Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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Olymp. OXVI.H.N. ;668. H.L. ;i6. geschahe. Darnach ver-mählte er sich mit Thessalonice , Alexander A. schwester,und kehrte wiederum zurücke, seine conqueten in Griechen-land fortzusetzen. Um eben dieselbige zeit soll er auch diestadt Thebe wiederum haben erbauen lassen. Hingegen ge-rieth er mit dem Statthalter in Asien, Antigono , weil sichdieser vor andern eine sonderbare herrfchasst anmassen wollte,in krieg, welcher mit veränderlichem glück geführet, endlichaber mit diesem bedinge geendiget wurde, daß Cassander dieherrfchasst in Europa behalten sollte , bis Alexandri söhn,den er mit der Roxane gezeuget, und auch Alexander hieß,zu erwachsenen jähren kommen würde. Allein Cassanderwollte nicht gerne die regierung wieder abtreten, derowegener die Roxane mit ihrem Printz Alexandra n. II. 44). heim-lich umbringen ließ. Er verleitete auch zwey jähr hernach denPolysperchon, der bey dem andern Printz Hercule Vormundwar, daß derselbe ebenfalls nebst seiner mutter Barsine aus demwege geraumer wurde; und ward also durchgehends für denvertilget und ausrottet der nachkommenschasst Alexandri iVi.welchem er doch so sehr verpachtet war, gehalten. Nachdiestm nahm er den Königlichen titul an, ließ sich in einbündnis mit Seleuco, Lysimacho und Ptolemäo wider Anti-gonum und seinen söhn Demetrium koliorcecsm ein, undals er seine macht mit den trouppen seiner bunds-genossen ver-einiget , brachten sie eine armee zusammen, welche aus 76000.zu fuß, 10500. reutem und 6000. eisernen wagen bestund;damit erhielt er einen vortheilhafftigen sieg wider seine feinde;welche eine armee von 70000. zu fuß, 10000. reutern und 7;.elephanten hatten. Die schlacht geschahe nahe bey der stadtJpsus inPhryaien It.L. 45;. Olymp. LXIX. 4. L. N. ;68;.ll. 0. ;oi. (siehe Antigonus und Demetrius koliorcetes.)Drey jähr nach diesem siege , H. II. 456. Olymp. LXX. ;. H.N. ;686. L. e.2y8. starb Cassander, indem ihm Würmer auslebendigem leibe wuchsen, nachdem er 19. jähr regieret hatte,daß also der ansang seiner regierung von L. N. ;668. undder Hinrichtung der Olvmpiadis, wie auch von seiner Vermah-lung mit der Thessalonica herzunehmen ist, und hinterließvon seiner gemahlin Thessalonicasöhne, nemlich Philippum,so nur ein jähr regierte: Antipatrum und Alexandrum, welchebeyde mit einander wegen der fucceßion stritten, dergestalt,daß der erste ihrer beyder mutter die Thessalonicen, weil sie sei-nem bruder günstiger war, als ihm, hinrichten ließ , her-nach aber selbst von dem bruder qetödtet'ward, auch seinen eige-nen Untergang bald hernach fand, von Demetrio knüorcece,den er wider Antipatrum zu hülste geruffen hatte, zu einemklaren beweis, daß die göttliche raache und straf dem Cassandroan seinen Nachkömmlingen vergelten wollte, was er an AlexandriU. geschlechte verschuldet. 1°««/ in Losot. /Vur. in Leinetr. <Lryrcho. üb. XIV. XV. XVI. üb. XIX.

in cliron. <Lc. *

Cassander, (Franciscus) ein Französischer Gelehrter in derandern helfte des XVII. sixculi. Er verstund viel Griechischund Lateinisch, schrieb auch gute Französische verse. Aberseine widerwärtigen und groben arten im Umgänge mildenkeuchen verursachten, daß er zu nichts kam und nichts geach-tet wurde, sondern in sinsternis und armuth leben muste. Die-ser sein zustand machte ihn vollends so verdrießlich , daß erauch auf dem tod-bethe kaum bewogen werden konnte, zu glau-ben , daß er GOtt einigen danck und liebe schuldig sey, weilihn derselbe so elend habe leben lassen. Er hat die letzten thei-le vorn Thuano Französisch übersetzt, kar-Mles liiüori^ues undeine wohlgerathene Übersetzung von des Aristotelis Xbewricisgeschrieben. üemaigues sur la 83t. I. äe Loileau, v. 1.

