Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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' nach Cotistatltinö-

vel. Zu ende des 416. jahrs reistte er 1können U)n aber, so bald sein betrug an den tag ge-ben jMv/ 7^ Patriarch Atticus verjagt hat. In dem folgen-Mmo ^ nach Rom, und wüste sich bey dem Papst^eAfri^Mtaltzuinstnuiren, daß er ihn meinem briefe an^Sanqen-.^chch Bischoffe rühmte, auch das wider ihn an. 41».u> dem /, genauer zu untersuchen befahl. Als er aberMe beenden jähre von den Africanischen Bifchöffen dieWn, a»fr?nenheit der fache erfahren, verdämmere er Cele-Hvnvxj "I vern zu Rom gehaltenen 8ynoäo, und der KayserHaffen lU ihn aus dem gantzen Occidentalischen ReicheMopsue»"' Da er sich denn im Orient bald bey Theodors?o»sta>ilj7?'bald bey Sisinnio undNestorio, Bifchöffen zuZeltens Mel, aufhielte, und die Pelagianische lehre auszu-U jer ff!?.. , diesen letztem auch so weit aufseine feite brachte,Artus Uwegen an den Papst schriebe. Allein als an. 4-9.§hevdvn„ lercator eine erinnerungs - fchrift bey dem Kayser?°Pel jua.^ugab, ließ dieser Celestiuin aus der stadt Constanti-I^ruden und der Papst Cölestinus verdämmere ihn in dem?«Uch 'Wre aufdem8ynoäo zu Rom , und an. 421. wurde^»U aekkl Sem Loncilio zu Ephesus von 27;. Bifchöffen inMe rj«/dan. Ob er nun bald darauf gestorben, oder sich in^nkeE>nkeit begeben, ist unbekannt. Seine fchriften sind:

. : Uael 2oiimokspiL oblsts; hlpiüols sä Llericos fuL^ ^tvrjj^.^kareiites LxillolL, üvs libelli III. sävirMtem' in Lsrtbsginsnli Loncilio oblatus; läder

, orizinals ; I.iber Osknitionum, 6cc.

?-> ^ commonit. 2. äs peccsto orig. c. 2.

^ ^ perfLüione, äs juftitis, Lc. Laro». H. L. 411.* ^ ^ ^ in sntig. Lritsnn, t?ave, biss. lit. *

steig , (Antonius) war zu Palermo den ir. octobr.n, dey ».'"Semem vornehmen Haufe gebohren, und begab sichMtep i« Mlfcaner-orden. Er lehrte zu Rom und in andernMuf, Italien die Philosophie und Theologie mit grossemin ' ^§1^ U>ard hernach Provincial und krocurstor Oeners^rn 'llerk us, starb aber endlich in feinem vatterlände denMan hat von ihm ssabulsm LoncilioruM81 Utes v? Und Lkriüisirsm LsMolicsm sseligionem contraeul, ' drseos L 8eÄsrio8 äslNonürstsm. ^o-r^rtor. bibl.

^r^lchius, (Andreas) gebohren zu Spandaw in derschul-^ uach zurück gelegten Universitäts - jähren sssclorw ^..ufelbst, sodann ksssor zu Stendal und Superin-

sodann ksssor zu Stendal und Superinin Rna ^uen Marck. Subfcribirte die kormul. Loncor.ven üstkvw ^T l und ward in eben dem jähre Superintendentü>!.lvvrd-«^ lrs sind von ihm folgende fchriften heraus gege-koiklll. super LvanZ. OomiiricsI. 2.) Lei-E- V) vfWu und Ehren-predigten, II. tom. in 4. eä. 1591.es eriun -7 Paßions-predigten, eälc. in 4.1586. 4.) Noth-sch^fsich von des fätans letzten zorn-sturm, und was

iL" an l»js!^und bedeute, daß nun zu dieser zeit viele men-in^- t.I p^Ao feel vom teufet besessen werden, in 4. eäir.che^^ltenchs.srle von einer heßlichenwunder-undMißgeburtiß" schivef-, ,arck Brandenburg. Item von einem erschreckst-

.^g^u zu Stendal, samt einer kurtzen buß-predigt79. 6. ) Lmblemata LaLeLstcleo8 Lstrittianse irr

> Türtzstcher und

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gewesen, mag aber wol nach '» ^^ getommseyn, M worden, und m nicht gennges l zerstöret, dme^

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s< W .welchen die Ceres gelernrt' wie er ^rs.

^ Osorsic. Irb.I, 0«-^. Üb- ° MLMNa

.oder wie andere wollen E-^lMS b und wur-

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von der Spanischen zur Kahserlichen Partey übergreng, resti-tuiret wurde.

Cellarius, < Christian) gebürtig von Jstnberg, nahe beyFurnes in Flandern. Er docirte die Griechische spräche zu Lö-sen und an andern orten, und gab verschiedene wercke in ge-bundener und ungebundener rede heraus, darunter auch ein ge-tichte von dem kriege, welchen der Kayser Carolus V. in Ungarnwider die Türcken geführet, welches an. 1;;;. heraus gekom-men. Er hielt auch eine oration unter dem titul: Lomrs. wen»ÄicilAtem publiesm , pro novs pMpermn fubveritione , darü-ber er mit den Mönchen in Verdrießlichkeit gericth, welche nichtunterließen ihn zu verketzern, bibl. Zeig. äs

1 er. 5 »c. XVI.

