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Zweyter Theil. Bi - C.
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aber zum Assessor der Inquisition gemacht hatte) dermasseneingedenck , daß er ihnbald anfangs zum 8scretsrio Lpilco-pormn L Xegulsrium, und an. 167;. den 12. jun. zum Cardi-nal ernennete. Hierauf ward er ein Mitglied von unterschiede-nen Congregationen , ungleichen Ober-lüstliotstscsrius der Va-tikanischen bibliotheck und lüTlsclus äell' inäice. Er hattevon jugend an bis an feinen tod den rühm eines exemplari-schen Wandels. Dabey war er in allerley wissenschafften, son-derlich in der Kirchen-historie, in dem geistlichen Recht, inden Lancilüs und in der Litteratur sehr erfahren. Nicht we-niger gefchicklichkeit besaß er, Staats - affairen zu tractiren,und in seinem Umgänge war er nicht unangenehm. UnterJnnocentio XI. half er die rechte des Päpstlichen stuhls mitgrossem Nachdruck wider Franckreich vertheidigen; hingegenbeförderte er auch den vergleich mit dieser Crone unter Ale-xandra VIII. Diesem letzter» zu succediren hatte er nicht we-nig stimmen in dem Conclave an. 1691.; wie ihn denn auch dieFranzosen, ungeachtet seiner geburt, nicht weniger, als dieSpanier, zu ästimiren schienen. Man hat von ihm vorge-geben , daß er dem .IsnlsMlstio nicht allerdings »«geneigt gewe-sen. Er starb zu Rom den 2. mart. an. 1700. und ward in derLateran-kirche begraben. Seine bibliotheck, welche von eini-gen auf 60000. thaler geschähet worden, vermachte er zum öf-fentlichen gebrauch den Dominicanern slls Minerva, und da-bey zugleich jährliche reuten von zooo. thalern, um selbigezu unterhalten und zu vermehren. Er hinterließ keinen nä-hern unverwandten und erben, als den Marchese von Mon-tagnano, aus dem Hause Vespoli, seiner schwester sohns söhn.

Ilvril 1700.

Casanova, (Johannes) ein Dominicaner - Mönch, undnachmals Cardinal, war aus einem adelichen aeschiechte desKönigreichs Aragonien entsprossen. Nachdem er sich in den stu-dien hervorgethan, wurde er nach Rom geschickt, woselbst er un-ter Martins III. MMer 8. kslstü wurde, welcher ihn auch an.i4zo. zum Cardinal ernennete. Eugenius IV. setzte ihm an.14; i. den Cardinals-Hut auf, und gab ihm den titul St. Six-ti, worauf er zu Florentz an. 14; 6. starb. Er hielt es anfangsmit dem Baselischen Loncilio wider den Papst Eugenium; dochwandte er sich hernach zu des Papsts partey, und schrieb auchVor ihn. tit.XXIII. c.il. 8-6. V/EÜaw. in snnsl. Qa-

L äe Lsräin. /r«22r , stuom. illult. vomin.

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8a/or2a«o , äs jurelnä. üb. II. c. 1. n. 27. ^er«a»ä-2, bist- ^cles. noüri teinpor. üb. I. e. 6 . ^«Kr^str». ^

60min. bist. üb. I. c. 97. leg. bibl. 8xo«äa». 2

Üb. I. Larr», bibl.

*Casas, (Christophorus äe las) gebürtig von Sevl'Mhwar bey einem vornehmen Spanischen Herrn Secrersrms,starb an. i;?6. an einer unvorsichtig genommenen purgany^^hat den Solinum ins Spanische übersetzet, ingleichen.eln^nisch und Italiänisch Lexicon geschrieben. bw»

tom. I. x. 184. L-Mer, jugem. rom. II. cm?ric0'

* Casus, (Gundisalvus äe las) ein Spanier auslebte zu ende des XVI. lLsuü , und schrieb: ilree

Isäs en nuevs Lkxsnns, Granada 1581. in 8. so hrrnaw isttractat Herrerä und andrer äs Lgricusturs zu Madrid ifol. mit inseriret worden. Er hat auch vekenüs äs conq

5 conguiüs äores äe las Inäiss Oeciäentsles; iNgssUVäe la 6uerrs äe Ivs Lsticstimecos im MSNUscript hinterbibl. .

