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sen M , welches er auch, ob er sich gleich gern etwas davorbedungen hätte, eingehen muste. Er unterließ jedoch nicht,ne«e Werbungen anzustellen, Spinal zu bevestigen, und mit denSpaniern in geheime Handlung zu treten, welches alles ihn beydem Könige in Franckreich von neuen verdächtig machte, zumal,da er auch nach dem Aachisthen frieden noch fortfuhr zu wer-ben , deswegen er ihn durch wiederholte erinnerung nöthigteabzudancken, wiewol der Hertzog, zum Verdruß des Königs,einen theil davon den Spaniern zur besatzung der GraffchafftBurgund überließ, die andern aber , da sie kaum waren aus-einander gelassen worden, wieder zusammen zog, weil er in neueirrungen mit dem Churfürsten von Pfaltz verfiel. Allein dißwährte nicht lange. Denn der König in Franckreich that wie-der einen macKtfpruch, und ließ nicht nach, bis der Hertzog an.1669. seine völcker vollkommen abdanckte. Weil er sich aberhernach bemühete mit in die tripel-alliantz zu kommen, auchden Holländern anbot, daß er mit einer armee von 40000.mann am Rheine, an der Saar und Mosel sich den Franzosen,die einen krieg wider sie vorhatten , entgegen fetzen wolle, ergriffder König diesen vorwand, dergleichen er längst gesucht, sichdes Hertzogthums Lothringen zu bemächtigen. Er ließ dem-nach im aug. an. 1670. seine armee unversehens einrücken, diedenn das gantze land, weil es in keinem stände war, sich zu ver-theidigen , bald einnahmen, sich auch meister von Epinal undChats machten, welche beyden örter der Hertzog bisher hattebeseitigen lassen, worauf denn das gantze land aufs erbärmlich-ste verwüstet ward. Der Hertzog selbst, den die feinde zu Nancihatten überfallen wollen, entkam mit genauer noth ihren Hän-den , konnte nichts, als was er auf dem leibe hatte, mitnehmen,und muste sich nach Teutschland wenden. Nunmehr verlohr eralle Hoffnung, durch pflegung der gute wieder zu stinen landenzu kommen, inmassen ihm denn, als er dergleichen versuch that,die unleidlichsten bedingungen vorgeschrieben wurden. Des-wegen gedachte er durch den krieg, der bald hernach widerFranckreich angieng, seinen zweck mit gewalt zu erreichen, undtrat deswegen an. 167;. mit dem Kayser, Spanien und Hollandin bündnis. Allein er fand auch hier seine rechnung nicht, in-dem die Kayserlichen Generale den krieg nicht nach seinem sinneführten, noch dem feinde eifrig genug auf den leid giengen.Er selbst that indessen, ungeachtet stines Hohen alters, wasman von einem foldalen erwarten konnte, und drang an. 1674.ungeachtet er bey Sinsheim war geschlagen worden, durch ei-nen unvermutheten marsch bis nach Lothringen durch, schlugauf den grentzen den arrier-ban von Anjou, und machte sichmeister von Epinal und Remiremont. Weil er aber von derAlliirten armee nicht unterstützt ward, muste er sich ohne nutzenzurück ziehen. Im folgenden jähre 167-;. wohnte er noch demtreffen bey, darinnen der Marschall von Crequi geschlagen ward,ingleichen der darauf folgenden eroberung von Trier. Balddarauf starb er den 18. oder 20. fept. in dem dorfe Albach, zwi-schen Birckenfeld und Berncastel, wie man meynt, aus Verdruß,weil er gesehen, daß er auch aus dem letzten siege keinen Vortheilziehen sollte. Er hinterließ von seinen rechtmäßigen gemahlin«nen keine kinder, von der Printzeßin von Cantecroix aber Caro«lum Henricum , Printzen von Vaudemont, der sich hernach inSpanischen diensten berühmt gemacht, in dem Spanischen suc-ceßions-kriege, da er Statthalter von Mayland war, die Fran-zösische partey ergriffen, und an. 172;. den 14. jan. verstorbenist; ingleichen einePrintzeßm Annam, die an. iä6o. an Fran-ciscum Mariam, Printzen von Lillebonne, vermählt worden,undden 19. febr. an. 1720. zu Paris im 81. iahr ihres alters verstor-ben. Des Hcrtzogs letzte gemahlin hat sich nach seinem tobe anHenricum Franciscum, Fürsten von Fondi, verheurathet. Eswar dieser Hertzog ein wunderlicher Herr, der bey seinem sehrlebhafften geiste zu seinem unglück im höchsten grad unbeständigund unruhig war. Er faßte stets aus seinem eignen köpfe über-eilte entschlüsse, die ihm doch bald hernach selbst mißfielen undmit andern verwechselt wurden, welche er eben so wenig fähigwar auszuführen, als die ersten. Sich