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Zweyter Theil. Bi - C.
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er unschuldig soll gewesen seyn, und auch sonsten wegen derherrlichen gebände, damit er die msul Maltha ausqezieret, ge-rühmet wird. Nach ihm wurde Hugo äs Loubeux Verbale er-wehlet. xrivil. äe I'oräre äe 8. ^esn äe ^eiuiälem.

* Caßimogorod, oder Caßinogorod, Castromogorod,eine ziemlich grosse aber offene stadt in Rußland, zum Tartari-schen Fürstenthum Caßinow gehörig, amflußOcca, auf wel-chem sie ihre Handlung treibet. Sie hat ein meistentheils ein-gegangenes schloß, auf welchem ein Tartarischer Fürst alsHerr dieses landes residiret, welcher sich im vorigen steeulodem Czaar unterwürfig gemacht. 0/e«r. Persische reise - be-schreibung, IV. i.

(saßini, (Johannes Dominicus) war aus einem adelichenItaliänischen geschlechte zu Perinaldo den 8. jun. i6r§. geboh-ren. Er legte sich anfänglich auf astrologische Weissagungen , alser aber deren Nichtigkeit erkannt , auf die Astronomie/ und wardan. I6;c>. zum Professors dieser wissenschafften nach Bononienberuffcn/ allwo er an.is^z. die neue mittags-linie/ so an der Ar-che des H. Petronii zu sehen / verfertigte. Er erhielt auch dieaufsieht über die Wasser / und deren leitung / zertheilung rc. imBononiensischen gebieth / welches wegen der Niedrigkeit diesergegend, und den vielen dadurch lauffenden ffüssen / von grosserWichtigkeit ist / und die erfahrenste leuthe erfordert. An. i66z.setzte man ihn auch über das kort St. Urbano. Der Papstwollte ihn zu geistlichen würden erheben, so er aber abschlug.Als in Franckreich die Academie der wissenschafften aufgerich-tet ward / berufte ihn Colbert nach Paris / auf dessen anhaltener auch / ob er schon versprochen hatte, nach etlichen jährenwieder in Italien zu kommen/ daselbst verblieb/ und sich an. 167z.verheurathete. Er verfertigte auch daselbst eine mittags-linie /die an. 1700. zu stände gekommen. Man hat ihm in der Astro-nomie viel neue erfinbungen zu dancken / die theils in einzeln ge-druckten oblervstiombuL, theils in -er Historie von der Acade-mie der wissenschafften enthalten sind. In den letzter« jährenseines lebens ward er blind/ und starb an.1712. den 14. sept. fastohne alle kranckheit. Histoire äe I'äcsäemie lkoisls liesLeiences an. 1712. *

-f Er wohnte an. 16^7. zu Rom den berathschlagungenbey / worinnen die streltigkeiten zwischen Bononien und Fer-rara / so wegen der öfter» ergiessungen des Po-flusses / und derdeswegen in Vorschlag gebrachten ableitung des flusses Renoentstanden , sollten ausgemacht werden / da er denn gutegelegenheit hatte, sich sowol dem Papst als verschiedenen Car-dinälen bekannt zu machen. An. 166;. übernahm er die auf-sieht über das castell Urbano / änderte auch unterschiedenesan den dasigen vestungs-wercken / und wurde darauf / alszwischen dem Papst und dem Groß-Hertzog zu Florentz sich ei-nige irrungen wegen der Wasser des flusses Chiana erhoben hat-ten , dem zum Lommissario ernennten Cardinal Carpegna zumgehülffen gegeben. Als aber der streit dadurch nicht ausge-macht worden / wurde er an. 166?. allein nach Toscana ge-schickt / daß er wegen dieser fache mit den Ministern des Groß-Hertzogs tractiren sollte/ wobey ihm zugleich von dem Papstdie ober-aufsicht über alle Wasser im Kirchen-Staat anvertrauetwurde. Nicht lange hernach bekam er auch die inspection überdie vestung Perugia / wobey er jedoch seine kroleilion in Bo-logna behielt / bis er endlich an. 1669. sich nach Franckreicherhub, woselbst er an. 167z. naturalisiret worden / und auchnach der Hand beständig geblieben ist. Die grosse mittags-li-nie in Franckreich hat er nur vollends zu stände gebracht / in-dem dieselbe schon an. 1669. von ölr. Picard angefangen/und an. 168;. von dem Herrn äs la Hire verlängert worden.Von seinen besonders heraus gegebenen schritten sind unter an-dern folgende anzumercken: ve Lomem -mni 1652. L 165;.noviilimL Notuum 8oIlS Lpkemeriäes ex tsbuiis ,s. Dom. Las-jmi ä Nsrcdione lVIsIvLlia supputstse; Ibeorm motus Lome-vN an. 1664. Ishulce quoriäi-MK revolutionis maeularum^ovis, die er selber zuerst entdecket; cke 8olaribu8 A^porkell-bu8 L refra<ckl'c>nibu8 LpilkolL lII. Lpdemeriäes LononiensesMeäiceorum 8iäerum ; Xovs Xstio invenienäi geometrice Läirecke apogea, excenttieimres L Znomsliss motus plrmeta-rum ; u. a. m. 6ro^«a/e cie , tom. XXVII.

