Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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A"/vlcher noth berufte die Königin den V. Juan wie-da den» xv^bes Reichs angelegenheiten mit ihm zu überlegen,Niacht >^Ä> siin einrathen zuförderst friede mit Portugall ge-reich ' w welchem die Spanier alle anspräche auf diesesdMi-V^n liessen, hingegen sollte v. Juan mit einer starckenHanden ^^chülffe als General-Gouverneur nach den Nieder-Neidk.^'^eln, wodurch ihn die Königin zugleich von dem k.sich, jnx^ntfernen wollte. Allein dieser zug gieng nicht vorWohl Juan, der das absehen, so man mit ihm hatte,dr»ß b'fss/e, sich kranck stellte, und von der Regentin aus ver-Ler bekam , wieder nach Consuegra zu gehen , undbald b->.n 2 sich auf 20. meilen nicht zu nähern. So ward auchAachen zwischen Franckreich und Spanien an. 1668. zuFlankn!^e gemacht, darinne man den Franzosen, die inililierijl" weggenommene städte überließ. Indessen währten dieendlich ^"Listigkeiten noch immer fort, und muste die Königinbey 1669. den k. Neidhart aus dem Reiche schicken, weilDtadrk c ^ung des 0 . Juan mit compagnien reuterey zuaber, -«.Mein aufruhr entstanden wäre, denPrintzen selbstschieden^ "Zimmer fortfuhr, schriftlich auf abstelluna ver-""derer fehler im rchiment zu dringen, machte sie zumer eat^uo in Aragonien, Catalonien und Valencia, damitWvcht-^V befriedlgt, oder doch von Hofe abgehalten werdenMdjsH -«ald darauf ward Spanien von neuen in den Nieder-d"niai, !>°wg verwickelt, den Franckreich an. 1672. anfieng,Zu aacbV" der Spanischen regierung schuld giebt, sieseyall-baile«"M gewesen, die tripel-alliantz bey ihrer vestigkeit zu er-Hinqxg.wdem es ihr sowol an thätigkeit als an gelbe gefehlt.MUdhaff, ^"uen die Spanier bey entstandenem kriege destohvr, djUcer, und gaben den Französischen Versuchungen kein gr-Ulitertz^s^u einer off-und defensiv-alliantz gegen die HolländerSey bew- ^lhafftigen erbietungen, zum theil auch mit drohun-aey sollten, und traten hingegen mit dem Kayser undgrill« , x!" 3 ten Niederlanden in ein bundnis, zu ihrer vertheidi-gt ich^"lssdenn an. 167;. der krieg angekündigt ward, wel-sich vor die Spanier nicht gar glücklich lief. Del

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»cy Spanier mcc,i 4^,. Denn ob

Uch dvch Ä m möglichste Verfassung gesetzt hatten , konnten sieiu beqch„^" starck genug machen, den feinden an allen ortengch Zumal da an. 1674. und also im anfange des kriegsrU hülffe ? "L m Sicilien aufrührisch ward, und die Franzosen«-SvanjA' die sich auch daselbst etliche jähr aufhielten, undsiks is-,8 A chse kräffte zertheilen, bis sie um das ende des krie-g biesM??wilien gutwillig verliessen. Solcher gestalt verloh-diesem kriege die Graffchafft Burgund, Lim.^"lochen , Cambrai, Conde , u. s. f. ingleichen in

« 'fast a-?-A^rda, und wurden, weil sie keine rettung sa-N tv«r -"Authlgt einen frieden anzunehmen, so gut er zu krie-M rvoo'o m den Niederlanden konnten sie mehr nicht,U"zv<en',-W"" halten, in Catalonien waren ihnen 12000.Ml das aWrlegen, und ihren bunds - genossen waren sie fasts^öaeud „gste der versprochenen geld - hülffe zu haltenRätb-« Welcher ohnmacht willen einige von den Spani-derlaub^L"^ m Vorschlag brachten, man solle die gesamteng" suchen mhren lassen, und etwan Roußillon davor zu bekom-vhnsr>°» ^ wenigsten wandten sie es zur Ursache vor, alsdi?nH°lländ^« deytritt der übrigen Alliirten zu erwarten, nebstMit Franckreich verglichen, und an diese Croneysss Ou,ex"N Burgund, Cambrai, Valenciennes, Ipern, Aire,/„.""gen ^ nebst noch einigen andern Niederländischen

