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stadt Genua, nahmens Iulianus Adorno, welcher aber durchsein verschwenderisches leben sich in grosse armuth setzte, und nachro. jähren an. 1474. starb. Diese zeit über hatte »e theils beyallerley Verdruß, theils bey allerley eitler lust zugebracht, bis siehierauf von GOtt auf eine sonderbare weise völlig zu seiner er»känntnis und liebe gebracht ward. Nach welcher bekehrung sienoch;6. jähr gelebet, bis sie den 14. stpt. an. 1510. ungefehr imüz. jähre ihres alters zu Genua gestorben.Sie hat in Italiänischerspräche ein gesprach von der reinen liebe GOttes, und einen tra««tat von reinigung der seele nach dem tobe verfertiget,welche auchbeyderseits in die Französische spräche übersetzet, und öfters unterdem titul : sta Ideologie äs stsmvur oa 1a vie L Ie8 osuvres äs8re. Lkltliarine äs 6ens8 gedruckt ist. Ihr leben hat sowol ihrBeicht-vatter als ein anderer in Italiänischer spräche beschrieben.Arnolds leben der gläubigen L Kill. isteol.
Katharina von Courtenay, deni titul nach Kayserin von Con»stankinopel, war die einzige tochter Philippi von Courtenay undder Beatrix von Sicilien. An. izoo. wurde sie auf zulassung desPapsts Bonifacii VIII. an Carolum von Franckreich, Grafen vonValois, nachdem er durch absterben der Margaretha von Si-cilien ein wittwer worden, vermählet, welchem sie einen söhn,der aber bald wieder gestorben, und z. töchter gebohren, davondie älteste Catharina von Valois den titul einer Kayserin vonConstantinopel führte, und noch in der wiege an Hugonem ge»nannt Hutinum, einen söhn Roberti II. Hertzogs von Burgundzu Sens, an. 1,02. versprochen wurde; allein es kam nicht zurVollziehung, sondern sie wurde den zo. jul. an. iziz. an Philip-pum von Sicilien, Printzen von Tarento vermählet, welcher dentitul eines Kaysers von Constantinopel annahm. Als selbiger ge-storben , gieng sie nach Griechenland, und als sie nachgehendsnach Neapolis gekommen, starb sie daselbst im oct. an. 1^46.im 4 ;. jähre ihres alters. O« stilloir. äs Lonllamiuop.jiv. VI. äc VII.
Catharina , Königin in Engelland, eine tochter des Königsvon Franckreich, Caroli VI. von seiner gemahlin, Isabella, einertochter Stephani, Hertzogs von Bayern. An. 1420. den ;. jun.vermählte sich mit ihr zu Troves in Champagne der König vonEngelland Henricus V. welcher in denen dabey geschlossenenheuraths-tractaten die Versicherung bekam, seinem schwieger-vat- -ter in dem Königreich Franckreich vollkommen zu succediren.Das folgende jähr den 24. febr. ward sie in Westmünstermit grossen solennitäten gecrönt; worauf sie den 6. dec. desselbi-gen jahrs zu Windsor einen Printzen gebahr, welcher, nachdemsein vakter den letzten aug. an. 1422. mit tode abgegangen, unterdem nahmen Henrici VI. demselben succedirte. Catharina, wel-che kurtz zuvor zu ihrem gemahl nach Franckreich gereiset war,.gieng bald nach dessen tode zurück nach Engelland , allwo einarmer Edelmann aus dem Fürstenthum Wales,nahmens OwenTudor, sich durch seine gute gestalt und andere geschicklichkeitendermassen bey ihr zu insinuiren wüste, daß sie ihn ihrer absonder-lichen gewogenheit, und endlich gar ihres ehe-bethes würdigte,welches letztere, so ungewöhnlich es auch schien, dennoch von denHertzogen von Glocester und von Bedford , als damaligen Re-genten von Franckreich und, von Engelland, mehr befördert alsgehindert ward; Von den söhnen, welche diese ungleiche ehehervorgebracht, (wovon der eine des Königs Henrici VII. vatterworden) wie auch von andern umständen diese Heurath betref-fend, siehe den artickul Tudor. Die letzte zeit ihres lebens brachteCatharina in einem Nonnen-kloster zu, welches zu Bermondsea,in der provintz Surrey, sich befand, und daselbst starb sie auchden 2. jan. an. 14,7. in dem zs. jähr ihres alters. Ihr cörperward auf eine solenne art nach Westmünster gebracht, und nebenihren ersten gemahl gelegt. Als aber ihr enckel, der König Hen-ricus VII. die von ihm sogenannte capelle in Westmünster bauenließ, ward ihr corper in eine seiten-capelle gesetzt, allwo derselbenoch zu anfange des XVIII. llesuli in einem höltzernen sarge aufeine solche art gestanden, daß man selbigen öfnen können, undfast einem ,edweden erlaubt, das blosse gerippe in seine Hände zunehmen. in HsnriLo V. O« <A-e«e, Ich. VII. lull.
