Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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^"kcken in Ungarn abhanden war, gelegenheit sichiua?«k ^"Dun. Denn ob ihn gleich der Kayser wegen seinerzu selbe wollte gehen lassen, machte er sich dochan , ^i>n Wien weg, und gieng zu der armee, da er denncvmw^ch dem treffen bey St. Gotthart sein regiment selbstNen und denTürcken eben zu der zeit, da sie bereits ei-

st 1,^7 der Kayserkichen armee über den Haussen gemorsten, mittapferkeit widerstand that, daß er sie sechs mallegendund dadurch dem commandirenden Generale ge-An 'Ustchte, das verdorbene wieder in guten stand zu brin-durck>--„ ?ure dabey von einem Türcken fast mit einer CopiTüA/unt worden. Er wich aber dem stosse aus, und riß demden bän^^eich die lantze mit der daran hängenden sahne aushvcha,!!, ' Hierdurch setzte er sich bey dem Kayser in grossewan und ward er mit der Hoffnung unterhalten, daßsen, wi? ^listig sein recht auf Lothringen wolle behaupten helf-ehe belü^dur denn auch des Kaysers schwester, Eleonora, zurchjssk,'"/Umt war. Deswegen suchte man ihn von Oesterrei-lvahi g stue bey der an. 1669. vorfallenden Polnischen Königs-stete thron zu bringen, zu welchem ende die verwltt-

sei»e > lr und der alte Hertzog Carl, den der Printz durch^euran, Eigung in des Printzen von Vaudemont damaligedas ael^uwnnen hatte, geld hergaben. Aber es sey nun, daßan die rechten leuthe gegeben worden, oder daß dielind partey der Lothringischen allzusehr die Waage hielt,des Polen veranlaßte, von beyden abzugehen, so wardteils e ,Au Hoffnung zu dieser Crone zu nichte, nachdem er be-Aevnnvl Tonnen goldes aufgewendet, und die Ertz-HertzoginEvniap vermählte sich nunmehr mit dem neuen Polnischentai tzU'. Darauf machte ihn der Kayser an. 1670. zum Gene-das vesto//euterey, und der Printz brachte in demselben jährelilij -lA-lchloß Muran in Ungarn, nebst der wittwe des Wesse-"vergäbe, und von der zeit ist er fast beständig zu felde«n G''weil der Kayser selten ohne krieg war. Von an. 1672.x»d ' dem Nimägischen frieden diente er wider Franckreich,wee a,," We an. 1676. das ober-commando der Kayserkichen ar-keiiea Meine, nachdem Montecuculi wegen der verdrießlich-Mil a»^ ^ mit dem Marggrafen von Baden hatte, und zum^gelegt um dem Hertzog von Lothringen selbst, solches nie-Allein, ausser baß er in besagtem jähre PhilippsburgEshab^'Uiaren seinefeldzügeso beschaffen,daß man sagte:Mni Printz das lehrgeld seines commando mit ziemli-un. iz "Ten der Kayserkichen armee gegeben; gestalt er denn°as grosse vorhaben in Franckreich einzubrechen, nichtWacht,' sonnte, sondern von den Franzosen, die zu keinerNr aba^A^ugen waren, durch hin und wieder marschierenMter Drucket ward, auch leiden muste, daß sie noch denselbenwetzen im folgenden jähre die Kehler- und Rhein-

3enan^. Straßburg wegnahmen, daß der Hertzog noch«^ukv»^.uvth Nheinfelden, Offenburg und Straßburg be-N^ar ak^ Währenden krieges an. 1674. hatte der PrintzN, um den erledigten Polnischen thron bewor-

Alis aus Alrst der verwittweten Königin die Litthauer grossenkleld gehabt. Weil aber diesesmal sein Vetter

NA des iAss U'oAe, bis die wähl geschehen wäre, und die-AUe, >uu^°blesky zu groß war, der die Crone vor sich selbstajAch diese i,effni,ng avermal fehl schlagen. So war

dst Nimagifthen frieden unglücklich. Denn obN auf,„WUchstn ihm den titul eines Hertzogs von Lothrin-Gesaut- ^ anhalten der Holländer zugestanden , auchUM gestissk? annahmen, weil wahrenden krieges der altedieW^lbst s» i schrieben sie ihm doch bey dem friedens-u„^den a«!,,aulelditche bedingungen vor, daß er sich weigerte,auf den/'a^^^U und lieber sein land entbehrte, als solcheshg,/ und nvcb!</ ^ ^ an. 1670. sein vorfahre gehabt, besi-le^/u Meile.^« iu Nanci nebst vier Heer-strassen, jede von eineruAlhin der A,K'aackreichüberlassen wollte. Im qegentheilMNbey,uLayserdieverwittwcte Köniain aus Polen nun-ay suwvl in Tyrol, als auch in der Marg-

