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Zweyter Theil. Bi - C.
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tiges tages weder an örtern, noch an einwohnern. Die zweyvornehmste örter sind Wick und Thnrso. wick, an der östli-chen kuste gelegen, ist ein Königlicher flecken, und der sitz desSherifs, hat einen ziemlich guten Hafen, und treibt feineHandlung. Bisweilen wird die gantze provintz von diesem ortetke 8kire of^iclr genannt. Thurso ist ein starck bewohnterflecken, den Grafen von Cathnes gehörig, und liegt an derwestlichen küste an einem kleinen meer-bufen , welcher einenguten Hafen formiret. Nächst diesem sind einige Gräfliche schlös-set hier und da zu finden, als Sincler oder Sainclair (vor al-ters Girnego oder Kernigho) Keece, Akergil, May, Dun-beth , Berrydale, nebst etlichen geringern Plätzen. Den sitzbes Bischoffs von Cathnes hat man nach Dornock / .welches einblosses borfinSutherlandist, gelegt. Bonden rüsten gehenviel vorgebürge in das meer hinein, als Holburnhead , San-sidehead, Dinnethead, Noshead, Clythenes u. 5 w. Das vor-nehmste unter allen, nicht nur von dieser landschafft, sondernauch von gantz Schottland, ist Duncans-Bay-Head, insge-mein Dungisby-Head genannt, welches sich gegen die Orcadi-sche infuln erstreckt. In den alten zelten sind die Grafen derzetzterwehnten infuln auch zugleich Grafen von Cathnes ge-wesen , bis endlich die letztere würde auf die nachkommenfchafftWilhelmi Senclers oder Sainclairs, Königlichen Panetiersoder Speifemeisters gekommen, nachdem selbiger die tochter ei-nes Orcadischen Grafen , nahmens Melise , geheurathet.

Lritannis viril tke sääitions. äelic. äs

I'^cosso p. r;c>;.

* L^mOUGQ8. Also wird der Groß-Patriarche überdie Georgianifchen und Jmiretianischen Christen genennet, oh-ne zweifel damit anzudeuten, daß er der allgemeinen Griechi-schen kirche, welche sich den Römischen Päpsten zum trotz vonihnen getrennet hat, und die ihrige für die allgemeine Christli-che kirche halten, anhangen. Ehedessen hatten die GriechischenPatriarchen das recht den Latlwlicos zu machen, heutiges ta-ges aber hat sich der Irmetier König dieses gewalts allem an-gemasset. Dieser Larkolicos erstrecket die jurisdiction seinerdicoces durch das gantze Odysseische, Imiretianische, Gurielli-sche, wie auch durch das gantze land der Abcafer und Soa«neser. Er hat seine residentz und Dom-kirche zu Picciota nahebey Abcas; sie heisset St. Andreas oder auch St. Maria.Sein einkommen bestehet in brodt, wein und andern lebens-mitteln, welche ihm eine jede Haushaltung seiner untergebenenherzuschaffen pffichtig sind. Er ist immerdar deschäfftigt seineDiocesaner zu besuchen, doch geschiehet diese Visitation nicht,um diejenigen, so seiner feelsorge anvertrauet sind, in dem Christ-lichen glauben zu belehren, oder in den kirchen zu untersuchen,wie sich die Bischöffe verhalten, oder die aufführung seiner sogenannten Päpsten, das ist, Priestern, wo sie unrecht, zu verbes-sern, oder nachzusehen, wie der gottesdienst bestellet rc. welchepflichten alle ihn im geringsten nicht bekümmern; sondern erkommet in begleitung etlicher hundert Personen, die eben sohunaerig und »«christlich als er sechsten sind, das blut dieserunwissenden auszulaugen, ihr viehe und ihre lebens-Mittel auf-zufressen , und ihnen das geld bis auf den letzten Heller abzu-schwätzen. Die einwohner dieses landes sind dennoch so stoltz,als sie arm sind. Die gröste Heiligkeit dieses Larbosicos bestehetdarinnen < daß er einen guten theil des tages und der nacht inder kirche zubringt, gebäter zu verrichten, daran das Hertz öf-ters wenig theil nimmet. In der fasten-zeit enthaltet er sichalles fleisches und Weines, oder wenigstens haltet er in dem essensich etwas mäßiger als sonsten. Wann ein Bere oder Mönchzu der würde eines LsrK»Uco8 erhoben wird, muß er in seineraufführung eine völlige änderung anstellen, dann sie insgemeinso unwissend sind, daß sie kaum ihr Brevier oder Müllle le-sen können, und ihr Christenthum und sitten-lehre ist nach ihrerwissenschafft beschaffen. Dieser Patriarche L-uliolicos schämetsich nicht, alles gegen geld zu verkauften; er fordert ?c>o. tha-ler einen Bischoff einzuweyhen, und nimmt keine beichte als ge-gen erlegung eines guten stückes gelds ab. Ein gewisser Ve-zier des Fürsten gab einsten einem LsrKoliLM zc>. thaler fürdie genommene mühe seine beichte anzuhören, das andre malda dieser Vezier kranck geworden , und denselben wieder zu sichrüste, ihm die beichte abzunehmen, schlug es der L-rcKoücozab, und wollte zuvor die erste gantz bezahlet wissen. Er hal-tet keine messe, es seye dann, daß er versichert seye, hundertthaler davon zu ziehen, sonderlich wann es eine seel-messe anbe-trifft. voysZes <Lc. tom. I. x>.

