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Zweyter Theil. Bi - C.
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tzE Älizbur. /ttr^^/rr uotit. krocsr. tom. I. csputs. u. r.

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Hertzog von Cleve.

^kidericus, ein söhn Wilhelmi, Hertzogs zulochte ! und Berg , von Maria Kaystrs Ferdinandi I.

lern älterer bruder Iohannis Wilhelmi des letz-

üebnk^E lleschlechts , war ein Herr von vortreflichen gaaben,

>ana'«»'A"^. apr. an. 15^. Nachdem er sich drey jährirte w 0 " Hose des Kaysers Marimiliani aufgehalten, reistio xm l. ^as jubel-jahr nach Rom, und ward von Grego-re am!' ^rrlich empfangen. Von dar begab er sich, umder na!s?UÄon zu besehen, nach Neapolis, als er aber wie-salle„ k lwm gekommen, wurde er von einem fieber über-ihn er den 9. febr. an. i??;- starb. Pighius, der

sein L reise nach Rom und Neapolis begleitete, hattig - und seine reise in einem eigenen tractate weitläus-kriirojl- stben, unter dem titul: Heroules kroäiLius, seujuventutis Vits <L keregrmstio. 2^»«». lilr. I.XI.

Heryoge zu würtemberg:

gaw^oius Maximilianus, Hertzog zu Würtemberg-Stutt-. ' verstorben an. 1689. (Liehe würtemberg.

Her Alexander, Hertzog zu Würtemberg, Kayserli-alteste ^.des H. R. Reichs General-Feld-Marschall , war derElevnnMu Friderici Caroli, Hertzogs zu Würtemberg, undBrandt ^ulianä, einer tochter Alberti, Marggrafens zuden bmü?"Vg-Anspach, die ihn an. 1684. den 14. jan. geboh-e, Nachdem er in dem Fürstlichen LollsZio zu Tü-M Zeitlang den studien und Ritterlichen leibes-übun-!aad,„»eiegen, wohnte er an. 1695. und 1696. in den Nieder-u»d 1697. aber am Ober-Rhein den feldzügen bey,Unter-Acbey eroberung der vestung Ebernburg.in derst> wohl, daß ihn der Kayser zum Obersten über einar,ne/!" ^ fuß bestellete. An. 1698. befand er sich bey derbesonn^, Ungarn, und legte in der action bey Temeswar gantzAb ex stoben von seiner hertzhafftigkeit ab. An. 1699. be-«nf erst!,!?, "^ch Hofstein, hatte aber, wegen des gleich dar-ruzeiaen.^ friedens, keine gelegenheit, seinen HeldenmuthVvns-kri-^ voran es ihm hingegen in dem Spanischen successTeutom^!."st fehlte; inmassen er von an. 1702. bis 1704.^vy an , von an. 170?. bis 1707. in Italien, und^Atzten,,°8. bis ^ 2 ' in den Niederlanden fast bey allen, tzlgedack!-» Belagerungen gegenwärtig gewesen. In diesemder b!>!«, , !5hre, und zwar den 28. octobr. bekannte er sichAral-Feln U."sHon religion. An. 171;. ward er Reichs-Ge-Mdar,, ^.vschall-Lieutenant, und beschützte die vestungMget, 'Worüber er schon an. 1709. das Gouvernement er-^stvetivt, !!. grosser tapferkeit, muste sie aber den 20. aug. auf^d Peterm!.^?^' An. 1716. den;. aug. that er in der Macht^runq ^vdein den ersten angriff, legte auch bey der bela-Mübex" Temeswar solche ehre ein, daß ihn der KayserAtte. An Gouverneur und zum General-Feld-Marschall er-^Mandü ' suhlte er in den trencheen vor Belgrad dasrs. ' u.ud hatte an dem siege, welchen die Kayserlichenr7i» ,^"?er die Türcken erhielten, nicht geringen antheil.er Gouverneur von Belgrad, an. 1719. Ge-Mgen K^udant des Königreichs Servien und Präsident derMserl.'äxUUtchen landes-regierung, an. 1720. würcklicherKMes. A^mer Rath, und an. 1721. Ritter des güldenenrü^udovict^?^ gelangte er nach seines Vetters, Eberhar-des so den ?i. octobr. erfolgte, zu der regie-

