Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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nicht fähig war, gegen fremde nur em compliment zu ma-chen , oder von gemeinen dingen zu reden; wie er denn auchso gar wenig von fremden sprachen begriffen, daß ein Ge-sandter, der nicht Schwedisch oder Teutsch verstund, nicht mit»hm reden konnte. Es war zwar der Printz von natur keinfreund vom studiren und von ernsthafften fachen, sondern such-te seinen Zeitvertreib in allerhand ergötzlichsten oder starckenleibes-übungcn. Aber der fehler lag auch an seinen ausschern,die ihn nicht gebührend anzuführen wüsten, und ihn meistensmachen liessen, was er wollte. Sein lehrmeister Grypenhilmbrachte ihm nur die zwey regeln bey, seine gedancken zu ver-stellen , und auf seiner meynung vest zu beharren, wornebenman ihn zu ordentlicher abwartung des gottesdiensts, zumge-bät auf den knien und zum catechismo anhielt. Die mutierkonnte ihm aus liebe nichts sagen, und überschüttete ihn nurmit essen und trincken, dahero viele von den vornehmsten sichschon dazumal öffentlich über die versäumung des Königs be-schwerten , welches aber nicht viel helffen wollte. Im übrigenwar Schweden in währender Minderjährigkeit immer gantz ru-hig , und gieng weder in noch ausser dem Reiche viel sonderli-ches vor, ausser daß die Schweden an. 1666. die stadt Bremenmit 12000. mann belagerten und sie dringen wollten, sich desKayserlichen schutzes und der Reichs - freyheit zu begeben, wel-ches ihnen doch mtßlung, indem sich die Bremer mehr wehrtenals man vermuthet, daher denn auf Vermittelung der benach-barten ein vergleich erfolgte, daß die Bremer nach endigungbes damaligen Reichs - taaes sich bis auf 170°. der stimme undbes standes auf Reichs-tagen enthalten sollten, welches aber,weil der Reichs - tag vor der zeit nicht ausworden, von keinerwürckung gewesen. Es mochte diese rüstung auch dahin abgese-hen seyn, daß sich Schweden bey dem damaligen kriege zwi-schen Engelland und Holland in einiges ansehen setzen wollte,bamit es desto eher zum mittler von den kriegenden parteyen an-genommen würde, wie auch in der that erfolgte. An. 166g.Neffen sich die Schweden zu Hemmung der Französischen waffenin den Niederlanden in die bekannte tripel- alliantz ein, weil sieeben um dieselbe zeit von den Franzosen einiger Massen warenverächtlich gehalten worden. Allein diß bündnis bestund nichtlange. Denn die Spanier waren säumig, sie durch geld beygunsten zu erhalten, der Kayserliche Hof weigerte sich, den mitSchweden durch Gesandten gemachten vertrag gut zu heissen,und der Cantzler <Ze Is Gardie war vor die Franzosen. Ob nungleich die Biorenkloische partey sich eifrig widersetzte, brachtenes doch des Cantzlers Vorstellungen und das Französische geld soweit, daß Schweden, da die Holländer mit krieg sollten über-zogen werden , den 14. april 1672. mit Franckreich ein bündnismachte, und gegen etliche tonnen goldes subsidien versprach,den Franzosen entweder durch gütliche Unterhandlung zu einemvortheilhafften frieden zu verhelffen, oder, dafern ein Reichs-Fürst sich der Holländer annehmen sollte, denselben auf den leibzu fallen. Es bemüheten sich darauf die Schweden, theils dieTeutschen Reichs - Stände mit in das Französische bündnis zuziehen, theils den Kayser vom kriege abzuhalten, wiewol das,was aufdem Neichs-tage vorgegangen, hernach vor einen Vor-schlag ausgegeben ward, den der Schwedische Gesandte vor sichgethan, wie ihn denn auch der König deswegen zurück berufte.So führten sich auch die Schweden bey der Colnifchen friedcns-handlung als mittler auf, wiewol man ihnen nicht viel traute,weil sie allzu offenbar vor die Französischen Vortheile arbeiteten.Hernach aber, da der Churfürst von Brandenburg sich in denFranzösischen krieg mengte, drungen die Französin darauf, baßdie Schweden mit ihm brechen musten, welches desto leichter zuerhalten war, weil der junge König gerne von krieg und kriegs-aeschrey hörte. Man meynt, es hätten die Schweden an-fänglich nicht gedacht, daß die fache so weit kommen würde,und gehofft, sie würden ihr geld mit blossen Unterhandlungenverdienen können, daher sie auch viele Verzögerungen suchten,«he sie wurcklich losschlugen , doch sahen endlich die altenReichs-Rathe-en krieg so gar ungern nicht, weil der König da-durch , ihren gedancken nach, etwas zu thun bekam , darüberer nach ihrer Haushaltung zu fragen vergessen wurde. Sol-cher gestalt fiel die Schwedische armee zu ende des 1674. jahrs,unter dem vorwand , daß man keine gemalt üben, sondern nurquartier nehmen, und den Churfürsten dadurch bewegen wollte,das bündnis Wider Franckreich fahren zu lassen, in die Marck«in , hausiten aber bald als feinde, bemächtigten sich auch desschlosses Löckenitz Mit gemalt. Mein sie zogen sich dadurch vielunheil über den hals, mdem nebst dem Churfürsten von Bran-denburg der Kayser, Konrg m Danemarck, die Holländer, dieHertzoge von Lüneburg, und der Bischofs von Münster auf siezufielen, nachdem sie aufdem Relchs-tage vor feinde des Reichswaren erkläret worden, und der Churfürst den ansang gemacht,und sie bey seiner unvermutheten zuruckkunft nach geschwindereroberung des passes Rattenau, durch das treffen bey Fehrbel-linim junio an.1675. binnen wenig tagen aus allen seinen lan-Lern heraus geschlagen, weil die Schweden durch den jahlingenÜberfall in solche bestürtzung gerathen waren, daß sie nirgendsstand hielten, ob gleich ihr vertust eben so groß nicht gewe-sin war. So vielen feinden auf einmal zu widerstehen, warSchweden zu schwach, zumal hin und wieder die Teutschensoldaten wegen der Kayserlichen avocatorien nicht fechten woll-en, und liefen demnach die fachen dieser Crone sehr unglück-lich. In wenigen feld - zugen giengen alle Teutsche Länder

