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sie sich neben andern zu richtern hatten wehten lassen, überPeter von Hagenbach , Caroli Landvogt im Elsaß, welchendie bürger zu Breysach, nach grossem von ihm erlittenen «ver-dräng endlich übermeistert und gefangen genommen , wo-bey dann Hagenbach, als ein gewaltthätiger , tyrannischermann zum tod verdammt, und würcklich gerichtet worden.Worauf in der that die Hertzogliche gegen dem Bischofs undder stadt Basel sowol als wider Mömpelgard, mit rauben, mor-den und brennen feindseligkeiten verübt, die Schwätzer abersolches zu rächen in Burgund eingefallen , des Hertzogs volckin die 12000. mann, als sie Ericourt, damals eine gute ve-stung entsetzen wollten, aus dem felde geschlagen, auch diesenort würcklich erobert. Wiewol sie nun, nachdem sie denHertzog mit aller seiner macht auf sie losbrechen fassen , und wieinsonderheit der Kayser sich ihrer im geringsten nicht annähme,Carolo alle nur ersinnliche satisfaction anboten; wollte jedochdieser davon nichts hören, obwolen zu seinem grösten schimpfund schaden. Denn als er an. 1476. die stadt Grancon mit50000. mann belagerte, ergaben sich zwar die Schwerer aufgewisse bedingung , welche er nicht hielt, sondern ; 00. vonihnen aufhencken und 200. ersäuften ließ. Unterdessen aberkam der succurs der Schweißern an, und schlug die Burgun-dier den ;. mertz aus dem selbe, in welcher schlacht Caroluszwar nicht gar viel volck, aber einen ungemeinen reichthum, derüber eine Million geschähet wurde, einbüssete. Hierauf brachteer noch in selbigem jähr eine armer von 100000. mann zusam-men , und stürmete die stadt Murten ;. tage, als aber den 22.jun. der entsatz kam , aerieth es zu einer schlacht, m welcher dieBurgundier eine grosse Niederlage erlitten, so daß 20000. aufdem trocknen lande niedergemacht, 10000. aber ms Wasser ge-iaget worden, darinnen sie gleichfalls fast alle ihr leben ein-gebüßt, welches den Hertzog Carolum so besturtzt gemacht,daß er sich nach Genf retiriret , daselbst etliche tage innegehalten, und gar nicht wollen trösten lassen. Doch als er sichwieder erholet, brachte er aufs neue eine armee von 40000.mann zusammen, und belagerte die stadt Nancy, weil der Her-tzog Renatus von Lothringen es jederzeit mit den Schweißerngehalten hatte, weil er aber die gantze nacht die stadt stürmenlassen , und auf den folgenden tag den 5. jan. an. .1477. derSchweitzerische entsatz ihm auf den hals kam, so büßte er inKiefer dritten schlacht nicht allein 7000. mann, sondern auchfein leben ein. Es wollen zwar einige, dieser Fürst seye dameuchelmörderischer weise von einem der leuthen des Napoli,Manischen Grafen von Campobasso umgebracht worden. Aberneben dem, daß man hiervon nur ledige muthmassungen hat,und Campobasso mit seiner unterhabenden reuterey schon vor derschlacht von Carolo weggegangen war; so zeiget auch das Har-nisch - hembd, oder die Lotte cie mailie, so in der ausbeute denBaßlern zu theil worden , und annoch in dieser stadt aufbehal-ten wird, daß dieser Herr die rödtliche wunde vielmehr von derhalleparte eines fuß-knechts, als von irgend einem andern ge-wehr müsse empfangen haben, und gleichsam in die Hallepartenhinein mit seinem Pferd gerenpt seyn, Massen der ort, der denuntern leib bedecken sollte,ungeachtet er aus den stärcksten eisernenblechen, die auf einander geheftet, bestanden, dennoch fasteine spannen lang aufgerissen