Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
Seite
584
JPEG-Download
 

58 4

cat

c a t

vernommen, daß Scipio von Casare geschlagen worden, er-mähnte er seine freunde, sie mochten die flucht ergreiffen, undseinem söhn befahl er, bey dem überwinder gnade zu suchen ;wiewol mit dem beyfügen , daß er selbigem riethe, sich in kernamt noch einige verwaltung des gemeinen Wesens einzulassen,weites keine zeiten wären, daß er solche also, wie es ihmanstünde, führen könnte. Er selbst aber legte sich auf seinbethe, ließ sich Platonis buch von der seelen Unsterblichkeit geben,und nachdem er selbiges 2. mal durchlesen, stieß er sich einenLolch in den leib; allein weil die wunde nicht tödtlich war,wollteman sie verbinden, er aber riß sie von neuen wieder auf, undstarb also im 49. jähre seines alters, L. X. 708. im jähre derdXXXIII. Ohmx. etwan 46. jähre vor Christi geburt, il. ül.

in vit. Lst. /.rvrr,,. äs

viris illustr. c. 80. Crv. xsllim. kaeeve. ssal-

it/aa" Lc. *

* Cato , (M. Porcius) ein Mus, Catonis Asj. ältestersöhn. Er wurde, so bald es sein alter zulassen wollte, vondem vatter selbst unterrichtet, ungeachtet derselbe einen gelehr-ten bedienten, Chiloncm, hatte, weil er theils nicht leidenwollte, daß sein söhn von einem knecht gestraft wurde, wenner etwan nicht gleich eine fache fassen könnte, theils auch, daßer keinem knechte vor jö geringe Unterweisung verbundenseyn müste. Er führte ihn also nicht nur zum gebrauch derWaffen, und zum reuten, sondern auch zum schwimmen undzu ertragung der Hitze und kälte an. Da er sahe, daß dersöhn ihm am gemüthe gleich wäre, aber einen allzuschwachenleib zu ausstehung der arbeit hätte, ließ er ab von der schlech-ten kost, womit er sich behelffen muste. Dieser junge Catozeigte sonderlich in dem kriege wider Perseum den Konig inMacedonicn seine tapferkeit. Denn da ihm in der Haupt-schlacht das schwerdt, da er einen hieb thun wollte, aus derHand entfuhr, zog er gleich einige gute freunde an sich , mitdenen er sich so lange mit den feinden herum schlug, bis er esmit grosser mühe unter einem Haussen der erschlagenen her-vor gesucht. Über welcher that sonderlich der alte Cato ihmsein Wohlgefallen zu verstehen gab, bey dessen leben er eini-ge zeit nach dieser schlacht krsstor wurde; aber in eben, die-sem jähre starb. Er hatte unterschiedliche vortrefliche büchervon der Jurisprudentz geschrieben, wie denn die Xegula Lsw-DiMa in den Pandecten von ihm ihren Ursprung hat. Mitseiner ehefrauen Aemilia, Pauli Aemilii tochter, und Scipionisschwester, zeugete er M. Porcium Catonem und Cajum Por-cium Catonem. Der letztere war g. K. 640. L. N. fl. L.114. Bürgermeister mit Manio Acilio, wurde aber verdammet,weil er in Macedonien von den untergebenen widerrechtlicherweise geld sollte erpresset haben, daher er ins elend ziehen muste,und sich zu Tarracona niederließ. M. Porcius Cato war L. k.6;6. L. N. ;866. g. L. 118. Bürgermeister mit Q. Martio,reisete in Africam, daselbst zu commandiren, und starb allda.Sein söhn war L. Porcius Cato, welcher krsetor worden, unddie Marsen in einer schlacht erleget. L. k. 665. g. M. ;895- L.c. 8y. war er Bürgermeister mit Cn. Pompeio ; als er aber beydem Fucinischen see wider die Marsen krieg juhrte, ward er vonC. Marii söhne, oder, wie von mehr und gewissem scribentenberichtet wird, von den feinden umgebracht. , in.

Lst. Nsj. p. Z48- z;i. lLc.

