Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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ceu cya

der alten lmthe verbrennen sie nach ihrem tobe; aber der krn-der ihre, welche noch vor dem dritten jähre ihres alters gestor-ben, begraben sie. Ihre wittwen sind nicht verbunden, sichzugleich mit den männem verbrennen zu lassen, sondern ge.loben nur bis an ihren tod im wittwen-stande zu bleiben. Al-le mit einander, welche dieser stete zugethan, können die wür-be des Priesterthums erlangen, die männer sowol als die wei-ber, jedoch mit diesem unterscheide, daß die weibs - Personennicht eher als nach dem zwanzigsten jähre ihres alters,die Manns-personen aber schon nach dem neunten jähre darzu gelangen kön-nen. Welche diese lebens-art erwehlen, müssen eine besonderekleidung tragen, keuschheit geloben , und sehr strenge leben,dergestalt, daß sie bisweilen innerhalb neun tagen nichts an-ders zu sich nehmen, als wasser mit einem gewissen darein ge-schabten bittern holtze, welches nahrung von sich geben soll.Alle andere steten der Benjanen verachten diese überaus, undverdammen sie dergestalt, daß sie ohne unterlaß ihre zuhorerermähnen , sie sollen mit dergleichen leuthen nicht umgehen.Mandelöls, Jnd. reistb.

Ceuta, eine stadt und vestung in Africa, an der meer-engebey Gibraltar auf einer höhe gelegen, den Spaniern gehörig.Sie liegt im Königreich Fez in der provintz Habat, und warvor zeiten die Haupt - stadt in Muritsms ssingit-ms. Die Rö-mer nannten sie Livims > und Pomponius Mela 8 ext». Or-telius hält sie für des Ptolemäi Esilissa oder Exilissa. Die Go-then nahmen sie erstlich den Römern, darauf bemeisterten sichderselben die Araber, und an. 1415. riß sie Johannes I. Konjgvon Portugall , wieder aus der Mohren Händen. Als Philip-pus ll. König in Spanien, an. i; 8 c>. gantz Portugall an sichgebracht, und wahrnahm, wie wichtig dieser veste ort, undwie nahe er an dem Königreich Spanien gelegen sey, setzte ereinen Spanischen Gouverneur darein, welches die Ursachewar, daß dieser einige platz noch bey Spanien blieb, als sichan. 1640. alle übrige orter, so der Cron Portugall gehöreten, ineinem einzigen tage der Spanischen botmaßigkeit entrissen,weil sie alle, ausgenommen Ceuta, Portugiesische Gouverneurshatten. Es wurde auch an. 1668. in dem friedens-schlusse Ceu-ta an Spanien überlassen. An. 1695. haben es die Mohren zubelagern angefangen, und bisher schon auf die ;o. jähr diebelagerung fortgesetzet, ohne etwas darvor auszurichten. Nachendigung des letzten krieges mit den Kayserlichen giengen dieSpanische trouppen unter dem Marquis 6s Leede da hierüber,und jagten zwar anfangs die Mohren aus ihren davor gemach-ten wercken und laufgräben weg. Weil sich aber diese hernachverstärcketen, und unfern dieser stadt, und der davor liegendenChristlichen armee in einem besten lager setzten, ohne daß manihnen ein mehrers angewinnen konnte, giengen endlich dieSpanier, nachdem alle vestungs-wercker wieder in guten standgebracht, und die besatzung abgewechselt war, zurück inSpanien, und die Mohren fiengen die belagerung wieder vonvornen an; wiewol sie dieselbe hernach schlecht und schläferiggenug geführet, und sie endlich an. 1727. nach ersetztem to-desfall des alten Kaysers von Marocco Muley Jsmael gar auf-gehoben haben. Iib.IV. c.;;.

XVIII. c. 7. , geog. eccl. Ac. *

* Cezar, ein grosser Americanischer fluß, in dem Gouver-nement Sainte-Marthe, er laustet gegen füden, und die darumHergelegene einwohner nennen ihn Pompatao , als wolltensie dardurch sagen, der Fürst aller flüffen. Es lausten al-ler orten her viele andere darein, nemlich der Padillo, laZAgu-mas, Guatapori und andere mehr. Diese siüsse, die er alleverschlinget, machen ihn sehr groß, hernach laustet er fleben-zig weilen durch offene selber gegen Westen fort, und stürtzetsich endlich in den grossen fluß St. Magdalena. <7^-

, Oiötiorinsrre LsoW-gsidi^us,

Eezimbra, lat. Lscimbric» , ist eine kleine stadt in derPortugiesischen landschafft Ertremadura, zwischen Setubalund dem Lsko äs Espichel, an dem Atlantischen meer gelegen,und mit einem ziemlich vesten schloß versehen. ,

ckslic. äs kortug. x. 779.

Cha, siehe Schach.