* Casus, (Vincentius äe las) ein Spanier aus Se" ^um das jähr 1500. gebohren, gieng nach America, umder erste, der zu Mexico an. 1526. in den Prediger-orden^,Er ist daselbst in dem 86. jähre seines alters an. 1586. seim^-und hat stülioris äe 8. OominZo äe 1a Provincis äe n

im manuscript hinterlassen. Sein leben ist bey demDavilla Padilla bist. xrov. Nexie. II. 68 - x. 579- )U>L»eo». bibl. Hilx. , äe lerixt. O. k. wm. ll-

Casati, (Paulus) ein Jesuit, gebohren zu Parma

1617. Er hatte grossen theil an der religions-änderung d" ^nigln Christinä, .wie er denn deswegen in verstellter traun MSchweben geschickt worden, von bannen er, nachdemvorhaben zu stände war, an. 16^2. wieder nach Jt""?,'^stoc-ket. Er ist an. 1707. den 22. dec. in seiner geburts-stE»den, und hat vieles in Lateinischer und Italiänischer m ^geschrieben, davon das meiste in physicalischen mater»stehet. IVevor,«, suüt 1708. x>. 14;;. wg^ st>l>r*

* Casanova, (Joseph äs) ein Spanier aus Magatton in

Aragonien, lehrte die Ander zu Madrid das a, b, c, und diebuchstaben nachmahlen. Er hak um die mitte des XVlI. ste-culi gelebt, und ärte äs elcrivir en toäss kormss 7 letrss infol. Ungleichen Ocsto iässs äe xinturs ksbulols, zu MadridX649. heraus gegeben. bibl.

* Casanova, (Marcus Antonius äs) ein guter Lateinischer

Poet, war von Como aus dem Mayländischen entsprossen,aber zu Rom gebohren, woselbst er auch an. 1527. an derpest gestorben. Er war sonderlich in üxigrsmmsribus sehrglücklich, und soll den Catullum und Martialem vollkommennachgeahmet haben. Seine stpigrsmmsrs sind dem I. tomaDeücisrmn kostsrum Itsüse einverleibet worden. eloZ.

x. 276. Larö-r, jugem. rom. IV.

Casus, (Bartholomäus äs Iss) ein Bischoff zu Chiapa inNord-America, war zu Sevilien an. 1474. aus einem altenund ansehnlichen geschlechte gebohren. Im 19. jähre seines al-ters that er mit seinem vatter Antonio äs Iss Casas eine reisenach America, von bannen er an. 1498. wieder zurück kam, undseine stuäi-l continuirte, und sich sowol in der Theologie alsRechtsgelehrsamkeit eine ziemliche erfahrenheit zuwege brach-te. Nachdem er sich in den geistlichen stand begeben, gieng eraufs neue nach America, hielt sich in der insul Hispaniöla auf,und muste endlich die Pfarre zu Zuguarama in der insul Cubaannehmen. Er machte sich aber bald wieder davon los, damiter vor die freyheit der Americaner arbeiten konnte, welche ihnjammerten, daß sie so grausam von den Spaniern tractirtwurden, weswegen er unterschiedene reisen aus America nachSpanien, und von dar wiederum dorthin that, sich auchdadurch viele semer lands-leuthe zu feinden machte; dem un-geachtet aber erhielt er durch seine eifrige und stetswähren-de remonstrmiones an. 154;. einige besondere gesetze vor dieIndianer, welche die Gouverneurs selber in Übung zu brin-gen gehalten seyn sollten. Der Spanische Hof war dazu-mal zu Valladolid, allwo Sepulveda und viele andere zu be-haupten suchten, daß man mit den Indianern ohne alle fün-de so barbarisch, wie man nur wolle, verfahren könnte, wi-der welchen äs las Casas 6. oder 7. tractate schrieb, in dereneinigen er die tyranney, welche die Spanier an besagten keuchenausübten, vorstellete. Im übrigen schlug er verschiedene Biß-thümmer aus, so ihm in America angeboten wurden; mu-fte aber doch endlich das zu Chiapa in Neu - Spanien anneh-men. Allhier residirte er bis an. i;;8. da er sehr alt undschwach worden, und daher sein Bißthum dem Papste über-gab. Darauf begab er sich nach Madrid, und starb daselbstan. 1566. im 92. jähre seines alters. Er hat daselbst verschie-dEschuften verfertiget, die aber nicht alleans licht gekommen;

er eine general-historie von West-Indien,

- äs Herrera in Verfertigung der steinigenbedienet hat. ^ Nex. still. c. 7. 8;. L üb. XXV.

