Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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die Königin Mariam aus Schottland, zur ehe hatte, die bestegelegenhett gegeben.

/ir/. Lere, Kilt. äe«

Lgl. äekr. Kilt. gen. *

Carolus II. von Lothringen, insgemein der Cardinal vonVaudemont genannt, war ein söhn Nicolai, Grafen von Vau-demont, von Johanna von Savoyen, seiner andern gemahlin,und ein bruder der Louise, mit welcher sich an. 157?. der KönigHenricus III. vermählte. Er wurde erstlich Bischofs zu Toul,und hernach zu Verdun. Gregorius XIII. machte ihn an. 1578.zum Cardinal/ und Henricus III. zum Ritter des ordens vomH. Geiste. Er starb den n. oct. an. 1587. c?raco».

Kilt. cle8 Larstin. Onll.

Carolus III. Cardinal von Lothringen / war ein söhn Her-tzogs Caroli II. und der Claudia von Frankreich/ Königs Hen-ri« II. tochter/ gebohren den i. jul. an. 1567. Er wurde erstlichan. 1578. Bischofs zu Metz/ Abt zu St. Victor und Gorze/ wieauch Lsnonicu« zu Mayntz und Trier. An. 1588. machte ihnder Papst zum Cardinal/ und an. 1592. erwehlten ihn auch dieCatholischen Dom-Herren zu Straßburg zu ihrem Bischoffe/ dadie Protestirenden Johannem Georgium/ Marggrafen zu Bran-denburg/ ernennet hatten. Weil nun keiner dem andern wei-chen wollte/ so kam es zum kriege / darein auf beyden theilenverschiedene andere Printzen mit eingeflochten worden/ bis end-lich durch den Kayser Rudolphum dieser streit dergestalt beyge-leget wurde/ daß beyde Competenten das Bißthum unter sichtheilen sollten. Allein nach 9. fahren erhub er sich viel heftiger;da sich dann der Kayser wiederum hierbey angelegen seyn keß,daß ein 15. iähriger stillstand geschloffen wurde, mit den bedm-qunqen, daß dem Marggrafen von Brandenburg eine gewissesumma gelbes ausgezahlet, Carolo von Lothringen aber die Bi-schöfflicye dignität samt dem lande überlassen wurde. Dieserstarb darauf den z o. nov. an. 1607. c?E»«. Kiltoirs

ste8 Larclin. 6aU. genest. 6s11.

