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trouppen auf, und schlüge sich zu dem interesse diestr beyderCronen. Siehe Lothringen.
Hertzoge von Mantua:
Carolus I. von Gonzaga, Hertzog von Mantua , Reversund Rhetel. Sein vatter war Ludovicus, Friderici II.söhn, welcher mit seiner gemahlin Henrietta von Eleve, Fran-cisci Hertzogs von Revers tochter und erbin, solches Hertzog-thum erlanget hatte. Er gieng an. 1608. als Ambassador nachRom, wobey er sich wohl aufzuführen wüste, auch wurde erin verschiedenen verßhickungen gebrauchet. Er vermählete sichan. 1599- mit Cathärina von Lothringen, Hertzogs Caroli vonMayenne ältester Printzeßin, und fuccedirte feinem VetterVincentio II. in dem Hertzogthum Mantua und Montferrat.Denn fo bald er den tödtlichen Hintritt des Hertzogs Vincen-tii II. erfuhr, kam er in der grösten eil aus Franckreich nachMantua, und nahm selbige lande in besitz, welches ihm, daer von Vincentio U. hierzu befchieden , und die Unterthanenbereits darzu verbunden waren, desto leichter wurde. Allein,weil er wegen des Hertzogthums Revers ein vafall vonFranckreich war, so weigerte ihm der Kayfer Ferdinandus II.die Investitur, auch war der König von Spanien und derHertzog von Savoyen nicht allzuwohl zufrieden, daß ein Fran-zösischer Printz Hertzog von Mantua seyn sollte. Die fachekam zum kriege, und weil sich König Ludovicus XIII. vonFranckreich dieses Hertzogs Caroli eifrigst annahm, eroberte eran. 1629. den paß Susa, und nöthigte hierauf Gonsalvum vonCorduba, Gouverneur von Mayland, die belagerung Casal auf-zuheben. Im folgenden jähre i6;<-. wurde die stadt Mantuavon den Kayferlichen mit stürm erobert, und übel zugerichtet,der Hertzog selbst muste sich ergeben, und ward nach Molara insFerrarische gebracht, da ihn die Venetianer unterhielten. Hier-auf belagerte der Marquis Spinola die vestung Casal zum an-dern mal, es wurde aber auch diefelbige stadt durch die Franzö-sischen trouppen befreyet. Weil nun der Kayfer FerdinandusII. mit dem Teutschen kriege genug zu thun hatte, kam es end-lich an. i6zc>. zu Regenspurg, und das folgende jähr zu Chie-rafco zu einem völligen vergleich , dessen vornehmster artickulwar, daß Carolus beydes von Mantua und Montferrat die be-lehnnng empfangen sollte, welches auch den 21. junii an. 16; r.würcklich ersolgete, jedoch muste er dem Hertzoge von Savoyenvon dem Montferratifchen etwas abtreten. Das HertzogthumRevers und die landfchafft Rhetel verkaufte er nachmals an denCardinal Mazarini, und reservirte sich weiter nichts, als ge-wisse einkünfte von der stadt Charleville, die er an. 1609. ausdem dorfe Arches in Champagne gebauet hatte. Er starb den21. feptembris an. 1657. und hinterließ von feiner gemahlinCatharina, Hertzogs Caroli von Lothringen und Mayenne toch-ter, Franciscum Hertzog von Rhetelois, welcher den 1;. oct.an. 1622. verstarb, Carolum II. Printzen von Mantua, seinenNachfolger; Ferdinandum, Hertzog von Mayenne, welcheran. 16; 1. jung in Italien verstarb ; Louifam Mariam, welchean. 164;. zu Paris durch einen Abgesandten mit König Uladis-lao IV. in Polen vermählet, und hieraufden 16. julii an. 1646.zu Cracau gecrönet wurde. Zum andern mal vermählte sie sichauf vorhergegangene difpensation den zo. may an. 1649. zuWarschau mit König Johanne Castmiro von Polen, ihres vo-rigen gemahls bruder, starb aber ohne erben den 10. may an.1665. Annam, welche den 24. aprtl an. 164;. mit Pfaltzgra-fen Eduardo vermählet wurde; und Benedictam, Aebtißinvon Ävenai, welche den 21. fept. an. 1657. zu Paris verstarb.
bist. doiirsx. Kr,c lte Ls
bist. clu regne cle Louis XIII. tom. VI. /kecker/ rrar-rr, rom. III. p.z 17.
