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Zweyter Theil. Bi - C.
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cau

Lotus füget hinzu, daß die einwohner der stadt Taunus der trun-ckenheit und unzucht überaus ergeben waren, auch daß sie allefremde götter samt ihren Priestern aus ihrer stadt verbannet,und keine andere als ihre landes-gotter behalten hatten. Soli-sten war auch diese stadt wegen ihrer vortreflichen feigen, la-teinisch Lsune-x genannt, damit sie andere lander versähe, be-rühmt. Und ist von diesen sonderlich zu melden, daß die Rö-mer nach ihrem bekannten aberglauben dieses als eine böse Vor-bedeutung für den zug des M.Craßi wider die Parther ausgelegthaben, daß als er im Hafen zu Brundus mit einschiffung feinerkriegs-leuthen beschaffriget war, jemand diese galtung feigen feilausgeruffen, da dann das Wort Lsunsss eben so gesprochen wur-de , als wie in der gemeinen und schnellen rede, die Wörter Lsvsne SS8, gehe nicht. OvrA. metsm. IX. lib.XIV.

11 b. I. , äs äivlnst. 11 b. II. *

* ssavo, Aonte Lsvo, vor zelten Llbgnus Nons, ein bergdes Kirchen-Staats in Lsmpsnla Xomsus, fünf stunden vonRom gegen osten, und nicht weit von der stadt Albano ab-gelegen. Dieser berg war vor zeiten wegen dem bekanntenMbs Längs merckwürbig, worauf es gebauet gewesen. Uber-diß war er noch wegen den Lerlls Lseinis (einer gattung freu-den-seste und gottesdienst bey den völckern des Latii) bekannt,als aus welchem diese völcker dieselben feyerten. DiÄ.

*Cavois, oder Cavove, (Ludovicus Doger, Marquisvon) war an. 1640. gebohren, unter Ludovico XIV. t-rsnä-Msrscbsl 6s Logis von des Königs Hause, und der letzte voneinem adelichen geschlecht aus der Plcardie. Er ward wegenseinen angenehmen eigenschafften in seinem siebenden jähre demjünger» König Ludovico XIV. zur gesellschafft gegeben, undmit demselben auferzogen. Er machte sich hierauf unter demnahmen eines Ritters von Cavoye in Holland zur see in dengefechten mit den Engelländern bekannt, folgte dem Könighernach in allen seinen feldzügen, und beseitigte sich in derWohlgewogenheit desselben dermaßen, daß er ihm die obenge-dachte bedienung eines (Irsnä-NsreLksl verliehe. Die letzten20. jähre seines lebens brachte er mit Übungen der gottseligkeitzu, und starb an. 1716. verließ aber von Louisa von Coetlogon,die bey der Königin Anna Cammer-Fräulein gewesen, keineAnder. Er war ein freund der Gelehrten, denen er bey demKönige gute dienste that, war auch überhaupt gar dienstfertig,wiewol ihn einige eines eigennutzes dabey beschuldigen wollen,und ward wegen seiner hertzhafftigkeit von den Marschallenvon Turenne, und Luxembourg sehr hoch gehalten,

/e, /a As «le , tom. I.

CavourS, eine kleine stadt in Plemont, 4. Meilen vonPignerol und Ville - Franche, an einem berge, auf welchemein vestes schloß stehet. Sie scheinet von der natur gleichsamzu einer Citadelle vor die umliegende Piemontesische ebene an-gelegt zu seyn. Die Herren von Raconis haben sich vormalsdaselbst aufgehalten, nachdem Ludovicus, Bastard von Acha-ja, Herr von Raconis, wegen seiner treuen dienste von Ama-deo VIII. an. i4N> mit dieser Herrschaft beschenckt worden.An. 1592. ward dieser ort von dem Französischen General Les-diguieres erobert, an. 1595. aber von dem Hertzoge Carl Ema-nuel wieder eingenommen. An. 1629. und 44. hat es gleich-falls unterschiedenes durch den krieg erlttten.