(sarolus von Lothringen, Hertzog von Mayenne, war derandre söhn Francisci, Hertzogs von Guise, der vor Orleans er-schossen ward, und Annä von Este, die ihn an. 15.54. gebohren.Nach dem tobe seines vatters ward er und sein älterer bruder,ungeachtet ihrer fugend, doch als Häupter der Römisch-Catho-lischen partey in Franckreich angesehen, und ihr vetter, der Car-dinal von Lothringen, gab beyden den gehörigen unterricht, da-durch sie sich in diesem ansehen erhalten konnten. Er hielt an.1569. die belagerunq von Poitiers mit aus, befand sich balddarauf in dem treffen bey Moncontour, und an. 1570. in derbelagerung von Röchelte. An. 1576. erhielt er das erste haupt-commando bey der armee, welche sich den Teutschen entgegen se-tzen sollte, die den Hugenotten zu hülffe kamen, da er denn zwarfleißfg vermied, sich in ein treffen einzulassen; aber auch dabeyden feind nach belieben fortziehen, und sich endlich mit der Hu-genottischen Haupt-armee coniungiren liesse, ohne daß er selbigemeinigen schaden zugefüget. An. 1677. ward ihm abermal einearmee wider die Hugenotten untergeben, und er seinem bruder,dem Hertzoge von Guise, vorgezogen, weil derselbe mit demHertzoge von Anjou, der die andre anführte, nicht wohl stallenkonnte. An. 1580. commandirte er wider sie in Dauphins,und brachte dieses land meistens zu des Königs gehorsam. An.1584. half er den ausbruch der kizus sonderlich befördern , in,dem er seinen ältern bruder durch vieles zureden dahin brach-te , sich nunmehro deutlicher zu erklären, wie er sich denn auchnebst demselben persönlich zu Ioinville befand, als das ge-heime bündnis mit Spanien gemacht ward , darauf er denn,als seine partey den König genöthigt halte, einen neuen kriegmit den Hugenotten anzufangen, die armee an. 1685. gegenden König von Navarra führte. Allein die Uneinigkeit, welchebey seiner armee zwischen denen, so es lediglich mit derkigue,und denen, die es noch mit dem Könige hielten, entstünde,sein eignes Mißverständnis mit dem Marsthall von Matignon,der zugleich bey der armee commandirte, und die schlechte tust,welche der König hatte, den von Navarra so schlechter dingsüber den Haussen werffen zu lassen, machte, daß der Hertzogeben auf dieser feite nicht viel ausrichtete, und deswegen vollerVerdruß wieder nach Paris gieng, da sich die Ligisten gewaltigan ihn hiengen, ihn auch , wie er beschuldigt ward, mit in ei-nen gefährlichen anschlag wider den König sollen gezogen haben,nach dessen entdeckung der Hertzog, wiewol unter vielfältigenbetheurungen von seiner Unschuld, abschied vom Hofe nahm,und sich um mehrerer sicherhett willen in sein Gouvernementnach Burgund begab. In dem folgenden vergleiche zwischendem Könige und den Ligisten von an. 1588. ward dem Hertzogewieder aufgetragen, eine armee nach Dauphins zu führen,wiewol diests fahr sein feldzug nichts bedeutete, denn er hieltsich noch zu Lyon, als durch die ermordung des von Guise zuBlois die Ligistischen angelegenheiten und auch die seinigeneine gewaltige Veränderung erlitten. Bisher hatte der Hertzogvon Mayenne in dein eifer vor die lägus sich dem von Guisteben nicht allerdings gleich gestellt, theils weil er dieses seinesbruders allzuherrisches Wesen, dessen er sich dabey annahm,mcht vertragen konnte; theils, weil er die anschlüge nicht billig-te, so dabey wider den König gemacht wurden. Man meyntauch, er habe sich mit demselben wegen eines frauenzimmersuberworffen, und zurzeit der Reichs-versammlung von Bloisden Komg m schriften vor seines bruders vorhaben gewarnet.

