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Zweyter Theil. Bi - C.
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her nicht bergen konnte, auch der Komg selbst, wie man dessengenügsame sicherheit hat, sie bey solcher gelegenheit sehr kalt-sinnig tractiret hat. Catharma lag eben kranck darnieder , undob sie gleich damals aufkam, hatte doch das schrecken und derVerdruß, sich von ihrem söhne völlig verachtet zu sehen, bey ihrdie würckung, daß sie nach wenig wochen den 5. jan. an. 1589.starb. Man meynt, es habe der vorwurf des gefangenen Kar-dinals von Bourbon, der ihr in die äugen gesagt, daß diesepartey durch sie aufdie schlachtbanck geliefert werde, auch vieldazu beygetragen, wie sie sich denn gleich nach diesem besuchelegen müssen. Sie war herrfchsüchtig und von einer lebhafftenund verschlagenen gemüths-art, wüste sich meisterlich zu ver-stellen , und jedermann nach seiner Neigung oder der erforderungder umstände zu begegnen, dabey aber war sie furchtsam undabergläubisch, wie sie denn stets sternseher, zeichendeuter undWahrsager um sich hatte, daher sie auch kein besseres Mittel, sichbey der herrschafft zu erhalten, wüste, als die hegung von aller-hand innerlichen unruhe. Den Hugenotten war sie anfänglichnicht ungeneigt, wie man denn insonderheit anmerckt, daß siezeit ihrer Unfruchtbarkeit die Französischen Psalmen und vor-uemlich den 141. fleißig gesungen. Aber nachgehends verwan-delte sich diese neigung aus allerhand staats-ursachen in einenunauslöschlichen haß gegen diese partey. Zur Pracht und Ver-schwendung war sie sehr geneigt, wandte viel aufs bauen, undauf stetig neue lustbarkeiten, daher sie auch bey die 8. tonnengoldes schulden hinterlassen, welche zu bezahlen ihr kostbarerHausrath verkauft werden müssen. Die Franzosen, Branto-me ausgenommen, halten sie vor den Verderb von Franckrerch,nicht nur wegen der innerlichen kriege, sondern weil sie auchdie Verderbnis der züchtigen und ehrbaren sitten in Franckreich

eingeführt.

*

Catharina von Oesterreich, Königin in Polen, war einetochter des Kaysers Ferdinandi I. und der Ungarischen Printzes-sin Anna. Siewar gebohren zu Wien den fept. an. 15;;.und an. 1549. an Franciscum von Gonzaga, Hertzog von Man-tua, und nach dessen im folgenden jähre erfolgten absterben an.155;- an Sigismundum Äugustum, König in Polen , ver-mählet , welcher zu seiner ersten gemahlin der Calharinä fchwe-ster Elisabeth, und nach dieser die Barbaram von Radzivil ge-habt , von allen drey gemahlinnen aber keine kinder gezeuget;daher man ihn bereden wollen, Catharinam von sich scheiden zulassen. Diese brachte ihre zeit mit geistlichen wercken zu, undals sie nach Lintz in Oesterreich gekommen, starb sie daselbst den28. febr. an. 1572.

Katharina von Oesterreich, Konigin von Portuqall, einetochter Philippi, Königs von Kastilien, und schwester Ca-roli V. wurde an. 1525. an IohannemIII. König von Portu-gal! vermählet. Gleichwie sie eine Printzeßin von grosser lu-gend war, also führte sie auch mit trefflicher klugheit in währen-der minberjahrigkeit ihres enckels Sebastiani die regierung, undstarb zu Lisabon an. 1577. im 77. jähr ihres alters.

, vicla äs L. ^uan III. <Lc.