Carolus II. Gonzaga, Hertzog von Rhetel, Printz vonMamua, ein söhn des vorhergehenden, war gebohren an. 1609.und machte jederman sich grosse Hoffnung von ihm. An. 1627.den 24. decemb. vermahlte er sich mit Maria von Gonzaga, dereinzigen tochter Francisci III. Allein er starb vor seinem vatterim fept. an. 16z 1. jm 22. jähre feines alters. Er hinterließ ei-nen söhn Carolum III. der ihm gefolaet; Eleonoram, die drit-te gemahlin des Kaystrs Ferdinand» III. und Margaretham,welche nach feinem tode gebohren. c?o«rr a'/ea-
/re, p. 269.
Carolus III. Gonzaga, Hertzog zu Mantua und Monistrat, ein söhn des vorhergedachten Caroli II. wurde in währendbelagerung der stadt Mantua an. 1629. gebohren, und in deMoment, da er auf die weit kam, flog eine feindliche stück-kgel durch das gemach, darinnen seine Mutter im kind-bethe glegen. Als Mantua an. i6zo. an die Kayferlichen übergienholte ihn der Marquis äe Pomara eilends aus dem Nonne!kloster, da man ihn erzogen, und salvirte ihn in die citadellNach seines vatters an. i6zi. erfolgten» tode ward er unter daufsieht und vormundschasst seines groß-vatters Hertzogs Carli I. anfangs erzogen. Seine mütterliche groß-mutter dHertzogin Margaretha zu «savoyen, hatte in feiner jugend eneu anschlag, ihn heimlich aus Mantua nach Mayland z, und spanische protection zu stellen; als es abl"ch / musre sie sich in Spanien retiriren. Wie fein obgan.i6;7. auch die weit gesegnet, fiel mihn die succeßlvn der Hertzogthummer Mantua und Montfe
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rat, ingleichen der Hertzogthümmer Revers, Mayenne undRk^tel in Franckreich. Seine nintker eontinuirte die vorm«^^
schafft und regierung bey seiner minorennität, die bey rc» ^maligen kriegen in Italien sich in der Neutralität zwim/^
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Franckreich und Spanien, und also dieses ihres sohnes ian^ruhe und frieden confcrvirte. Bey seines groß-vatters leoen ^ihm der Marchese Cavriani zum Hofmeister fürgefttz», > ^mutter aber änderte solche aufficht, und vertraute fe!v>g.^XxGrafen Scipioni Arrigoni,worwider man sich an Franwiw^feite jaloux erwiese, so daß seine mutter den Grafen Roisi "Er-dachtem Arrigoni zuordnete. Nach angetretener regiermw .zwählte er sich im nov. 1649. mit Jsabella Clara, Ertz-H^.,.Leopoldi zu Oesterreich tochter, welche den 21. aug. an. r ^einen Printzen Ferdinandum Carolum gebohren.zwar eine Heurath mit vortheilhafften conditionen, worunn ^wiedereinräumung seiner vestung Casal, die sich vieleFranzösischen Händen befunden, gewesen seyn soll, mit oes^ ^dinals Mazarini fchwester tochter angetragen, doch voncusirt worden seyn. Er vermählte seine einige fchwesternoram an. 16; 1. an Kayfer Ferdinandum III. welche F'^itauf nach Deutschland selbst begleitete. An. 1652. schloß er ^dem Spanischen Gouverneur, Marchese äe Caracena^/tractat, ließ mit Spanischer hülffe durch Carolumgam den stptemb. die stadt Casal einnehmen, und rv ^ihm vorn Könige in Spanien monatlich zooo. cronen zu ^Haltung der garnifon versprochen. Er protestirte auwKayferlichen Hofe wider des Hertzogs zu Savoyen beievL^-über diejenigen lande, so selbigem durch den frieden zu THUrafco an. 16; i. zugeeignet gewesen. An. 16;5. that er en>st in Franckreich, allwo er wegen des Hertzogthums N.evA Mseines vatters schwestern der Königin Louist Marie in u ^0-und Anna, Pfaltzgraf Eduardi