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Czaar und die Könige in Dänemarck und Polen gelegenheit an.1711. den krieg in Pommern zu spielen, welches land zwar eini-ge Hoffnung zur ruhe kriegte, da der König von Preussen Stet-tin , nebst dem gantzen striche von der Oder bis an die Peene inscquestration nahm, die aber wieder verschwand, als KönigCarl auch darein nicht willigen wollte, und damit anlas gab ,daß auch Preussen hernach den Nordischen Mitten beytrat. An.i7io.hatten dieRussen gantzLiefland eingenommen,dem an.171;.und 14. auch Finnland folgte. Das Stift Bremen und Wer-den fiel 1712. in Dänische Hände, und ward 1716. dem Königein Enqelland überlassen, der als Churfürst von Hannover eben-falls zür Nordischen alliantz trat. An. 1712. hatte zwar Stein-dock , nachdem er von Stralsund ausmarschiret, wo er gar zuenge stand, einen nahmhafften sieg über die Danen bey Gade-busch erhalten, gierig aber hernach aus unbedachtsamkeit, weiler meynte, Danemarck im huy zu einem besondern frieden zunöthigen, nach Holstein, nachdem er vorher zu grossem vor-wurffe der Schweden die stadt Mona verbrennt. In Holsteinaber ward er von den Alliirten , die ihm eher, als er es vormöglich gehalten, über den hals kamen, eingesperrt, muste sichin Tonningen werffen, und weil man ihm aus Schweden nichtzu hülffe kommen konnte, mit der gantzen armee ergeben. Alsder König in Stralsund angekommen war, ward er von denMitten belagert, und ober gleich alle mögliche gegenwehrthat, auch auf der insul Rügen selbst gegen die landenden fein-de föchte, dabey er verwundet ward, gieng doch erst diese in-sul, und hernach die stadt Stralsund zu ende des jahrs 17-5.über, der an. 1716. Wißmar folgte, so daß,bis auf Zweydrucken,alle seine Teutschen länder in feindlichen Handen waren. DerKönig selbst war vor der Übergabe von Stralsund nach Scho-nen gegangen, und war sein erstes absehen daselbst, eine lan-dung auf Seeland zu thun , das aber wegen eines iählingenthau-wetters zurücke gieng. Hieraufbeschloß er Norwegen an-zugreiffen , und hatte bereits Christiania eingenommen, wardaber am wettern fortgange durch die vorgenommene landungder Russen und Danen auf Schonen gehindert, daraus jedochnichts geworden. Es wollte auch sonst der krieg wider Norwe-gen nicht recht fort, weil die Winter, zu welcher zeit am bestendurchzudringen war, ihm niemals fugten. Bey dem allemwollte der König Carl von keinen friedens - vorschlagen hören,ungeachtet sein Reich in einem recht elenden zustande, ohne Hand-lung und lebens - Mitteln, auch von leuthen entblößt war, undnoch immer von der starcken armee, die der König wieder zu-sammen gebracht hatte, sehr gedrückt ward. Man gab ihmauch schuld, daß er nun, sonderlich durch Veranlassung des be-kanntenHerrn von Görtz,der seil seiner rückkunft aus der Türckeymehr als alle Schweden bey ihm galt , auf unbillige undwunderliche mitte! seinen feinden zu schaden gedencke, und sichnicht allein mit Philippo in Spanien, sondern auch mit demPrätendenten von Engelland eingelassen, und durch seine Ge-sandten eine verrätherey unter den Engelländern angesponnenhabe, weswegen der Graf Gillenburg in Engelland, und Görtzin Holland in arrest genommen wurden, worüber bald grosseweitläuftigkeit entstanden wäre, wenn nicht Franckreich die fa-che vermittelt hätte. Er ließ auch durch den Baron Görtz mitDem Czaar aufder insul Aland geheime Handlung pflegen , dieaber durch seinen tod abgebrochen worden, und so geheim ge-blieben sind, daß man nicht weiß, ob in ernst an einem friedengearbeitet, oder der Czaar von den Schwedischen MlMri8 nurvergeblich aufgehalten worden. Es hatte mittler zeit der Königfast z. jähre nichts rechts gethan, sondern nur stets seine feinde,und sonderlich die Dänen in allarm gehalten. Endlich brach erer im nov. 1718. bey Swinesund in Norwegen ein, nachdemkurtz vorher eine andere armee dieses Reich oben von Iempter-land angegriffen, und sich im Ärontheimischen gesetzt hatte.Der Konig that einen unsäglich beschwerlichen marsch, der ihmviel leuthe kostete, und belagerte im dec. Friedrichshaü. Erschonte da seiner person gantz nicht, recognoscirte oft die contre-scarpe selbst, und war stets in den laus-gräben. Als er sich nunden n. dec. abends auch dahin begeben, und über die brust-wehr gegen das Dänische köre hinaus sahe, ward er mit einercartetsch - kugel m den köpf geschossen , daß er auf der stelle undzwar stehend und sich auf die brust-wehr lehnend todt bliebe; da-her auch dieses ungluck von denen nächst - stehenden nicht also-bald soll seyn beobachtet worden. Die Schweden haben so-dann die belagerung aufgehoben, und die leiche ist nach Stock-holm gebracht worden. Er starb »„vermählt, und ließ eine ei-nige fchwester Ulrica Eleonore an den Erb-Printzen von Hessen-Caffel vermählt, welche dre Schwedische Crone nach ihm erlan-get. Es war dieser Konig em gantz sonderlicher Herr. Vonjngend auf ließ er eine grosse unerschrockenheit spüren, und sannmit fleiß auf allerhand halsbrechenden zeit-vertreib im reuten undjagen, welches sich hernach, nachdem er in kriege verwickeltworden, noch mehr geäussert, da er immer das groste Hertz beyseiner armee gehabt, und keinerlei) gefahr gescheut, auch öftersderselben noch darzu trotz geboten, immer in den vordersten glie-dern mit gefochten, auch das zuerst aufgebracht, daß man denfelnd, ungeachtet seines geschosses, mit dem degen in der faustangreiffen M- Seinen leib hatte er zeitlich abgehärtet, wie ersich denn vcelmal im Winter im eis - kalten Wasser gebadet, undvon allem zärtlichen und weichen Wesen,^wAenchm denn hernach die grösten bemühungen gantz leichtangekommen, als er 19. jähr nach einander in steter bewegung
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und unruhe gewesen, und dabey nie sonderliche bemiemlichkeitgesucht. Frost und Hitze, Hunger und durst waren ihm einer
und blieb er in allen diesen gantz unempfindlich. Sonor .
