Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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dtte ^«^ns aus sthertz eines von diesen Vieren sein kleid anzün-dee/n.Aw das feuer wegen des Pechs / so an den kleiden: war,aeÄ- uberhand, daß alle 4. und der König selbst in brandHM» welcher letztere jedoch durch der Hertzogin von Berrida U dre :hr kleid in der eil über ihn warf, gerettet wurde,Dief^An die andere in ein paar tagen den geist anfgaben.Heuschrecken aber verursachte, daß der König ein halb jährWiew>u ^der in seine vorige verruckung des Verstandes fiel,x auch davon bald wieder befreyet wurde. An. 1:94.Uyd j der stillstand mit Engelland noch auf 4. jähr verlängert,a„ck ""wtttelst an einem beständigen frieden starck gearbeitet,Pol x bem ende Valeran von Lurenburg, Graf von St.ehe des Königs in Engelland Richardi II. fchwester zur^ nach Londen geschickt. Dieser beredete auch Ri-keinet! ? wit weniger mühe darzu, weil aber Carolus VI.Ena-n/^den anders eingehen wollte, es sey dann daß dieRicha^der Brest, Cherbourg und Calais wieder abträten,Herkr^s über wegen der Widersetzung seines vettern, desschluai.» von Glocester, nicht darein willigen dorfte, so zer-rilie kÄ Nch die tractatemund obgleich Richardus gleich hernachduna W.nach Calais that, und mit Carolo VI. eine unterre-Aen ' ward doch nichts anders als eine Heurath zwi-die «,,/n:stlben, und Caroli VI. ältesten Printzeßin Jsabella,jähr 8- jähr alt war, und zugleich ein ftlllstand auf 27.0» de 'Mlossen, und den bedingungen desselben zu folge Brestrüg tz " Hertzog von Bretagne, Cherbourg aber an den Kö-chen >,!'^^varra wiedergegeben, welcher letztere hernach sol-FranM nebst andern gegen das Hertzogthum Nemours anNist abtrat. Um eben diese zeit gaben sich die Genueser"ahm,« gantzen Republick unter den schütz von Franckreich,sich auch einen Gouverneur von dem Könrg an, um

Der h -, v die Hertzoge von Mayland in sicherheit zu setzen,in iin schickte auch an. M94. eine starcke armee dem KönigTürck,.. n und nachmaligen Kayser, Sigismundo, wider diederch, ', W hülffe, die jedoch durch ihre allzugrosse Hitze mschonder Türcken die schlacht bey NicopoliS , die sieGtiMä!?vnnen hatte, verlohr. Desgleichen schickte er deme«nt Kayser Emanuel unter dem Marschall von Bouci-delqg^Me Wider die Türcken, so damals Constantinopel"nnd w Ä aber vergeblich abziehen musten. An. i;yy. ent-auslief' ^"Mand ein innerlicher krieg , der endlich dahinVetter <->„„ß der König Richardus II. abgefetzt, und dessenK>»rde ^bancus IV. vormals Hertzog von Lancaster Königlsie ehe .T^^l nun Richard des Königs Caroli VI. tochterjarten a,Mbt , wiewol die Vollziehung der ehe wegen des^wlus v: ^ Printzeßin noch nicht geschehen war, so wollteaber weil s-^nricum nicht vor einen König erkennen; endlichMd an , Mde die Französische Printzeßin gefangen hielte,^vintzeew em stillstand auf 26. jähr erneuert, und dieMsia^ a uach franckreich zurück geschickt. Es ward aber derLander fsN?er grossen erbitterung der beyden Höfe gegenMich x.Mcht beobachtet, ja es würde Franckreich damalsii, sMrochen haben, wenn nicht der König zum öf-?E^üte, g?«?We kranckheit gefallen, und die Printzen von§vleans, n„^llch aber des Königs bruder, der Hertzog vonff?neiniq Königs vetter, der Hertzog von Burgund,dem vltzlg gegen einander gewesen wären, daß siedies-« ^aren, wider einander zu selbe zu ziehen. Die ur-^ aller >--ssi-!"^Eett war, daß der Hertzog von Orleans erstSchlossen i» währender kranckheit des Königs aus-