L XXVIII. , mem. tom. VII.

* Caßint / (Iordanus) ein Jesuit aus Palermo in Sicilie»/war an. 156?. gebohren. Er gelangte zu den ansehnlichsten be-dienungen seines ordens / und wurde wegen seiner bescheidenheitund demuth von groß und klein sehr werth und in- ehren gehal-ten / wie denn der Rath zu Palermo selber / als Caßini den 21.dec. an. 16; starb / sein leich-begangnis zu besorgen übernahm.Er schrieb in Italiänischer spräche XsrrsAonem äe vim L in-vencione 8. IkossliW, Palermo i6zi. und äe 8. Xolälla Vir-xine lidros lll. so nach seinem tode lb. 1651. in fol. herausgekommen.

Caßino / oder HIonrs Lassmo, ein berg in der provintz 1er-ra äi Lavoro in Neavolis / dararif der H. Benedictus ein weitberühmtes kloster gestiftet / dessen Abt vor diesem viele Bischoff-thümmer / Hertzogthümmer und Fürstenthüminer unter sich ge-habt hat. Von der stadt Caßino oder lVlont-Laüm, Lailmumoder Nonn LMnus, so unten am berge gelegen und ein Biß-thum halte / ist nichts mehr übrig. Die Congregation derMönche von Nome Lsklno, so zu dem Benedictiner-orden ge-höret / ist seit an. 1504. mit der Congregation von St. Justin«

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von Padua vereiniget gewesen. Das Lliwmcoa ^

welches an. 160;. heraus gekommen/ und darinnenHistorie dieses ordens / als auch / was sich sonst merckwurc ge ^der Arche zugetragen / von an. 542. bis nz8. befindlichstehet in 4. buchern/ davon die drey ersten von Leone omeivierte aber von Petro viscono verfertiget worden. Asshat man allhier einen 87noäum gehalten / davon die 00no8 in der letzter» edition der Loneillorum enthalten.

Caßino / (Antonius) ein Cardinal/ gebürtig von Ste»V^dirte in seiner jugend die Rechtsgelehrsamkeit zu Floren?»

wurde Cammer-LIericu8 bey oe»'^,

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aufkam er nach Rom /

ste / darauf Schatzmeister / ferner Vice-Legat von .und endlich Gouverneur von Romandiola. Hiernach^ v.er sich aufdem Loncilio zu Costnitz / woselbst ihn Maru ^den 24. may an. 1426. zum Cardinal machte. Er n>ne" gr-atis in unterschiedenen wichtigen Verrichtungen gebrauchn „ri-te auch den ersten leKonibus des Baselischen Loncilu 0^^//.starb zu Rom den 4. febr. an. 14^9. 0»«^»-. Lmc»«. ^ li/K/'e//. Lc. .-„aynt

