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Zweyter Theil. Bi - C.
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7. jun. Seine gemahlin war Elisabeth von Oesterreich, Ertz-Hertzogs Merti des Römischen Ungarischen und BöhmischenKönigs tochter, mit welcher er sich an. 1454. den 6. dec. ver-mählet , und folgende,Ander gezeuget hat. Uladislaus, geboh-ren an. 1456. ward Konig in Bohmen und Ungarn, und starban. i;i6. Casimirus, gebohren den ;. oct. 14^8. starb un-verheurathet an der schwindsucht an. 148;. Johannes Alber-tus, gebohren an. 146«. den 27. dec. ward König in Polen, undstarb unverheurathet an. 1501. Alexander, gebohren an. 1462.ward nach feinem bruder Johanne Alberto, König in Polen,und starb an. Sigismundus, gebohren an. 1467. wardgleichfalls Konig in Polen nach Alexandro, und starb an. 1548.Fridericus, gebohren den 27. apr. an. 1468. wurde Cardinalmit dem titul St. Luciä, dabey Bischoff von Cracau, undendlich Ertz-Bifchossvon Gnesen, starb an. 150;. an den Fran-zosen. Unter den töchtern Casimiri ward Hedwig, gebohrenan. 14;?. an Georgium, Hertzog von Bayern , vermählet.Sophia, gebohren an. 146;. ward Friderici, Marggrafenvon Brandenburg gemahlin. Elisabeth«, gebohren an. 1465.starb an. 1467. gleichwie auch die andere Elisabeth«, so an.1472. gebohren. Anna, gebohren an. 1476. ward an Bogis-laum , Hertzog von Pommern, und Barbara , so an. 1478.gebohren, an Georgium', Hertzog zu Sachsen , verheurathet,

ix. ss/rcöavr«,. üo«/r».

DAövavE Lc. XIII. XeZrii Lolon. mutLt.

Casimirus V. (Johannes) Sigismundi III. söhn, den erMit seiner andern gemahlin Constantia von Oesterreich gezeu-aet. Erwarben 22.mertz an. 1609. gebohren, und wurdenach seines bruderS Uladislai IV. tode, welcher an. 1648. er-folgte, zum König erwehlet. Denn nachdem sich dieser Printzder Arche gewiedmet, die meisten Europäischen Höfe besuchet,und zwey jähr zu Rom rm Jesmter-LoüsZio gewesen, gab ihmJnnocentius X. emen Cardinals-Hut. Der zustand aber desKönigreichs Polen nöthigte ihn, den thron zu besteigen, undvon dem Papste erlaubnis zu suchen, Lvuise Martam vonGonzaga, des gewesenen Königs seines bruders wittwe, zuheurathen , mit welcher er auch eine tochter zeugete, so das fol-gende jähr darauf starb. Er hatte eine gar unruhige regie-rung, sintemal nicht allein die Cosacken übel hauseten, sondernauch die Russen , nachdem sie selbige auf ihre seite gezogen, an.