N dech sl ob er gleich durch feine gemahlin , die so vielae» König W,HE? daß man ihr auch schuld gab, sie hätteU , emma, 2-, und ihm dadurch feine kranckheit zugezo-tzld wiN > regierung in die Hände bekommen, dochjs?? Heriwa von Burgund abgestochen worden,

yau^vhannes ^"'lwnd starb, zwar an. i4°4- aber seinMs erbte mtt seinen landern allen haß wider das

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sl,' Iv^lcher endlich zu beyden feiten so groß wnr-

sich n. Köm

Q vvgnnd ein Mieder vertrugen, und dem Hertzoge vonQi-l-"noch der regierung gegeben ward, begieng die-»ns Z schreckliche that, daß er den Hertzog vontodten 2;. nov. durch Meuchelmörder auf der

Man bea.Äl. jedoch, weil er mit einem kriege dräuete,dem die m ' mochte sich zu den Engcllandern schla-Könige ^uch seine partey hielte , ward er von

dem x^vgleich H?^?met, und solcher pardon hernach durchder?.?» Königin Aartres zum andern mal wiederholet, nach-vvn Ov worden ^ ^bracht haue, daß der erste wie-Ala^vnckreick1409. gaben die Genueser den schützvon auf, da der Gouverneur daselbst, der

Frank Eigenchümn^E, nachdem er Livorno durch einentx/Utejch ' und Pisa und Florentz als lehen an

demV?nzösischen U' :m begriff gewesen, auch Mayland un-«MniZ^Autz zu nehmen, (siehe die umstände indem Mcheg ?uc,caut H) Mittlerweile continnirte an demDggHfttzvg feindschafft zwischen der Königin und

auf de- N'rgund ' und da bisher jene nebst demte nm.^ve Prinkan n^ beseht die regierung verwaltet, und^Mehr tz»^?vou geblutihre partey gehalten, so brach-^"id<»r.^^.Hertzog von Burgund nicht allem die mästeTheil.

