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Cewetere, eine stadt in dem katrimonio ?etn, auf einemkleinen Hügel gelegen, drey Meilen von dem Toscanischen meere,war vor zelten ein sehr schöner und grosser ort, Cäre oder Cäre-vetus genannt , und die Haupt-stadt in Hetrurien. Von ihrnennte man gewisse register lUmm tsbulss, in welche dieLünloies die nahmen derjenigen einzeichneten, welche zwar dieübrige rechte der Römischen bürger genossen , aber dabey derfreyheit zu votiren beraubet wurden. Denn als die GallierRom erobert hatten, nahmen die einwohner von Cäre diejeni-gen mit sonderbarer freundlichkeit auf, welche die heilige gefas-st und das ewige vestalische feuer sicherheit halben von Rom da-hin brachten. Zur belohnung dieser gutthat gab ihnen nach-gehends die Römische Republick das Römische bürger-recht,welches in stlbiger zeit noch für eine sonderbare gnad muste ge-achtet werden, doch ohne stimme in den gemeinen volcks-ver-sammlungen. Weswegen ste auch nicht, wie die vollkommeneRömische bürger, in die Zünfte und Lla6e8 und Lenwria8 ein-getheilet, sondern lediglich in die von ihnen benannte registeroder csbulL8 LLrilum verzeichnet wurden. Allein wie dieses de-nen von Care dennoch für ihren andern nachbarn zu einer eh-re und Vortheil gereichte, so war es hingegen kein geringerschimpf und schaden für einen vollständigen bürger, wenn manihn in diese register fetzte; Massen er dadurch aus allen Zünftenverflossen, und seines stimm-rechts in allen bürger-versammlun-gen gäntzlich verlustig gemacht wurde. Es geschahe aber diesesdurch die Lealors8, wo ste jemanden einer gar schlimmen undschändlichen aufführung oder verübter laster-thaten schuldig ach-teten. Die mbuliL Lseritum blieben auch aus dieser ursach imgebrauch, nachdem die bürger sechsten der stadt Cäre neben an-dern Hetruriern schon längst das vollkommene Römische bürger-recht erhalten hatten, und in gewisse Zünfte waren vertheiletworden. NraLo, lib. V. *
Cervia, sonst Ficocle genannt, eine stadt in Romagna,zwischen Rimini und Ravenna, nicht weit von der küste desGolfo äi Venezia , hat ein Bißthum unter Ravenna gehö-rig , und verstehet die umliegenden landschafften reichlich mitbey ihr zubereiteten saltze. Ioh. Franciscus äe Guidi, Cardi-nal Bagni , ein Bischofs dieses orts , hat an. i6;4. einenL^noclum allhier gehalten, davon die oräinationeb vorhandensind.
* Cervinus, (Marcellus oder Marcellinus) ein söhn Anto-
nii von der Maria Strozza , und urenckel Papst Marcelli II.erlangte von Innocentio X. an. 1645. das Bißthum Sa-vona, wurde hernach an. 16^2. nach Monte Pulciano, woer gebohren war, versetzt, und starb an. 166;. nachdem erseiner kirche sehr rühmlich vorgestanden, und Imaginem Virmr.Larci. Lellsrmiru drucken lassen, Siena 1622. in 8. Ingolst.1625. in 8. komp. l/Zde//. Ital. chcr. rom. I.
LIII. TVMex, elo§. tom. I.
Cerularius, (Michael) ein Patriarch zu Constantinopelan. 104;. war ein gelehrter mann, aber ein feind der Lateini-schen kirche , wurde dahero von dem Päpstlichen Xumio Huber-ts in den bann gethan, gleichwie hingegen Michael den nahmendes Papsts in den Üiptvclü? ausgestrichen. Er beredete Michae-lem Stratiotium, daß er das Kayserthum resignirte, und an.1057. dem Jsacio Comneno überließ; allein er wurde hernachdiesem Kayser das folgende jähr selbst verdächtig, und starb zuseinem guten glück bald darauf, neben einigen briefen und kir-chen-verordnungen , insonderheit das Läictum L^noäale säver-'tu8 Lmino8 äe kittavia hinterlassend; durch welches letzte Worteben sein gegen-bann wider den Römischen Papst angedeutetwird. Solches ist datirt den 9. jun. an. 1054. und stehet beyLeone Aüatio äs 1 ibri 8 ecalef. 6rTL. in ann-ll.
