Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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re,Ä^k.tl ihrer ersten Gesandtschafft keinen rechten ernst be-'Neral Nr^ "/dere aber zu späte kam. Der Schwedische Ge-r»arck lwerg gieng durch Hinter - Pommern und Neu-Uscj an / dem sich zwar die militz von Groß - Polen beyals es bey i;oos. mann starck entgegen setzte; aber

von werden sollte, ergaben sie sich in des Königs

kam, 6-,/^en devotion. Da dieser nun selbst in Polen an-Cvntni vl /dm alles hauffen-weise zu. Er conjungirte sich beytilg ^ wtt dem General Wittenberg, und gieng auf den Kö-sich vb/,. ^Casimir los. Warschau und andere städte ergabener bey^stand, und als er nach Cracau marschirte, schlugbald da^enowa den König von Polen mit tausend mann, undacht ///i die übrige Polnische armee bey dem flusse Donaica,Schlei» don Cracau. Johann Casimir retirirte sich nachMonaten x ?"d Carl Gustav bemeisterte sich innerhalb dreyNvnim-,, des aantzen Königreichs Polen, wenig örter ausge-Preyss-n . Der Churfürst von Brandenburg zog zwar intraetat/n völcker zusammen, ungeachtet man schon inka,n, "/und; doch so bald der König von Schweden äu-ge szx/egaben sich die vornehmsten städte in Preussen, eini-ChurfWenburgische trouppen wurden geschlagen , und derer das -! bequemte sich an. 1656. mit dem versprechen, daßCrvy iSMvgljche Preussen ins künftige als ein lehn von dersey niaU beden recognosciren wollte. Diese grosse progres-halben käst gantz Europa stutzig, daß man daher allent-Cqsi».-/?acht war, selbige zu hemmen. Der König JohannM Pre»a?"dde dadurch aufgemuntert, da sich Carl Gustavdie PvssssN aufhielt, wiederum nach Polen zu gehen , undLeiste /elen mit hindansetzung aller eydschwure hauffen-s?n, d^" den Schweden ab. Hierauf setzte es viele schlach-nch a^^ld vor die eine, bald vor die andere partey glück-^vloms keu. Der Polnische General Czarnecki wurde bey^»theis . bon dem König Carl Gustav geschlagen. Im ge-/n s/.M der Schwedische General, Maragraf Friedrich, bey Marka an der Weichsel den kurtzern. Her-Johann, des Königs bruder, befochte einen gutendlg veralt Czarnecki bey Gnesen, da sich unterdessen der Ko-Ml ih,. /"ch bemühete die stadt Dantzig unter sich zu bringen,/ich rj./Holländer mit 48. kriegs - schiffen zu hülffe kamen,/g in A!?dle Polen die Tartarn zu hülffe, daher sich der Kö-/ctaien/!/den mit dem Churfürsten von Brandenburg inPolen Ä"eß; wiewol unterdessen Warschau mit accord anX" Geye/s Wseng, den aber die Polen nicht hielten, sondernn "biviski kenberg nebst andern Officirern gefänglich nachs/ste„ uyreten. Da nun die conjunction mit dem Chur-Ml es bei! ^"/benburg noch in selbigem jähre 16; 6. erfolgte,Ue, W "/erschau zu einem blutigen treffen, welches dreyKy iy. und 20. jul. währeke, und darinnen die

s/bey //artarn, deren viel tausend auf der wahl-stattü»Merli^ Drtzern zogen. Die frucht dieses sieqes war eben„«/llg,»^"lcht, sintemal der Churfürst von Brandenburgs/ll >h,i < dahero auch der König von Schweden,

g,"Mst //behalten, demselben die souverainität von Preus-N hin fortheilen einräumete. Die Polen machtensi^b>egen /b/vleder dem Schweden noch viel zu schaffen,dA ^ 3 , ben Fürsten Ragoczy in Siebenbürgen aniu bey solcher geleqenheit die Polnische Cronegedachte, welches auch der König endlichso /egnüaen ^En, und sich mit dem Polnischen Preus-entl/a/^ ^ doch wohl sahe, wie schwer Polen beyn?/ten 3 /heit seiner lander ohne vestungen für ihn zulick^sall in 2 m gegentheil thaten die Moscowiter ei-dess/Mate» ^ ^ belagerten zwar die stadt Riga vergeb-

