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der PairS abgefaßten urtheil beschimpfte. Eine gleiche th».wird ihm wider den Grafen von Foix, Gasts Phöbus , beyge-messen, welchen er durch des Grafen eigenen fohn, den er bere-det , daß es ein liebes-tranck sey, vergeben. Endlich starb die,erböse König im jan. an. i; 87. zu Pampelona. Sein tod wirdunterschiedlich erzehlet. Einige sagen, daß nachdem er sich inein tuch, welches zuvor in brandtewein und fchwefel eingetun-kter worden, einwickeln lassen, um dadurch seine natürliche Hi-tze wiederum zu erlangen , welche durch sein liederliches lebensehr geschwächet worden , oder wie andere wollen, um da-durch die räude und den aussatz, so er an sich hatte , z» curi-ren, hätte besagtes tuch, indem derjenige, so es zugenehet,den faden nicht mit der schecre abgeschnitten, sondern mit ei-nem lichte abgebrannt, ohngefehr feuer gefangen, wodurcher bis aufdie gebeine lebendig gebraten worden. Andere sagen,er sey in feinem bethe verbrannt, welches durch eine allzuheissebeth-flasche angezündet worden. Aber es scheint, daß das ge-meine volck damals dergleichen fabeln ertichtet, weil es durch-gehends demselben gehäßig gewesen. Denn in dem briefe,welchen der Bischoff von Acqs, als der vornehmste Ministerdes Königs von Navarra, an die damalige verwittwete Koni-gin von Franckreich geschrieben, wird gemeldet, daß er einesnatürlichen todes, wiewol unter grossen schmertzen, gestorben,und sich sehr bußfertig bezeuget. Er hinterließ von seiner ge-mahlin Johanna, einer tochter Johannis II. Königs in Franck-reich, Carolum III. welcher ihm in der regierung folgte, rc.
lib. III. /«ve». tiei vis 6s Lkarl. VI.lib. II. L^/o^L. lib. VII. , lib. VIII. SarrL«?. va-
lull. 6e I^rsnLL tom. II. col. 542. legg. 571- ?8i- 604. 6;I.640. 666. 676. 697. 78 i- Igg.
Carolus in. der edele und andere Salomon zugenannt,wurde an. i; 6 i. zu Mantes gebohren, succedirte an. i; 86 .seinem vatter, dem vorgedachten Carolo lVIalo, und wurdezu Pampelona gecrönet, worauf er seine Unterthanen mitsolcher gcrechtigkeit, klugheit und freundlichkeit regierte, daßer den zuvor erwehnten titul verdienete. An. 1404. schloß ermit Carolo VI. von Franckreich einen frieden, welcher sodannum seinetwillen die Herrschasst Nemours zu einem Hertzog-thum machte. Er erbauete die beyden schlösser Taffala undOlite, auf welchem letzter» er an. 142;. dieses zeitliche ge-segnet, nachdem er ;y. jähr, 9. monat und 7. tage regieret hatte.Seine gemahlin war Eleonora, des Königs Henri« II. von Ca-stilien tochter, mit welcher er nebst unterschiedlichen töchtern zweysöhne, Carolum und Ludovicum, gezeuget hat, so aber beyde inder jugend gestorben.
Üb. XVIII. XIX. XX. Lc.
Röntge und printzen von Neapolis, re.