Cato, (N. Valerius) ein gelehrter Römer. Einige derAlten wollten, daß er eines gewissen Burseni aus Gallien seinfreygelassener gewesen. Allein, wie er selber in dem buch unterdem titul Dir» meldet , war er ein freygebohrner, dem abersein vatter jung verstorben, und wurde er in dem zwischenMario und Sylla geführten kriege seines vatterlichen erb-gutsberaubet. Er lehrte die grammatic mit grossem rühm, und wur-de zu Rom vor den besten meister in der Poesie gehalten. Erverfertigte unterschiedliche wercke, welche von den Gelehrten sehrhoch gehalten wurden, insonderheit seine Lydia und Diana,worunter das erste stück Deliciös Druckitorum oder die tust derGe-lehrten, das andere aber Olork lüi cempoiis, oder der rühmseiner zeit genennet wurde. So gelehrt aber als er auch war,so armselig muste er sich doch behelffen; allermassen er sein Hauszu Tusculum fahren lassen muste, um seine schuldner zu vergnü-gen. , sie iilultr. Orarnm. epillolss. /astr-

tf, bibl. Dat. *

* Cato, (Angelus) ein Neapolitaner, aus der GrafschafftMolist gebürtig , war Königs Ferdinandt I. in AragonienLeib-Artzt, auf dessen anordnung er auch die Philosophie undAstrologie zu Neapolis lehrte. Er gab an. 1474. ÄkmlM 8 ilva-tici ksnäeckss NeäicinL vermehrt und verbessert heraus.

Catolrca, ein flecken in Romandiola zwischen Pesaro undRimini, wird also genannt, weck unter den 400. Beschössen,welche auf dem Loncilio zu Nimmt an. ;;y. von dem PapstLiberio versammlet waren, etliche wenige rechtgläubige sich be-funden , die sich von den Arianern absonderten, und ihren got-tesdienst an diesem orte hielten. Fa-E«,.

* Catona, lat. Lstona Lolumella ,, oder Lolumnöi si.be-

ein dorf, so auf einem vorgebürge liegt, das auchCatona hetffet. Diß vorgebürge ist in Calabria ukeriori, ohn-ferne dem ausfluß des bachs Cenis, in der meer-enge vonMeßina, gegen Meßina über. Das dorf an und für sich seld-sten ist nicht anders warum merckwürdig, als weil die rei-sendeiilinsgemein dorten die fahrzcuge zl> nehmen pflegen, umnach Meßina über zu fahren, wovon Catona nur drey stun-

den abgelegen. Man nimmt es für das alte Oolumelk sLolumn.1 LeZiX, oder Lbexilm, so ehedessen eine Bruistadt gewesen ist. DickionLire.

* Cato, (Iacobus) ein berühmter Rechtsgelehrter/

mann, und Poet, war zu Brouwershoven, einer stadt"' ^land, an. 1577. den 10. nov. gebohren. Nachdem er ^Leiden in der Philosophie und Üumsnioribus eine zeruauo ^übet, begab er sich nach Orkans den Rechten oMM-' ^und kam von dar als Doökor nach Paris. Er war auw plens, Italien zu besehen; weil ihm aber solches nicht vern :,wurde, gieng er nach dem Haag zurück, und trieb vanwie auch in seinem vatterlande, die pmxin mit vielemNach einiger zeit nahm er gesundheits halben eine reue ^Engelland vor, bey welcher gelegenheit er nebst Lon"»' ^nemltch Oxford und Cambridge besähe. Als er zürua geM.men, verfügte er sich nach Middelburg zu dem dasigen'nsrio Appollonius Schotte , auf dessen anlas er sich..^neuen auf die pmxin legte, und hiernächst in staatsMi^ten übte. An. 1621. wurde ihm sowol die krosestro M ;vilis, als auch das Pensionariat zu Middelburg angelroo^jter nahm aber das letztere an, welches er doch in kurtzf»dem zu Dordrecht verwechselte. An. 1627. wurde er m ^sandtfchafft nach Engeüand geschickt, da er sich dennnig Carolo I. so beliebt machte, daß er ihn zum ^e-ronet machte; die General-Staaten aber an. i6;4> '^Widdienste mit der würde eines Raths - kenliomMi von vMchund West-Frießland belohneten , welcher an. 1648. E,,tzal-höhere, nemlich eines Groß - Siegelbewahrers und S'»' Al-ters derer lehen folgte. Doch nicht lange hernach legte * ^rle diese ämter sowol alters halben , als auch aus «Ma-nche wieder nieder, obwoi er sich bald darauf deNslande zum besten im 74. jähre seines alters zu einerligen Gesandtschafft nach Engeüand an denwel gebrauchen ließ. Nach seiner zurückkunft lebteeinige zeit, und starb endlich auf seinem guthe zu ss ^ohnweit dem Haag, den 12. stpt. an. 1Ü60. im sr-Lpigernes alters. Er war ein verständiger, vieler sprachen " Drund überaus belesener mann, auch dabey im umg"»o^crangenehm. Es wird ihm von einigen vorgeworfen'seinen bedienungen nicht mit gehörigem fleiß und elftstanden. Seine übrige stunden wendete er auf die verf,, ^verschiedener Niederländischer getichte, davon zum of"vollständigsten aber an. 1726. in 2.folianten einen"" ,o.heraus gekommen; es sind auch deren einige zu Hainou" tin 8. in Teutscher Übersetzung ans licht getreten. ^ ,gpeleben selbst beschrieben, welches aber erst nach sei»""Pbmdruckt, und seinen getichten beygefüget worden.übrigens das lob , daß sie natürlich, fließend, Hetst^klingen, auch zuweilen sehr sinnreich sind. ° M-

