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cav cau
der zeit nichts weiter von ihm gehöret, als daß er als Obersterin Englischen sold und dienste getreten, in welchen er den 29.drc. an. 17;;. Brigadier, und imjul. 17)9- General-Majorworden , nachdem er einige zeit vorher das Kice-Gouvernementvon der insul Jersey erhalten. Er starb den 28. may an.1740. zu Chelsea, wohin er sich zu Veränderung der tust brin-gen lassen, in dem siebenzigsten jähr seines alterö.
. * Cavalieri, (Bonaventura) ein Mitglied von dem ordender Jesuaten oder Hieronymiten, war von Mayland gebür-tig , und studirte die Mathematic unter dem berühmten Ga-jiläi, und Casteür, worauf er dieselbe gleichfalls zu Bolo-gna als krokeilor primarius lehrte. Er war ein sehr guterfreund des Toricelli, den er auch nur wenige zeit überlebet,indem er den ;. dec. an. 1647. mit tode abgegangen. Manhat von ihm verschiedene schriften, als da sind unter andern:
Direktorium universale urano-metricum ; Lo 8xecehio utto-rio; Leometria inäiviiibilibus eontinuorum nova guadam ra-rione xromots, welches letzte werck von einem seiner schüleran. r6;z. zu Bologna verbessert wieder aufgeleget worden, undbereits die ersten principia des caleuli inlinicelimslis enthält,dessen völlige erfindung von einigen dem Newtono , von denmeisten aber dem Leibnitio zugeschrieben wird. c?/-,/,»,', tüea-tro. ölem. ds 1a Leomet. ds l'inllni. Ira/.
rom. IX.
* Cavalieri, ( Marcellus ) Michaels bruder, ward gleichseinem bruder ein Dominicaner-Mönch. Er studirte zugleichmit Vincentio Orsini, mit welchem er nach Rom gegangen,da dieser dahin verreistt, um den Cardinals-Hut sich nicht aus-sondern abzubitten, welches er doch nicht erhalten konnte, unddenselben annehmen muste. Dieser Cardinal beredete nach derHand den Cavalieri, seine philosophische Vrofsllvr-stelle zu Nea-polis aufzugeben; er aber nahm ihn an dessen stelle für seinenVioarium generalem, zu erst zu Siponte, alsdann zu Cessna,und endlich zu Benevcnto an. In diessnr letzten ort stürtztezuseiner zeit von einem entsetzlichen erdbeben der Ertz-Bischöffli-che pallast nieder, und Cavalieri hatte das unglück daruntervergraben zu werden , wurde aber nachmalen frisch und ge-sund darunter gefunden und wieder hervor gegraben. Diegantze stadt ward dadurch starck verwüstet. Der ruf feines gu-ten nahmens bewegte den Cardinal Ricci seinen Vetter , den Bi-schoss zu Bissglia, ihm sein Bißthum zu resigniren, und derCardinal Giustiniani, Kischoff zu Bergamo, wollte ihn auchzu seinem Coadjutorn haben. Er schlug aber sowol obge-meldtes Bißthum als diese Coadjutorey freymüthig aus, bisihn der Papst Alexander VIII. das Bißthum Gravina anzu.nehmen genöthigt hat, welches den n. jan. an. 1690. ge-,schehen. Sein Wandel bewiese bald, wie würdig er dieser wählgewesen. Die Cathedral-kirche wurde ausgebessert, das 8emi-narium von neuem wieder aufgebauet, neue Archen wo es nö-thig war aufgeführet , die Geistlichkeit den pflichten ihresamts nachzuleben angehalten, und was noch andere früch.ten eines wahren Bifchosss sind, liessen sich bald in voller Mas-se spüren. Er starb an. 270?. und hinterliesse geistliche schrif-ren , worunter das buch von der messe an. 1686. zu Neapolisgedruckt, so gelehrt als gründlich geschrieben ist. Der titul ist:
8tatsra 8asra vimm ordinis krixdicatorum in csIevraAone
NissiL <Lc. expenciens. Ein anderes werck von erdauung undauszierung der kirchen nennet er: II Reirors LSLlLiialiWo Issrui-to . nelle regole clella kabrica <L dslle lupslloctili dells cliie-
le , und ist ebenfalls hochgeachtet, so daß es in kurtzer zeit zumdritten mal aufgeleget worden. Endlich hat er auch 8tatu-ts 8ynoäa1ia heraus gegeben, und «11.169;. in seiner gantzenVi«ce8 austheilen lassen. Er arbeitete an. 1696. auf die bit-te Antonii Cloche, an einem Rituals. zum gebrauch der Ja,cobiten, und hat auch an einer Historie der Bischöffen vonGravina gearbeitet, davon aber noch zur zeit das manuscriptverlohren ist. lcript. ord. krredicator. tom. II.
