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seiner jugend legte er sich mit grossem fleisse auf die studien,Davon er auch unterschiedene proben, sonderlich in dem tra-ctate äs Lvmkolis Lkriüi-rnis, welchen er unter dem nahmenklülotkei heraus gegeben, abgeleget hat. Als nachgehendssein vatter an. 1680. starb , befand er sich in Engelland, da erden einen tag von der Universität zu Oxford mit dem voÄor-titul beleget wurde, den andern die post empfieng, daß ihmdie regierung Heimgefallen, und den dritten von Carolo II. denRitter-orden des Hosenbandes bekam: ausser welchen er auchden Königl. Dänischen elephanten-orden getragen. Da er nunnach dem tode feines vatters die regierung antrat, machte mansich von ihm wegen seiner gottesftircht und gelehrsamkeit unge-meine Hoffnung; doch selbige wurde gar bald durch dessen früh-zeitigen tod, welcher den 16. may an. 1685. erfolgte, unterbro-chen. Sein tod war den Unterthanen um so viel schmertzli-cher, weil er keinen erben hinterlassen. Denn ob er gleich an.1671.mil Wilhelmina Ernestina, Friderici III. in Dänemarcktochter, vermählet wurde; war doch diese ehe unfruchtbar.Über dieses machte die Cron Franckreich nach dem tode diesesChurfürsten eine prätenfion auf die Pfaltz wegen dessen schwe-ster Charlotta Elisabeth«, welche an den Hertzog von Orleans. verheurathet worden, und ihr vermeyntes recht dem Königein Franckreich soll cedirt haben, so zu dem erfolgten kriege,darinnen fast die gantze Pfaltz in staub und asche gelegt wor-den , gelegenheit gegeben hat. Es wurde auch nach seinemtode dessen gewesener Hof-Prediger Johann Ludwig Langhausbeschuldiget, als wenn er ihm zu einem nachtheiligen testa-mente, ehescheidung und andern gefährlichen dingen gerathen;dannenhero er an den pranger gestellet, und nach Tnelsbergzu einem 20-jährigen gefängnisse verdammet wurde, worauser durch die Franzosen nachmals befreyet worden, und nachBasel gezogen , allwo er ohne sich mit jemand bekannt zu ma-chen , noch verschiedene jähre gantz still, auch wie es schiene,in beständiger besorgung einiges aufsatzes gelebt, und letztlichauch verstorben, da es ihm im übrigen an guten Mittelngar nicht gefehlet. Lebens-geschichte Carls, rc. *
Ertz-Hertzoge von Oesterreich:
Carolus I. siehe Larolus V. Römischer Kayser.
Carolus II. Ertz-Hertzog von Oesterreich, der dritte undjüngste söhn des Kaysers Ferdinandi I. wurde zu Wien denjun. an. i?4o. gedohren, und that in seiner jugend eine reisedurch Teutschland, Italien und Spanien. Er wurde auchzu unterschiedenen wichtigen Verrichtungen gebraucht, darin-nen er sonderbare proben seiner geschicklichkeit ablegete. Inder theilung der vätterlichen erb-länder bekam er Stcyermarck,Kärndten und Crain, nebst der Grafschafft Görtz, daher vonihm die Steyermarckische linre ihren Ursprung gehabt, gleich-wie von seinem bruder Maximiliano II. die Böhmische, undvon dessen andern bruder Ferdinands die Tyrolische oder Jn-spruggische; welche zwey letzter» aber ausgegangen , daß alsodas Ertz-Haus Oesterreich nur noch in den nachkommen die,ses Caroli fioriret. An. 1564. kurtz vor dem tode seines vat-ters Ferdinandi, ließ er