Cassander, (Georgius) ein berühmter Theolog der Ca-tholischen kirche, war auf der insul Cassandt nicht weit vonBrügge in Flandern an. 1515. gebohren. Er lehrte zu Brüg-ge , Gent und an andern orten, und ließ allenthalben sowol einegründliche gelehrsamkeit, als eine ungemeine Moderation inden religions - streitigkeiten von sich spüren. Weil er nunsehr zur einigkeit in der religion inclinirte , schrieb er ohneMeldung seines nahmens ein jucücium cke oKcio pü 3L pu-blicD trsnguiUiwris Vers LMLMis viel in koc reliZionis cüs-siclio, welches von Joh. Calvins , der in der Meynung stund,daß der bekannte Muz, Franc. Balduinus den Reformir-ten zum Nachtheil solches gemacht hätte, gar heftig wider-leget wurde. Worauf Cassander unter dem nahmen VerrannMoclesti kaLi-inontrmi antwortete; wiewol auch Balduinusdem Calvino nichts schuldig blieb, sondern ihm in seinem Lom-tnenwrio aä Iege8 cis famosis libellis L cLlnmniatoribus mitgleicher Heftigkeit begegnet, da denn zwischen Balduino undCalvino noch mehr streit-schrcften erfolget. Cassandri antwortist zu Cöln an. 1564. Balduini Lommemarius aber zu Pa-ris an. 1562. gedruckt worden. Im übrigen, nachdem Casssander eine zeitlang zu Brügge gelehret, begab er sich von ban-nen nach Eleve, die anabaptistischen controverfien zu unter-suchen , wozu er von dem Hertzog Wilhelms beruffen wor-den. Nachmals gieng er nach Duisburg, woselbst er sichan. 1564. aufhielt, als der Kayser Ferdinandus I. ihn durchein schreiben nach Wien berief, damit er sich feines raths we-gen der zwischen den Catholischen und Protestirenden schwe-benden reilglons-streitigkeiten bedienete. Weil sich aber Cas-sander wegen semer Unpäßlichkeit entschuldigte nach Wien zu

cas

komme«, ließ der Kayser alsvbald nochmals an

und verlangte, daß er schriftlich sein juäicium von ven ^ten streitigkeiten eröfnen möchte , welches er auch "Esoli-den» er die bekannte Lonlulrsticmem üe siticulis mterco 8 L krorestsnte 8 conrroversi 8 heraus gab, und selbige ^Kayser Maximilianum II. weil der Kayser Ferdinandswährender zeit gestorben war, überschickte. Cassanderunterdessen nebst seinem treuen freunde Cornelio Guauerv, ^.dessen freygebigkeit er unterhalten wurde, nach Coln oegwoselbst er im ansang des jahrs 15 66 . starb. Über bereis ^wehnte schriften, hat er noch viel andere heraus gegeo?da sind : Liturgie äe ritu L oiäine voininicse LwnT -clss; Oräo Komsnue äe Oikcio Müsse; Lymni ecele MpiLkertim gui Umbroüsni üicuntur , cum sckoüis ;äe 8 piriru 8 . noininstim invocsnäo; krecee eccleliÄÜlc ,Lollekts vulgo ckiLunrur, ex vsrÜ 8 übiis ecelelisüicoruciorum eonguilitse, cum 3IÜ8 nonnullie precstiomvleÄaruin speciem reserentibu 8 ; VirZiüi Msityris K r?Iriäeliüni Opern, cum prsek. Lalssuclii; Lominentsriusbu 8 in Lüristo N 3 turi 8 L gmicn bypotisli; cle Lllputwo ^ ^tium teliinionis veteruin ; cke kser» communione popuriague lpecie Lonluttscio, <Le. Seine Lonsultstio ^ pDcu 1 i 8 inter L^rbolicos kroteüaniee controverüe» » „l»i

Conringio an. 1642. wiederum heraus gegeben,vielen approbiret worden. Auch hat Hugo Grotius ^darüber geschrieben, welchen aber Andreas Rivetus ftlmsävsrüone 8 entgegen gesetzt hat, re.