* Cavalla, eine stadt in der Europäischen Türckey; sie liegt
in Macedonicn an den grentzen Romaniens, an dem Golfsde Comtessa, zwischen der stadt dieses nahmens und Philippi,vier stunden von beyden. Diese stadt hieß vor zeiten Buce-phala, und ist man der meynung, daß es eine derjenigen sey,welche Alexander der grosse zu ehren seines Pferds Bucephalusgebauet hat. , viAionnsiie.
* Cavallerini, (Joh. Jacobus) ein Cardinal, war zu Rom
an. i6;9. gebohren, und studirte bey den Jesuiten. Jnno,centius XI. machte ihn zum dudiwrs Rot-s, und Jnnocen-tius XII. zum Ertz-Bischoff zu Nicaa, sendete ihn auch alsMinium nach Franckreich, und erhub ihn noch während sol-cher Nuntiatur an. 169;. zur Cardinals-wurde. Er war einMitglied der meisten Eongregationen, und starb an. 1699. zuRom. AM Lard. tom. V.
Cavalli, eine alte familie, welche ihren Ursprung von Ve-rona hat, und wegen der rühmlichsten dienste, so JacobusCavalli in einem Candianischen kriege der Republick Venediggeleistet, unter deren blodili aufgenommen worden. Ausdiessm Hause haben die Venetianer viel 8enatores und Am-baffadorn gehabt. Unter andern ist zu des Papsts Pauli V.zeiten einer, nahmens Marinus Cavalli, Ambassador zu Romgewesen, , kill. du Louvcru. de Verdis
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* Cavallini, (Petrus) einer der vornehmsten
bildhauer des XIV. üeculi, war ein schüler des berm- ^Giotti. Erhielt sich meistens zu Rom auf, und ss" ^andern ein crucifix verfertiget haben, welches einsinM-..Brigittam angeredet , und Noch heut zu tage in der ^Pauli gezeiget wird. Er ist endlich in sehr hohem aner 0ben. Sandrarts Academie.
Cavallo, siehe Rofel. ^ vt,
* Cavallo, oder Lapo Cavallo, lat. Lakallm"?^,, von
ein vorgebürge im Königreich Neapolis , an den tmss,z>,n,Calabrien, Meßina gegen über gelegen, nebst einem wTorre di Cavallo genannt. ,
* Cavallos, (Porto de) lat. kortus eguorum, ein ^Hafen am drcüipeiago ülexicano an den kusten von 0?^
in Nord-America, ohnweit der stadt Comayagua. ., ja
Cavan, eine stadt und Grafschafft in der provintz U1Jrrland, wird von einem besten schlösse beschützet. ^et
* Cavarmus, ein vornehmer Gallier, dessen farn^Mden Senoniern die herxschasst über dieses volck lange gwelche ihm auch von Julio Cäsare anvertrauet ward. ^die Senonier machten einen anschlag ihn zu errnoroe»' ^llsda er ihnen entkam, entsetzten sie ihn doch des
sie aber Cäsar zu paaren trieb, meisten sie auch AMwieder annehmen. , bell. Lall. V. 54. VI.^naus Teutsche Reichs-Historie, k. I. üb. III.