* ssavreftan, ein grosses dorf zwischen Lar, einer Persischenstadt in dem land Faristan, und der insul Ormus, welcheam eingang des Golfo äl Balfora liegt. Dieser ort ist seinermelonen halben bekannt, welche unsere kürbis an grösse über-treffen , und die besten in gantz Persien sind. Ihr fleisch ist hoch-roth und zucker-süß. Es wachsen auch ruben daselbst, welche bisauf fünf und dreißig Pfund wägen , und einen treflichen ge-schmack haben. , Persische reist-beschreibung.

ssavriani, (Fridericus Graf von) Kayserlicher geheimerRath und oberster Hofmeister bey der verwittibten KayserinEleonora, war von dem berühmten geschlechte Cavriani,welches aus dem Hertzogthmn Mantua seinen Ursprung hat.Es sind sonderlich daraus bekannt Conradinus, der an. 1^9.von dem Kaystr Carolo I V. zum Freyherrn gemacht wurde, der-gleichen wurde auch Johannes an. 1412. von dem Kaystr Fri-derico IIL erhielt; Fridericus, welcher Statthalter zu Piombi-no ; Albertus, so Bischoff zu Alba und Päpstlicher Xunclus inSpanien; und Galeacius, der Bischoff zu Mantua war. Der-jenige Fridericus, dessen hier gedacht wird, wurde an.-159?.gebohren, und in seiner jugend an dem Hofe Ferdinandi Gon-zagä, Hertzogs zu Mantua und Montferrat, auferzogen.Weil sein vetter Octavianus bey den Römischen Kaysern Ru-dolpho II. und Matthia geheimer Rath, Ober-Hof-und Stall-meister gewesen , kam auch dieser nach Wien, und begab sichunter dem Kaystr Matthia in kriegs-dienste, der ihn zu sei-nem Cammer - Herrn machte. Diese stelle begleitete er fernerbey dem Kaystr Ferdinands II. nach dessen tobe die verwittibteKayserin Eleonora von Mantua ihn zu ihrem Ober-Hofmeistermachte. Der Kaystr Ferdinandus IIL dessen Cammer-Herr ergleichfalls gewesen , machte ihn an. 165;. zu seinem geheimenRath, und als vorgedachte Kayserin den 27. jun. besagtenjahrs starb, wurde er bey Ferdinandi IIL gemahlin, Eleo-nora, gleichfalls aus dem Hause Mantua, Ober-Hofmeister,welche stelle er auch nach des Kaystrs Ferdinandi III. tobebehielt. Gleichwie er auch die geheime Raths-stelle noch fer-ner unter dem Kaystr Levpoldv besessen. Sonst ist er als Ge-

sandter an den Churfürsten von Bayern, Maximilian»«* ' ^schickt, und von Ferdinands II. in den Reichs-Grafen-M'hoben worden. Er starb zu Wien an. 1662. in demfeines alters. Er hat 2. gemahlinnen gehabt, nemlicy ^,Christinam, George Leonhards, Freyherrn von Smv,. j^stochter, und dann Elisabeth, des Grafen Leonhard Hem ^itzu Meggau, Kayserlichen Ober - Hofmeisters, toclM-der ersten hat er 5. mit der andern 18. Ander gezeug" /welchen Franciscus Carolus und Octavius merckwuroH.^rFranciscus Carolus Graf Cavriani, Kayserlicher wm" §pr.geheimer Rath und Hatschier-Hauptmann, starb denan. 1696. und hinterließ von seiner gemahlin Cacma .per.Ladislai Buriani Grafen von Waldstein tochter, keine „erOctavius Graf Cavriani, Kayserlicher würcklicherRath, hat, nachdem an. 1689. seine erste gemahnn M,,-Elisabeth Ungnad, Gräfin von Weissenwolff, Michaels'' ^cisci Ferdinandi, Grafen von Althan wittwe, gestE- Ma-nnt Ernestina, Gräfin von Reckheim, Johannis Georg"fen von Collonitsch wittwe vermählet; und sindnicht ohne männliche erben. notle. krocer. '

ssaurres, (Johannes 6e) von Moröul, in dergebürtig, war Lsnonicus zu St. Niclas, und stector ^le zu Amiens in demXVI. L-ecuIo. Er hat Oeuvres'geschrieben, darinnen auch Französische verse vor" Mauf den tod des Admirals, zu tobe der blut-hochzeN n-aber weder der fache nach, noch nach den Worten S»"gelungen.