GäBkkOHM , ist eigentlich ein Griechisches Wort, undheißt so viel als allgemein. Man hat daraus einen beynah-men der wahren Christlichen kirche gemacht, wie aus dem Apo-stolischen glaubens-bekänntnis zu sehen, da es heißt: Oreclo 6»n-ök-rm LLtKolicain Lcdeiism. Es soll aber so viel dadurch an-gedeutet werden, daß die kirche Christi, zu allen zelten, an al-len örtern und unter alle völcker solle ausgebreitet werden,gleichwie unser Heyland den Aposteln befahl, Matth. 28.Marc. 16. Act. 1. Ob nun schon dieser titul von rechtswegenkeiner andern zukommen soll, als allein der wahren kirche; soeigneten sich doch selbigen auch die Donatisten zu, gleichwie auchverschiedene andere nach ihnen. Es war auch das Wort O-ubo-licns vor alten zeiten ein gewisser ehren - titul, wodurch einkrim 38 oder Patriarche sollte angedeutet werden , wie Tyriusund andere bezeugen. Insonderheit haben sich die Könige von

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Spanien diesen kiiul angemasset, ihren ciftr vor die VMAtzung der Christlichen religion dadurch anzuzeigen. R»car^h,eein König der Gsthen in Spanien, nachdem er an.

Arianer aus feinen ländern vertrieben, war der erste, ssss.uden titul Lachollcus bekam, und zwar von dem Loncu ^Toledo. An. 7)8. wurden Alphonsus und Pelagtus, Ar ^schwieger-sohn, nachdem sie einige siege wider die Sar»'^erhalten, und den Christlichen glauben m ihrem landeaufgerichtet, damit beehret. Von selbiger zeit an M7 1^nicht, daß die Könige von Spanien wären LLtkolicr ge»'worden, bis auf den König von Aragonien Ferdinanduw/ ^cher, nachdem er die Mohren aus seinem gantzen lande ^

den, diesen beynahmen an. 1492. wiederum annahm; vo»cher zeit an er auf allen dessen nachkommen erblich vcch"und auch deswegen von dem Kayser Carolo VI. geführt ^Aus dem Paulo Aemiliv und Frossardo ist zu ersehen, dakPhilippus von Valois, König in Franckreich, diesen nascheund zwar deswegen, weil er die geistliche rechte derbeschützet hatte, bekommen. eM. 107. coE

ÜLN. s/Aoe. in cliron. H/r/ev. lib. I. .uo- c-

c. 4. cliron. Ililp. unnsl. giägon. ub-

4. notit. äign. clils. 2. c. 2. §. 2.

Catif, siehe El-Catif.