Printzen von geblüt an sich, sondern brachte es auch dahindaß der Dauphin, weil er 14. jähr alt war, von der Königinaufsicht weggenommen, und ihm nebst dem Hertzog von Bur-gund , dessen fchwester er auch zur ehe hatte, die regierung an-vertrauet wurde. Der Hertzog von Berri aber, den es verdroß,daß er von der regierung sollte ausgeschlossen seyn, machtemit den andern Printzen , und insonderheit mit dem Hertzogevon Orleans, einen bund, kam mit bewaffneter Hand vor Pa-ris , und erhielte durch einen zu Bicestre an. 141°. aufgerichte-ten vergleich , daß der König die regierung einem aus Privat-personen bestehenden LollsZio anvertrauen, alle Printzen davonausschliessen, und diese, sdnderlich aber die Hertzoge von Bur-gund , Berri und Orleans, von Hof sich entfernen sollten.Allem es kam dadurch doch noch zu keinem frieden. Dennweil die Orleanische partey, so man auch insgemein dieArmagnacs nennte, weil der Graf von Armagnac des Her-tzogs von Orleans schwieger-vatter war, nicht aufhörte sich -zu bewaffnen, brachte es der Hertzog von Burgund dahin, daßder Komg chn selbst durch den Dauphin um hülffe wider sieersuchte. Dreser zog hierauf an. 1411. mit einer armee von60000. mann den Prmtzen entgegen, muste sich aber, weil sei-ne leuthe ihn meistens verliessen, zurück ziehen, und was daSärgste war, so hatte er mit Engelland ein bündnis gemacht,welches ihm auch etliche tausend mann zu hülffe schickte. Nichtsdestoweniger, als er sich von Paris, so ohne dem immerseine partey hielte, metster gemacht, brachte er den Königdergestalt auf seine feite, daß derselbe wider die Printzen alsfeinde des Staats zu selbe zog. Er bediente sich auch derbulle , die der Papst vor diesem wider die sogenannte Com-pagnien hatte ergehen lassen , wider die Printzen, und ließ siekrafft derselben in kirchen-bann erklären, unter dem verwand,weil sie in der that eben das wären , was die Compagniengemessn. Die Printzen hingegen schlugen sich hierauf zu En-gelland, welches dieser Unruhen sich bediente, und eine armeem der Normaudie ans land setzte. Doch ward mitten unterdiesen wett aussehenden Unruhen an. 1412. zu Bourges friedezwischen den Printzen gemacht, und den Engellanvern geldbezahlt, daß sie wieder zurück gehen sollten. Weil aber derHertzog von Burgund noch nicht unterließ, die unruhe fortzu-setzen, und durch den pobei zu Paris , insonderheit aber diefierscher-zunft, die es beständig mit ihm hielte, und von ihremanführer Cabochiens genennt wurde, die vornehmste Hof-be-dienten , ja der Königin bruder , Ludovicum von Bayern,selbst aus dem pallast und aus des Dauphins zimmer wegneh-men ließ, und da er vergeblich gesucht, den König gefangen zunehmen, unvermuthet nach Flandern sich retinrte, ward erals ein rebell tractirt, von dem Könige mit einer armee über-fallen , und nach einnahm einiger Plätze gezwungen, sich zu un-terwerffen, auch allen tractaten mit Engelland abzusagen.Diß geschahe zu ende des jahrs 1414. und gleich im folgen-den fielen die Engelländer unter ihrem König Henrico V. indie Normandie ein, eroberten Harfleur, und ob sie gleich vordieser vestung die helfte ihrer armee eingebüßt, und auf ih-rer retirade nach Calais, von der Französischen armee, diedreymal stärcker war, dergestalt geängstiget worden , daß sieselber Harfleur wieder geben wollten, wenn man sie würde freynach Calais lassen, befochtest sie doch, als diese anerbietungenverworffen wordenem 2z.oct.141z. die blutige schlacht bey Azin-court in der Picardie, theils durch die geschicklichkeit ihrer bo-genschutzen, theils durch die Unordnung der Franzosen, undward unter andern der Hertzog von Orleans gefangen, diezwey brüder aber des Hertzogs von Burgund getödtet. DieEngelländer aber konnten sich doch des sieges nicht recht be-dienen , und obgleich der Hertzog von Burgund, der es heim-lich mit ihnen hielte, mit einer armee bis nach Paris kam,muste er doch, weil ihm das geld mangelte, und diese Haupt-stadt in guter Verfassung stunde, wieder zurück gehen. Nach-dem aber die 2. Dauphins kurtz nach einander gestorben,und der Hof unter sich selbst nicht einig war, indem die Ko-nigin nach Tours relegiret worden, kam der Hertzog von neueman, und brachte fast das halbe Reich ohne mühe m seine gemalt,weil er in allen ftädten die auflagen abschaffte, befreyete auch dieKönigin, welche krafft einer vor diesem einmal erhaltenen voll-macht anfieng , Verordnungen und befehle durch das Reich er-gehen zu lassen. Ja an. 1418. bemächtigten sich beyde derstadt Paris, wiewol der Dauphin, der nur 17. jähr alt,und ein abgesagter feind des Hertzogs von Burgund war, nochentflöhe, und im Reich hm und'wieder grossen anhang fand.Der König in Engelland bediente sich dieser Unruhen, undnachdem er halb Normandie weggenommen, suchte er die alteanspräche auf die Cron Franckreich wieder hervor, jedoch nichtsowol in der Hoffnung solche auszuführen, als vielmehr einendesto vortheilhafftern frieden zu erlangen. Es ward auch hier-an mit grosser mühe gearbeitet, und der König von Engellandverlangte endlich nichts als d»e erfullung des friedens zu Breti-gny, der unter Johanne II. geschlossen worden , und die adtre-tung der Normandie , wie auch dre Französische Printzeßin tta-tharinam zur gemahlm. Wett sich aber eben zu derzett der Dau-phin und der Hertzog von Burgund mitemander vertrugen^wollte man dergleichen frieden nicht eingehen, bis endlich alsden 10. sept. an. 1419. der Hertzoq von Bu aund da rmit dem Dauphm eme zusammenkunft gehalten. in derwe her vorgefallenen strettigkeiten umgebracht worden,Es» die