Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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Arilg in Dänemarck schlug auch von neuem los

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eine Miliz aucy von neuem wv , und that

auf Schonen, da er anfänglich wenig wider-ox,,i?^Ee. König Carl war indessen in der Türckey wohl auft«uf ""M worden, und schlug sein lager ausserhalb Beiderbrän^wo ihm die Türcken allen Vorschub thaten, auch zum ge-baitzw ver Schweden einige Häuser aufbauten. Weil er aucher n^'?ngs keinen sichern weg zu erwehlen wüste, durch dente, M'st kommen könnte, indem er dem Kayser nicht traue«len ^ "icht durch Ungarn gehen wollte, der weg durch Po-bis K^"°ch gefährlicher war, entschloß er sich da zu bleiben,ein kp/ine umstände einiger Massen änderten, daraus hernachtzch^Mg von einigen jähren entstund. Denn es sahen dieaiif-ü? 'ein näher mittet vor sich, ihren angelegmheiten wieder

Könj meisten, als wenn sie die Türcken gegen Mofcau und denihn,!.-W.stunr zum kriege rechten, welcher anschlag denn vonCha«-ch" hulffe des Französischen Gesandten und des Tartar-sehr?i 0 eretn kriegerischer Herr war, und den König deswegensten M hielt, eifrigst getrieben ward. Ob nun wol die Tür-ke all,Meilen sehr gut erklärter«, so waren doch bey der Pfor-daß dj.Michläge so unbeständig, und der Hinderungen so viel,dieses vchweden nie recht zu ihrem zwecke kamen, zumal dasein^ Ässnthalt des Königs in der Turckey dem Sultan undl>wH. ""rAtri« von den feinden der Schweden viel geld ein-EchU: Welches auch gemeiniglich wieder einriß, was dieder ben gebaut hatten, ungeachtet sich diese viele mühe beydaß stvrre gaben, und so seltsame Veränderungen verursachten,tzha» jähren fünf Groß-Vezier, 2. Mufti und der Tartar-Türst-M« wurden entsetzt wurden. Als König Carl nach derY.Uommen war, stieß er die ernenerungen des stillstandesie Mofcau und der Pforte über« Haussen, und machte, daß

: c^Ken sich erklärten, ihn mit einer starcken armer nach hau-

gen, Mttten, und den Russen an. 1711. den krieg anzukündi-ivard ^kcher aber nicht nach des Königs meynung geendigeti» pnn da die Türcken den Czaar mit seiner armer am Pruth

verhülle hatten, machte der Groß - Vezier mit demselben un-frieden, in welchem der Schwedischen angelegen-lagex w't gar nichts gedacht war, daher sich dann der Konig imte, thuen verunwtlligte, und gegen den frieden protestir-«bex hgw t>em Groß-Vezier gar verächtlich begegnete , der ihnd»tch um so viel mehr drückte, ihm die passe verlegte, da«tschau» triefe nach Constantinopel giengen, seinen unterhalt?Ebietk,-at> anstatt machte, daß er mit gemalt aus TürckischemAaiis te weggeführet werden, welches jedoch des Tartar«kein Si.iMwart noch aufhielt, bis der König gelegenheit fand,kiesigst-Mn die umstände dieser fache zu berichten, worausmanugevh^tz-Vezier absetzte, und kamen die,Schwedischen ange-I ^zögert- ' weil zumal der Czaar die erfullung des friedensjyx " 5 '. wieder in guten stand. Es war auch an. 1712. al-M^/sse des Königs fertig, den eine Türckische begleitungW tausend mann durch Polen führen sollte, wie die RussU nian aä^Mssenen stillstand endlich bewilligt hatten. AberMixn-,' ucys versähe, nahm der König selbst eine andere eilt-en weil er entdeckt haben wollte, daß der Groß - Veziersollen. 'Assen geld genommen, und ihn densell en ausliefern^n, tz.--Hen Türcken, die ihn zur abreise antrieben, sonderlich»etei, bea-Mn Bender, und des Groß-Veziers seinen abgcord-.ihnen ^'ete er sehr hart, hiesse sie verrälher und betrüger,^t redxMch unt feiner Hand voll volcks trotz, als sie von ge«M ivea«, ^ Damals waren die Janitscharen sein schütz, diepvsiis,§wes Helden - muthes liebten, sich um die Schwedi-»Ä anare.M herum lagerten, und den Svahis, so die Schwe-Nte tollten, die stirn boten, bis der König, dessen be-niiL, ^"uantinvpel abermals waren unterschlagen wor-M dc>d!,/A"d, couriers durch Teutschiand dahin zu schicken,wAwch°„A dem Sultan vorzustellen, wie die Russen PolenM avfu,» Massen noch nicht geräumt hätten, sondern viel-2M wureten, und er also mit einer so kleinen bcglei-Iänqxpw,w zugedacht gewesen, nicht sicher sey, worauf ihmwgl^ufenthalt zu Bender erlaubt, der Groß-Vezier aberI-^'^-sZ es ergienge sogar an den Seraskier von Ben-,E?^ar-Chan und alle Türckische Vasallen von Bender, i,,,Mtinopel die Verordnung, unter des Königs befehlekäm?«telbige so wohl zu verehren, als ob sie vorn Groß«szM von „W Es wurde nun auch der krieg wider Mofcau imden 8 Mit , und zugleich auch dieses beschlossen, daß dersuchen , starcken Tartarifchen begleitung nach seinen lan-E?tollte daraus die Czaarsschemacht zu zertheilenein?« wiedch einmal aber veränderte der König seinen ent«>vri, ?asch,g' entweder, weil er vernommen, daß die Tartarndi? ÄM An- Macht, ihn den feinden zu überliefern, oder,äiid-.artarl, vorgestellt, wie es unverantwortlich sey,TafAng e,M„u ^husten über den hals zu führen. Aus dieserdg U'Eha« M^dvch dem Könige grosse gefahr. Denn derSultanSeraskier von Bender beschlossen nunmehr ,/ dazu,» „Mal des Königs adzug angeordnet, ihn mitIqnfwhen, Ä.uorhlgen, entweder weil sie ihre verrätherey ent-kein^tt-wir-,,« Weil sie des Königs aufenthalt unter ihnen, derairss^ureke Reiche angerichtet, und vor dem bisher