XXVIII. XXXVI. L XXXVIII. bibl. Lelg.

Ltken. LeIZ. VeMe/ , eloges cke8 bommeb savLNS coM-/ovlL, , liiii. syncretillieal. lib. III. c. i. x. 185. /

in chestto. Arnolds ketzer-hist. k. II. lib. XVI. c. Z4- ^

Cassandra, Priami des Königs von Troja toA^eifwelche sich Apollo verliebte, und ihr dahero die gaave ^sagen mittheilte, mit dem bedinge, daß sie seinenlen sollte; als sie aber solches nicht thun wollte, ^Uube»Apollo , daß ihre prophezeyungen bey niemanden »funden; dahero, als sie der stadt Troja ihr bevorsteht ^ perglück prophezeyete, wurde sie darüber ausgelachet. M„erv6Zerstörung dieser stadt wurde sie von Aiace in dertempel geschändet, und von dem Agamemnone ab-gemacht , welchem sie vorher gesaget, daß er von V'^ fti-mahlin würde ums leben gebracht werden, aber eben«,nen glauben erlangen konnte. Daher Clitemnestra, 0memnonis gemahlin, aus eifersucht sowol ihren sis.WEauch die Cassandram umbringen ließ. Zu noch ^cherm bericht mag auch folgendes aus den alten M-

beygefüget werden. Als Apollo die letzte gunft von ,sandra nicht erlangen konnte, bat er sie nur um »' ^ ,yrund als ihm die Cassandra solches zugestund, brE-, denseinen speichel bey, dadurch sie bey ihren wahrsE' ^ M!glauben verlohr. Was Ajax an ihr in dem temp» ^nervä verübet, das muste;. jähr nach seinem rooe 1 ^die Locrenser perbüssen, welche mit einer schweren p' ^ dergesuchet wurden. Das oracul rieth ihnen,' ivv«' .ftE,plage los seyn, sollten sie alle jähre zwey ihrer M'0gleichsam zum opfer nach Jlium schicken. Diesesgen musien barfuß, halbnackend, und im elendenbey der nacht ihre reise nach dem tempel der Mmerva " ^fielen sie den Trojanern, ehe sie dahin kamen, , unde, wurden sie jämmerlich todt geschlagen , verbrap terE'sdie asche ins meer geworssen, erreichten sie aber ^ «yiwurden sie zwar beym leben erhalten , "iE',MiE'' -gantze zeit mit reinigung und kehrung des tempew ps HM.Die Daunier und die einwohner der stadt Ä

ihr einen tempel gebauet, nach Lycvphrons erzch ^M>rbild war den madgen eine freystadt, die sich "

Ihm wollten, weil ihre freyer zu heßlich oder MalsstE-- standes waren; die dahin fliehen wollten, muste" LAxu. Pwankleiden, und ihr gesteht mit gewissen färben ew VL

tarchus saghzu Talamos, einer stadt in Peloponne ,' ^ stv ^

cul der Pasiphae gewesen, und hielten einige oav h^enCassandra, welche da gestorben sey, und de" « ^be" ' jfl.phae von ihren ausspruchen, die sie aller welk g Lokommen habe. üb. t"'

üb. II. V. 242. sey. L»-V,'r<r llä ü. I. Lg?Ie. ,

Cassandra Ii6eü8, eine gelehrte ftauens-psr' p ^

Theologie wohlerfahren un'dderma,,- . ^ -

Papste Julius II. Leo X. Ludwig XU- KoM vo-'^,Ferdinandus, der König von Aragomen, versch^Än st^von Castilien, der Hertzog von Mayland , nno v ^ qege>^^dere hohe Standes- Personen eine grosse dowa^^^en ka-bezeigeten. Die gelehrten leuthe sslbst verwun^^ >a ^ ^ihre geschicklichkeit, und erholten sich N Aen.men ihrer viel nach Venedig, sie .zu befuwMb Edisputirte sie über gewisse philosophische h^ratb^^Mreine oration, welche gedruckt wurde. X.

Neclicum von Vicenza, nahmens Marw D ^ Leo> ^,p^an. 1521. starb, wie aus ihrem bneft, den gei"