Catilina, war aus der sehr vornehmen und eE^dt-mischen familie Sergia entsprossen, hatte verstand um» ^ sei»samkeitgenug, war von ziemlichem ansehen, und star» L per-bes-krafften, auch im krieg wohl erfahren, aber dabey stV r>^fchwendisch und eines gar schlimmen lebens. Erdurch in grosse armuth. Solche veranlassete ihn,ihm sonderlich seine Hoffnung und bemühung, Bürgers . Aarwerden, fehlgeschlagen, daß er sich vornahm , diein brand zu stecken, bey dieser gelegenheit den Rath Mgen, und die gemeine schatz-cammer zu berauben.so machte ihm hiezu den grösten muth, daß dazumal ^ Msie Römische macht unter Cn. Pompejo in Wen ?nM ^und also von der stadt weit entfernet war. Solches' ^i>-bewerckstelligen, zog er unterschiedene leuthe, inson^vter den vornehmen Lentulum und Cethegum, nebstliederlichsten unter der Römischen lugend aufmit welchen sich desto genauer zu verbinden, sie mE/^Munter einander sollen getruncken haben. Unterdessenvon dieser conspiration den Bürgermeistern CiceroM »»» jpdet»niotl. ll. 6yi. ä. N. ;y2i. n. L. üz. etwas zu nhAfledytHeine gewisse weibs-perfon, nahmens Fulvia, nachdemihren liebhaber Curium davon erfahren, solches dem ^s ^entdecket. Cicero versammlete darauf den Rath,nach den gesetzen den Catilina ohne vorgeschehene m» ^ sMfürgelegten beweis nicht greiften börste, dieser auw -die fach noch konnte geläugnet werden, einen große'' ^ aRömischen volcks aufseiner feiten hatte, so gebrauchestere sehr klüglich dieses mittet, daß er jenen in oll' .Mßthe aufs heftigste ausschalt, ihm alle umstände sttm .Mlumenschwörung und was in denen heimlichen desweg"' Wnen Versammlungen vorgegangen, haar-klein unterte, selbigen glauben machte, als ob er, der Bürgeunter den zusammengeschwornen eine grosse anzah» 7welche ihm alle anschlüge derselben entdeckten, so ?ssv arisr^in der stadt nie nichts wider das gemeine wesen wmv ^,,t v.ten können; drohete auch , wiewol nur von weuri ,

ten können; vroyete aucy , wtewol nur von ^walt, da er eben nach der damaligen beschaffen-^' ^solches in der that nicht so leicht wagen wollte 0 M vKurtz, durch alle diese kunst-streiche brachte er Ca« § scha^hin, wo er es gewünschet; nemlich, daß dieser » bess Ag

furcht, bestürtzung, insonderheit aber, wert erten anstalten des Ciceronls, und bey den schleunige»berichten, so derselbe von allen seinen anschlage dergäntzlich hatte verzweifeln müssen, sein vorhabe».^auszuführen, sich von Rom wegmachte, und z» ^die er bereits in Hetrurien hatte, begab , «achvr» Hjeram M,her grosser bedrohungen hatte vernehmen las en; ^seM ?, alsCicero noch mehrere orationen von des Catm»»^ dayss^rben zu dem Rathe und volck; hatte auch das g'»^ AlloorDLentulus die in Rom anwesende Gesandte »durchmit in die zusammenschwörung zu ziehen, »" diese d/Wleine emporung in Gallien anzustiften vermeym ^ yissertzen Handel Ciceroni heimlich erösneten, ^«schlägess.nur mehrern und genauern bericht von allen ' Aabm'.Mböswichten vernähme, sondern auch von Lenimv MobchLxeillCethego gar eigenhändige briefe sowol. an » ^ Ä'mit ^volck, als an Catilinam erhielte, den d-e Gesa ^Masd UshceArückwege nach Hause sprechen sollten. Woram ^^,nlren guten willen die anstatt gemacht ward, « ^ durchs diebegleit auf dem wege aufzufangen; ^ ^r Allobroger ' M

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sprechen börste. Der Rath bediente um »;^mmen ^wiewol dergleichen leuthe zum tode zu v' sprach ^sondern dem Römischen volck zukäme' M »otbKrHdißmal unter dem vorwand der obschw gissen''"" „pchfahr das urtheil, vermöge dessen alle ya g''"

sene in dem kercker erdrosselt wurden, w