Mittler zeit war eine merckwürdige ver-vorgegangen, indem 0. Juan, wie ereinten. ^ '».das heft von der regierung in die Hände be-dU.""der» Neidharts Vertreibung hatte die Königin

».„Wen a, ^?nng, nahmens Valenzuela, angenommen, undbe^Mcn ra>i^».^^ben, daß er auch Grand von Spaniendi?>""ste "nge war, und bey Hofe alles nach seinem willen ge-ratk^aufentAu.^ denn viele Grossemit v. Juan, dem ohne, e"lt zu Saragossa nicht recht anstund, heimlichyA Nach sxi.,,?^ dey dem Könige so weit brachten, daß derlyncht ll. ^!!?„asgenwart ein verlangen bezeigte, auf welchesihMng. ^ an m ansang des jahrs 167,7. von SaragossaNur^"rer mrulÄ^r zeu hatte man dem Könige die vormund-ihr , ^erhaßt gemacht, und vorgestellt, daß er nicht?in V des>vea,n dern auch unter bemeldtem Valenzuela stehendem« 5nstdF!!^ denn, ungeachtet aller sorgfalt derKöni-"ack Mast x^Mts mit einem seiner Cammer-Junckern,ausse r» ,?"en Ret^ü^^und in einen Mantel eingehüllt zu suß bisbihKm kamen n«^"S,allwo so bald die Grossen hauffen-wei-S«sin vonN?uchv. Juan sich einfand auf dessen rath8-N den PhjL S Toledo geschafft, ihr favorit gefan-Der b^n vom Lof-"-^n msuln gefuhret, und die Herren, soehe reiste M^ntsernet gelebt' zurück beruffen worden."chnA beschwornen Aragonien, in diesem Königrei-d>shx,."' Und v. ^Hecken des uolcks die Huldigung cinzu-bm yj ^ugerissene fÄ" sich fortan mit fleiß bemühen , diesichvbe« ^ef gewurk-,4" verbessern. Allein, es waren diesel-^Sey u,«derden. <7y^^.'.als daß sie auf einmal hätten könnenZar üb'?" bald weM-,^"" des volcks Hoffnung und gunst^sien «.segnete ,»n« ^Arl er auch der Königlichen Mutter^ die t 2 nothwendig viele Grossen vor den köpf

^ld Asnommenen gn^°N'hrem anhange waren , theils bey^"e Parze« a nuderung im regimente litten, fieng sich