kill. litt. in ctiron. eccl. Lmo-e. *
* Cervo, eine stadt nebst einem see-hafen im Genuesischengebiethe. Die stadt liegt auf einem lustigen berge, hat zweyschöne kirchen; die berge sind fruchtbar an öl und feigen,aber unfruchtbar an getreyde. Unter der stadt ist ein schöneskloster.
Cerutus, (Fridericus) von Verona, war in der Griechi-schen und Lateinischen spräche wohl erfahren, welche er auchmit grossem rühm lehrte, und an. 1579. starb. Er hinterließeinen gelehrten söhn, der ein Neäicm war, und an. 1620. ge-storben. elog.
Cesano, ein fluß , welcher an den grentzen der Marck Anco-na entspringet, und nachdem er durch das Hertzogthum Urbinogelaussen, unterhalb der stadt Senigaglia, in das Adriatischemeer fällt.
Cesarini, eine vornehme familie in Rom, welche von Cä-sare herstammen will, wie solches viele schriften in den archivenm Italien bezeugen sollen. Obschon jedoch nur zu gewiß ist,daß dergleichen Herleitungen der heutigen geschlechten von , 6 .17. und igoo. jähren her nie keinen satten gründ haben, unddie sich etwan ereignende gleichheit der nahmen dieses fallsden.geringsten beweis nicht mit sich führet. Wie dem allem ,sd führet dieses hochadeliche geschlecht aus diesem anlas denRömischen adler, (als das eigentliche wapen der RömischenKayser) worunter ein bär mit ketten an eine säule gebundenstehet. Vormals hatte der adler ein schaaf bey sich, nachdemaber in dem kriege der Guelfen und Gibellinen einer aus die-
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der Gibellinen, gehalten, in einem fcharmutzel man pjeSt. Johannis in Laterans über die Guelfen gesieget/ yer -sahne derer von Ursini, so die vornehmste desGuelfen waren, bekommen, hat dieses geschlecht, ^ Ze-
cken dieses sieges, ermeldten baren in ketten zu seinem ge-than , daher ein kluger köpf zur selben zeit diese vmacht:
klrlin,i8 nrfsm, Lolumuis isääe colninnam,
Peääe agriilam Imperio, fola catena wa eü.
Worauf ein anderer geantwortet:
Vrlmis urfsm, Lo 1 umni 8 reääo columnam,keääo agnilam Inixerio, cuncta cacena lißat. ^,Sonsten erhellet das alterthuin dieses geschlechts schon elldaß an. 809. eine Heurath zwischen Roderico MonalvesiL^Bnem von der familie der alten Hertzoge ä'Angin und de» AsselnEmilia Cesarini geschlossen worden. Es sind auchgeschlecht viele berühmte leuthe entsprossen. Iulianus ^wurde an. 1426. Cardinal, (davon hernach.) Ein Elianus erhielt an. 149;. von Alexandro VI. diese wurv'^Eder dritte Iulianus hat vvrnemlich den ruhmseines yan'gebreitet. Er wüste sich durch seinen verstand und allbey dem Römischen volcke beliebt zu machen , daß derles, was er wollte, durch ihn nach wünsch erlange'^»^Ob er auch gleich wegen der rencontre, so er mit dem ^neur von Rom , dem Bischoffe Maguelotti, dem erabgehauen, und seine hellebardirer übel zugerichtetbeseht Clementis VII. die stadt räumen musteAp,n>el>/noch unter dieses Papsts regierung wieder dahm P» gr-ünd von dem Kayser Carolo V. bey dessen crönung (^ackvwonnen worden, daß er ihn zu seinem Lsnlionarw vwelches amt er noch unter dessen söhne Philipps u-Es hat ihn auch der Kayser mit vielen schlossern dc' Apund nachgehends mit 4000. mann in Piemont g/Mlius III. machte ihn zum General über die rnfantcrle, ^osinchen-Staats, und velehnte ihn mit Civita Nuova m»