Caub, eine Chur. Pfältzische stadt am Rhcine,DaA d"gegen über, in dem Hertzvgthum Simmcrn. ^schloß, Gutenfels genannt, und ein Unter-amt. ^pogr. Vslat. peil
Caucasus , ein gebürge in Asien gegen Georgstb ysdffuß Phasis in Colchis oder Mingrelien. Die M^ekvm ^^0die, so die Historie von Alexandra lll. beschrieben, lA^li bck'nahmen mit unrecht dem gebürge Paropamisus inwie Eratosthenes von Cvrene angemercket. Es ist aber ^casus gegen dem ausflusse des PhasiS, voller ftlss>V">^c Eörter, die spitze aber davon ist allezeit mit schn^„v ftl>Wunbewohnt. Unter der spitze dieses gebürges ist dasbar, und das wasser treflich gut; so findet mau.E/viel dörfer. Die weinstöcke wachsen um die bau" ^und der wein ist wol so gut als wolfeil. Dashält sich in kleinen höltzern hüttgen auf, dergleichenmilie vier oder fünf hat. Ihr feuer machen sie in der . ^ hxovarösten Hütte an, und fetzen sich um selbiges herum. ^ ehe.!,,backen sie in holen steinen , welche sie warm maass"^ Mden teig hinein thun, und darauf bedecken sie sslbE,,jj§ W>und gluenden kohlen. Die Anwohner sind mehrem/sten von der Georgischen sscte. Wenn man am d" ^ y>gebürges durch verschiedene krumme und rauyc ,v>a. ^auf gekommen, steiget man aus der Akalzikischrn 1herunter, auf vier meilen lang. Wenn man oambekommet man auf einigen höhen viele rudsra von „ ben ^scrn und kirchen zu gesichte, welche nach der emwov h§rgevon den Türcken sollen zerstöret seyn. Unten an dem v hrcitL^ßein überaus schöner und lustiger that;.weilen ungessv Aecsehr fruchtbar und mit vielen dörsern angefüllet m^endELkKur läuft mitten hindurch, und die kleine umhergel sind voller Vieh. Fünf weilen weiter auf„ -o.die vestung Akalzike auf einem niedrigen orte sis/Dhen , wovon sie commandiret wird, und von w» ^ in ^auf allen feiten kan beschossen werden. Naheflecken, so aus 400. Häusern bestehet, und vo" F p Iüde» §sten, Armenianern, Georgianern, Griechenwohnet wird. Die Christen haben darum Me ^ der ,Pie Jüden ihre synagogen. Der Bassa ba" n^Mken ^stung auf; die vornehmsten Officirer aber unb ' ist vvnben die benachbarten dorfcr innen. Diese ^ xVl-Georgianern auferbauet, welche sie M ,ende 0 NkMke' ,j,den Türcken weggenommen. Drey meilen vo>^ ^,ve ^die ebene sehr enge, und die berge sind kaum . ^ llscer ,,le von einander. Daselbst liegt ein bestes M-^,sscs-nannt , auf einem felssn zur rechten ssde vc ^ pcnUnten an diesem sehen liegt eme kleine stadt - liegende"boden zwischen dem schlösse und dem mit Emlissl-
ge einnimmet. Daselbst hält sich ein SEac ko- ,.,fbaten auf. Wenn man zwey meilen lenssl ^ Dirsstrist man ein gebürge an, welches Persieu un ^selbiger feite von einander scheidet.
Üb. V. >/,«. ük. V. s. 27. c-«vr. üb. VII. ^
k. III. seäk. ;. c. ;. Löa. d/», voyage ds r
fische reiss-beschreibung, x. ;97- - mai'L^ydck
* Caucasische mauer, ( die) eine gross ^ von ^ §e-
fern Dcrbent, an der Caspsschm worden I^,„,i E
dem grossen nebst der stadt Derbem erv»metrius Cantemirius, ein Fürst von der.tro I. dem feldzug an die Caspische sse 5»' ,poynet, hat sich die mühe gegeben, mtt einemdragonern dieselbe zu besichtigen, .x»bung von dem zustande des Turcktschm dru«ea , pch
Petrus der grosse in Rußifchcr spräche'» mgiebt er svsgcnde beschreiburrg von dnier