zu a^urch ihr?^ bestehen können, toll gemacht. Sie erhieltenwq «Mchen ^Aellungen einen beseht vorn Sultan, gemaltw^wegm sie nun trotzig forderten , daß der Ko-dawäre. auch sein quartier sehr enge einschlössen, undrührten. Er antwortete ihnen aber sehr gebie-

terisch , daß er sich keinen verräthem zu vertrauen begehre, undfaßte den entschluß sich zu wehren, wollte auch sich nicht einmalin den schütz der Janitscharen von Bender begeben, die sich allesgutes gegen ihn erboten, und da sie mit gegen ihn commandirtwurden, ihr pulver und bley nur in die luft schössen, daß derBassa genöthiget ward, Janitscharen aus andern vestungcn zugebrauchen. Nachdem nun der König alle anstatt zur gegen,wehr gemacht, und etliche tage nach einander die feinde getrotzethatte, indem er stets unter sie ausritt, und von dem altane fei-nes Hauses zu stürme blasen ließ, so geschahe endlich den n. febr.171z. von den Türcken und Tartarn ein gewaltiger angriff aufdas Hans des Königs, der etwan iooy. mann bey sich hatte,mit denselben aber 4. stürme von mittag 1. bis abends 8. uhr ab-schlug , währender welcher zeit er stets mit dem degen in der sauftvon einem zimmer ins andere lief, und die gehörige anstatt mach,te, auch in dem ersten anfalle, da er sich noch ausser dem Hausebefand, viele feinde mit eigner Hand erlegte, auch selbst drey,mal, aber nicht gefährlich, verwundet ward. Endlich da diefeinde bey 500. mann verlohren hatten, brachten siefeuerinshaus, und hinderten dre so loschen wollten durch stete anfülle.Der König hatte sich erst vorgenommen, lieber zu verbrennen,als sich den feinden zu ergeben, ließ sich aber doch endlich bere,den, daß er mit dem degen in der saust ausfiel, und sich ebenfallszu tobe fechten wollte. Er erlegte auch einige von seinen fein-den , fiel aber vor Müdigkeit übern Haussen, und ward von denJanitscharen gefangen genommen. Er wollte gleichwol denTartar-Chan nicht sehen , und ward also zum Seraskier ge-bracht , dem er gleichwol auch nicht die geringste Höflichkeit er-wies, sondern als sich derselbige entschuldigte, daß er alles aufbefehl thun müssen, ausdrücklich sagte: Ihr seyd alle gottloseleuthe und verrälher einer wie der andere. Gegen einen seinerGenerale aber, der des Königs gefangenschafft, und daß er beyden Türcken vor einen rasenden gehalten wurde, beklagte, ließ erflch vernehmen: Er sey König und werde auch König bleiben,im übrigen sey es besser bey den Türcken vor einen rasenden, alsbey den feinden vor einen xolcron angesehen zu werden. Deniü. febr. ward der König von Bender abgeführt, und hatte manihm seinen degen in die kutsche gelegt, auch den Schweden, dieman bey ihm ließ, ihre degen wieder gegeben. Der König aberwarf den seinigen zuerst weg, und befahl allen seinen leuthendergleichen zu thun, weil sie jetzo gefangen wären, die Türckenmöchten ihre degen, so sie ihnen genommen, behalten, er aberwolle ihnen schon andere schaffen. Die reise sollte, wie manmeynt, nach Asien gehen, unterwegens aber begegnete dem Kö-nig ein Officier von Constantinopel, welchen