Grafen von Provence:
Carolus I. von Franckreich, des Königs Ludovici VIII.söhn, und St. Ludovici IX. bruder, wurde an. 122«,. geboh-ren , und vermählte sich mit Beatrix, des Grafen von Proven-ce, Raimundi Berengarii V. tochter, krafft welcher Heurathihm sein bruder, der sonst aufProvence wegen seiner gemahlin,so die älteste tochter des letzten Grafen war, das beste recht hat-te , nicht allein diese Grafschafft, sondern auch noch Anjou undMaine gab. Darauf zog er mit diesem Könige ins gelobte land,da er wider die ungläubigen grosse tapferkeit bewies, und nach-dem er von dannen wieder zurück gekommen, befand er, daßeinige städte in Provence in seiner abwesenheit revoltiret hatten,und brachte dahero solche wieder zum gehorsam, verglich sichauch mit seiner fchwieger-mutter, die ihm einige Plätze vorent-hielte. Nicht lange hernach bot ihm der Papst, welcher mitManfredo, König in Neapel und Sicilien, des Kaysers Fride-rici II. natürlichem söhn, grosse streitigkeiten führte, und den-selben excommuniciret hatte, die Crone von Sicilien an, die eraber sowol, als sein bruder, der König Ludovicus IX. aus-schlug. Der Papst übergab hierauf ermeldte Crone des Königsin Engelland Henri« III. söhn Edmundo; und im gegentheilmachten die Romer Carolum zu ihrem Sen-store oder Gouver-neur, und zwar auf lebens-zeit, da sonst diese charge nur höch-stens dreyjahrig war, auch bis dahin an niemand als gebohrneRömer gegeben wurde. Dieses letztere aber stunde dem Papstgar nicht an; dahero er, um solches zu verhindern, Caroloaufs neue Sicilien und Neapel anbot, mit diesen conditionen,daß er und seine Nachfolger solche als ein lehen vom Römischenstuhl besitzen, alle jähre aufSt. Petri 8000. nutzen goldes bezah-len , und zum zeichen der lehens-pflrcht alle drey jähre einen weis-st» zelter verehren, die succeßwn bey abgang der männlichen er-ben auf die weiber, und bey ermanglung dieser auf den Römi-schen stuhl zurück fallen, Carolus hingegen das Senatoriat zuRom nicht länger als drey jähr behalten, und weder er nochseine Nachfolger jemals zugleich Kayser oder Könige der Lom-bardie seyn sollten. Hierein willigte Carolus, ob er gleich fastdie Unmöglichkeit vor sich sahe, Manfredum zu dethronisiren,indem dieser oben in der Lombardie und bey sich in Sicilien einegute armee, und auf der see eine starcke stocke hatte. Nichtsdestoweniger wagte ers, und war auch so glücklich, daß eran. 1265. zur see, und im folgenden jähre seine armee durch dieLombardre nach Rom kam, worauf er theils durch verrätherey,theils durch gutwillige ergebung, theils mit einiger gemalt diemeisten platze m Neapel embekam, und hieraus bey Benevento
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den rs. febr. an. r 266. Manfredo eine schkacht lieferte,nen dieser mit der Crone auch das leben verlohr. TwM v« ^Carolus nicht lange ruhig. Denn Conradinus, des orayiFriderici II. hinterlassener rechter söhn , dessen Vormund "Manfredus gewesen, kam mit einer armee aus TeutschiarwCarolus aber hatte wiederum das glück, daß er Conrao»». ^an. 1268. nicht weit von dem see Celano schlug, und Mseinem vetter Friderico, dem letzten erben des Hauses Oesterri^gefangen bekam, worauf er allen beyden zu Neapolis du 1»^herunter schlagen ließ. An. 1270. nahm Carolus einenM^nach Tunis in Africa, woselbst der König in Franckreichdovicus IX. sich bereits mit einer armee, so mit demzeichnet war, befände. Er kam aber eben, da Ludovtcus ymit tobe abgieng, und die gantze armee durch kranckhenen »scharmützel geschwächet war; dannenhero man bald m»König zu Tunis friede machte, als dieser sich erbot, denro aeweigerten tribut an Sicilien doppelt zu bezahlen,telst waren die Unterthanen mit Carolo nicht gar wohl zuck»» ^Denn es hatte ihnen derselbe beym antritt der regierung vM j.chen, die rechte und freyheiten, so ihnen ihr ehemaliger A ^Wilhelmus II. verstattet , wieder zu geben. Weil er aber .ehrgeitziger Printz war, der mit lauter grossen desseins UM» ^preßte er die Unterthanen mit allerley auflagen. An.ihm die Printzeßin von Antiochia ihr recht auf das KoMU«,Jerusalem ab, worauf er dem Konig von Cypern in der Wnehmung desselben zuvor kam. Nach diesem hatte er Wille»den Kayser Michaelem Paläolognm zu Constantinopel zu dew §mfiren, und seinen schwieger-sohn Philippum, des vertrie^'Baldutni II. söhn, wieder einzusetzen. Allein er machte durcy ^wegen der hierzu nöthigen kriegs-kosten aufgelegte, impE.Unterthanen schwürig, welche überdiß der Franzosen frcyvchAegen ihre weiber nicht vertragen konnten; insonderheitauch der König in Aragonien, Petrus, welcher des oM^,ten Manfredi tochter zur ehe hatte, noch beständig anM» ^und endlich ließ sich ein mißvergnügter Sicilianer, My-von Procida, sowol von Aragonten als dem Griechischenser gebrauchen, einen allgemeinen aufstand wider §anzurichten. Dieser Johannes zog von einem orte zumfliitin einer Mönchs-kappen verkleidet, und brachte es endn^Mverwunderbarer geheimhaltung, welche aber eben das v Mbeweisthum ist des heftigen Hasses, welchen damals alle» ^gegen die Franzosen trüge, dahin, daß man an.
