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Häupten, worauf ein heftiger krieg entstund. Ob auch gleichan. 14? i. ein friede geschlossen wurde, darinnen die fachen we-gen Gothland und Norwegen, in welchem letzter« Reiche Ca-rolus gleichfalls zum Könige war angenommen worden, aus-gesetzt blieben ; so währte doch derselbe nicht lange, und es be-müheten sich die Dänen aufs äusserste,das Königreich Schwedenwieder an sich ;u ziehen. Das ärgste war, daß der König Carlmit dem Ertz-Bischoffe von UM sich veruneiniget, und dieGeistlichkeit durch reducirung einiger güther wider sich gereitzethatte. Denn hierdurch kam es an. 1457. r» einer revolte, undder König muste an. 1458. das land verlassen. Er gieng zuschiffe nach Dantzig, und hatte einen grossen schätz bey sich, wel-chen er den Creutz-Herren auf gewisse güther, die aber im Pol-nischen kriege abgebrannt wurden, geliehen. Hierauf nahmendie Schweden noch in demselbigen jähre Christianum I. zu ih-rem Könige an, der sich aber durch ausschreibung schwerer con-tributionen bald verhaßt machte, auch mit dem Ertz - Bischoffevon UM zerfiel. Wiewol er nun denselben gesanglich nachCoppenhagen führen ließ , so brachte es doch der Blschoff vonLincöping dahin, daß an. 146;. die Dänen das KönigreichSchweden räumen musten. Worauf noch in demselbigen jähreCarl Cnutson aus Preussen zurücke beruffen, und mit grossenfreuden als König angenommen wurde. Doch wahrte auchdieses glück nicht lange, sintemal er sich mit dem Bischoffezu Lincöping nicht vertragen konnte, auch an dem nun-mehr befreyeken Ertz-Bischoffe von Upsal einen heimlichenfeind beständig behielte. Denn so bald dieser letztere in Schwe-den angekommen, und von dem Bischoffe zu Lincopmg em-pfangen war, maßte er sich der regierung des Reichs an,schwur dem Könige Christians zwar zum schern ab , verwarfaber König Carln, und verordnete vier Gouverneurs überSchweden. Carolus setzte sich zwar zur gegenwehr, alleinseine völcker wurden geschlagen, und er muste gar an. 1462.öffentlich zu Stockholm das Königreich Schweden verschwö-ren , dagegen aber mit einigen güthern in Finnland zufrie-den seyn. Hierauf entstunden grosse Verwirrungen, indemnicht alle dem Ertz - Bischoffe pariren wollten. Und end-lich kam es dahin, daß an. 1466. Ericus Arelson zum Gou-verneur des Reichs erwehlet wurde. Wodurch dennoch dieinnerliche unruhen sich nicht verminderten, sondern nur ver-mehrten. Denn es gerieth der Gouverneur und der Ertz-Bischoff hart an einander, und da bey solchem unwesen dergemeine mann wieder ein verlangen zu dem Könige Carl hat-te , willigte der Gouverneur um so viel lieber darein, weilseine partey die schwächste war. Derohalben ward Carl Cnut-son an. 1468. wieder ins Reich beruffen, konnte aber dessengeruhige besitzung nicht erlangen, weil die innerlichen strei-tigkeiten noch immer fortgiengen, worüber er endlich an. 1470.zu Stockholm ohne männliche erben starb.
Locve«,«,, Üb. V. bist. ciez revol.
cie 8ueäe, 6cc.