a>i/ahin n^rdoch hm und wieder grossen schaden. Unter-st, '/vjx ^/'ch das Oesterreichische Haus dieser fache mit ernstSc^beniarck hie Holländer, welche endlich den König'si^Hen em/IIdencum III. dahin brachten, daß er denUnai/Ms GuE/^rltche diversion machte. So bald der Kö-ri/ Mlichxr "Mus solches vernahm, gieng er an. 1657. mitdessen^«» f/,d./mdlgkelt aus Polen in das Holsteinische,>vea «^agvcm / "! das Königreich Dänemarck. Da unter-und /chi ex/k/verl er auf einrathen des Königs den sicherstenllig v/°Lew den Polen und Tartarn geschlagen,

Da,,!!. Schw//"dllchen accorde gezwungen wurde. Der KorSkesss? ?ingeu^!!l da er innerhalb Vierzehen tagen alle von denNex /. Nr, platze wiederum erobert, that grosse Pro-

cter - tllichx/AMschm, eroberte die stadt Friedrichs-Oede rn-rur/e/° dabey a,Äden' ""d schlug ;oc>o. mann Dänische völ-da die Jngleichen hatten auch die Schweden

der Ui-, An. 1/0 mge mit einander schlugen, einigen8ieyg Mg m ß->I,^kror dte Ost-see zu, welcher gelegenhcit sich'veh^'/nd die Ä,^"/^iente' über das eis nach Funen^uf y/s,dauern ^?chst stehende 44°--. mann nebst 1400. be-abxr ^°llte Man muhe über den Haussen warf. Hier-

/de>yMen die ertÄ 5 "ch Coppenhagen gehen; die Dänensey y/elbigm.F/emitat nicht erwarten, und also kam es noch'M ^ude; m w/>^u einem frieden, der zu Rotschild geschlos-i?ue„ undV^-Schonen, Halland, Bleckingen, dieu Nvrw?/„ u^uhulm, jngleichen Bahus und Dront-k«>ne? ru FriA ",,L" Schweden kam. Ob nun gleich beydedroh'' wurde d^sUurg auf eine gar vertrauteart zusammen^'^Die Sck^ker friede noch in demselbigen jähre ge-L^^den machten zwar den ansang, gaben aber" Theil.

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vor , daß durch die feindseligen constlia der Dänen sie ihnenvorzukommen wären genöthiget worden. Der König von,Schweden gieng gleich auf Seeland,und belagerte die stadt Cop-penhagen. Weil man aber die Schwedische armee bey Korsoeraus land gesetzt, welches i6. meileu von Coppenhagen ist, be-kam diese stadt ein wenig zeit sich in Positur zu stellen. Nuneroberte zwar unterdessen der General Wränget die vestung Cro-nenburg, allein mit Coppenhagen wollte es nicht glücken; sin-temal sich der Holländische Admiral Opdam in dem Sundedurch die Schwedische schiffs - flotte, wiewol mit grossem blut-verziehen an beyden feiten , durchschlug, und der belagertenstadl Coppenhagen succurs zubrachte. Worauf der König vonSchweden die belagerung in eine bloquade verwandelte, undsein lager nicht weit von der stadt bevestigte. Es wurden auchin demselbigen jähre die Mitten völcker in Holstein von denSchweden repoußiret. Nachdem aber der König merckte, daßsich nicht nur Holland, sondern auch Engelland und Franck-reich mit ernst des Königs in Dänemarck annahmen, that eran. i6;y. rm febr. bey zugefrornen Wasser - gräben nochmalseinen versuch auf Coppenhagen, wurde aber in einem blutigenstürme zurück geschlagen. Hierauf nahm er die kleinen infulnum Seeland ein. Im gegentheil trat fast gantz Europa aufdie Dänische partey, auch musten die Schweden die insul Fö-nen verlassen , worbey sie in die viertausend mann einbüsseten.Unterdessen bekamen auch an. i6;?. die Polen durch hülffe derOesterreicher Cracau wieder. Im folgenden jähre nahmen dieSchweden den Hertzog von Curland, Jacobnm, nebst feinergantzen familie gefangen, und führten ihn nach Narva; inPreussen aber büßten sie Thoren ein, wiewol Riga von den Po-len vergeblich belagert wurde. An. 1659. verlohren sie Cur-land , auch conjungirte sich Brandenburg und Oesterreichwider die Schweden. Und weil sich auch zur selbigen zeit,wie zuvor gedacht, Engelland, Holland und Franckreich desKönigs in Dänemarck annahmen, verursachte solches bey demKönige von Schweden keinen geringen kummer. Er gieng als»im anfange des jahres 1660. nach Gothenburg, wohin er dieStände seines Reichs verschrieb, und wurde daselbst von einemsicher überfallen , an welchem er auch den 2;. febr. im acht unddreißigsten jähre seines alters starb. Darauf wurde noch indemselben jähre den 27. may der Dänische krieg durch den frie-dens - schluß zu Coppenhagen, der Polnische aber durch denfriedens--schluß zu Oliva den 2;. april geendiget. Seine ge-mahlin war Hedwig Eleonora, Hertzog Friedrichs von Hol-stein - Gottorff tochter, die ihn überlebt, und mit welcher ersich an. 1654. vermählet, und an. 16;;. Carolum XI. gezeu-get, der ihm in der regierung gefolget. Von Brigitta AllertShat er auch einen natürlichen söhn Gustavum Grafen Carlsonhinterlassen, der ehemals Oberster in Holland gewesen, nach-gehends aber seinen sitz zu Bedkum in West - Fneßland genom-men , welches er an. rüg;, mit Maria Amalia, Fräulein vonSchwartzenberg, erheurathet. Er starb den r. jan. an. r 708. sei-nes alters 59. jähr. , List. 8uec. üb. IX.

