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Zweyter Theil. Bi - C.
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jähr der regierung Wilhelmi III- zu einem Ritter für die Graftschafft Derby erwehlet. Er fasse hernach noch in zweyen an-dern Parlementern unter König Wilhelms. In dem erstenParlement, das die Königin Anna zusammen berufte, hatte erauch seinen sitz bannn für Porckshire. Er heurathete Rache!,die älteste tochter Wilhelmi Lord Rüssel, welche den 28. dec.1725. mit wde abgieng,, nachdem sie mit diesem ihrem gemahlvier söhne und sechs tochter erzeuget hatte. Bey seines vat-ters kod ward er von der Königin Anna in dessen wurden undamtern eingesetzet. Bey der abänderung des Mnisterü an. 1710.gab er alle seine bedienungen auf. An. 1714. ernennte ihn Kö-nig Georg l. zu einem Lord-^ustics von Engelland, bis zu sei-ner dahin-kunft von Hannover; in demselbigen jähre ward erferner zu verschiedenen hohen stellen befördert, als zu einemMitglied des geheimen Raths, Lord-Lieutenant und Lustos fto-lulorum der Grafschafft Derby. An. 1716. ward er Präsidentdes Königl. Raths, er gab aber diese stelle in dem april an.1717. wiedrum aus, als eine grosse anzahl von Edelleuthen sichihrer bedienungen abthaten. Er ist dennoch in denen jähren172 ). 172;. 1725. und 1727. wiederum theils zum Regierungs-Rath während der abwesenheit des Königs, theils zum Raths-Präsidenten ernennet worden. An. 1727. den 10. sept. ward ervon König Georgio II. wiedrum zum Regierungs - Rath undcuttoäs Xowlorum für die Grafschafft Derby ernennet, undden 20. besagten monats ward er zum Raths-Präsidenten ge-machet. Er starb den 4. junii 1729. und hatte zum Nachfolgerin seinen ehren-tituln seinen söhn Wilhelm, den dismaligenHertzog von Devonshire. Englischer

Cavendish, (Thomas) siehe Landish.

* Cavicio, (Iacobus) ein Italiänischer Geistlicher, warzu Parma den i. may an. 144z. aus einem edlen qeschlecht ent-sprossen ; wiewol solches in den damaligen kriegs - unruhen sosehr herunter gekommen, daß sein vatter die Handlung ergreiffeümüssen. Er studirte eine zeitlang zu Bononien die PäpstlichenRechte, muste aber von dar wegen gehabter schläaereyen beyzeiten entfliehen, und kam sodann wiedrum nach Parma zu-rück , da er denn, weil er selbst wegen seines geringen Vermö-gens sich wenig bücher anschaffen konnte, in der bibliotheck ei-nes vor der stadt gelegenen klosters zum öftern gantze tage zu-brachte. Er trat hierauf in den geistlichen stand, und that sichsodann mit predigen ziemlich hervor, führte über dabey ein sehrunordentlich leben, wie er denn unter andern eine Nonne umihre ehre gebracht, und einen menschen tödtlich verwundet, da-hero er auch auf befehl des Bischoffs ins gefangnis gelegetwurde. Er fand aber mitte! aus demselben zu entwischen, undschweifte darauf drey jähr zu Constantinopel, desgleichen inden insuln des LrsInpelaZr, und an andern orten herum, nachwelcher zeit er sich wiedrum nach Parma verfügte, und alldavon der Clerifey, die mit ihrem Bischofs in streitigkeit lebte,zu ihrem kroteÄore erwehlet wurde. Als er sich nun diesesHandels wegen nach Rom begeben, wurde er einstens von ei-ner unbekannten perfon auf der straffen angefallen, und andem lincken arm gefährlich verwundet; die er aber dagegenmit seinem degen, als den er ungeachtet seines standes stets beysich getragen, auf der stelle entleibte. Nachdem er hierauf we-gen dieser that die Päpstliche absolution erlanget, kehrte erwieder nach Hause, ward aber auch nicht lange hernach vondem Hertzoge von Mayland, vermuthlich auf anstiften des Bi-schoffs von Parma, nach Alerandria clella Paglta ins elendverwiesen, und mischte sich folgends ohne einige noth in dieHändel, so wegen der succeßion im Hertzogthum Mayland ent-standen , daher seine güther in Parma constsciret, und das Haus,so er von seinem vatter hatte, geschleiffet wurde. Nach diesentwohnte er 7. jähr in Venedig, und begab sich sodann nach Cor-neliano zu Guido Roßi, einem Parmesanischen Herrn, der ihnan. 1489. M dem Kayser Friderico III. nach Pordenone abschick-te , von dem er viele ehre genoß, und unter andern zum Do-ktors der bürgerlichen und kanonischen Rechte ernennet wurde.Endlich wurde er um das jähr 1491. General - Vicsrius des Bi-schoffs von Rtmini, nachgehends aber des Ertz - Bischoffs zuRavenna, von dannen er sich ferner nach Ferrara, Florentz,Siena und Montecchio, einer kleinen stadt in der Dioeces vonParma, begab, und an diesem letzten orte den jun. an. >;n.mit tobe abgieng. Er hat lo Lxilin cli Lupiclo ; Is Reltitutio-ne 6i Lupiäo; il N060 6i corckellar li commessi errori Ls. ge-schrieben. Sein bekanntestes werck aber ist ein Roman unterdem titul: Istbro 6sl keregrino, welcher zu Venedig an. l?26.heraus gekommen, und nachdem er kurtz darauf auch in dasFranzösische übersetzet worden, in Franckreich so viele liebha-ver gefunden , daß die damaligen Geistlichen grösten theils aufder cantzel darwider zu eifern vor nöthig gefunden. Sein le-ben hat Georgius Anselmus beschrieben, und der Italiänischenrdition des jetzt-gedachten keregrino vorangesetzet.