de Leuw. x>. ;;y. 5 . bibl. öslg.

bals. tom. ll. 17. simsles clss krovinc. unw ' Mt-»

Lft l l l, ein altes volck in Teutschland,so zwisch^'^ruscern und Hermundurern in der gegend, wo Ej p"Thüringen , das halbe Bißthum Paderborn, rc. ' ^^^0'dem Hartzwalde än bis an die Weser und den Rhein'M,

Unter des Kaysers Tiberii regierung hatten sie einen , g"mit den Hermundurern , wegen eines gewissen xjpedessen wasser saltz sollte zubereitet werden, welchMDes "wede partey, zu ihrem lande rechnen wollte, und' ^ gysgnige für die noch jetzo berühmten saltz-brunnen zu „nd M

den. ^rn iolcbem llreit rnarn fi- den kurpern ( xgo

ben. In solchem streit zogen die Catten den kurtzern! ^ Iihr Unglück um so viel grösser, weil die überwinder ^ .

dem Marti und Mercurio gelobet hatten; deswegen^,was sie nur antrafen, menschen, pferde und viey nieder'ten. Einige meynen, die Lsrri hätten sich nach dief ziE .auf die insul der Lstavorum begeben, allwo noM ^Dflnß

ser landwärts ein liegen, und scheinet insonderheit^. ^ gEDsolches glauben zu machen, bitt. lib. IV. c. 12 . AÄ haM'l'isauch Tacitus, daß Drusi söhn Germanicus emenwider die Catten geführet, und Suetomus, d"v ^ undüber sie triumphiret, wiewol lediglich aus prmer Dhandaß er diesem tapfern volcke den geringsten ,abbruw»^, M ^Ihre berühmtesten Heerführer, derer TacitusL werdenAdgandestrius , Arpns und Catumerus. die Hessen flsLb-nri genennet , und versichert Cluverius , e>av .ihnen den nahmen bekommen, iw."bE7>-

mvribus Osrm. c. ;o. allwo er ihre art und E >

, in Damit. /Vwi«,. 2,». ^ c-i-

scl IHt. Oerm. lib.III- 6erm-

Cattlenburg, siehe Rattlenburg. . war ßAD

Catto , (Angelus) Ertz-Bisthoff zu D'MK Haussevon Tarento. Weil er es mit der partev d ^ stlncmin dem Königreich Neapolis hielte, duWstav ^ Ww«nehmen unglücklich war, gieng er mlt Rena o des E ,^lh

Franckreich. Nachgehend^ wurde er an ^n Ks^ncr VAMtvon Burgund Caroli Lucl^is geschickt/ »einzigcki .Dickzwischen einem von Renati söhnen, und o ^ feine S ^ perdes Hertzogs zu tractiren. Da er ^sssöhne ^ e,lrchkeit sich so beliebt machte, daß als Ren und 'd ,Dkzeit gestorben, ihn der Hertzog bey st^. ,474. -c-

Pension gab. Nachdem aber der HertzW §