verlohren; der einfall, der an. 1677. in Preussen geschahe, wakfruchtlos, und an. 1678. ward Stralsund, als der letzte Sshwdische ort auf Teutschen boden, von Chur - Brandenburg erbert, der rest aber von der armee, welcher nach Schwer^übergeführet werden sollte, strandete bey Bornholm, und wnicht ersoff, ward von den Dänen gefangen. Wobey vSchiveden grosse klagen geführet wurden, erstlich wider rBrandenburgischen Commandeur, welcher dieses unglua "fleiß sollte verursachet haben, worwider solcher sich dvA.einer ausgegebenen schrift schützte; sodann auch wider ^nemarck, welches diesen trouppen vermöge des accords 0Stralsund pässe mitgetheilet hatte, und selbige nun untervorwand unkräfftig machen wollte, weil sie nur s«r /sie und die darinn kreutzende Dänische schisse zu vermowaren; aber deren kriegs - volck zu land keinesweges vero«den. Diese letztere fielen auch das SchwedischeSchonen, in Norwegen, sonderlich aber in der ersten chvintz mit grosser gewalt an, allwo es am schärfsten hechAchweil der iunae Koma selbst ru leide roa ste wiu^ .

weil der junge Konig selbst zu selbe zog. In der sie wmchZzwar die Schwedischen flotten etliche mal aesiblaaen, si/