Hat es ihm in starckem reuten niemand von den stuugen » .thun können. In der arbeit war er nie müde, undche selten durch einige ergötzlichkeiten, ausser etwa durchsspiel oder spatzieren reuten, zu verändern. Auch seineritte, die er anstellte, wenn er etwan an einem orte inni -gen muste, absonderlich zu Benber, waren so beschaffen,er die gefährlichsten Wege auf bergen und felsen suchte, vmn>.wie er sagte, der ungemächlichkeiten der feldzuge nicht emw ^te. Dieses alles nun, und weil er beständig im kriege »esmachte, daß er keine Zierlichkeiten der Höfe an sich halte,wol er doch über seiner Hoheit und ansehen sehr zu halten wm ^welches er sonderlich gegen die hochmüthigen Turcken vie»> ^erwiesen. Er redete wenig, und wenn er tafel hielt,war aber v oller gedancken und Überlegungen. Seine enuw ^jungen und ausführungen waren geschwind, dadurch ein-meistens über seine feinde den Vortheil erhielt. Was erM ^ja-mal vornahm, muste durchgetrieben werden, so viele Ww'ketten sich auch dabey ereigneten, und wenn er gleich w^^ier an einem andern orte schaden litte, ließ er doch von ^Vorsätze nie ab, dadurch er zwar im anfange viele vortv»'langt, aber hernach auch desto unglücklicher worden.tesdienste versäumte er nichts, und muste derselbe beymee allezeit aufs genaueste beobachtet werden , er selbst Wimmer viel zu beten pflegen. Zur raachgier ist er sehr MWesen, wie solches die harten urtheile, so er über die vc, ^Generale Patkul und Paikul ergehen lassen, ingleichen dlev.^nackrgkeit, mit der er feine kriege fortgeführt, ob er Ww esUnglück vor äugen gesehen, bezeugen. Es scheint jedvw ^sey diese eigenschafft bey ihm nicht sowol von natur, ,
dem langen soldaten - leben, das sein gemüth, wie ve>> ^mehr und mehr abgehärtet , hergekommen , und zuM - M,die vielen und »»gemeinen Widerwärtigkeiten, die ihn erv ^vermehrt worden. Ausführliche lebens - beschrelvu>w.^,,sroll x//. in zehrn theilen. Schmaussens leben undthaten Carls XII. n/ ok Llmrles XII. ^campsZnes 6 s Lllarler XII.
Röntge und prinyen von Spanien.
Larolus 1. siehe Larolus V. Römischer Kayftr.
Earolus II. ein söhn Philippi IV. und feiner andern s Mlin Mariä Annä , des Kaysers Ferdinandi III. tochttt - fla-chn den 6. nov. an. i6üi. gebohren, wiewol in sofl" „W Echen leibes-constitution, daß er vor dem zehenden jayrr'' When können, auch lebenslang meist krancklich gewA'ssjcht 4 'sein vatter den 17. sept. an. 166;. starb, war er »oa-' Derjähr alt. Da denn nach dem vätterlicheu testament Eals Regentin des Reichs die vormundschafft ubernaw'^ Mzwar so, daß der Ertz - Bischofs von Toledo, derCastilien, der Vice-Cantzler von Aragonien , und der^EInftuit>wr,ingleichen noch ein anderer Grosser vonSb ^ Mein Staats-Nath der Königin mit rath an die Hand gAten. Allein die Königin machte es nicht nach der Spaws.stnne, indem sie ihrem Beicht - vatter, dem k. Neidyar ^BTeutschen Jesuiten, allzuviel einräumte, ihn naturaui' Mf'!wichtigen einkünften versähe, nichts ohne ihn that,durch ihn verschiedenes ausmachen ließ , dabey rr u^
wichtigen einkünften
durch ihn verschiedenes ausmachen ließ ,fragen durfte, und durchgehends so viel blicken ließ,über alle Spanier, auch gegen ihren danck zu erhebenwelches, ob man gleich einige mit guten motten uno^ gEgen zufrieden sprach, doch l ' ^
machte, und sonderlich des
.. bey den meisten Grossen bo^s^ ^.
Iuan^bew-n,-''^^"^^ vorigen Königs natürliche»/Agraru beaeben^ Hofzu verlassen und sich nach
reich in ^ hernach, als der krieg w/Asfts
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Ken^iedett^i^k ^ das sogenannte jns äsvolucioms
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Auch ausser diestm vorwande durch den von Auersberg' „jersp/ffuwMhen Gesandten künste abgewendet ward,veyzustehen. diesen umständen giengen m einem 'vesI Platze m Flandern fast ohne widerstand, undarauf binnen 1^. taaen die aaritze Grafschasst Burs"^Hre»
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darauf