. war ein breiter Macedonischer Hut,

ziemlichen rande, daß einen die sonne nicht bescheincw a>-regen treffen konnte. Daher man findet, daß solcher. x„lern von den Königen, und andern vornehmen, lon^.X-von den schiffern und schnittern gebraucht worden. '

96. H , äe pilco 8- , snlm. II- 6. , .

äs veü. 8seerä. llebr. II. 4. H. 4. säverk. XX'-

Caussaie oder Laussade , eine kleine stadt in derA ba-sischen landschafft Quercy, zwischen Moissans m>otontn gelegen. r>e-

ssaußinus, (Nicolaus) ein Jesuit und Beicht-va §Konlgs Ludovici XIII. wurde zu Troyes in ChaM""z. Er;8o. gebohren. Er begab sich in die Societät die E-seines alters, und lehrte in unterschiedenen LollsA"^toric mit rühm; hierauflegte er sich aufs predigenE.

endlich Königlicher Beicht-vatter. Er muste abertiren, und wurde naher Quimpercorentin ingiret, weil er das verfahren des Königs wider st"nicht soll gebilliget haben, wodurch er sich den §aro vuUchelieu zum feinde gemacht; welchen im gegentyei' ^die zuruckberuffung der Königlichen mutter zu^ttm?nus soll bemühet gewesen seyn. Nach dem todekam er wieder nach Paris, und starb in demdaselbst den 2. jul. an. i6;i. Wiewol doch G"'versichert,, daß ihn auch die andere Königliche -ss« gals sie für ihren söhn Ludovicum XIV. die remcru ^von neuem nach Bretagne relegiret habe, dem c.» Ezarini zu gefallen, und das um seines buches UjBA'ha,vomo Del willen, das er an. 1650. ediret, n*w poL'viel gutes von den eigenschafften gesagt, die PrE ^0^den sollen. Unter seinen schriften sind Melsurvs

Ieo8; cle 8vnihollcs EgxxtlorumLspientis l^oi> netL, ^

bollcl Ilbri XII.; Lloquentlse 8scrse A IIumsnD^.

Hegn« Lei. Den grösten rühm hat er von A" gpäisch^ Iilli'

Oour 8sinte genannt, welcher in die meisten

chen übersetzt, und zum öfter« gedruckt ist. ^

Leo ^0. x 200. , bibl. 8. L -

Lsec. XVII. , vle 6u Lsrci. äs Xiebelie ^ ja

Cautin, Bischoff zu Clermont in Auvergne' unordeosiebenden I-Lculo, und ist wegen seines bösen » Priest"^chen lebens bekannt. Insonderheit soll er cim anbendig haben begraben lassen, damit er besten ^ziehen könnte. List. Lisnc. im- ^ einer^

* Cautius, (Camillus) gebürtig v"" Mr lt^'As-7nen stadt im Paduanischen gebieth, war ums ^ ^

gelehrter Vo6tor jurl8 berühmt, und hmtertt

uibus Lpllcoxsl. Venedig r; 84. ^ st.

tsris, und 8ebo1is in lex srtioulo8 Ontecm , xstsV-guinguo, ib. 1559. M 8.

x. 69. 8c«»-^ko«. äs clsri8 kstsv. P- a/

Cautus, siehe Cattus. ^mbi

Cauvini, (Franciscus von) Herr?^„ Caen kstZpclN^glied der Französischen Academre, war von^ dsttt^ vckmandie gebürtig, und ein anverwandter, Lj^^e w^Nachfolger des Malherbe. Er hat uberMÄI'öc^'fertiget, worunter fein vornehmstes » , , bist. 0

ni, und soll an. r6;6. gestorben seyn- ^ ^,.^ie'

krsnc. der^ Es'si

Caux oder Lsis äs Caux / ein ^Ehaltenworinnen sich die alten Laien MennE^ geholt'^gaiE,ein amt, so unter das Parlement von BrN^nE

zwischen der Seine, der Picardle ^ chxgce / Hameer. Es begreift in sich Dieppe,