gewesen, wegen der Verfolgung begeben hatten. Er ^ siu-insonderheit auf die Griechische spräche, Critic und Mm-miora , wie er denn auch erstlich zu Genf einen krolabgegeben, hernach aber zum krokellore der GriechlM'^eiuehe gen Montpellier, und sodann nach Paris beruften >. ge-da der König Henricus IV. eine sonderbare Hochamtgen ihn bezeuget, und ihn zu seinem Listliockecsrw .net. Nach dessen tobe erlangte er von Ludovico xr ^dessen mutter die sreyheit sich nach Engelland zu beE«selbst er auf vieler verlangen Laronü Limsles zu wv ^,4.ansieng. Er starb aber darüber zu London den r. Mss "'chesAZu Genf hatte er eine tochter Henrici Stepha»"thet, mit welcher er unterschiedene Ander gezcugel / Msonderlich berühmt Mericus Casaubonus, dessen H^M Egedacht werden. Einer aber von seinen söhnenCatholischen religion gewendet, und ist ein Capuclwge-worden. Er selber ist beständig bey der Reformirten gwblieben, obgleich einige vorgeben wollen, daß nachdem ^pina.terredung, welche zu Fontainebleau zwischen dem ^ ^, a>äu Perron und Philippo äu Pleßis Mornay vorgeg<M hezemRichter mit beygewohnet, einige Unbeständigkeit nget haben; oder vielmehr, daß er sich allda geneM- v-s erersten, als sür den andern aufgeführet. Denn ^«iger

stere anbetrift, so war obige disputationquem, jemanden in der Reformirten religion

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chen, als es da gar nicht um die Haupt-fragen, so"schen den Reformirten und Catholischen obsthw^j^us

um gewisse anzüge aus etlichen s ^ren ^mittlern zeiten zu thun war, wege er

dern lediglichIkeoloZis der

Pleßis von äu Perron war beschuldiget worden, „, i>"

unrecht und gegen den sinn der auctormn an^« p,e»von diesen streitigen örtern selbst nur etwan neu> ^ ^

nauereUntersuchung gekommen sind. Man hat"Kmsntarium sä kol^stium; Xotss sä Lcri^t^ Version .Luftse; sä tltkensei Oipiiolopkiüicon üb.

Xotss sä viogenem stsertium äs Vitis kstäo /^gvä»ngleichen sä TsteopstrsKi Lstsrsökeres ülorum ,,

L Lommeni. in 8trsbonem; ssnimsäverlionab Jo-

kers, um , in Xov. Häsin.; äs 8sryrica .^s^.i-sind- ftco-

a. so lauter wercke von »«gemeiner geschlcktta-rc zu

derlich aber sind bekannt seine üxelLüstiones u»legom. in Lnnslss, darinnen er angefangen ^^sscheu ^,

widerlegen. Es haben sich einige unter den v o

schriften darwider gesetzt, als Andreas EudamoHeribertus Rosweydus, Jul. Cäs. Bulenger» ^ chrom" raLansselius, denen aber Jac. Cappellus und xtius begegnet, und zwar Cappellus in v^uw

continentibus cxsmen pr-cchUf. !

ilsrum, guss säverüis illum moverunt ^ LvloNL^^y/äus, Lnärsss stuäismon sostsnnes , .Ift ' ^.jche ek y0k-

Montacutius aber in seinen Lntiäistnbis, andere he-gen vistribis entgegen gesetzt; wiewol aum» ^udHanden, welche beyde zugleich Baromum ^num critisiret, den Casaubonum conttn x