Mogthums Würtemberg , nahm an. 1754. denden "utcrtham "g^d die landes-huldigung ein, und gab sei-foMp" die Versicherung, daß in der religion keiner>/d zwar den vorgenommen werden. In eben diesem jähre,lan. erwehlte ihn der Schwäbische KreisN^l-FeKWall, wozu er auch den 21. may die Reichs-das ^lgendem!^^^^ - stelle erhielt, und sowol in diesemrMn^Mliiand^K^ bey abwesenheit des Printzen Eugenii,desti^.' Nach «^A^Kayserlichen und Reichs-armee auf sichNennen, MWossenem frieden besetzte er die beyden Reichs-vbst-^irvupp°„'d.pbburg und Kehl, grösten theils mit seinen ei-chp^rbey n,M / und machte sich nach des Printzen EugeniiM ^bNeraM^Ulg Hoffnung, die bedienung eines Kayserli-er 5!«' '7;? d/Euunts davon zu tragen; allein der tod nahm^nd kwx ivunNz"-"Ktz r» Ludwigsburg plötzlich weg, ehetaps"ude>m gewahret worden. Von semer gemahlmzahl^v, aber den ^trckul würtemberg. Er war eindielen« Ven au?^„lachzorniger Herr, hielt eine grosse an-bsiß Lusservrdemii^u deinen, und beschwerte das land mithaan Penheim»- An abgaben, wozu ihn der bekannte Jude,dglim' hauptsächff?", er zu seinem geheimen Finantz-Rath ge-

Würtemb. cedern-

not.' kroc. lib iv. c-lp. ü. x'ag. ^9!

Tarviug 1 ^"^6rafen von Baden:

"^rinz Marggraf zu Baden, Marggraf Jacobs und^rstor c Lothringen söhn. Er bekam das land all««Theil.