ist. Daß aber dergleichen wun-den nicht wohl von einem dazu bestellten aus den Hertzogliche«selbst könne herkommen seyn, ist sich nicht schwer einzubilden.Er hat z. gemahlinnen gehabt. Die erste war Catharina, CaroliVII. in Franckreich tochter. Die andere Jsabella, eine toch-ter Caroli, Hertzogs von Bourbon; und die dritte Margare-tha, eine tochter Richardi, Hertzogs von Uorck und Schwe-ster Eduardi IV. von Engelland. Mit der andern gemahlin hater Mariam gezeuget, die unter ihren vielen freyern dem Ertz-Hertzog, nachmals Kayser Maximiliano I. zu theil worden,und also die Niederländische provintzen und die GrafschafftBurgund an das Haus Oesterreich gebracht, weil das Her-tzogthum Burgund Ludovicus XI. als eine zu Franckreich ge-hörige apanage eingezogen. Dieser Carolus ist ein gerechtigkeitliebender Herr gewesen, wie er denn an. 1469. die Niederlandedurchzogen, und diejenigen, welche unrecht gethan, sehr hartgestraftt hat. Ein braver Officier von seinem vatter Philip-po Lono , hatte zu belohnung seiner treuen dienste ein Gouver-nement bekommen, verliebte sich aber in seine Haus-wirthin,die von einer sonderbaren schönheit und keuschheit war. Erversuchte es erstlich mit guten Worten, mit geschencken und gel-be , mit sonderbaren Versprechungen, wie er ihrem manne beyHofe zu einer ansehnlichen bedrenung helffen wolle, und wasdeß mehr gewesen. Als er aber damit nichts ausrichtete,ließ er den mann unter dem verwand einer rebellion ge-fangen setzen und den proceß machen. Die frau adreßirtesich an ihn, und suchte ihres mannes befreyung, der dage-gen sein schandbares verlangen ihr erklärte, und, indeß daßdie liebe zur keuschheit mit der liebe zu ihrem mann stritte,A halb willig, halb gezwungen zu seinen lusten mißbrauchte.Nach vollbrachtem willen suchte er allerhand ausfluchte, undnetz zuletzt dem manne den köpf nehmen, schickte darauf diefrau nach dem gefängnis, die da meynte ihren mann zu befra-ge» vor sich fand. Sie lief zu dem Gouverneur
der zorn und die mache eingab, der siesollte, und ihr die Heurath und andere^es vergebens. Sie erwartete aufkinrathen ihrer freunde der. ankunft des Hertzogs, dem ste ihre
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noch vorstellte. Dieser schlug ihr die Heurath mit demverneur vor, in die sie nach vielem zureden und mst gezweinwilligte. Es ward ein heuraths-contract gemacht,zum allgemeinen erben aller güther ihres mannes emg u^die trauung ward verrichtet, und denn fragte der Her»» ^braut: ob sie nun zufrieden wäre , und als sie ssMevsagte er, ich aber noch nicht, ließ den Gouverneurnis werffen, und ihm 2. stunden darauf den köpf abrechen- ^weil sie bald über diesem neuen traurigen spectackel m helancholey fiel, und darüber starb, genossen die Ander er,dieses wunderbar erworbenen guthes.
Dr». Ilb. XVI. Kitt. niedre«. Ärmmarrd. 4)
ehren-spiegel.Gtumpfens Schweiß, chron. H
simLl. Crevirenk. IIP. XIX. far-ri/M, In Luä. XI. ^ ' .,
Carolus von Burgund , Graf von Revers und Rtze ^war ein söhn Philippi von Burgund , und enckel Pompf'kühnen. Als sein vatter in der schlacht bey Azmcourr ^1415. sein leben eingebüffet, blieb er unter seiner mutiervon Artois vormundschafft. Er leistete dem Könige Carougetreue dienste, vermählte sich an. 1456. mit MDa vo» fch §n-der ältesten tochter Caroli II. Herrn von Albret, und1464.drey natürliche Ander hinterlassende. O« 5 «»^
Heryoge zu Croy, Arschot, rc.