vor jemanden zu demü-thigen war er nicht gemacht, wodurch er sich eben bey den Spa-niern in unglück brachte, indem er seine neigung zur spöttereygegen sie nicht zähmen , und ihnen nicht gnugsam nachgebenkonnte. Im gemeinen leben war er zuweilen gantz ausgelassen,zuweilen aber eigensinnig und verdrießlich. Mit fremden konnteer noch am besten auskommen. Seine leuthe hatten manche bö-se stunde bey ihm. Mit den gemeinen soldaten lebte er oft alswenn er ihres gleichen wäre, wie er denn überhaupt leuthe vonschlechtem stände am besten leiden können, welches der Adel inseinem lande wohl erfahren, dem er wenig gute mine gemacht.Ein grosser theil seiner sorgen grenz auf allerhand liebes-händel,in die er sich sehr vertiefen konnte, und auf aeld sammlen, dessener sich doch nie mit nutzen zu bedienen wüste. Seinen anver-wandten war er gram, weil er den Printzen von Vaudemont,seinen söhn von der Cantecroix, gern erhoben hätte, und darüberbrachte er sein gantzes Haus ins unglück. Die vielen Widerwär-tigkeiten, so ihm zustießen, konnten ihn niemals niederschlagen,weil er sie wegen feines unbeständigen gemüths nicht lange fühl-te. Seine tapferkeit und kriegs-erfahrenheit, nach welcher ervor einen der besten Heerführer in Europa gehalten ward, waram meisten an ihm zu loben, wie es ihm denn an waffen-übun«äs"'m>nand leicht zuvor gethan, und soll er die kunst, ein vor-theilhafftes lager vor die armeen zu wehlen, vor andern beses-sen haben. Seine Hitze und leibes-kräffte verliessen ihn auch
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im hohen alter nicht, gestalt er denn bis an sein ende linerw^det war, und noch wenige zeit vor demselben in dem, m >bey Consarbrück persönlich mitfochte. ^
xour tervir ä 1'iM. äe Lbarles IV. Üuc äe I-orraine. ^. vlV.L«ro/>. ^bist. cke Iwui8 XIII. /.»»rer,, tust. cie souk«Lc. *
Earolus V. Hertzog von Lothringen, ein söhn Hertz----/,colai Francisci und der Printzeßin Claudia, war den z-164;. zu Wien gebohren, allwo sich seine eitern damals..^hielten, hernach ward er mit nach den Niederlanden.als der Hertzog Franciscus das commando der LothnE" §völcker, die bey der Spanischen armee waren, an stattgefangenen bruders Caroli übernahm. Wie aber dieseran. r6;;. die Spanischen dienste verließ, und mit seinen
nach Franckreich gieng, muste der Printz, der sich zubefand, den Spaniern mit list aus den Händen gespielt wer .worauf er erstlich nach Holland, und von da nach ParisHieselbst ward er vollends erzogen, aber durch den ergew,,,-seines vetters, des regierenden Hertzogs von Lothringen/. ^glücklich gemacht. Denn dieser Herr sahe das gantzenes bruders Francisci mit scheelen äugen an, weil das HMellthum Lothringen dereinst rechtmäßiger weise an dasselbemuste, welches er lieber seinem mit der Printzeßin voncroix erzeugten söhne zuwenden wollte, und deswegen den He-tzen Carl auf alle weise in seinem glück zu hindern ,ei"ser hoffte solches durch heurathen zu machen, und richtA' p,absehen anfänglich auf des Cardinals Mazarin seine iE vieltm, die von Mancini. Der alte Hertzog aber bezeugtet. -ymißfallen darüber, und that bisweilen, als wenn er stechedieser Vermählung lust hätte, daß der Cardinal, der >ein ende zu machen, sie endlich an den Connetable Colouu"D-Hierauf kam die Printzeßin von Montpensier in vorfchM: üb-lem zum theil verderbte sich der Printz diesen Handeldem er sich zu der zeit, da am stärcksten dran gearbeitetin die jüngere schwester der Printzeßin, Mademoiselle „ollleans genannt, verliebte, welche doch an den Groß-HerMMFlorentz schon versprochen war; theils trieb es auch der auvKctzog nicht ernstlich, welcher im anfange versprochen haue/Vermählung wegen dem Printzen die regierung abzutreten- -siedurch ward die von Montpensier verdrießlich gemacht, v xjenichts mehr von der fache hören wollte. Es kam dara^Printzeßin von Nemours aufs tapet, und ward auch /
Konig sich selbst der fache mit eifer annahm, die heuraty , Mlich geschlossen. Bevor sie aber vollzogen ward, kam. >7.„ch,Hertzog nach Paris,und suchte sie zu hintertreiben, maaw Mweil es ihm anders nicht gelingen wollte, aus Verdruß M yMnen bruder und Vetter, denen er schuld gab, daß sie ,bey seinem leben um land und leuthe bringen wollen /.