Caßiodorus / (Marcus Aurelius) von etlichen zusx^ j„8enLwr, war aus einem vornehmen Römischen gellV'XIMder provintz Lucanien / nach dem jähr 46;. gebohren. . herMwegen seiner grossen geschicklichkeit / gelehrsamkcit nno :jysamkeit bey dem Gothischen Könige in Italien Theodor' ^grosses ansehen / daß er ihm auch das Gouvernementeilen anvertrauete / da er denn die rebellischen gemrMlandes wieder zurechte brachte. Hierauf machte ihn ^MiAcus an. 490. zu seinem Cantzler / vertraute ihm dietigsten Staats-geschäffte/ und weil er sich auch in denstwe^ ^verhielt / erhub er ihn zu den grosten ehren-ämtern, hgc-denn nicht allein Lomes Xerum krivstsrum und jAch

Airionum , sondern auch nach untersthiedenen andernan. 500. kstrltius und an. 514. Bürgermeister wurde.sem blühenden zustande seines glücks blieb er / so lange^^Mricus lebte/ ja auch nach seinem tode unter Athalarrco u zMMutter Amalasuntha / von welchen er aufs neue an.krxekscko prLtorio verordnet wurde. Allein an. 5 z?' er i'glvon dem Könige Vitige seiner ehren-ämter entsetz»denn in ein kloster begab / welches er in Calabrien sslo'^Miig^lassen / und die übrige zeit seines lebens in Übung Akeil und mit studiren zubrachte. Wenn er gestorben inwiß; doch erhellet so viel / daß er noch an. -562. den T'T.fAFfkaiLkÄlem geschrieben. Er hat sehr viel schritten ve^ll.>worunter noch vorhanden Varmrum Lpiikoismm ^

Hiüoriee LccleiiaüicL tkipurtitse libr. XII.;

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nur Jornandis LpiwmeIu finden; Lommenrsr. >

OüVlckis; lustiturionesLä ckiviuss ledkiones Ilbrill' ...

grsvhia liber; cie leptem Älleiplinis, le. 6rLwmat> /

riea, <Le. epiik. ; 1. L;2. m ' Kp.

,Iib. I. c. 2;. ^l»rrs//r. lih. II. dick. krsuc. c. 9 - l .

cie 1er. eecl. sci sn. ;62. cie 7,^, 0^

II. e. 19. äs leiern. lVlAth. c. 16. H. 2. Lc. ^ pM!

f Man hat erst an. 1721 . zu Florentz ein kleines' Achsben heraus gegeben / welches bisher nie gedruckt w" ' rrben Überschrift ist: Lsllioäori 8 en 3 tori 8 Lomplb-üolss <L Lcks äpolkolorum <L ckxocalyxim, e vet ekv^nonicorum Veroneulium lVlembkknis nuncDer Marquis Maffei hat dieses buch zuerstpreß übergeben. Samuel Wandler, ein PresbM^ ^Prediger / ließ es in dem folgenden jähr zu Landengen. Dieses geschahe bald darauf nochmal i» ^

XorE/k E juin 17,9. x. gt!

Caßiope / eine kleine stadt in Epiro / auf demgt 0^die Macedonischen grentzen zu / in der landscham ZrjschE-sei«den Alten Caßiopea hieß. Vor zetten war es enr , ve,,.^,sitz / und ist unterschieden von demjenigenPlinius und Ptolemäus gedencken / welcher or » ckEpiro lag / allein an der see-seite / und heu^ -nina genennet wird. ^tbiopi^!,bck

Caßiopea oder Caßiope / des Königs iupheh gemahlin / und der Andrpmeda muttek' e^ F

richten / daß sie über alle Massen der eitelken unv - zu lochet/gewesen , und daß sie sich eingebildet / we-t eA Eick

,n der Caßiopä land geschickt / welches grom" ' ,vovm-.und als man das Orseulum um rath geftage ^X,yc>rt 8die götter wieder versöhnen könnte / sey zur roincdHworden / daß sie des Königs einige tochtcr er Pj-chevs imeer-wunder vorwerffen mästen; icdocyy ^„piteraus solcher gefahr errettet, und auch von demLaß Caßiope nach ihrem tobe unter die sie '^r„en,'^ro^'daher dieser nähme noch jetzo gewissen it-nachtwarts stehen, pfleget beygelegt zu werv .

Mronom. lih. II. e. lo. yeM

* Caßipa , ein grosser ße l^^an^en greE'' hjaEchen America, um die gegend Pana, a ^ lanck / gwna. Die charten zeichnen keinen stutz c-er