5Z8 car
bi , Herculanea, rc. Durch solche glückliche thaten der Rö-mer wurden die benachbarten volcker in grosses schrecken ge-setzet, weil sie sich befahreten , es mochte auch um ihre frey-hett gethan seyn , wenn die Sammler gäntzlich ruiniret wur-den ; derohalben griffen die kslilci und Hetrurier zu den Waf-fen, sunden aber von Carvilio tapfern widerstand, da im-mittelst sein collcge Sepinum wegnahm. Darauf kamen siebeyde im triumphe wieder nach Rom. Spurius CarviliusMaximus hatte einen söhn gleiches nahmens , welcher L. ü.«!Lo. ü. N. N L. 2?4. zugleich mit L. Posthumio AlbinoBürgermeister war, und eben vor denselbigen Carbilius Rugagehalten wird, der zu erst sein weib ä. ü. 52;. von sich gestos-sen hat. siehe Carbilius Ruga. /.rrE, üb. x.
Carus, (Marcus Aurelius) ein Römischer Kayser vonNarbonne gebürtig, wie Eutropius, Aurelius Victor undandere angemercket haben, obwol Vopiscus unter vielen an-dern Muthmaßungen von seinem Ursprung diese für die glaub-würdigste vorzieht, daß er im Jllyrifchen lande, wiewol vonPunischen oder Carrhaginensischen eitern, gebohren sey. Erwurde an. 281. nach dem absterben Probi zum Kayser erweh-ret , und hatte zwey söhne, davon der eine Carinus, und derandere Numerianus hieß, welche er alle beyde zu Kaysernmachte, und den ersten in Gallien sandte, den andern abermit sich in die morgenlandische gegendcn nahm, allwo er dieSarmatier und Perser schlug, und nachgehends an. 28;. inder stadt Ctestphon in Mesopotamien schon vorher kranck zubethe liegend, nach einem entstandenen sehr heftigen ungewit-ter, und harten donnerschlage, gar todt gefunden wurde, nach-dem er ein , oder wie Aurelius Victor will, 2. jähr regierethatte. , in Lsro. Lr-rr ox. üb. IX. *
* Carus, (Joseph Maria) ein Römischer Ibeoloxub und
Lutigusriub , hat an. 1691. zu Rom in 4. drucken lassen : fln-t!guo8 Übro8 Mlüuum üonumX ÜLLieii-L. welchen voran ge-setzet ist eine dissertation von den alten gebräuchen beym meß-singen, als: äs ilmipüorm, üicsnia, X;rie eleifon, H)'MN0Ungeüco , , Tmöku , und insonderheit V0M Xelpon-
lorio grsäsü. sn. 1692. menf. octobr.
x. 478. feg.
*Carusis , (Bartholom. Simeon äs) ein Augustiner-Mönch aus Urbino , war ein treflicher 1 üeologu 8 und Ormor,lehrte nachgehends zu Paris mit grossem rühm, und ward an.i;47. Bischofs in seinem vatterlande, starb aber drey jähr dar-nach, und ließ Müsloquium 8 . LuZMiui , Lyon 15;;. Pa-ris 1645. und 1672. in fol. Nilleloquium O. Lmbrolü, Lyoni;§6. in fol. LommenMrio8 in 8cripcurirm 8. ex tlu^uiüni lu-cubr-»tionibu8 coüeclos , welche Joh. Gastius an einigen ortenverändert, und, wie Theoph. Raynaudus, äs bonib L msl.übr. p. 166. und Vincentius Placcius, LLtsI. kkeuäon^m. p.198. bezeugen , vor seine arbeit ausgegeben. Sie sind zu Ba-sel 1542. in fol. zu Venedig 154;. und 1545. in 4. gedruckt. 1r.
äs gimtuor novilümi8; Lompenäium Übrorum Lgiä. üo-msni äs üegimine krincipum <Lc. äill. äs 200.
scriptor. äugulk. x. 92. , Ital. Iscr. tom. II. p. 787.
* Carusius, (Hieronymus) ein Neapolitaner von Vitu-lano , diente um den ansang des XVII. üecuü unter dem Her-tzog von llrbino im kriege, und schrieb Hiiloria in ottsv-l Kims,neüa guuls ü rssontL il veritürno luccsllo äs! Niker^bils sss-leäio, <L srrelL äells Litt» äi Vsrcelü.