Oster-tage, da man zur vesper läutete, auf einmal a»e» ^zosen, ,so in gantz Sicilien waren, angrisse, und dreEder grosten grausamkeit hinrichtete; dergestalten, d»vdie Sicilianische Mönchen und Priester selbst die beb chchpsHerbergende Französische Mönchen und Priester durchg^p-todschlugen; viele ihrer eigenen töchter, welche vonzosen, so gar durch ehrliche und von den eltern gebtlllg»rath, schwanger waren, ums leben brachten, und »so viel man aus den geschichten dieser zeit bericht habe"keines einigen Franzosen verschonet, nur einen Edelmw'^MProvence, Guillaume 6e Pourcelet, ausgenommen,sonderbare reblichkeit ihm aller Sicilianer liebe und m Mtstung erworben hatte. Der König Petrus von Ära» xabefände sich abgeredter Massen sogleich in der nüycer denn das Königreich Sicilien ohne grosse mühe e» «pDas Neapolitanische Reich wollte gleichsaüs revoltrrelein Carolus kam ihnen zu geschwinde über den vagstenoberte die stadt Neapolis , und ließ i;c>. der vorweg,Personen «ufhencken. An. 128z. belagerte er.der König von Aragvnien aber zog ihn durch einen i»vorgeschlagenen zweykampf, der an einem neutrale» ^Bourdeaux geschähen sollte, und wobey er selbst h^.xölierschiene, davon ab. Der Papst nahm sich zwar Udas äusserste an, that Petrum in bann, und sch/NA „äck»nien einem Französischen Printzen. Als aber Carolus'» ^heiVfolgenden jähre vorhatte, wiederum nach Sinken ° ^go»'wurde sein söhn, der Printz von Salerno, von dem § yrwschen Admiral mit list gefangen genommen, und zwm-«.^ ha»tage vorhero, ehe er mit einer guten anzahl selbst'^
stossen sollen. Nach einigen monaren starb Carolu l gro-bem castell Foggia in Apulien an. 128;. und htnterm»§pderlum II. in der gefangenschasst der Aragonier und
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kinder.
Lrovi«,.
vence. OEe/, bist. 6s IrLnce tom. II. *
Carolus II. der lahme zugenannt, wurde bey iw «j,lebzeiten Printz von Salerno tituliert. Er wurde,eigen artickul gemeldet worden, an. 1284. von oe.^^A ^
... «n. .»84. von
» ^"ü^ßsschlagen und gefangen. .Ff.A^esegnete c
fangen, als sein vatter Carolus I. dieses Mucmbekam nicht eher wiederum seine sreyheit als an-Mittelung des Königs von Engelland, weil er verw^^inck ^lum den Grafen von Valois zu überreden, daß er»^forderung auf das Königreich Aragonien begave- ^M ',Papst dahin zu vermögen, daß er Iacobum voE^^xdem Königreiche Sicilien belehnte; zu dessen ver>»v ^ ^ w" p;. föhne mit 50. Edelleuthen zu geisseln gab. ^ zs-
auf sreyen fuß gestellet worden, kam er rn sr" Rtcolay^^,gieng von dannen in Italien, woselbst ihn PE MlvU -von dem eyde, damit er den obigen tractat beschworen, u