sich in den ihm zugefallenen provin-tzien huldigen, und zwey jähr darauf, an. i;66. dirigirteer die Versammlung der Ungarischen Stände, welche wegendes Türcken-kriegs zu Preßburg zusammen kamen. Er befreye-te auch Oesterreich von den Türckischen streifereyen; wie erdenn in Crvatien bey dem flusse Kulpa eine vestung erbauete,um dadurch diese provilitz vor den Türcken zu bedecken, dieer nach seinem nahmen Carlstadt nennen ließ. Im übrigen,da er den einwohnern in der Stcyermarck die religions-srey,heit verstattet hatte, wollte er ihnen an. i;8o. solche wiede-rum entziehen. Doch ließ er sich endlich begütigen, und er-laubte auch dem Rathe und den einwohnern der stadt Grätz,sich ihres öffentlichen gottesdienstes zu bedienen, wie ihm dennr. Millionen ducaten erlegt wurden, damit er die privilegienwegen der religions-freyheit bestätigte. Er hat sonst an. r; 86.die Universität zu Grätz gestiftet; und als sich an. i z yo. verschie-dene erdbcben in den Oesterreichischen landen ereigneten, thater eine wallfahrt nach Marien-Zell. Weil er aber einen ziem-lichen weg zu fusse gegangen, wurde er darüber dergestalt ab-gemattet , daß er in eine kranckheit fiel, und wenig tage nachfeiner znrückkunft nach Grätz den 10. jul. an. izyo. starb.Seine gemahlin war Maria, Hertzogs Alberti V. in Bayerntochter, mit welcher er an. 1570. beylager gehalten, und dieden ;o. apr. an. 1608. gestorben. Sie hat i;. kinder zurWelt gebracht, von denen zwey söhne in ihrer jugend, und4. töchter im ledigen stände dieses zeitliche gesegnet. Die zu er-wachsenen jähren gekommen, sind folgende: Anna, gebohrenden 16. aug. i;7z. ward an. izyr. Königs Sigismundi III.in Polen gemahlin, und starb den 10. febr. an. 159;; Ma-ria Christina, geb. den io. nov. an. 1574. ward an. 1595. anSigismundum Bathori, Fürsten von Siebenburgen, vermah,let, hernach aber wieder von ihm geschieden, da sie sich tnden geistlichen stand begab, und an. 1621. den 6. aprilzu Halle in Tyrol starb. Ferdinandus II. gebohren an. 1578.ward Römischer Kayser. Maximilianus Ernestus, gebohrenden 17. nov. an. i<; 8 z. ward Bischofs zu Passau, und starb an.1616. Margarelha, gebohren den 2;. dec. an. 1584- ward an.1599. an Phlllppum lll. König von Spanien, vermählet, undstarb den ;o. vct. an. 1611. Leopoldus, gebohren den 9.sct. an. i?68, ward Bsschoff zu Straßburg und Passau; gab
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aber hernach den geistlichen stand auf, und regierte m Ty
bis er an. 16;2. starb.. Constantia, gebohren den 24. vcc. .i;88. ward nach ihrer schwester Anna absterben an. 160?.^
nigs Sigismundi III. in Polen zweyte gemahlin, und »aroio. jul. an. 16; 1. Maria Magdalena, geb. den 7-1589. ward an. 1608. an Cosmum II. Groß-Hertzogrentz, vermählet, und starb an. i 6 zi. Carolus waro ^seines vatters tode den 7. aug. an. 1590. gebohren, vonhernach. WNLle8 Lsrintkise, llb. XII. c. ^
bist. lch. X. Crain. arborewm ^
äs orig. äomu8 Hiibssmigo-stustriacLe.hüllers annal. Lc.
Carolus, Ertz-Hertzog von Oesterreich, Groß-Teutsch^ster und Bischofs zu Brcßlau und Brixen , rc. war ein 1 ^des vorher gedachten Caroli II. nach dessen tode an.