ges hindern konnten, aber zu lande konnten hingegen ^Dänen, ob sie gleich bey dem ersten ansall aufviel gluck gehabt, ihrer nicht meister werden, gestalt siein drey namhafften treffen bey Halmstatt, Lundh undcrona von dem Könige in Schweden erlegt Wurden; b» ch-den beyden letztem auch der Dänische Konig in perlA ch-gegen gewesen war. Der König Carl folgte bey dreierlegenheit seiner kriegerischen Hitze, und föchte in eigner A'mit grosser tapferkeit, dazu ihn denn Johann Güldenereiner von seinen lieblingen, noch mehr aufmunterte,gern sollte gesehen haben, daß der König ums lebenWenigstens wurde ihm solches von einigen zugemessen/ , ^daß er im sinn gehabt, hernach ein gantz neues reginchithe-Schweden einzuführen,daher man denn unterschiedene ve^ ^rische streiche bey den Schonischen feldzügen will waMchseirlmen haben. So schlecht es nun vor Schweden A.chhchkriege ausgesehen hatte , so wohl wurden die angE ^ten dieser Crone durch der Franzosen Vorsorge wieder ^jkgestellet, als dieselben im Nimägifchen frieden ihre pAf/grossem ernst nahmen , auch die andern Alliirten anBrandenburg und Dänemarck trennten, welche vor''^enlein nicht mächtig genug waren, den krieg widerund Franckreich zu führen, und daher unter FraU-M»,Vermittelung an. 1679. mit König Carln friede geA' s erin welchem demselben alles wieder gegeben ward,verlohren hatte, ausser etlichen kleinigkeiten, so er an ^ ^rdenburg und Luneburg abtrat. Nach dieser zeit hac i> ^ p,eKonig in keine kriege mehr eingelassen , und ist vwv" erinnerliche einrichtung seines Reichs bedacht gewesen/ "^Ajedoch dem abgedachten Johann Güldensternen allzuviel zyeingeräumt. Dieser wollte ihn anfänglich, um sein Mbesitzen, von Vollziehung der Heurath mit der DamlE , vortzeßin, Ulricen Eleonoren, abhalten, die dem Könige Mdem kriege seit an. 1675. verlobt war, deswegen er'/^selbe auf allerhand weise zuwider zu machen trachtete /.„ Mreits vor ihn «m die Printzeßin Annam von Aorck a".va ch dAund da die Vermählung dennoch geschahe, den KoiuZf ^ ok'gestalt beredete, ihr kein gehör zu geben, daß dersiwe.,^ ^gemahlin meistentheils sehr kaltsinnig lebte. Dur«- sMlsichanlaffung war zwischen dem Könige und den Retm,' vrE-ein stetes Mißvergnügen , als deren ansehen er u'",^vcEwollte, da er hingegen Güldensternen in seinemment von Schonen , Halland und Bleckingen einet"' aEschränckle gewalt verstattete, wie er denn auch in '" ab ,senheit nichts ohne ihn that , sondern ihm ME.-, >viNUSchonen alle briefe, die von dem Könige versa)«»' letztemoder an den König kamen, aufzubrechen , und bey" §riEdarzu zu schreiben, was sollte geantwortet werden-^nahm auch der König auf Güldensterns rath d*e AAHechgnhung der Cron-güther vor, die in vorigen reiten Ach, Mgelegenheiten an den Adel verschenckt waren worch ch^ 1.weil ihn Güldenster» von der Französischen biesch.Äodem verwichenen kriege abgezogen hatte, gad er tyn' ^1 v"damit der König der subsidien von Franckmch »m > jcl llch^besser entbehren könnte, und diesem war es um 1 ^ "sch.weil in der that die Königlichen einkünfte M " wurdA, ,nstände befunden. Dieses nun ins werck zu richten,

2680. die Stände nach Stockholm beruffen, Ach ntder zucht gehalten würden, legte man das lew-regl

stadt. Der Ritter-saal ward jederzeit mit-4-anMa-

und diejenigen, die etwan den mund zu wett v"mögen, waren unter allerhand vorwand von vc fehchch,gung ausgeschlossen. Ob nun wol diese fache dem >vc>t ? §,«--e that, indem man zumal mit der Untersuchung ' ^aßcke gieng, als nur einige fußstapfen zu finden warch^ ^rv ,§!/ther dem Könige gehöret, drang der Hof m»dennoch durch , weil die Bauern, Bürger und Wichtsder die Edelleuthe stimmten , der gemeine M r penen chjchtgrossen war, indem man ihn beredet hatte, es sollgenommen werden, deren durch schenckung erl tst hxch

über dreyhnndert thaler einkommens trugen / ,

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