pegen chn hervor zu thun, die dem jungen

Könige viel von der oberherrschasst, so sich v. Juan über ihnheraus nähme, und von zurückberuffung der verwittibten Kö-nigin vorsagte, und ihn zu bereden suchte, daß er künftig selbstregieren sollte, unter welchen der k. Relux, ein Dominicaner,des Königs Beicht-vatter, auch war, dem doch v. Juan zu die-ser stelle geholffen hatte. Sie brachten es auch dahin, daß derKönig zuweilen einige Verdrießlichkeit gegen ihn blicken ließ, und0 . Juan aus empsindlichkeit über feinem wanckenden glücke an.1679. starb. Gleich darauf begab sich der König zu seiner Mut-ter nach Toledo, holte sie wieder nach Madrid, und fieng an ingrosser Vertraulichkeit mit ihr zu leben. In eben diesem jährevermählte sich der König mit des Hertzogs von Orleans seinerPrintzeßin, Maria Ludovica, welche Heurath ein werck des IXJuan war, der sie schon seit an. 1677. aufgeworffen hatte. Vor-her war der König mit der Kayserlichen Printzeßin, Maria An-tonia, bereits verlobt, und die ehe - stiftung verfertiget gewesen.Bemeldter Prmtz aber, der um der verwittibten Königin wil-len , dem Kayserüchen Hause nicht gut war, hintertrieb diß, undlenckte des Komgs Hertz unter dem vorwande, daß dadurch da-friedens-werck befördert werden könne, nach Franckreich , wie-wol viele Spanier damit nicht zufrieden waren, und die Fran-zosen auch der Cron Spanien wegen dieser Verbindung so wenigeinige bessere bedingungen zugestehen wollten, daß sie vie6mehr derselben die einwilligung in diese Heurath als eine wohl-that anrechneten. Im regimente versprach man sich zwar eineheilsame änderung, es gieng aber damit sehr langsam zu. Dennder König konnte selbst nicht regieren, und sich auch lange zeitnicht entschließen, wem er sich vertrauen, und ob er eineaufrichten, oder einen krivaäo annehmen sollte. Mittlerweileblieb alles liegen, und das elend nahm in allen Spanischen län-dern mehr und mehr überhand, zumal wegen der Unordnungin der müntze, da man vor etliche Millionen kupfer - geld ge-macht , und solches nun nicht wieder einlösen, auch dem sehrhohen werthe des geldes, jö wegen vieler falschen müntze überdie helfte gestiegen war , anders nicht steuren konnte, als da-durch , daß man es auf einmal herunter setzte. Als aber dienoth immer grösser, und die angelegenheiten des Reichs drin-gender wurden,ernennte endlich der König an. 1680. den Hertzogvon Medina Celi zu seinem vornehmsten Minister, der zwarnicht ohne Verdienste, aber von allzuweniger erfahrung undnicht feurig genug war, die nöthigen Veränderungen einzusehenoder durchzutreiben, da er zumal alles allein thun wollte, zu ge-schweige» , daß ihm auch die Verwirrungen des Hofs, bey denener immer wegen seiner eigenen vertheile besorgt seyn muste, nichtviel zeit vor das gemeine beste übrig liessen. Daher war auch sei-ne Verwaltung voller beschwerungen von grossen und kleinen,und wollten die Unterthanen etliche mal gar schwierig werden.Inzwischen hatte Franckreich seit dem Niemägischen friedenschlechte Mine gegen Spanien gemacht, die grentz - scheidung inden Niederlanden aufgehalten, allerhand beschwerungen wtderden Spanischen Hof gehäuft, und durch seine bekannten reu-nionen immer weiter um sich zu greiffen getrachtet, auch würck-lich im Luxemburgischen und m Flandern feindseligkeiten ausge-übt. Sonderlich brachen die Franzosen an. 168;. los, da sie nichtallein das platte land in contribulion setzten, sondern auch Cor«tryck und Dirmüden mit gewalt einnahmen, unter dem vor-wande , daß sie wegen, ihrer bisherigen ansprüche keine gnug-thuung hätten erhalten können, deswegen denn Spanien end-lich in diesem jähre den Franzosen auch den krieg ankündigen mu-ste. Allein,da an. 1684. auch Luxemburg an die feinde übergieng,dazu dem Kayser die Hände gebunden waren, und weder vonTeutschen noch von den Holländern hülffe zu gewarten stund,sahe sich Spanien genöthigt, den zwanzig-jährigen stillstand, dendie Holländer zuerst eingegangen, anzunehmen, und Luxemburgin demselben an Franckreich zu überlassen. Bald nach diesemstillstände 168;. legte der Hertzog von Medina Celi, weil er bis-her vielen haß auf sich geladen,und absonderlich mit der regieren-den Königin zerfallen war, seine bedienung, als vornehmsterStaats - Minister, nieder, und der König entschloß sich , dteregierung künftig selber zu führen, wiewol er solches nicht ver-mögend war. Jedoch setzte er keinen prlvzäo mehr, und wardauch in allen Lollegüs, um die unnützen besoldungen zu ersparen,eine grosse Veränderung vorgenommen. In eben demselben »ahrewurden einige Franzosen beschuldigt, sie hätten die Komgm un-fruchtbar gemacht, und den König mit gifte vergeben wollen ,weswegen etliche auf die folter kamen, und zuletzt aus dem Rei-che verbannt wurden. Selbst die Königin muste alle rhre fran-zösische bedienten, bis auf einen einigen koch, von sich lasse».Es kan seyn, daß diese beschuldigung von dem ordentlichen hasseder Spanier gegen die Franzosen ihnen aufgebürdet worden, dersich, feit dem die Königin ins land gekommen war, gegen sie undihre leuthe schon vielsältig geäußert We. Zum wenigsten wares nicht möglich, zwischen bchdm Mlche^vernehmen aufzurichten, und vv" französischer feite

nicht aus,den Spaniern lmmer mlt neuen forderungen zuzusetzen.Diese liessen sich hingegen an. i686.wegen desBurgundischen krei-ses in das Augspurglsche bundms em, wodurch sie die Franzosenvon neuen rechten. Es mochte auch wol der Marquis von Ga-stanaqa, Spanischer Gouverneur in den Niederlanden, dem Kö-nige Wilhelm bey stimm zuge nach Engelland Vorschub gethanhaben, zum wenigsten wollten die Spanier, als Franckreich an.1688. wieder aufdie Holländer lösgteng, von keiner Neutralitäthören,und wurden also von neuen m den krieg verwickelt,dagegen

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