Coffero in der Anconitanilcben Nachdem a , vh'
Anconitanischen Marck. Nachdem « , ...lus IV. der dem Spanischen Hause nicht geneigt w"Päpstlichen stuhl bestiegen , hat er auch desselbenget,Wnd deswegen diesen Iulianum Cesarini am Abürg in währendem kriege mit den Spaniern verwam M-Nachdem aber der friede erfolget, ist er des gefang"fen, von dem Könige Philippo II. wegen des erlittene»belohnet, und von dem Papst Pio IV. mit den g^ ^ n».der Anconitanischen Marck von neuem belehnet, hjntemAden» titul eines Marggrafen beehret worden.einen söhn, Johannen, Georgium, welcher vonm^seine fußstapfen getreten, und Iulianum,
Nuova, nach sich gelassen, der Iohannem Georgs pen Unium (von dem hernach) Petrum und Alexandrm»banus VIII. zum Cardinal gemacht, und der den»? - -n>eN M-gestorben, gezeuget. Johannes Georgius hmterMkne, Iulianum und Philippum ; dieftr begab r>eo st-richen stand , jener aber vermählte sich mit Bernva^M t^sten von Savelli tochter, welche ihm acht sohne n ^ gEteter gebohren; darunter aber die söhne alle vor '"«raNU >,enstnd.' Übrigens hielt dieser Julianus Cesarini UanckcklA iBpartey, und bekam daher von dem Konig m s» schr vo» ^,orden desH. Geistes. Erintereßirte stch auch E ,
Hertzog von Crequi, und stund ihm mit geld jhlU Vdaß ihn der Papst seiner ehren-ämter entsetzte ^inemals man diesen streit zu Pisa beygeleget,wieder gegeben worden. Hieraufmachte er emverordnete darinnen, daß, wenn sein bruderthete und kinder zeugete, er in allen seinen gum Me -sollte; wenn er aber dennoch ohne kinder verjturv ^pschaflaus dem Hause Colonna, Sforza oder Ursini v"- niinkommen, und den nahmen Cesarini annehmen. ,
Hertzog Julianus gestorben , trat zwar PH"M,,ce er U i hBan; allein weil er alt und kräncklich war, »0"' ^^°^-verheurathungnicht entschliessen; er vermahne^,onnatMders jüngere tochter Cleliam an Philippum von ^ Esten von Sonnino, mit dem beding, t'W ^ KsarM'
Haus fortpflanzen sollte. Ihre schwester Lrvm ^^^n, ^hlt-zwar anfangs das recht der ersten gebart avg pchMdem sie aber schon 16. jähr eine Nonne gewe> qsschleck^iiessie sich mit Friderico Sforza, und wvllte m , va Epflantzen. Worüber es zu einem grossen prA gesprochen ^endlich die Kuots vor die ältere tochter Lw» .vurde.welche fententz auch an. 1697. vor st/ /MiA AAniAbruder Philippus aber vermachte allesp,e C/lader jüngern schwester Clelia. Es besitzet ^„ova u^ v'familie ausser dem Hertzogthum C>vna Ilrdea ^HMK
Coffero, die Hertzogthümmer Genzano u ^ auch d^gsiN
stadt Lavinia in LümpaZna äi Roma. Arche. ^ .
dieses geschlechts Fähnrich der Römische k^edsich^
jetztherrschendes Europa, k. II. , . aus ob»^ hgnlCesarini, (Alexander) ein Cardl'wl ^^ ylceE„.
Römischen geschlechte,undftundMit^^ M ^
m sonderbarer fteundfchafft. Dery« ^ hernach " pe»dm r. julii zum Cardinal machte,