Grätz gebohren. Weil er in seiner jugend believung zu ^geistlichen stände bezeugte, wurde er an. 1608. den r 7 -zum Bischoff von Brcßlau, und an. 161;. zum BssawvBrixen erwehlet. Er bekam auch an. 1618. nach am«seines Vetters , Ertz-Hertzogs Maximilians die Admimmß x,des Hochmeisterthums in Preussen, und des TeutstiMu ^thums in Teutsch-und Welschen landen; nachdem fsoz, .nach absterben seines bruders Maximiliani Ernesti dieies ^ AmeisterthumsLoaäjutor gewesen. Im übrigen bezeigtesehr eifrig gegen die Protestirende religion, und ließ an.zwey burger zu Muße enthaupten; wiewol er sich enticyu ^te, daß er sie nicht wegen der religion, sondern wegenungehorsams und ausgestossenen droh-worte hättesen , worauf ein bürger und weißgerber aus der stadttau, Johannes Rotter, der sich göttlicher offenbarungente, viel hartes prophezeyete. Da nun der BöhnnMangieng, bemühete er sich sehr die Schlesischen F"E'Stände in Kayferlicher devotion zu erhalten. Als er ao^.spürte, daß sie dennoch den Böhmischen Ständen beM zst.ten, begab er sich zu seinem schwager, SigisniMw ^ ^nach Warschau, und bemühete sich von dar aus dieft um MNheben , wiewol vergeblich. Unterdessen kamen die SE^steNAbgesandten von Prag nach Hause, da sich denn dieund Stände zu Brcßlau versammelten, und in einer >wtigm deductions-schrift die Ursachen, wärmn sie si«>.Böhmen verbunden, anführten, zugleich aber geimfie^ ^her ihrer conföderalion verordneten. Diese nun brachte«.,hin, daß sich auch alle Catholische Geistlichen zu der cE^w-tion bekannten, und mit einem eyde nichts darwroer ^nehmen verbunden. Das Dom-Capitul war nicht dav«geschlossen, und die Lutherische religion wurde v"wieder eingeführet. Hierüber beschwerte sich nun X ^Hertzog Carl aufs äusserste, und wurde von dem packPolen ein geheimer 8ecret-rriu8 an den Hertzog Chrw"
Brieg abgefertiget, den Schlesiern dieses verfahrensen, und ihnen zu bedeuten , daß das BischoffthuM A. vonunter das Ertz-Stift Gnesen gehöre, und also der Kd« vollstPolen Schutz-Herr darüber sey. Zugleich schlug nwfriedens-puncte vor, und weil keine grosse Hoffnungwollte der Bischoff Carolus aus eigenen UnkostenPolen werben, welchem beginnen sich aber einige ^ ,,eßfMagnaten widersetzten. Da dieses vorgieng, kam M'Böhmische König Fridericus nach Schlesien, und w»daselbst gehuldiget. Da aber an. 1620. das gluckwa> ^der Kayser Ferdinandus II. den sieg auf dem weihenhielte, kam auch Carolus wieder nach Schießenschoffthum. Im übrigen ließ er sich von seinem bruder ä ^ fairdo II. dahin disponiren, daß er sein antheil an OeM. ^,ugc>ren ließ, und mit der Marqgrafschafft Burgau un ^ Eintraden in Schlesien vergnügt war. An. 1621.wurde er zum Chor-Bischofs zu Cöln erwehlet; mverlangte Philippus III. in Spanien, daß er zu /ffAernebArund die stelle eines Vice-Königs von Porkugall « >puEwsollte. Da er nun den 14. nov. zu Madrid anlang / welch ,den 19. mit einem hitzigen fieber überfallen, « c. ^er den 16. dec. starb, Schles. ehro«.
Lc. bist. Ich. V. c. 2z. CUt ^
chron. HOLT -lä Henelü 8i1eüo§r. reno .
Carolus Iosephus, Ertz-Hertzog von Oesterreich- gsiAKaysers Ferdmandi III. von ferner andern gem^er/,^.Leopoldina, Ertz-Hertzogs Leopoldi zu IuiP^ ^,g. ast-^pßßhalb-bruder des Kaysers Leopoldi, wurde den 7 - ..^anMvyssgebohren. Nachdem er in seiner jugend um^, Zseines Vice-Hofmeisters und Inkorm-ltori8, >r> . yen«'! aß-Kinners von Löwenthurn, einen guten grunv mavgeleget, creirte ihn im i z. jähre seines atters an ^ GKc-1662. seines vatters bruder, Ertz-Hchtzog ^op A^nieGroß-Teutschmeister, rc. zumthums, und Ritter selbigen ordens. Und als r v^bjchelmnov. desselbigen jahrs Ertz-Hertzog Leovolo^ siiiieM js Mzeitliche gesegnete, succedirte er rhm vollia ^ stelle
Teutschmeister - amte, wurde auch an dch UlleM F'nnn cnnssa» und Breßlau erwehiei.^ ^ l>^
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schloffen. Lucä Schlesische chron. xas- 444