. 1654. durch ihren beystand die vestung Smolensko eroberten.Das jähr darauf kam es auch mit den Schweden zu einemblutigen kriege, obgleich der stillstand erst an. ,66i. hätte zuende gehen sollen. Der Konig von Schweden überfiel Polenmit einer auserlesenen armee, mit welcher er erstlich Groß-Po-len und Masuren, hernach Klein-Polen nebst der Haupt-stadtCracau wegnahm. Ferner gieng er in Preussen, woselbst sichalle städte, ausgenommen Dantzig, an ihn ergaben. Johan-nes Casimirus mnste sich bey solchen umständen nach Schlesienin das Fürstenthum Oppeln retiriren, welches damals an Po-len verpfändet war. An. 1656. erholten sich zwar die Poleneiniger Massen, zogen die Tartarn an sich, und griffen hinund wieder die Schweden an, welches insonderheit die Lit-thauer thaten, welche die bey ihnen in den winter-quartierenliegende ziemlich aufrieben; ja sie eroberten wiederum diestadt Warschau, und bekamen den Schwedischen General Wit-tenberg gefangen. Es war aber unterdessen nicht nur derChurfürst zu Brandenburg Iridericus Wilhelmus, sondernauch der Fürst in Siebenbürgen, Georgius Ragoczy, aufSchwedische feite getreten, dahero es wiederum vor die Po-len sehr unglücklich lies, sonderlich da sie in der denckwürdi-gen Wacht bey Warschau, so drey tage währete, den kürtzernzogen. Bald darauf aber änderten sich die fachen, indemnicht allein die Russen in Lieffand einfielen, sondern auch derChurfürst von Brandenburg von der Schwedischen partey ab-trat , und der König in Dänemarck den Schweden eine diver-sion machte. Also verließ der König in Schweden Polen an.i6?7. Ragoczy wurde von den Polen aufs Haupt geschlagen,Cracau und Thoren wiederum erobert, und die Schwedenaus Curland gejaget. Ob man auch gleich in Preussen undLiefland den krieg noch zwey jähr fortsetzte, so wurde doch end-lich an. :66o. der friede zu Oliva mit den Schweden geschlosssen, vermöge dessen die Polen gantz Preussen wieder bekamen,dargegen sie ihre pratension auf Liefland musten fahren lassen.Den Russen muste dieser Konig Smolensko, Severien undKiow lassen , auch war es unmöglich, die Cosacken wieder zu-reckte zu bringen, deren sich einige zu den Russen, andereaber zu den Türcken schlugen. Das ärgste war, daß in demReiche selbst sich allerhand Unruhen hervor thaten, sonderlichindem sich die soldaten zusammen rottirten, und den sold, denman ihnen schuldig, mit gemalt forderten. Der Konig hielt da-für, daß sonderlich der Fürst Georgius Lubomirsky schuld daranwäre, daher sich dieser an. 1664. nach Schlesien begab, und ober gleich im folgenden jähre restituiret wurde, doch zu Breßlauan. 1667. starb. Endlich ward der König der regierung gantzüberdrüssig; dahero als die Königin gestorben, stellete er alles,n gute Ordnung, und danckte fteywillig an. 1669. von derregierung ab. Darauf erwehlten die Polnischen Stände Mi-chael KoribMWlesnvwizA der» 19. jun. selbigen iahrs, wel-cher darauf den 29. ftpt.gecrönet wurde. Johannes Casimi-rus gieng in Franckmch, woselbst er sehr wohl empfangen,

cas

und von dem Könige mit einer Pension, absimdcrlich obero^

der Adtey von St. Germain äss krer versehen wurde. -ei» ^aber ein wenig unpaß war, und dahero die gesund-wam ^Bourbon besuchte, fiel er bey seiner zurückkauft von darRevers in eine kranckheit, und starb daselbst den :4. dec. ^1672. Sein leichnam wurde von bannen nach Warm)»'^Polen gebracht, sein Hertz aber in der Abtey von S» ^Main äL8 krer, begraben. lVa/ecrr« , in skron. sä bN. , jäs rekus (isroli (luÜLvi. äs ?

kolon. Üb. I. c. 2. p. 98. Kc. Leben Joh. Casimiri. ^Casimirus, des Königs von Polen Casimiri IV-sohw " „Groß-Hertzog von Litthauen. Er hatte sich von knidyc» ^dem geistlichen stände gewiedmet, und lebete dannenyeseinem pallaste als in einem von der Welt abgesonderic» ^Er führte ein keusches leben , ungeachtet ihm die arU §then sich zu vermahlen, und bezeigte einen gantz weisecifer vor die Catholische religion, daher er sich auf a>» . ^bemühete, das lcüisma der Reussen auszurotten, Er Sei-2?. jähre seines alters den 4. mertz an. 148z. oder 8-.nen cvrper brachte man nach Vilna in Litthauen, unolus IV. canvnisirte ihn. «te ,

äs 8. LMmir.