* Cavitellus, (Lndovicus) ein kacrisius und Abt des Lol-legn sabellionnm zu Cremona , ist an. I?86. gestorben , undhat sich durch seine Lnnales Lremonenlss um sein vatterlandverdient gemacht, welche Cäsar Cavitellus sein «»verwandteran. i?88. zum druck befördert. Sie sind nach diesem dem III.toino des ilieLuri anttg. Icrrl. einverleibet worden,Lrernons lirrerats.

* Cavitellus, (Raymundus) gebürtig von Cremona, lehrtedie Rechte zu Pavia, Perugia und Ferrara mit grossem rühm,

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und starb an» IZ62. Er hat 6s Verb. Obligat. äe ssßAli ^6io aäipiscenllo, und 6s küuclis geschrieben, auch etlichena von Nachrichten zu der Historie seines vatterlands gewlet, deren sich erst erwehnter Ludovicus Cavitellus 'seinen nachkommen, in Verfertigung derer Nrmalimn DremLum wohl bedienet, Lrsm0n-r lirrerats. ,

* Cauiet, (Franciscus Stcphanus 6s) war aus einflutenehmen geschlecht in Languedoc entsprossen, aber zu ^ „Mgden 19. may an. 1610. gebohren. Nachdem er eine sr ,7.den studien in seinem vatterlande obgelegen, erhielt er erjähre seines alters die Abtey St. Vonifien 6s Folk, rasaber nach einiger zeit wieder abtrat, und davor an. ^ 7.

Bißthum Pamiers erlangte. Diesem hat er bis an jew oh»eaug. rögo. erfolgtes ende mit vielem rühm , obwol n>w,^ipgrosse Widerwärtigkeiten, vorgestanden, und durch,chen eifer in Verbesserung der kirchen-zucht, bey seiner gviel gutes gestiftet. . -Wi-

Cauliac, (Guido 6e) ein berühmter Meälsus amversität Montpellier in dem XIV. fteculo, der sichchirurgischen schriften sonderlich bekannt gemacht hat.zu Paris unter Heinrich 6e Hermondavküa, obersten ^ MPhilippi kulskri, studirt, ist aber nachmals selbst dapa./,.bani V. und Papsts Clementis VI. IVIsäicus geworden.Caulius, (Wilhelmus und Johannes) siehe 'Caümarttn , siehe le Fevre. ., speist