* Caruso, (Joh. Baptista) war zu Polizzi in Sicilien, un-weit Palermo an. 167;. den 27. dec. gebohren. Er studirte zuPalermo bey den Jesuiten die Philosophie, fand aber, nach-dem er ohngefehr die schriften des Baconis äs Verulamio indie Hände bekommen, an dem scholastischen vertrag keinen ge-fallen mehr, und fieng an die schriften der neuen l'bilolbpbo-ium, vornemlich Cartesii und Gassendi, fleißig zu lesen. Weilihm aber auch diese nicht allerdings genüge thaten, fiel er ausder 8cspticorum feite. Unterdessen bekam er an. 1700. gelegen-heit, mit zwey jungen Herren eine reise durch Italien nach Pa-ris zu thun / woselbst er mit den gelehrtesten leuthen, inson-derheit dem k- Mabillon, bekannt machte. Nach seiner zu-rückkunft legte er sich mit besonderm fleiß aus die erkänntnisder alterthummer und geschichte von Sicilien, und gab davonan. 1718. eine probe, da er den ersten theil seiner NemansIKoricbe äellu 8iLui-i, anö licht stellte, darinnen die geschich-te dieses landes bis auf an. 12^4. erzehlet werden. Der an-dre , der bis auf die bekannte Vespern 8iculu8, und der drit-te theil, der bis auf die jetzige zeiten gehet, sind noch nichtgedruckt, wurden aber durch die Vorsorge seines bruders,Francisci Caruso, erwartet, indem der smbar an. 1724. den1;. octob. gestorben. Ein jähr vor seinem tobe hat er zu Ve-nedig in 2. folianten, unter dem titul : üibüotbess 8iciI>L,eine sammlung von Sicilianischen geschicht-schreibern herausgegeben, deren wercke theils rar geworden, theils nie gedrucktgewesen sind. Er war auch noch willens, einen Loäisem 8c-^eüss 8iculL; eine Nilloriam ütersrism von Sicilien; inglei-tben vsris koelie ä'sutori 8iciÜLui zu publiciren; allein der
tod hat alle diese anschlüge unterbrochen. ä- /etteraer
ä tom. XXXVII.
ein Griechischer autbor, von Pergamo gebürtig,hat Lommsmario8 lüüorisas geschrieben, welche Athenäus
rar cas
anführtt. Man weiß eigentlich nicht, zu welcher leit chhat. üb. VI. X. XI. XII. XIII. XIV. bibl. e-
*Cary, (Henricus) aus Hertfordshire, hattewohl jtus^ward an. 1622. am Hofengagirt, und endlich Vstcomudem nahmen Falckland; gab im Englischen das leben -di II. doch ohne nahmen heraus, und starb an. i6zz. ^ ^
* Cary , (Lucius) Discount Falckland, war wegen l" ^Englischen Poesie und andern qualitäten sehr astinurt,
Staats-8ecrerariu8 bey Carolo I. und concipirte das n ^
so damals in Caroli nahmen heraus kommen; stmss^Meliweil er in der Theologie wohl erfahren war, in dem Eng"' ^von der infallibilität des Papsts, und ließ einige reden /Parlement gehalten. Er blieb in dem treffen beyden 20. sept. an. 164z. und seine vortrefliche bibliotye«-tauschte sein söhn um ein paar Pferde. lr^-->ä. ^
* Cary, (Robert) aus Devonshire, wurde an.ckor )uris zu Oxford, und hernach Lrcüiäiaccmus
war in der Critic wohl erfahren, schrieb kiä-sologia Lvround starb an. 1688. i.^,
*Carvl, (Joseph) ein Englischer Puritanischerder sich Carolo I. in seinem gefängnis öfters als Cap'^herdringen wollte, aber allezeit von ihm verworffen wurde, . ^sich stin haß gegen dem König vermehrte; predigte HE,her-vor Cromwellen, gab sehr viel predigten heraus, schruv a>ckungen über den Hiob; arbeitete mit an einemund Griechischen Lexico über das Neue Testament, lan. 167z.
