Es ließ sich auch seine regicrung aus der mast^ Man, weil er durch feinen eifer vor die Wohlfahrt des R« ^ Maller Unterthanen liebe zuzog. Mit den EngelländernK»stillstand aufgerichtet, und bis an. 1,94. verlängert-aber seine vettern den Verlust des regiments nicht verlw ,konnten, und der Hertzog von Berri insonderheitdaß ihm der König wegen seiner harten regierung das ^ Enement von Languedoc genommen, mißvergnügt worv^ten sie den Hertzog von Bretagne auf, daß solcher dAMcEtadle Clisson, dem sie sonderlich seind waren, keine ja»wegen dessen gefangenschafft gab. Weil er nun uber»w ^et zder den Connetable nächtlicher weile auf der straffe ve«und fast ermordet, in schütz genommen, kündigte wA >,e»st^tden krieg an, und nahm an. i;sr. einen zug widervor, wurde auch denselben vhnfehlbar zum gehorja»'^ehaben, wenn er nicht durch einen sonderbaren zmau^ja»an verhindert worden. Denn als er zu ansang dch »V» ^»7^Mans heraus ritte, wurde ihm durch die übermaßAtze sein gehirn gantz verrückt, zu welchem übel baldv«'ein unvermuthetes schrecken kam , welches dadurchwurde, daß dem Könige, da er seine armee mustert^als wenn ein schwacher mann aus dem busche AA.. LoEsein pferd bey dem ziegel nähme, und zu ihm iE -wo wollt ihr hin, ihr seyd verrathen. In ^ stine.Äsblick, geschahe es über dieses, daß ein PE? Ayngefe^,etführte, und auf dem pferd entschlief, diestlölgeMAden Händen, oder wie einige sagen, auf desfallen ließ, welches den Konig vollends m Ar »Ap ivAjkräfftigte, daß er verrathen sey; dahero er gantz ^^ A-<

jedoch nach etlichen tagen wiederum zu sich «.-standman aber doch nicht versichert war, daß es emen v ,würde, so ward nicht allein der krieg wider den Her« ^tagne eingestellt, sondern den beyden PrinWSAwiedch.Ä» zund Philippo von Burgund die Regentenjchast ." Ist

traut, welche denn alsobald den Connetable CM,und Philippum von Artois, Grafen von Cu < »^^ach^,e»

uno Pyiltppum von Artois, Grafen von

brachten. Der König wollte ihn zwar hernach w 0, ^,hrn ^

haben, er hatte aber selber keine tust mehr EmaM d^ Zs

krieg wider seinen seind den Hertzog von

allein , worauf er sich endlich mtt demselben, nnck^M

ansang des jahrs iz 9 1 . begegnete dem v

ern unglücklicher zusall. Denn als den » 9 -^ ,hst

Hochzeit bey Hofe mit grosser lustbartelt gehaitm xettt»

dete sich der Konig nebst 4. andern, die a» ei ^ H

geschlossen waren, in einen wald-gott, «»9