gemahlin, einen langenceß gehabt, weil dieselbe allbereits bey ihres vatters lochtestrevenuen von solchen Fürstenthümryern genossen; Post»aber endlich den Proceß,. jedoch daß er der Königin sN;00000. und der Pfaltzgräsin 400000. cronen zum heura » Aheraus geben sollte. Bey dieser seiner anwcsenheit M ö.reich verglich er sich mit dem Könige dahin, daß er in C«l"garnison von Schweitzern legen, und deren bezahlung vs'nige in Franckreich erwarten, hingegen die SpanUcy-^Mknicht mehr annehmen sollte, welches er aber nicht EchfiSkommen liesse. Als an. 16;6. (in welchem jähre er dlet" dsttion der ihm zuständigen stadt Roßignano demoliren »aiu Mestadt Valenzia von den Franzosen eingenommen worden/er sich zwar, als wenn er Franckreich hierunter favorili^ ^ er1657. aber erklärte er sich öffentlich vor Spanien, namit dem Mayländischen Gouverneur, Grafen von Fw GMgna, einen vergleich getroffen, vermöge dessen ihm .Jachst'von Spanien vor alles, was er in Franckreich verlieren ' g sel-tne indemnisation und jährlich 80000. cronen zu bezawner garnisonen versprochen, auch er von Ferdinands lu^eMcsrius und denerLlilllmus in Italien erkläret, und der ^lll zuGraf von Enckenvoert mit einer armee aus Deutschlandcrhülffe gesendet worden, womit nebst seinen eignenden krieg wider den König in Franckreich und deM HEden Hertzog von Modenain Italien aeführet. Nachtust U»'ten Kaysers tod confirmirte ihm Leöpoldus das MÄ-gtEKayserliche Generalat, und damals muste die Fvanzsst ^ypriuund der Hertzog zu Modena von der belagerten stadt fLäcirte/äella Paglia abziehen. Mit Kayserlichem consens eev ^ Ae.auch, zu einschrenckung der contributionen des gev" siM'fneral Enckenvoert, zehen regimenter in sieben, als^ ^a Ecommando angewiesen waren. Der Hertzog Mihm aber an. 1658. in sein Hertzogthum Mantua, uzeit er seinen vornehmsten 8eLrewrWm, Angelumhinrichten ließ, denn er beschuldigte ihn, daß er deM-V^ave«^Modena seine anschlüge verrathen. Der Hertzog s" ^ pgyrückte auch in das Montferrat, und eroberte DM^sseN,bewegt ward, sich an. 1658. in einen frieden emzw ' pyd i ^Kayferlichen und Spanischen bündnis zu renutE' pKe>wieder in Neutralität zu setzen. Durch diese .gegen »Msterwiesene seindseligkeit, hatte er sich des KoMlss " »wecket, der auch an. i6;8. auf dem Reichs - tag ^xMV^spurg, wider das ihm in Italien zugeignete Vlcm' Her Ab-ließ , und dem Hertzoge zu Savoyen favorisirte, dav^^^sno behielte. In Leopoldi capitulation ward aE oistLjKriret, dawider er den 18. jul. an. 16; 8. zu. Mam ^protestiret. Als an. 1660. zwischen dem Könige'n^,Heu ^und Spanien der friede geschlossen werden Ms,/zwischen ihm und dem Hertzoge Carolo Emanueie»^salvaoschwebende irrungen, dem gedachten Grafen o^s AM--und dem Französischen General dem Hertzog zuterfuchen, aufgetragen, die auch zu Valenz« veM i^ck-nahmen, doch an beyder Könige Abgesandten zu ^ cndnAyckden Cardinal Mazarini und Don Louis äe Hu^ jähr v pyvinittirten, da es völlig abgehandelt worden. ^ Revers pst.an. 1659. denr. jul. hatte er dieHerM E,-
Donzi in Franckreich dem Cardinal Mazarim 1 TeuM pgchAn. 1660. that er nebst seiner mutter eine reu " ^kam zu Bruck zum Kayser Leopolds, der um w« (gysGrätz nahm, und sehr gnädig tractirte. Bey Ewigemkunft in Italien aber starb seine mutter noch m' ^yfek ^re, im 49. jähre ihres alters. Er "6'üwte
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