Carolus IX. ein söhn Gustavi I. Es hatte Gustavus I.drey söhne, Ericum, Iohannem und Carolum, unter welchenEricus wegen seiner Übeln aufführung des Reichs entsetzet wor-den , Johannes aber selbiges bis an. 1592. regieret. Dieserhatte mit einer Polnischen Printzeßin einen söhn Sigismundumgezeugt, welcher von den Posen zum Könige war erwehletworden , und nach dem tode seines vatters auch das KönigreichSchweden einnehmen wollte. Weil er sich aber zu der Catho-lischen religion bekannte, die Schweden im gegentheil gleichnach dem tode Johannis an. 159;. einen schluß gemacht hat-ten , daß diese religion durchaus nicht sollte, geduldet werden,entstunden hierüber unterschiedene Mißverständnisse, bey wel-chen Carolus, der an. i;üo. von seinem vatter zum Hertzogevon Sudermannland war gemacht, und an. 1589. von seinembruder Johanne zum Mit-Regenten angenommen worden, vordie freyheit und religion des volcks redete. Ob nun gleich den-selbigen an. 1594. Sigismundus zum Gouverneur bestätiget,wuchsen doch die mißhelligkeiten dergestalt, daß es zu einemkriege ausbrach, indem Sigismundus mit Polnischen völckernnach Schweden gieng, aber an. 1598. mit Verlust zurücke ge-trieben wurde. Die Schweden kündigten darauf an. 1599.Sigismundo den gehorsam auf, und an. 1600. schloffen sieauf einem Reichstage denselben nebst seinem söhne Uladislaoqäntzlich von der Crone aus. Carolus hakte zwar die höchstegewalt, führte aber den Königlichen titul nicht, als welchen ererst auf inständiges blttm an. 1604. annahm , und hieraufgieng der krieg mit den Polen recht an, in welchem Carolusnicht sonderlich glücklich war, vornemlich aber an. 160;. einegrosse Niederlage bey Kirchholm erlitte, dabey er sich kaumselbsten mit dem leben salvirte. Doch kam ihm zu statten, daßdie Polen selbst unter einander nicht einig waren. Also wurdeder krieg fortgesetzt. Zu gleicher zeit aber ließ sich der Konigauch mit in die Rußische unruhe einflechten, indem die Russenihren Demetrium todt geschlagen, und den Suskr zum Groß-fürsten aufgeworffen hatten, welcher bey Carolo hulffe suchte,d>e chm auch unter dem commando Jacobi äo In Gardie zuge-schickt wurde. An. 1607. ließ sich Carolus auf einer versamm-lung der Reichs-Stände crönen, und wurde die verwerffungSlgismundi und seines geschlechts nochmals wiederholet. InLleffand eroberte der Schwedische General Joachim Friedrich,Graf von Mansfeld, zwar die stadt Weiffenstein, konnte aber
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sonst nicht viel ausrichten; auch machte dieser Generalfolgenden jähre ohne vorbewust des Königs einen stillstano, ^er aber aus dessen befehl wiederum brechen muste. Auch !" nten die friedens - tractaten, die zwischen Polen undgepflogen wurden , keinen fvrtgang erreichen. In MM» ,fen die fachen ziemlich nachher Polen wünsch, indem die ^fcowiter den Suski den Polen übergaben, und ihre Crone v.Polnischen Printzen Uladislao antrugen. Die Schweden " Lmen sich der fachen um so viel eifriger an, konnten avr''viel nicht ausrichten , Massen die Polen in Lieflandrum mächtig wurden , und der König von Dänemarck,stianus IV. sich zu einem kriege wider Schwedenwelcher auch an. 1610. seinen ansang nahm, da denn ^Dänen zwar die stadt Calmar eroberten, aber die stadtstianopel einbüffeten, und zu felde den kürtzern zogen.welchem allen der Königliche Printz Gustavus Adolphus, ^gleich nur sechzehen jähr alt war, grosse proben seiner tapfer jjabgeleget. Um selbige zeit wurde auch der krieg in MM" ,grosser Heftigkeit fortgesetzet, sintemal der Schwedischeral äe iL Gardie, da er sahe, daß mit den Moscowwnichts anzufangen, die versprochene Plätze, insonderheit ^Holm foderte. Als solche die Moscowiter nicht abtreten wten , wurden sie von den Schweden gezwungen, sich umA ^re Protektion zu begeben, und einen von ihres Königssöhnen zum Groß - Fürsten anzunehmen, welches aber 00,vorbewust des Komgs Carls geschahe. Im übrigensachte dieser dreyfache krieg, und weil es mit den Dänenallezeit nach wünsche gieng, Carolo groffe sorge, wortlosendllchan.iüii. nachdem er in dem nov. einen Reichsausgeschrieben, und die armeen in die Winter - quartier/ ^schickt, von einer fchwachheit überfallen wurde, so daß ^
26. oct. krafft - und sprachlos nach Nicöping kam, um> ^vierten tag darauf im Listen jähre seines alters starb.zwey gemahlinnen gehabt, Annam Marigm, des Churm^,Ludwigs in der Pfaltz tochter, und als diese an. 1589.Christinam, Hertzogs Adolphi von Holstein tochter, so aw §e-dieses zeitliche gesegnet. Mit der ersten hat er CatharrnaLA,zeuget, die an Iohannem Casimirum, Pfaltzgrafen EAiilllzu Zweybrucken an. 1615. vermählet worden, undGustavum gebohren , der die Schwedische Crone an dastzische Haus gebracht. Mit der andern hat er Gustavuw ^chphum gezeuget, der ihm im Reiche nachgefolget. Er V/- Kl-einen natürlichen söhn gehabt, Carolum Carlsohn vo"denhielm , Baron von Berquara. still. 8usc- u
VIII. , in xroksätione Agilmunäi Ich/i'N
cism, A üb. I. <L II. cle motu civil! in kolonia. .xvol-ckron. pufendorffs Schweb, histor. still, äea
cle Lueäe.