Carharma von Polen, Königin von Schweden,,eine toch-ter Sigismundi I. Königs in Polen , und der Bonä Sfortiävon Mayland, seiner andern gemahlin. Der König Sigis-mundus Augustus vermählte sie an. 1562. an Iohannem, Prin-zen von Schweden und Hertzog von Finnland, des Königs Gu-stavi I. söhn und Erici XIV. bruder. Dieser letztere konnte diemeriten seines bruvers nicht vertragen, setzte ihn derohalbengesanglich aufdas schloß zu Wiburg, wohin sich auch seine ge-mahlin begab, und ihm gantzer sieben jähre, so lang er daselbstgefangen war, gesellschafft leistete,.bis er endlich nachverflies-siing dieser zeit von Erico wiederum auf freyen fuß gesteüet,und zum Vier-König von Schweden gemacht wurde, wobey erden berühmten Pontum cle la Gardie zu seinem Rath bekam.Allein bald darnach faßte der König seinen argwohn wieder,undwollte seine bruder aus dem Wege räumen, doch fein vorhabenwurde entdecket, er ins gefängnis geleget, und der Printz an.1568. auf den thron erhoben. Die Königin Katharina b'emü-hete sich die katholische religion in Schweden einzuführen, ließauch ihren söhn Sigismundum , König von Polen, darinnenerziehen, und gar ihro im todbethe schwören, daß er immer dar-auf verharren wollte.. Jedoch geschahe kurtz hernach etwas, sodiese Königin bald hatte können wancken machen. Dann alssie sich da mit der forcht des feg-feuers sehr quälete, und denPolnischen Jesuiten Stanislaum Varsovicium in ihrer angst be-fragte, ob dann keine Hoffnung für sie wäre, demselben zu entge-hen , soll er endlich aus mitleyden gegen die sterbende ausgebro-chen seyn : Sie möchte dieserwegen nur ruhig bleiben, es wärekein seg-feuer; man müste aber dieses geticht brauchen, umdas ruchlose volck dadurch im zäum zu halten. Worauf sich dieKönigin sehr entrüstet, und Varsovicium nicht mehr ansehenwollen, die Printzeßin Anna aber, welche dem guten karerunwissend hinter dem bethe gestanden, die gantze fach geoffenba-rt. Katharina starb an. 158;. den 26. sept. als sie kurtz vorih-rer letzten kranckheit einen Abgesandten nach Rom geschickt Hat-te, ihr vorhaben bekannt zu machen, ve c>/le, elog. äes vsm.rHuI- Pufendorffs einleitung zur Schweb, hist. *

. von Portugall, Hertzogin von Braganza, eine

tochter Eduard» II. von Portugall, Hertzogs von Guimaranes,der ein söhn Emannelis M. Königs in Portugall war. Siewurde an Iohannem II. von Portugall, Hertzog von Bragan-

rat

za, vermählet, mit welchem sie verschiedene kinder zeugte, ^unter auch Theodorieum II. einen vatter Jvhanms iv. »1640. König von Portugall ward. Wer! Katharina die ^mäßige erbin dieses landes war, oder doch seyn wollte," ^des Königs Emannelis groß-tochlcr von einem söhn, VvonEduardo war, dahingegen Philippus II. KoE ''nien zwar auch in gleichem grad von obaemeldtem Konwstammele, aber nur durch eine Printzeßin , als seine ^Isabellam ; so machte sie diesem Könige nach SebaM« ^an. 1580. die Krone Portugall streitig, und obivol sie"'

Herr damal der macht weichen musten, ward doch dleievnach verfliessung 60. jähren durch ihren enckel ausgeführt,'dieser Printzeßin nachkommenschafft annoch auf demfischen throne sitzet. Sie war im übrigen eine überaus "Kill-te und kluge Dame, und sowol in der Griechischen als vschen spräche, wie auch in den mathematischen und ane»rieusen wissenschafften wohl erfahren, worinnen sie a«'kinder fleißig unterrichtete. Sie starb an. 1582. ^

ee//a. bibl. Hilpsn. *

Catharma von Bourbon, Printzeßin von Navarrac.tzogin von Lothringen und Bar, war eine tochter AnM" . ge-Bourbon, Königs von Navarra und der Johanna äIff-.bohren zu Paris den 7. febr. an. 1; 58. Ihr bruder KoMricus IV. verinählte sie an. 1599. an Henricmn, H.Tn>vchLothrmgen und Bar, darein sie aber nicht gerne willig enlen, weil sie mit dem Grafen von Soissons heimlichvemwar, und viel lieber am Französischen Hofe geMvcn.