Carolus, Hertzog zuCroy und Arschot, Printz^Gr-nde von Spanten, rc. ein söhn Philippi des drittentzogs zu Arschot, und Iohannä, einer tochter und ervm ^hannis, Herrn von Hallevin und Commines, gebov»'' ^i. jul. an. 1560. Er studirte auf der Academie zu Luven i ^bemuhete sich in seiner jugend des Printzen Wilhelm! vonnien älteste tochter Mariam, so hernach an Philippum,fen von Hohenlohe, vermählet worden, zu heurathen As-te aber seinen endzweck nicht erhalten, weil seine muttertholischen religion eifrig zugethan war, obgleich er sichre»testirenden nicht ungeneigt bezeigte. An. 1577. wurde M» gsseinem vatter das castell zu Antwerpen von dem Don -G" he»Auftria anvertrauet, weil man die Spanische besatz»"»aus nahm. Doch wurde er bald darauf unter einem tz- ^scheine heraus gebracht, und suchte sich Don Juan ä swstells völlig zu bemächtigen. Dieses nun wie auch emwAri-deres unterfangen dieses Spanischen Printzen, so andere ^i>--vllegm der Niederländer lief, verursachte, daß diese ww ^ ^selben schwürig worden, zu welchen sich auch Earolusm.hjMnem vatter schlug, und mit ihnen den Ertz-Hertzog F-von Oesterreich zum Gouverneur von den Niederlanden^ ^jt1 e. An. 1 ?79. wurde er von dem gedachten Ertz-HerWchchetzseinem vatter nach Cöln geschickt, daselbst mit denund Spanischen zu tractiren. Einige zeit darauf E MECarolus gäntzlich die Spanische partey , und bekannte, ^csgrossem eifer zur Reformirten religion, dessen '"fache ^^< 1 "in einer schrift durch den druck an tag legte. Hierdmu- ^n,te er bey den Niederländern, so dieser religion ME« ,,Mgrosse assection; und ob sie ihm gleich anfänglich mcM V. ^ vBsetzte er sich doch bald durch seinen eifrigen muth m As - vBihm auch das Gouvernement von Brügge, und bald om rFlandern an. 1582. anvertrauet wurde. Er konnte'mit dem Printzen von Oranien nicht wohl compormr Eüber er sich verdächtig machte; und weil dieses AlechM ^nesio bekannt wurde, fiel es ihm nicht schwer, Ea» ch an-der auf die Spanische partey zuziehen, welches den» ^er»158;. geschahe, wodurch also die stadt Brügge hMMorten wieder unter Spanische devotion gelangten. >te sich zu gleicher zeit wieder zu der Catholischenzeigte sich sehr eifrig in den diensten des Konigs m ^ eineWie er denn auch an. 1588. von Alexandro Farne'-i' ^, Äarmee dem Churfürsten von Cöln zu hülste gesclM^stadt Bonn einzunehmen, welche er auch nach emei -belagerung den 29. sept. wieder eroberte. H<^ ' FarMan. 1590. und wiederum an. 1592. mit Alepa»f gesip'^xnach Franckreich, die Spanische völcker, letzter», lAworden, zu commandiren , und wurde in bew > ^zum Gouverneur in Hennegau gemacht. Am " ^ ive» ' yate er Cövorden vergeblich, und an. 159^- a»'^t
vatter gestorben , den titul eines Hertzogs von AI ^ bck^x-I unter dem nahmen des Printzen von EM" ^
er sonst" unter dem nahmen des Prwtze» dev
gewesen, wohnle^auch in selbigem ighre der 1^^aerunS.^MS
lans wider die Franzosen, ingleicheneroberungen sowol dieser stadt
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-Lrervrns geichipM.,, ^ pichen Spanien undkern als gersseln nacb^E^^^'^e man ihn «ebst emA/V.erlangte, daß in p),kEÜ.E'elch, wostlbst er von Henrreo ^nem Hertzogthum!,«r^^^öre die Herrschaft sseov chM eben diesem wurde. So nahm üM Atz
5'/' ssind an ^ ^ Ertz-Hertzog in den geheimenKs
Hes güldenen Vliess^a er von Philippo lll- zurn bl
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Den kriege bis ^enen malen in dem N'E,
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^ er den z. zu«. Seine erste