der Sultan ausge-schickt hatte, zu sehen, was vor einen weg der König erwehlt,weil man ihn versichert hatte, daß er von Türckischem gebiethebereits geschieden sey. Diesen bat der König, seine Unfälle nachConstantinopel zu berichten, weil der Sultan davon nichts wü-ste , der denn alsobald den Tartar-Chan, Groß-Vezier, Mufti,Bassa von Bender und viele andere Grossen, die dem Könige zu-wider gewesen waren , absetzte, und den König zu sich nachAdrianopel kommen ließ. Wiewo! er sich nicht in dre stadt begab,fondern unweit davon zu Demotica seine wohnung nahm. Ooer nun wol hier dem Hofe näher war, feine Minister auch allemühe vor ihn anwendeten, so gar, daß sie des nachts öfters ver-kleidet unter das vvlck giengen, selbiges auf seine feite zu brin-gen , war dennoch mit den Türcken nichts anzufangen. Siemachten zwar wieder mine, als ob sie mit dem Czaar und Polenbrechen wollten, es ward auch wieder ein Groß - Vezier undMufti des Königs wegen abgesetzt, und giengen die Türcken znfelde, kehrten aber bald ohne schwerdt - schlag wieder um, weilihnen der Czaar alles eingieng, und der schlechte zustand derSchwedischen fachen in Teutschland berichtet ward. Weil nundiesen der König auch erfuhr und zugleich ersähe, daß er sich aufdie Türcken nicht verlassen könne, entschloß er sich durch Ungarnnach Haufe zu gehen. Der Sultan schenckte ihm viel geld undkostbarketten auf die reife, die er den r. oct. an. 1714. antrat,bis an die Siebenbürgische grentze von einem corpo Spahis undJanitscharen begleitet ward, von dar aber seinen weg zu Pferdeso eilfertig fortsetzte, daß er in 14. tagen von den grentzen derWallachey an zu Stralsund anlangte, und alfb in dieser reit ei-nen ritt von 287. weilen gethan hatte. Hier aber fand er allesin einem sehr mißlichen zustande. Denn obgleich Stembockan. 1710. die Dänen mit grossem vertust wieder aus Schonengetrieben, war doch drß nicht genug den verfall des Schwedi-schen glucks zu hemmen, daran der König selbst zum theil nntseiner härte schuld war, die ihn nicht allein so lange in der Tur-ckey aufhielt, dabey seine befehle alle sehr ivat erlangt werdenkonnten, ungeachtet er nicht wollte, daß der Reichs - Rath et-was ohne ihn thun sollte, auch vieles, das eilig hatte gesche-hen müssen, wieder umstieß; sondern auch nirgends viel gutefreunde erweckte. So konnte es unmogllch mtt günstigen äugenangesehen werden, daß er M ^^hr vemuhete, dre Türcken undTartarn gegen Christliche Staaten aufzuhetzen , mgleichen, daßer mit Franckreich ein bundnrs machte, welcher Crone zu ge-fallen er, wenn er wieder aus der Turckey seyn würde, ver-sprach, im fall der ftrede mlt den Mitten nicht erfolgte, einedivcrsion in Schlesien zu machen. Absonderlich beleidigte er

alle, so damals gegen Franckreich verbunden waren, als er die

an- - 7 -o.wegenderTeutschen provintzen entworffene und vondem Reichs-Rath bereits angenommene Neutralität nicht billi-gen wollte. Um der verworftenen Neutralität willen nahmen der

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