Casa , (Johannes äs la) Ertz-Bischoff von BeneveuMvon Florentz gebürtig, und lebte in dem XVI. üsculo uiu ^Päpsten Paulo III. Marceüo lll. und Paulo IV. welchE jh„ner in wichtigen Verrichtungen bedienten. Der erste peilzum Ertz-B>schoff von Benevento, und würde ihm a».^/Cardinals-Hut ausgesetzet haben, wenn ihn nicht das «che leben dieses Ertz-Bischoffs davon abgehalten hatte-cellus II. war ihm zwar sehr affectiomrt, allein Mu ^ er-regierung verhinderte ihn, dem äs 1a Casa diese g?Ä,Melr,zeigen. Paulus IV. brauchte ihn in vielen verrE» ^worauf er nach Rom kam , sich daselbst in der einsahstudier, gantz ergab, und den 14. nov. an. 1557-hat von ihm das leben des Cardinals Bembi, ingle^ ^1^Cardinals Contareni, wie auch einen tractat äs Norm- p,eütste unter dem titul: 6a1atüeu8, üvs äs Liv. llllb
aus dem Italiänischen in unterschiedene sprachen vbertztz ^ p.von Nathan. Chyträo mit anmerckungen versehen wora. m. Er war in der Lateinischen spräche wohl erfaws 'ein treflicher Poet. Etliche haben diesem äs ia Casa ^ §girisäs Üauäibu8 Leäeraiüse zugelegt, allein AegidiuS V pc>r-und andere haben gezeiget, baß dergleichen buch ussw „lo äelHanden gewesen, und daß des äs la Casa getichte, ^
korno genannt, zu diesem gerächte gelegenheit gras"« ^„lierches zwar ein üurlesque oder schertz-geticht, abergar freyen und schändlichen reden ist , welche erm-von diesem character auf keine weise anständig s äe l»Eben dieser Menagius hat auch eine Lateinische ^A^eriu^Casir heraus gegeben, so er wider Petrum Paulum ^Bischoss zu Capo ä'Jstria, verfertiget. Seine Operwelche Petrus Victorius zu Florentz an. i??4. "v
hat Nic. Hieron. Gundling in dem XVIII. Lculc, Kmehrter auflegen lassen. , tr-lg<Läirr äs "
in prXÜltions. in musteo üiü. rn ll-'
äs scr. s-ec. XVI. Lnti-üm> '
llli^
In äs! Lsmpo, ein
Isl Lsmpo, ein Königliches S^.schiivHaus, an dem ffuß Mancanares, etwa» einen bucyir > ^
Span»
neu büchstn - ^
dem Königlichen pallast zu Madrid. Dieses haselbst ist gar schlecht; allein, der daran gelegene garw^ ^>N'um und um mit mauren umaeben, und von gM
chen umfange ist, hält unterschiedene schone sM. obtt^
fontainen und teiche in sich, wie auch eine menMe» Me tz -behältnis von allerley fremden thieren. Bey pes Kv, .Ahet man, auf einem fnßgestelle von meisten marmor, ^ pyrPhilippi III. statue zu Pferde, welche von ertz «e
eine sehr geschickte Hand verfertigt worden.äs 1'8ss>. x. 2 ;;.
* Casatr, Casaira, eine stadt in der Aftttamiu^Segelmeffe, welche einen grossen Handel nach etts
spießgias treibet. §vastv
Casal oder Casale, mit dem Zunahmen ^
Lkülis 8. Lvsüi oder öoäincc)M3§u8 , lind vrN -i^l nEazal äs St.Vas genannt, eine stadt m Mn^ S.e^nem eigenen gebiethe, so von ihr den nahmen M ^
einen Bistbofflichen sitz unter das Ertz -Blßtm n>gehörig, liegt an dem Po auf ebenem boden zwu f por v'jchg l-Valenza, und ist wegen ihrer bequemen läge 1 ^ Oxiden Lo-dert jähren starck bewohnt gewesen. Der A hernach ve^
hat ihran. 118 Ü. privilsgiu ertheilet .welche Hern,
ser Fridericus II. zu anfange des XIII. s«cuü mmehret. L-ixtus IV. machte sie an. "ss^montferrat, E,pthelmi. Paläologi, des Marggrafen von Mo^, ptä aBischofflichen sitze, und da wurde sie auch ^^x,tftrrat chtlandes und die residentz der Marggrafen vo
tat-