Caumont , lat. Lalmontium , eine kleine stadt nn.pDesschloß, in der Französischen landschafft Agenois, » §>0°Marmandr und Tonneins, an der Garonne gelE'^r festberühmte geschlecht der Herren von Caumont hat ^nen nahmen. ^rke^

Caumont 1 a Force , ein geschlecht in Franckreich'net zu seinem stamm-vatter Wilhelipum I. Herrn vv jhiumont und Castelnau, so um das iahr 1226. gelebet. " ^ pichstammet her Wilhelmus RarMundus, Herr von Caunwgcher an.i z46. lebte, und dem Könige Philippo von Naiv AMdie Engellander dienete. Er hinterließ uin das jähr seinEpar, Herrn von Caumont, der das geschlecht vsöhn Brandelis fortpflantzte, dessen söhn Caroll t' « HFranciscus von Caumont, Herr von Cüstelnau war1572. auf der Pariser blut-hochzeit nebst feinemdo umgebracht wurde; da hingegen dessen anderer wv b'sbus, von welchem hernach , ob er gleich in einem oe".sen beyden schliefe, durch sonderbare Vorsehung lA-^par ^ten wurde. Sein anderer söhn war Iacobus ow vcCaumont, Marschäll von Franckreich, der sich.wählet hat; erstlich mit Charlotte von Gontaut,ter des Marschalls Biron; alsdann mit Anna von a-Philippi Herrn von Pleßis Mornüh tochter, uno 0 e - u'VNoutres Herrn 6s la Tabariere hinterlassener w' Mzum dritten mit Jsabella von Clermond Galeranoe.ner ersten gemahlin zeugte er 2. töchter und 7. lvo Her?.ter der älteste Armandus Nompar von Caumo»

6e lu Force, die Waffen in Italien, Teutschlarw u^^ ^ -orten unter seinem vatter führte. Nach besten vec- .n1652. Marschall von Franckreich wurde, und den , x>,e167?. starb, eine tochter Charlottam hinterlasten^Henricum 6e la Tour, Vicomte 6e Turenne, verm bstein^,den. Der andere söhn aber Henricus, Herr m .^gete

schiedeue^km^^^ ^ la Force, ä, ^

cobus L"' von Caumon? Iacobum

von F^^var vo„ von Rasse. IeM ^x

feinemfLN',nach st^s

te mir vsse 6eiri Bou/an, langwierigen kraEh hak'

na beyden aem//,/" Normandre an. i-s?- «Z M,

von Dcrmqhen . E^Emnen, (davon die letztere Sw .der Herm von P/eheden ^ ^

?? /e enN wegen aK dem cLell A AmA Ku Ä 'vvvden, von dem lassen, und naetzA y««gehen eriaubnis Kw-igean. 1699.

§e^7nimer denckwürdL ^ ^>öh--e und s. kochterK'^,Mtzog cie /g Force. mAsi Henrrcus Iacobus von ssE

von CasteMa., ^anckreich, Grafv-n^

mehrern; »no Frauci7 ck'^ Caumont, rc. von dem umem ^

2. mer!z !in ?'^'Eout, Margu'svon^^ssben geblieben; ^ 78 . gebohren, »nd

can^?on Mo,!rpo„m ^crndus, dessen oben gedacht,cavaüerie, Camni,.!."^' General-Lieutenant der HoüAdn^

und Gouverneu KonigS von Groß -

.beu rs. may an Arnheim, gebohren an.

Ander hinterlassende leinen beyden gemuhlinnen

46. Kc. * ' Aeneal» 6a1lia-,

dairn,wMa/al^?cc'öu6Nomparcks) Hertzog

uw-ee, ein SÄ """ Franckreich , General über deE^,

Als in dem Par.Rk^'l? Ä Caumont, gedohren A'der Armand erSA" bl-'t-bad sein vatter und Aster M

"b ermordet wurden, Schielt er, der d^ m "yF