H.ugl. T'i-e !>,/?. 0/vol. I.
Catharma von Aragonien, Henrici VIII. Königs in En-gelland, erste gemahlin. Sie war Ferdinandi Latkolici undIsabella von Castllien tochter, gebohren an. 148;. Sie wardan.i zc>2. an Arthum, damaligen Printzen von Wallis, vermählt,aber nach einem fünf monatlichen ehestand zur wittwe. Weilihr schwieger-vatter Henricus VII. das reiche heuraths-guth, sosie mitgebracht hatte, nicht gerne wiedergeben wollte, muste sienach vorhergegangener Päpstlichen einwilligung des verstorbenenbruder, Heinrich, ehelichen, ungeachtet er damals nur im 12.jähre, und also 6. bis 7. jähr junger war, als sie, auch zu dieserVermählung nicht viel lust hatte , gestalt er denn m seinem 14.jähre dem damaligen Bischoffe von Winchester eine protestationdagegen übergeben. Sechs Wochen nach seines vatters tode voll-zog er diese Heurath dennoch, nachdem seine Räthe meistens dahingestimmet, daß solches rechtmäßig geschehen könne. Er lebteauch mit ihr bis an. 1-127. in einer friedlichen ehe. Aber umdiese zeit setzte ihm der Cardinal Wolsey , dem die Königin seineu»geistliche lebens-art verwiesen hatte, und der auch dadurch, welcher ihm zuvor Hoffnung zum Papstthum ge-^0^, da es -am treffen kommen, sich deswegen die wenig-ste sorge gegeben hakte, den grösten Verdruß anzuthun gedachte,
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allerhand zweifel über die rechtmäßigkeit dieser eheweil sie seines bruders weid gewesen, welches auch auf ^dinals anstiften, oder nach andern von sich sechsten ,"-.Wender aus Franckreich empfangenen instruction die Franko,Gesandten thun, und ihm eine Vermählung mit einer -eraus Franckreich vorschlagen musten; wozu noch kam, bayi'WKönrg in Annam von Borsten äusserst verliebt hatte, danm> ^er denn auf eine ehescheidung zu dencken anfieng, die auwin dieses Königs lebens-befchreibung zu finden, an. einelich geschahe. Die Königin bezeugte währenden probst" Mgrosse ftandhafftigkeit, niflehen Kayser um schütz an, weM^ „etdie Legaten, die der Papst zu Untersuchung der fache U ^„enhatte, vor ihre Richter zu erkennen, wollte durchaus nE .^rlschritt thun, dadurch des Königs absehen hätte können er>e' Wwerden, ließ sich mehr als jemals beyden öffentlichen ge-leiten des Hofes finden , und nahm sich einer ihr sonst -erwöhnlichen Munterkeit an. Sie hielt dereinst in gegen"'''beyden Legaten und andrer zu diesem gerichte verordnete» Desitzer an den König , zu dessen füssen sie sich warf, eine bess^jenrede, nach deren endigung sie hinweg gieng, und vor den ^ ^ sp-racht mehr erscheinen wollte, sondern vielmehr an den -erpellirte, und keinen Vorschlag mehr anhörete. Als ihr Me,König andeuten ließ, daß sie sich von Hofe hinweg begcor>gehorchte sie zwar, sagte aber doch,sie würbe an allenwol seine gemahlin bleiben, worauf sie sich nach Aniptv"'-„jgiii,fordshire begab. Hier behielt sie stets den'titul einer ^ob sie gleich Henricus bitten und bedrohen ließ, denselben!,, Dund sich Printzeßin von Wallis nennen zu lassen. ö-er ""sie niemals etwas wercken , daß sie sich an ihrem genE ,Annen von Boulen zu rächen begehre, sondern ertrug " § zs-ihr Unglück mit grosser gelassenheit. Sie starb in Eichstände zu Kimbolton in der provintz Huntington, und ,vor ihrem ende noch einen brief an den König, derw' fsEgestalt rührte,daß er darüber thränen vergoß. Sie waroVeranstaltung in der Abtey Peterborough begraben.zweyen sehr zeitig verstorbenen Printzen, hatte sie um ^ sey''die nachmalige Königin Mariam gezeugt. Sie wartugendhaffte und verständige Printzeßin, liebte die e>'' '