ue, nachdem sein bruder Bernhardus an. 14? 9. ohngeheura-thet und im ruffe der Heiligkeit gestorben ; Georg und Marxaber, aus einem rühmlichen eifer vor das gemeine beste, unddamit weder die Fürstliche würde durch allzuviele Heilungen ge-ringes , noch die lande geschwächet wurden, ihre von demHerrn vatter Marggraf Jacob ihnen zugefchiedene mäßigeerbs-portionen ihm gäntzlich überlassen, und jener hernachBischoff zu Metz, dieser' aber esnoMLus zu Straßburg wor-den. Sein anderer bruder Johannes, welcher gleich anfangszum geistlichen stände erzogen war, wurde Churfürst zu Trier,und läst sich anmercken, daß die gute sorge, welche MarggrafJacob vor seine söhne gehabt, indem er sie wider den gebrauchder damaligen zeiten fleißig studiren lassen , nicht ohnfrucht-bar gewesen, inmassen sie fast allesamt, sowol im geistlichenals weltlichen stände zu hohen ehren und ansehen gelanget.Marggraf Carl, als ein schwager Kaysers Friderici UI. warbey diesem m grossem ansehen, wie er dann einen friedenzwischen dem Kayser und dem Grafen von Cilley in Steyer-rnarck stiften halse. Allein eben durch diese verwandtschasstwurde er zu ernem schädlichen krieg mit PfaltzqrafFriedrichenam Rhein, der sonst«, Frldencus ViÄoriolus oder der böseFritz genennet wird, gebracht. Dann als der Marggraf denvielfältigen Kayserlichen mandaten und Päpstlichen bullen zufolge Adolphi von Nassau, Churfürsten zu Mayntz, partey widerden entsetzten Grafen Diethern von Jsenburg ergriff, Pfaltz-graf Friedrich hingegen es mit diesem letzter» hielte, so kames anfangs zwischen beyden Fürsten zu einem scharfen brieftwechsel, welcher endlich auf hitzige anzüglichkeiten hinauslief. Der Marggraf richtete sich nach den Kayserlichen man-daten und Päpstlichen bullen , denen er als ein Christlichergehorsamer Fürst nothwendig aeleben wollte; indem der PapstDiethern von Jsenburg seines stuhls zu Mayntz mit allem rechtund dazu mit bewilligung des Kaysers entsetzt hatte, weil erdie consirmation vom Papste nicht erworben, und die anna-ten nicht zu bezahlen, und dergleichen mehrers nicht zu voll-ziehen gedachte; dem gemeinen mann aber beybrachte, als obihm und seinem anhang vom Papste groß unrecht geschehe,weil er nichts anders thäte, als die ehre und den nutzenTeutscher nation zu befördern; und derohalben die 8 imcklo-uem krsZmsricam in Teutschland einführen wollte, gleichwiesie der König in Franckreich in seinen landen eingeführet:da jedoch im gegentheil der damalige König Ludovicus XI. sol-che mit allem ernst wieder abzuschaffen getrachtet hatte, aberwegen grossem widerstand des Parlements und der Universi-tät von Paris mit seinem vorhaben nicht durchdringen können;und sahe man wohl, daß es dem Pfaltzgrafen nur um seineneigenen nutzen zu thun sey, welches die orte Bensheim, Hep-penheim, Starckenberg, Merlebach und andere, die er vondem Ertz-Stift Mayntz an sich gebracht, bezeugten. Sohatte auch der Pfaltzgräf anfangs sechsten Adolphi partey ge-halten , wogegen aber Pfaltzgraf Friedrich einwandte, er seyedem Papst und Kayser in billigen dingen allezeit gehorsam.Diether aber wäre des Churfürstenthums ohne einige vorhe-rige citation und ordentlichen proceß entsetzt worden, undhabe deshalben sä kspsm melius inkormsnäum appelliret, wo-von der ausgang zu erwarten. Dem König in Franckreichseye frey gestanden fein bestes zu thun, die äsncklonem krs-Lmsticsm wieder aufzuheben. Er werde es aber nicht verge-bens , sondern gegen anderwärtigem mercklichen Vortheil ge-than haben, welches andere leuthe nichts angehe. Es seyewahr, daß er anfangs willens gewesen Adolphi partey zuhalten, und dannenhero sich mit ihm in tractat eingelassen.Er habe aber gleich aespüret, daß wann Adolphüs zumErtz-Stift gekommen wäre, er sich seiner macht nur wider ihnden Pfaltzgrafen und seine lande gebraucht haben würde. DerMarggraf habe ja auch Algesheim von Adolpho an sich ge-bracht. -Er der Pfaltzgraf seye Churfürst, und habe sich dan-nenhero der Reichs-angelegenheiten noch mehr als der Marg-graf anzunehmen. Marggraf Carl replicirte hierwider, derPapst habe Diethern gar nicht übereilt, sondern ihn vorhero öf-ters gantz vätterlich, jedoch vergebens, der gebühr ermähnet.Es gezieme auch ihnen , als gliedern, nicht, über der beydenHäupter der Christenheit, des Papstes und des Kaysers Hand-lungen zu judiciren. Und, was das meiste, so habe ja Dre-ther sechsten sich mit Adolpho über das Churfürstenthum ver-glichen , und feinem rechte darauf vollkommen renunciiret.Algesheim habe der Marggraf im nahmen Adolphi und seinesStiftes innen, um solches vor sie zu defendiren. Was diegerühmte Churfürst!, würde und obliegenhert anlange, so seyebekannt, wie unbillig der Pfaltzgraf fernes bruders unschuldi-gen Printzen davon verdrungen, und sich deren sechsten ange-maßet habe. Nachdem nun kurtz hierauf, benanntlich subäsw montags nach derAuffahrt an. 1462. ein abermaligesmandat vom Kayser an Marggraf Carl, auch Graf Ulrich undEberharden von Würtemberg ergangen, und darinnen denen-selben aufgetragen worden, die Rachs-Hulffe wider Pfaltz-qraf Friedrich aufzubieten, und solchen -wegen seines unae-horsams gegen dem Päpstlichen stuhl und Römischen Re ch«auch wegen widerrechtlichen gebrauchs des Cchurfurstenthumszu.praiuditz semes bruders sohnes, ingleichen anderer aiw-geübtcr feindseligkeiten halber wider die gehorsame RMs-Stande zu exeqmren, oder, wie die Worte des mandats lau-ft» 2 ten,