EeUarius, (Christoph) ein berühmter Lriticus, war an.i6;8. zu Smalkalden gebohren. Nach wohlgelegtem sunda--mente seiner stubien , gieng er an» iü;6» auf die UniversitätJena, und profitiere die sieden jähre durch, da er sich daselbstaufhielt, sowohl, daß man ihm auf dem 6vmns6o zu Weiftsenfels die kroketstonsin LinZuss lsnÄL (L Alörslium ohne vor-hergegangenes exsmen übergab, worauf er von hier nach Wei-mar , von dar nach Zeitz, und von bannen nach Merseburg alsLecstor beruffen ward. Seine bemühung, die jugend in der la-tinitat wohl zu unterrichten, war verknüpft mit einer guten wis-senschafft eines auserlesenen und nebst einer fließenden arr seheangenehmen ll> 1 i. Er führte seine leuthe ausser dem auf die alteHistorie und Geographie, und suchte deren beweis-grund ausden auüoribus selbst herzuleiten. Hierdurch brachte er sich insolchen ruf, daß als der König in Preussen die Academie inHalle aufrichtete, Cellarius als künftiger kwlellor Historie LLlognemiL von Merseburg dahin beruffen wurde. Ob er nunwol die aufAcademien übliche hindansetzung der Humsniorummit ansehen muste, und also die anzahl seiner zuhörer gar schlechtwar, so stunde er doch den wenigen, die von ihm was zu ler-nen verlangten, mit unermüdetem fleiß vor. Dannenheroman auch von ihm angemercket, daß er nicht mehr als einenacht von der Academie weggeblieben. In ansehung dieses sei-nes fleisses wurde er auch zum vireäkor des ausgerichteten Lol-legü politiorum läcemruin gemacht, darinnen er sonderlichleuthe zu ziehen suchte, welche hernach andere geschickt unter-richten könnten, ob gleich derselben wenig waren. Dieweil ernun also mit LoUegiis nicht überhäuffet war, so hatte er mehrgelegenheit durch nützliche bücher sonderlich den schulen zu helf-fen: wie denn solches vor andern der von ihm vermehrte Ist«.1suru8 hsbri, sein ümibsrbLru8 und Ortko^rspstis antiquabezeugen. Hierüber kriegte er mit Borrichio einen grammati-kalischen streck, welcher aber von beyden theilen mit sonderba-rer ehrbezeugung geführt worden, es wurde aber nach OlaiBorrichii tobe die fache von Andrea Borrichio etwas heftiger ge-trieben« Sonsten wird auch seine Xotiris (Irbis »rnchui Hoch ge-schätzt , und ist zu bedauren, daß er durch seinen an. 1707. er.folgten tod von dergleichen ausarbeitung der 6eo§rgxKiL msäürevi ist abgehalten worden. Er hat ferner Lomxenäi» derergrammaticken von allen gelehrten sprachen, der Geographie, Hi-storie , Lstronomis koctlLL, Lxiliolas 8gw3ritLliL8, auch OrL-tiones, strogrammsts, viele alte 3uctorL8 mit kurtzen und auser-lesenen noti8 heraus gegeben. LpiltolL sä 8tru-

vium. *

Cellarius, (Balthasar) ist an. 1614. zn Rottleben nichtweit von Franckenhausen in der Grüfschasst Schwartzburg ge-bohren tvorden. Sein vatter Simon war Priester daselbst.An. iS;c>. kam er nach Gera ins Lvmnriüum, und an. 1612.gieng er nach Jena, allwo er an. i6;6. NsZister kkilofopbiseworden, und angefangen LolleZis zu halten, da dann der nach-mals berühmte Jurist Adam Lauterbach mit unter seinen disci-puln war. Er triebe allda und hernach zu Wittenberg dasstuäium Ibsologicum , und gieng an. 1642. als Lpboru8 desjungen Herrn Friedrich Höfers von Uhrfahren nach Helmstädt.An. 1646. wurde er Prediger zu Braunschweig. An. 164g.kam er wieder auf Helmstädt, und wurde daselbst krokellorIkeoloZise und General-Superintendent, und hernach Abt inMarienthal, in welcher würde er an. 1671. gestorben ist. Vonfchriften hat er ausgegeben: kolicicam ; ftibeilum äs Lon6>guentis; Lpitomen IbeoloZise kbilofopbicse; Isbulas ktki-cgs, kb)'6c.i8 nebst allerhand dijputationen. memor.

Ibeol. p. 1726. 6c äisr. biogr. sä sn. 1671. *

Cellarius, (Martinus) siehe Borrhaus.

* Cellarius, (Iacobus) ein kwsvus Christvphori, war indem XVI. steculo Ävrslium L LloyuentiL in dem üymnssio zuLauingen krofellor, und gab Mrolii Ikefsurum LiceraNisnumweit vermehrter heraus. Lebens-Läuf.

* Cellarius, (Johann) oder Rellner, der erste Lutheri-sche Superintendent zu Dreßden, war zu Kundstadt an derBöhmischen grentze an. 1496. gebohren. Er studitte und lehrtezu Lögen, Mayntz, Tübingen und Heidelberg, und ward dar-auf erst zu Wittenberg, und hernach zu Leipzig Professor derOrientalischen sprachen. Er war nach Luthero einer mit vonden ersten, welche die Reformation mit äusserstem fleisse trieben,weshalben er nach Franckfurt am Mayn als Prediger zu St.Catharinen , und an. 15z;. als Priester nach Bautzen beruffenward,zuletzt aber an. r ; 18. um das fest Trinitatis die Superin«tendm zu Dreßden erhielt, und endlich daselbst den 21. apr.

an. r;42»