Könige den tractat, darinnen er ihn zum erben des Hertzvllst stillLothringen erklärte. Der Printz, der solchergestalt v. yckrecht gebracht war, nahm zwar seine zuflucht zumihm aber eine antwort gab, daraus er wohl abnehmen peiMdaß auf dieser feite nichts zu hoffen sey. Er machte NAgiiEnach von einem balle, aus welchem er sich noch sehe ,^t Eanstellte, heimlich weg, und gieng an. 1662. unvermm, ^ euFranckreich nach dem Kayserlichen Hofe. Als er aber > ^ zccniger zeit horte, daß sein Vetter mit dem Französischenfallen sey, gieng er eiligst nach Marsal, welchen ort bu 0 M''sen mit gewalt haben wollten, wodurch er jedoch.. VHertzoge keinen dienst that, als welcher vielmehr t" MN Ewurde sich des Platzes vor sich bemächtigen wollen /.„Mebchdeswegen einen befehl zuschickte, sich von dannen weg ch essS-worauf er wieder nach Wien aieng. An. i6üz. wms Mseinem vatter nach Hause beruffen, den der alte H ,Wver ssdarzu veranlaßt und versprochen hatte, den Printzen'^n a>'gnaden anzunehmen. Er war aber kaum aufdie w st „Egekommen, als ihm dieser befehlen ließ, zurücke zu ble, AE,demvorwande, feine aufnehmung würde den KoML'schellUreich allzusehr erzürnen, von dem der Printz übel EssiMiss'o»be. Dieser ward hierüber so ungedultig, daß er,/halbst si-zu fragen, gerades Weges nach Paris gieng, und sich s ^dem Könige wegen gedachter bezüchtigung entschum'Zz,ugSo bald er aber daselbst angelangt, ward ihm em^viee Ast
befehl zugeschickt, sich zur stünde aus Paris ', und M ^ ^.
- - - - - Manordnetech'N .
aus vem Ronlgreicye zu oegeoerr. Ata» orom» n"!->r-soldaten von der leib-wache zu, der ihn überall begu vollDiß ward ihm allein vergönnet, daß er die Hertzos Mleans 2. stunden lang sprechen durfte. Er ermhm^
rcans 2. lunven «ang,prccyen vurfie. wr r>S IM
dieser scharfe, damit man wider ihn verfuhr, mehr t . ^pe>>die von Nemours, zu besuchen, welches denn Hern«.wand abgeben muste, diese ehe zu trennen, als der ov ^mit dem Hertzoge von Savoyen vermählte, mocPrintzen von Lothringen deswegen nicht gern lai«» , ll)U ^er bey Unterzeichnung ihrer ehestiftung mit demie -^„„t,den einigen rechtmäßigen erben von Lothrmgen statte, jydabey gegen jedermann zu schützen verfprocw-» Pruw^yder reise aus Franckreich gerieth der unglume"^h^a>i> ^grossen geld - Mangel, fand aber doch emen powEdelmann im Luxemburgischen, der ihm 20°. "stllwo.Ek<Fke., mit denen er vollends nach Wien reiste , ErKayser überaus wohl aus- und in seinen sthutzde» st„kauch gleich ein alt regiment reuterey, und w"