üb'->>, Als Gliche neunzig tausend thaler einkünfte

harnMveluna E« a Aagen der Französischen reunionen undKayse^ IebraM m^dt Straßburg, das Reich wieder in denWann "ckiqst zfAvAd' war der Hertzog unter denen , die dem8ieua ^'>ühriaen'ain^^a miethen, der aber hernach durch dendas nk Tüm-n^stand aufgehalten worden. Indessen aberthrin>c°mm «yAa an-168;. an, und der Kayser übergabst s^n. Ä^sado bey semer armee dem Hertzoge von Lo-d°l, ,,At, daß^^. Verfassungen waren auf Kayserlicher feitedem Ä" ^m ,s,.s??ahe alles wäre verlohren gegangen, wo-?^vvn^°^e und auf das Mißverständnis zwischen

da die^uden k-a?n !.m^^^^^Rath-Prasidenten Herman«Der Hertzog muste auch wurcklich,2>°n zugiengen, die angefangene be-

ßalten!!' llcherMj^A aufheben, und hatte viel mühe, dieMach?,, '^Amgen, und in Wien die gehörige an-M ükvi e allen ^AA^ender belagerung dieser stadt that erkeit a^3en abbruch, und führte folgends nebst

UudeA' schlug an^A'^"dten den entsatzmit grossertapfer-i,Dale bey in selbigem jähre die Türcken zum

bis A^ean, und eroberte die vestung Gran. Her-

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ÄN't ziemlichem^ und muste die belagerungaufheben, weil es theils an

in Ungarn beständig commandirt.

Theil.

erfahrnen Ingenieurs mangelte, theils auch die Uneinigkeit zwi-schen den commandirenden Generals-personen , und vielleichtabermals des Hertzogs Uneinigkeit mit dem Kriegs-Präsidentenverursachte, daß bey der belagerung fast nichts nach, gehörigerOrdnung gieng. Allein an. 168;. schlug er die Türcken beyGran und eroberte Neuhäusel, nahm an. 1686. Ofen nach einerharten belagerung ein, die er von neuen fast gegen aller anderngeheimen Räthe Widerspruch gerathen hatte, und an. 1637. ge-wann er wider sie die nahmhafte schlacht bey Mohaz. An.i688.ward der Hertzog durch eine gefährliche kranckheit verhindert zufelde zu gehen, und weil indessen Franckreich mit dem Reichegebrochen hatte, schickte der Kayser den Hertzog, den er sonst inUngarn zu lassen gesonnen war, auf dessen eigenes anhaltenmit dem commando an. 1689. wider diesen feind, dem er auchin dem ersten feldzüge Mayntz und Bonn wieder aus den Hän-den risi. Nach endigung desselben ließ er ein manifest widerFranckreich ausgehen, und rechnete sich also mit unter die Al-liirten, übergab auch der Reichs-versammlung zu Regenspurgeine schrift wegen erstattung seiner länder, die das Reich beyden künftigen kriegs-unternehmungen und friedens-handlungensich sollte angelegen seyn lassen. Als er aber nach Wien zu ei-nem grossen Kriegs-Rathe reisen wollte, starb er den -8. april an.i6yo. zu Wels vhnweit Lintz gantz unvermuther, und hat manden verdacht gehabt, als ob ihm sein kammer-diener vermit-telst einer vergifteten peruque vergeben. Er hinterließ von sei-ner gemahlin, die ihm an. 1697. im tode gefolget, vier Mu-tzen, Leopoldum, dem im Rißwyckischen frieden seine landewieder eingeräumt worden; Carolum Iosephum,, der erst Bi-schof zu Olmütz und Osnabrück, endlich Churfürst zu Triergewesen, und an. 171?. den 4. dec. verstorben; Josephum, wel-cher an. 1705. an einer in dem treffen bey Cassano bekommenenwunde todes verblichen, und Franeiscum Josephum, der dieAbteyen Stablo und Malmedi besessen, und an. 171;. den 17.jul. gestorben. Es ist dieser Hertzog einer von den grösten Ge-neralen seiner zeit gewesen, und hat eine grosse hertzhafftigkeit oh-ne wildes feuer und Übereilung besessen. Man giebt ihm jedochschuld, daß er besser eine schlacht commandiren, als die einrich-tung eines gantzen feldzugs machen können, die umstände einerfache nicht tief eingesehen , und ziemlich langsam gewesen, wo-durch ihm mancher Vortheil entgangen, und die armem, derenNothwendigkeiten er auf einem Marsche nicht zu besorgen gewust,oft viel abbruch gelitten. Sonst war er eines sehr beständigengemüths in allerhand Widerwärtigkeiten, ernsthaft und von we-nigem reden, zu keinen ausschweifungen geneigt, aber gegendie, die ihm einmal zuwider waren, stets hart; wie er denn mitdem Badischen Hause in beständigem zwist gelebt , und PrintzHermannen von Baden nach vermögen verfolgt hat.meiuoires äs Lbsrles IV. Luc äs l.orr. Nasser Eeopolds Ne-ben. vits I-sopoläi. res krici.