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Allein es war nichts destoweniger anstatt gemacht, nach dAtode des von Guise sich auch seiner Person zu versichern , davver aber zeitig benachrichtiget ward, und also noch gelegE'-hatte, sich von Lyon nach Burgund zu begeben. Hiernach»bemeldte ermordung kund ward,fiel ihm alles zu,was sich Mgue bekannte. Er ward selbst nach Paris erfordert, da llMfVunruhigen anfangs gar den titul eines Königs antrugen /chen er aber weislich ausschlug und sich vergnügte, daßihm die kriegs-macht untergab, und ihn zum Haupte der p«tey mit dem titul eines General-Lieutenants vom Staatder Cron Franckreich machte. Mit diesem vorwande lE l „Hertzog den krieg der Istgue mit grossem eifer fort, und f"^der Päpstliche Legat ihn vergeblich zum vergleiche zu beEwiewol es ihm bisweilen sehr sauer ward, die fachen in ordnn ^zu erhalten, da zumal die übrigen Häupter des bundes, dieso gut dunckten, als er, und sonderlich die Printzen voneignen Hause, nicht allerdings unter seinem gehorsam ,wollten, auch das geld in die länge nicht mehr zureichte- an-fänglich hätte er den König zu Tours bald in seine Hände ^kommen; allein, da ihm dieser anschlag mißlungen war / ^König aber sich durch den von Navarra verstärckt hatte, und, pParis gieng, muste er sich in dieser stadt einschliessen lasse"/auf deren Vertheidigung bedacht seyn. Damals stunden nfachen so sehr auf dem falle, daß er selbst an einem guten,gange soll gezweifelt und beschlossen haben, 5020. mannzunehmen, und mit denselben sich entweder durchzuschlUr,oder hertzhafft zu sterben. Die ermordung des Königs anan welcher wol der Hertzog nicht gantz unschuldig mag ge»M,seyn, gab der fache bald em ander aussehen. Der Hertzeg Mte nun wol tust gehabt, selbst König zu werden, wenn er Astgemerckt, daß die mächtigsten Ligisten, und sonderlich d"riser, das Königliche regiment haßten, daher er aus viele' §schlagen endlich diesen ergriff, daß er den alten CardM"'MBourbon zum Könige ausruffen ließ, inzwischen alsStatthalter alle macht in Händen behielt, und eine bessere Asgenheit, seinen zweck zu erhalten, abwartete. Er zog sich"' abermit Henrico IV. noch etliche fahre herum, konnte denselU«^doch, ungeachtet er auch die Spanier zu hülffe rufte, nE Acthrone verbringen. Er meynte zwar an. 1589. den KoMS'-M,bey Dieppe stund, schon im sacke zu haben. Allein die "L„jgskeit unter den seinen, seine eigene langsamkeit und des>^.tapferer widerstand machten ihm diese Hoffnung zuKurtz darauf gieng er nach der Picardie, und hintertrieb r« ^schlage, welche die Spanier auf diese provintz machten/'-hie-denn hernach allezeit, so viel ihm möglich war, hinderte, "ABselben in Franckreich nicht zu mächtig wurden,wiewol er A, jh-gäntzlich entbehren konnte, und deswegen treflich sachte'',,nen umgehen muste. Aus diesen Ursachen machte er 'A' M-schlag, den sie bald nach Henri« III. tode thaten, daß Ulippum II. zum befchirmer von Franckreich machen Mallerhand aufenthalt zu nichte, wollte auch, da er sievolcks-hülffe ansprechen muste, dieselbe so starck nicht a»w ch er-als sie solche senden wollten. An. 1592. ward er neb!» -sten Spanischen hülfs-völckern vom Könige bey Wrv v"Malstdem selbe geschlagen. Dieses und daß der König gleichParis mit einer harten belagerung belegte, nöthigte deN-Aiiier"auch wider seinen willen eine stärckere hülffe bey den ^e v»"zu suchen, er muste auch deswegen selber zu dem Hoffst tEParma nach den Niederlanden reisen. Als er nun ^§ vo»stand erhalten, zwang er den König zwar, die belager'

Paris aufzuheben, hingegen hinderte er den Printzen Vma in andern Unternehmungen, daß selbiger nach "7"'Merten zurück kehrte, und nur ein kleines Heer seiuee «oFranckreich ließ, wiewol doch die Spanier dem HeAß sie ffMayenne bey dieser gelegenhett den rang abgelaustemne und der kigue ihre stärcke und schwäche gantz E - genM'f,hen, und deswegen künftighin nicht sowol ihn, als j„ Uvolck zu brauchen beschlossen, weil sie dadurch >A''chchE,städten werden konnten, wie sie denn gar bald dce v >von den Ligisten in Paris, oder die sogenanntendie ohnedem mit dem Hertzoge übers knie gespannt wweil er ihre allzugrosse gewaltthätigkeiten nicht lew« pstse!'§ihre feite kriegten,und es durch sie dahin brachten/an. 1591. Spanische besatzung einnahm, konnte-^chseinen willen geben muste, weil er es nicht wehren kar"st,oc-doch ergriff er bald darauf einen hertzhafften sch"v her ee'Paris, und nahm einige derer Sechszehen wM'nche" ' p-düng des Präsidenten Brissons und anderer an em strast' „nner beym köpf, und zog dieselbe zu gebühren^ st, erindessen die übrigen davon geflohen waren / 'A«aliieruihre macht gäntzlich gestürtzt, und zugleich den iwkappzaumangelegt, hingegen aber auch denen/ .haste, pe-tzen mit dem Könige hielten, mehr muth E^x gus dA xoctz

mee nicht schlagen konnte, worüber sie fast Arian^W tckkommen wären. An. i^y;. stellte cr eme o ^ange^L^Stände zu Paris an, die gleichwol blos neu^r-

kigue bestand, und trug auf selbiger d'e 'Epmal vo" hschesnigs vor, weil der Ligisten ihr Kön.g, der Lärm ^sbon, seit einiger zeit gestorben war. Ob er ' , oder ^dabey gehabt, selbst auf den thron zu MS