war vor ihr Haus und dessen ordnung überaus sorgsam» r-jederman gütig und gegen ihren gemahl überaus
memoires. , n ,'
zzngl. still. ä'Unglet. annal. stoßt. ^je kvlii
Catharina Howard , Königin von Engelland. §r-st-
Edmund Howards tochter, eff" enckelin Thoma ! oe
Henricus VIII. gewann sie lieb, und vermählte M AevE8. aug. an. i;4v. nachdem er von der Printzeßin vo>schieden war , und weil sie mit Annen von Boulen g ' ^„01kind gewesen, ward wegen dieser Heurath, die sonst m ^ M Pss-.xsehen Rechten nicht zugelassen war,ein besonderes geich j. M'mente gemacht, dadurch dergleichen heurathen vorgu' M»wurden. Allein dieser Königin Hoheit währte nicht wstsjhr E.,obgleich ihr gemahl unvergleichlich wohl zufrieden n» haw!kamen ihm doch bald sehr krässtige beweisthumer ndaß sie vor der Vermählung mit einigen von ihres llWe»«»ebedienten einen höchst unzüchtigen wandel geführt,'^ -aS Wnoch nach der Vermählung fortgesetzt. Sie selbst row ^ gcho ,nicht läugnen, zumal, da man ihre liebhaber beym r ^ -ea ,men, und deren aussage darüber hatte. Daher warofebr. an. 1542. der köpf abgeschlagen, und em ge'ey Sdaß jeder, der von einer Königin dergleichen wmre, roder nach der Vermählung, solches bey leib-und leben x Aonzuzeigen verbunden seyn solle, welches gesttz ^dom * m.do VI. wieder abgeschafft worden. stm.io
lib. III. still. ä'Lnglst. tom. I. P- 442- 4"!' . b '
Catharina parre, Königin in Engelland, war vo" ^-,letzte gemahlin. Er nahm sie an. r;4i- am m ^n tW^oLord Latimer, wegen ihrer armuth sowol als oer», § ,^gr,ob sie ihm gleich, weil sie sehr ProtestantlschLch^^ sewMheinigen zuwider gemacht werden wollte. S" au^,^himächtig,und ungemein von ihm geliebt, wu' jhreinß^^s-sehr wohl aufführte, und ihre einige sorge ^onzugefallen. Daher als sie einst an. i^s.nuNbm^ Me^t,fachen disputirt, und ihn sehr eifrig gemacht gebra ^sich aber der ungedult des Königs zu chrem vcro y „gund durch Vorstellungen, daß die Komgm dre e ^ anchssbefördert, ihn vollend erbittert hatten, gcmach^5<ohÄPuncte, um welcher willen ihr der arrest jhMg vcr>unterschrieb, welcher zettel aber, als th"?^r cntsttzcss^ halbhatte, ungefehr in ihre Hände kam, und sie v°r ^ ^ sie -eNkranck ward; überwand denKomg fcmelrcv , ^,ardbesuchte, durch ihre demüthigungcnCantzler, der sie eines tages, da sie mft vem^^gieng, in arrest nehmen wollte, ruft ha^ss" "jähre den ^jstsiedes Königs tode heurathete sie noch "N trauer letzte" Age b^ThomasSeymour, und starb an. *"^chrhremtode^,nicht glücklich gewesen, und hat man nach ^
Piere von ihrem Mißvergnügen gefunden.
ry ok Henr. VIII. , äs käst" ' ^6. , eE
ä'LnZIel:. tom. I. p. 486. 517- 518- . ' ^ Engest"
Catharina von Portugall / Komg'N ^ ^ «»0tochter Iohannis IV. Königs von Pormv