Ca«l?K
Carolus X. Gustavus , ein söhn Johanms Can xccPfaltzgrafen am Rhein aus der Zweybrückifchen linie u'Catharina, einer tochter Caroli IX. und jchwestea ^ „,,0Adolphi. Er wurde den 8. nov. an. 1622. gebE"'gleichwie an seiner auferziehung nichts ermangelte, astver sich durch seine geschicklichkeit bey den Schweden bchevsonderheit aber übte er sich von jugend auf in kriegs ^rieg^Dannenhero ihm auch iin ausgange des dreißigjährMU »Mdas commando der Schwedischen armer ausgetrGe» Ewodurch er den Westphälifchen frieden an. 1648. befo^Mlfen. Nachdem sich auch die Königin Christina entfclM* yg ^zu heurathen, ernennte sie ihn an. i6;o. bey ihrer ^ MiflAihrem erden und Nachfolger, welches sie an. l 6 ; 4 -w>nMan bemühete sich aber gleichwol eine Heurath E
und der Christina zu stiften, damit nicht etwan dieje ^derwärtige verheurathung zi, innerlicher unruhe w ^ Egeben möchte. Christin« aber machte, baß diesebald verschwand, indem sie an. 1654. freywiüig o>k g Eablegte, und das Reich völlig diesem Carolo Gnss Agab. Dieser nun, da er die regierung angetreten/ ^sM»'sobald, daß durch gar zu grosse freygebigkeit st"'A.?cs dOdie Reichs - emkunfte sehr geschwächt waren, bracht, ^ W
wegen in dem an. ,6;;. gehaltenen Reichs-tage 0»^^ zr
man den vierten theil von den Cron - güthern, jo 0'',nigs Gustavi Adolphi tode weggefcbencket worden ,gen andern zur Crone gehörigen stücken reducirre. ^seine auswärtigen Verrichtungen anlangte, sodie controvers mit der stadt Bremen unter der acv -istina erhoben, und brachte er es dahin, daß an. o„gleich getroffen wurde, .in welchem man den streu "medietät der stadt Bremen bis aus eine andere sDennoch aber muste die stadt dem König huldigen/^ M ^wie sie an. 16)7. dem letzter» Ertz-Bischoffe flE,/
Bald darauf nahm der Polnische krieg semen aissa Achtve^,obgleich an. 16;;. ein stillstand zwischen FÄ?v!rflo'?Ä^aufaü. jähr geschlossen, und diese zelt noch mch ver,^^meynte doch der Konig, daß er an tuest» F'w, M
den, weil sich der König in Polen, Johanns ' CroN^rctzstanden, wider die translation der Schwerlich'^psal ^Caroluin Gustavum bey der Königin Chrlstlna i»seinen Abgesandten Canasiles zu protesirren lvi^zpistdie Königin zur antwort gegeben: Mem vE xmit;°°°°. zeugen deweifen, daß er rechlmEvm Schweden sey. Also gieng der krieg an.
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