Marggraf vo.n Brandenburg. Zsi-Casimirus, Marggraf von Brandenburg, Chnrfmiberti Achillis enckel, Marggraf Friedrichs des Afters 0^ten Fränckischen linie söhn , ward an. 1487. den 27. ssv ASophia, König Casimirs in Polen tochter, geboyre"-wurde in seinem ro. jähre Dom-Probst zu Würtzbmg-. ^1504. schlug ihn der Kayser Maximilianus zum Cvmithum Mayntz vor. Doch er hatte mehr tust zumer denn schon an. 2502. in seines vatters abwesendem Melegenheit eines sogenannten kirchweyh-schutzes, in aneAfhalterbach, wozu ihn die Nürnberger spöttisch a;r8. mann derselben erschlug, und die übrigen m o deinjagte. An. 1515. nahm er nebst seinem bruder Geor»vatter die beschwerliche regierung ab, und verwalte» erdemselben gemeinschasstlich. Es wird auch gerühmt ^ erdiesen seinen unvermöglichen und blinden vatter, > Mel.anwesend, selbst bey der Hand zu und von der raja»

An. 1519. war er, als Caroli V. Gesandter, am dm^Pi-tag zu Franckfurt, und nahm darauf in dessen nähme»digung in den Oesterreichischen erblanden ein. A/ ei»Ltrat er Freystadt und einige andere von seinem vannommene örter wieder an Chur-Pfaltz ab, und der« A-r-etliche dvrfer und flecken an den Egerischen geentzem hier-auf trat er mir in den Schadifchen bund, half den "'s xaEHertzog Ulrich von Würtemberg verjagen, und s»

fchlosser verstören. An. 1524. schrieb er ein convenm »e-

lichkeit in seinem lande aus, welchen aber diestwesucht, weil der Kayser verboten hatte vonzu dispuliren. In dem bauren-kriege hat MargAHrerAsonderlich viel zu thun bekommen. Erjagte die am velenthalben aus einander, nahm auch viele gefangf-nen, die ihm zuentbieten lassen, sie wollten ihn E,die äugen ausstechen, viele andere enthaupten, ' E Lstrenger verfahren haben, wenn nicht sein bruderdavon abgehalten hatte. Endlich ward er an.nando I. damaligen König in Ungarn, in selbiges Rem^neral wider Johannem von Zips geschicket, uman der rühr den 21. sept. jm Brandeno. ^

Hertzoge zu Pommern : Eö-rt-Ä

Easimirus I. Fürst in Vor-Bommern, ein 'vv» Mund Jdä, Königs Canuti in Danemarck tochter, z „M 7Bogislao seinem bruder unter Fürst Ratlborl, 1 " §

bruders vormundschasst, nachgehends aber unter ^ -

in Sachsen Henrici üsoni« schütz. (s. Bogislauspflegte zu Demmin zu restdiren, war sonst/m ? '^»pe

rer der gerechtigkeit, und ließ die strassen-rauber m ^„pere

all mit ernst aussuchen. Er starb an. n82. oder,^len, an. H87. in Palästina, und hinterließ Sua» ft,eo ^ein vatter gewesen Hertzogs Casimiri AI, welE^/. Po»regieret, und an. 127z. stine linie beschlossen. 2chrvn. 8sxon. M. «rnaislai»'jj/lN-

Casimirus II. Hertzog in Pommern, M„Mn krisdeEließ sich.sehr angelegen seyn, das durch dre Z?"''^bkunss . bAch verödete land mit emwohnern SachsiMv ^haüe»^r-anzufüllen, und viele seine städte darinnen zstarb an. 1217. zu Jerufälem, und hatte zumtislaum III. ^l.

Casimirus III. siehe Casimirus I. ^ se^

Casimirus IV. Fürst zu Stettin, ein 10 .^, derm^pgbeygenannt des grossen, war ein tapfer Anen brudern Suantiboro und Bogislao VH-or^^ >

gemeinschasstlich verwaltete. M Otw von „ pc

Brandenburg, mit beystand Königs >veg^„ ls

marck und Pfaitzgraf Friedrichs bey RH " ^.^n tro»^ppe^Uckermarck auf dm leib fiel, g.engen sie. und ^die Neumarck , nahmen dastlbst Nom^ein, und belagerten Königsberg , m 0 -S

Hertzog Casimir mit einem Pfeil m