Es war auch diese ehe für die Printzeßin gar nichtDann neben dem Verdruß, so dieselbe oft wegen ihrer shsiMhatte, als sie bey deren bis an ihr ende standhaffttfl el-so kamen auch bey ausbleibender leibes-frucbt ihrem A", Zor-nige gedancken in den sinn, sich von ihr scheiden zu lE»an er unter verschiedenen verwänden zu Rom wuram^cten ließ, auch selbst eine reise dahin vornahm, aus wciFranzösischen Ninilttl nichts gutes ominiren wollten. AM,wurde noch alles durch das grosse ansehen Henrici hmu ' amund Katharina starb zu Nanci ohne kinder den heu-

1604. O'^kr>,/a. Z'. ^

ras äu Larä. *

Rayserm von Rußland.

* Catharina Alexiewna, Czaarin und Kaystrch, *Aje>Eland, war den »6. apr. an. 1688. in Liefland gebohre»-.^von geringem herkommen, also daß man auch mau ^men ihrer eitern weiß. Sie wurde als eine wayss ^

Glück, Probst zu Marienburg, aufgenommen, und mAndern erzogen. Als nun an. »702. dieser ort von " .M'schen Feld-Marfchaü Czeremetof und General Baur e bsiwmen wurde, geriethe sie unter das frauenzimmch " „epE?Menzikoff, allwo sie der Czaar Petrus I. zuerwehlete. Dieses geschahezwar schon an. 17°?- E.erst an. 1711. oder »712. öffentlich kund gemacht, a jden zu ehren an. »71;. der orden der H. CatharmaAn. 1724. den »8. may ließ der Czaar sie endlich rnr ^E-crönen. Dieses bahnte ihr nachher errichteten 'chen erbfolge, durch die vorgegebene ernennung m A

den weg, nach dessen den 27. jenner an. »725. erm»g§ vn ,den thron zu besteigen. Sie erwarb sich gleich wm r xviele gnaden-bezeugungen die liebe ihrer Unterthan»« ^unter andern den gewesenen Vice-Cantzler SM«, ,7-?. I geaus Sibcrien zurück. Im ansang des avnlis mntete sie den orden des H. Alexandri Newsky.ihren nahmen in dem Reiche machte, so unseW' s te nnf Bcher auch bey auswärtigen völckern. Sie AobetUv^mehrte die von ihrem gemahl in Asien gemaml. schieldurch den General-Lieutenant Matuschkm.julio gedachten jahrs 10000. Perser bey LasKlA".hestaNli^aoberte den ort. Die Russen schlugen auch dre ATartarn, und rückten immer weiter in das Aich eisdem folgenden jähr vermehrte sich das RußM)enein grossen stück landes, als sichkhufem Al«,« opack'^ssöhn des Klibinskischen Chams, unterwarf. F'.„p-uhe-Eli-ten ihre anschlüge bey manchen Staaten .^U,aelland § M-üble vernehmen, in welchem Petrus I-m» dem ^ s.

den, wurde erneuert und vermehret, als ><r unv ,,.E»Nischen Kayser an. 1726. genauer verknupl^^I^ MlE!!augstm. dem Wienerischen tractate bcytrat. ^ aiEjschch

te, daß der Englische Admiral Wager ' t

flotte unter segel gieng, und sich "" üinw m ^ p»^ y

vereinigte, besonders da man meynte, da« ^ ^tcn " jschco

,nit dem Kayser etwas wegen dein Prutm^^wäre. An. »727- träte auch Schweden Arischen u«alliantz, und fügte seine flotte zulischen. Weil nun die Rllßische allerdi"^

und land ebenfalls starck waren, ha^ s^-tress^n ^ a>hen, als wann es in der Ost-see ?«, "A'den A a"Zwurde. Allein die Kayserin starb " , oA,sur-K

1727. nicht ohne argwohn cmpMgen » v ^ yervsolchen für errichtet, halten. A"stert 00^^hat sie auch in den übrigen fachen den am« ^ 'vwAeM Laet, und die Handlung, wie auch dre kum von l t ecobefördert. An. »72Ü. den?- 'enn Nvuroe ^richtete Academie der wlstenschafften m