Valckeniers verwirrtes Europa. Lm-oxEn. L« Die

(karolus I- Cardinal von Lothringen, Ertz-Bischof vonRheims, Bischof von Metz, Abt zu St. Denys, Fescamp, Clu-ny, rc. gebohren den 17. febr. an. 1524. war ein söhn Claudicvon Lothringen, des ersten Hertzogs von Guise,von der Antonet-ta von Bourbon, und ein bruder Francisci, Hertzogs von Guise,und Ludovici des Cardinals. Franciscus I. hielt so viel aufihn, daß er ihn im 1;. jähre seines alters zum Ertz-Bischoff vonRheims ernennete. Henricus II. welchen er zum Könige gesal-bet, gebrauchte ihn in seinen rathschlägen, und sendete ihnnach Rom an Paulum III. welcher ihm bereits den Cardinals-hut zugeschicket hatte. Bey seiner zurückkunft erklärte er sich öf-fentlich wider die Reformirten, und beredete den König, mitschärfe wider sie zu verfahren. An. 1559. schloß er im nahmendieses Königs den frieden zu Cambray, und nach desselben tobesalbete er Franeiscum II. und Carolum IX. unter welches letz-tem regierung er an. 1561. dem Lolloguio zu Poißi beywohnete,und des Beza meynung vom Abendmahl widerlegte. Er be-fand sich hernach auch äufdem Lonsilio zu Trident, gieng vondar nach Rom mit Pio IV. zu confcriren, und kehrete daraufwieder nach Trident, bey dem schluß des Loncilü daselbst zuseyn; soll aber dabey wegen seiner geführten sonderbaren ab-lichten , vielmehr auf die Vortheile des Römischen Hofs, alsauf das allgemeine beste der Kirchen, und vornemlich deren vonFranckreich gesehen haben ; wie er dann die Französische Bi-schöfe von steifhaltung auf dem schluß, daß der Bischöflichegewalt Göttlichen rechtens seye, und also, die solches amt tru-gen , ihr recht nicht von dem Papst, sondern unmittelbar vonChristo hätten, am meisten abgezogen., So hinderte er auch,daß man nicht deutlich ausjvrach,, wie dre Bischöfe durchsGöttliche recht verpflichtet waren, m ihren Blßthummern zuwohnen; wobey er seinen eignen nutzen abermal hauptsächlichvor äugen hatte, als der zwey Bißthummer hatte, und sich ohne-dem nicht gerne von Hof entfernete. Nach seiner zurückkunfthielt er an. 1564. einen Provincial-8>noäum zu Rheims, und an.1972. befand er sich bey der wähl Gregorn XIII. Von Carolo IX.wurde er nach Spamen geschickt, und starb er darauf den 2,.dec. an. I? 74. zu Avignon, als er daselbst Henricum III. empfan-gen wollte, der aus Polen zurücke kam. Man giebt ihm schuld,daß er zu den ersten reüglons-kriegen und andern dlut-vcrgiestsungen meisterlich geholfen; wozu ihm absonderlich die grossebey Francisco II. genossene gunst, der des Cardinals niese,

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