cle rebus Laroü Lllstsvi L kriä. x^üb. IVl. und in der einsleitung zur Schwedischen Historie; Mmoires äo <Le. *

Tarolus XI. ein söhn des vorhergedachten KönigS CarlGustavs und Hedwig Eleonoren, einer Holsteinischen Prin-tzeßtn, wurde den 24. nov. 16;;. gebohren. Er verlohr seinenvatter 1660. zu einer zeit, da Schweden in verdrießliche krie-ge verwickelt war. Allein es erfolgte bald nach des Königs todefriede, well mit demselben ein grosses theil der feindlichen er-bitterung gegen die Schweden abgestorben war, diese auchnun, anstatt auf erweiterung ihrer herrschafft zu sinnen, frohwaren, daß sie das behielten, so sie vor dem letzten kriege er-worben , wiewol ihnen doch auch die von Dänemarck abgerisse-ne länder blieben , und die Polen verzicht auf Schweden undLiefland thaten. Bald anfangs föchte ber Reichs - Rath dasKönigliche testament an, darinnen einige anstatt wegen dervormundschafftlichen regierung bey des Königs seiner zartenfügend gemacht war, die von der Königin und den fünf vor-nehmsten Reichs-beamten geführet werden sollte. Der Retchs-Rath wandte vor, daß solches ohne zuziehung der Standenicht verordnet werden können, machten auch wurcklich emeänderung, indem sie den Pfaltz - Grafen Adolph Johann undHermann Flemmingen , von der Feld - Marschall-und Schatz-meister - stelle ausschlössen , die sie vermöge des testamentshaben, und folglich mit zur vormundschafft Mögen werdensollten , da man denn diese stelle Carl Gustav Wrangeln undGustav Bonden anvertrauete. Der gesamte Rerchs-Rathverwaltete die regierungs - geschäffte , behielt auch dre ober-aufsicht über des Königs erziehung, welche redoch der König-lichen Mutter und den fünf Reichs-beamten , als Vormün-dern , zu gantz besonderer sorgfalt überlassen ward. Die Vor-münder waren hiernächst vornemltch besorgt, das Reich wäh-render Minderjährigkeit m ruhe zu erhalten , und dem Handelwieder aufzuhelffen, welches ihnen auch beydes ziemlich vonstatten gegangen,. wiewol man doch meynt, daß sie in der ein-bildung, der Konig wurde dereinst ein schwacher Herr wer-den , öfters in verwaltung der angelegenheiten von der Cronesswol als der finantzen nachlaßtg und eigennützig gewesen.Dre erziehung des jungen Herrn ward auch nicht sonderlich inacht genommen, und von den wiffenschafften, die vor einenRegentengehören, ihm nichts beygebracht, si> daß er hernach

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