Chaam, (von) ein altes berühmtes geschlecht in der Schweitz,dessen angehorige ehemals eine lange zeit den adelichen sitz de-rer von Chaam am Zuger-see besessen , daher sie auch dennahmen bekommen. Es hat sich auch dieses geschlecht nachZürich gezogen, als woselbst es eine geraume zeit floriret, undzu ansehnlichen ehren-amtern befördert worden. Aus demselbenlebte an. 1267. Henricus, Mies villstus äs Xsmo; und thä-te einige Vergabung an die Abtey zum Frauen - Münster.Walther ward Abt zu Engelberg an. 1267., und starb an.1276. Rudolph ward bürger zu Zürich an. 1400. und be-fände sich unter der zahl der 60. so genannten böcke oder schwert-ler, welche sich um dieselbige zeit in den Züricher-kriegendurch tapfere thaten sonderlich hervor gethan, und die an-sehnliche Gesellschafft zum Schneckhen errichtet. An. 1454.wurde er Bürgermeister daselbst, und starb an. 1469. Con-rad ward des Raths zu Zürich, und an. 144;. Gesandter anden Kaystr Fridericum III. Dessen söhn Bernhard Bürger-meister an. i^üo. und Gesandter an Kaystr Maximilian II.nach Äugspurg an. 1^64. thäte seinen vortrag an diesen Herrnm einer st stattlichen rede , daß selbiger sowol als die ge-samteRerchS-Stande solche mit Verwunderung angehöret,und er

cha

dessentwegen von dem Kaystr nicht nur mit einempocal beschencket , sondern auch sein wapen m» e»^und offenen turnier - Helm gezieret worden. An. ^47^Jacob, Probst zu Einbrach , und zu Zürich; auch ^mischen stuhls krotonochrms. Durftet. geschlecht"' E-

* Chaam , eines der siebenzehen dörftr in der Barome

da in den vereinigten Niederlanden. Es liegt drey 1»«'^ MBreda, in einer sehr angenehmen gegend ; dieses dorralt und schon lange in den geschichten bekannt. W^eEWendelinus in seinen anmerckungen über das Sam^nim 16. capitul versichert, daß desselben schon an. 4 »düng geschehe; seit an. 16;g. ist es der Reformlrten ^zugethan, und der dasige Pfarrer stehet unter dem MBreda. Chaam hat in den kriegen öfters vielderlich an. 1624. da Ambrosius Spinola die belageru«sda angefangen, und bey drey Wochen da herum stmschlagen hatte. ch öar-o st sto/, noritia MrckioostU

Xom. Imxer. üb. IX. üistoriL Lxistopst. LntwerxieM-

* Chabangt, eine kleine stadt in der Türckey

reisen von Constantinopel, an einem see ChabanglgU'L MDerselbe hat etwa» zehen Meilen im umfang, und m , ei-reich. Es haben viele Türckische Kaystr willens ös/MMneu canal aus diesem see bis an den meer-busen r« ^ de-damit das bau-holtz aus dem am see gelegenen outch^sto geringerer mühe nach Constantinopel möchte gevs»"den; allein es ist solches niemals zu stände gekommen,verniers Pers. reis 1 .2. ge-

Chabannes oder Chabannsis, ein altes und ^ ^schlecht in Franckreich, stammet her von Wilhelms M ra-th« , von den alten Grafen von Angoulsme, welche ge-jähr 1126. gelebet, und die einzige tochter ^ M

nannt Eschivat, mit welchem der erste stamm der AChabannes ausgegangen, geheurathet. Es sind a"haust viele berühmte leuthe entsprossen, darunter mJacobus I. von Chabannes, Herr äs I,t Palice, CbmSeneschall von Toulouse, und Großmeister von »s, ^ MEr war ein söhn Roberti, so an. 141;. in der N MAzincourt geblieben, und ein bruber Anton», M"Dammarting, von dem hernach. Er hatte tve>' ^17-grossen Verrichtungen zu seiner zeit. Er befandin der schlacht bey Rouvray, und in dem folgenden st"eroberung von Compiegneund an andern orten. er r1440. hielt er es mit dem Dauphin. An. o»'^§ßlimder belagerung Caen, und einige zeit darauf wurde ce »

ster. Folgends tractirte er die capitulation von stM

grosses bey, daß Bayonne wieder einbekommen wuroe, '

endlich den 20. oct. an. 14;;. an der blessur, so er destder schlacht bey Castillon empfangen hatte. Es Y» pje Msöhne, Godofredum und Gilbertum, welcher letz»^,, o>mder Marquisen von Courton rc. fortgepflantzet, s vo" ^mit mehrerm. Godofredus von Chabannes, Elice, rc. der älteste söhn, zeugest Jacobum ^

Herrn von Vendenesses , so an. 152;. bey Rebee rAntonium, der an. 1514. zum Bischofs von b W ttr ^wurde. Jacobus II. von dem unten ein mehrer^pernm A,Carolum, welcher einen söhn, der aber Mvss Wda»'^starben, und 4. töchter gezeuget. Gilbertus a fl,ardder andere söhn Jacobi I. und bruder Godosted» ,^Mli ^von Courton, Ritter von St. Michael, Groß-sA ein^W,

Guienne, und Gouverneur von Limosinvatter der linie der Marquisen vongrau, und der Grafen von Saignes und Pl

terstefl vo« > Courton rmd

L?« TonstnZ L'ter andern «»der» ÄvachEfeinen Ü ^ Medstis, ^ Stmrts - Cavalicr der Komm" ^

von E"5 luccebirte ?5^^ kmder gezeM/t, dE^

richtest« und Gäbest? V"§ere, MnOus,

Äst?-«. allerevon Savignv-PwunM a

dei- A,, KoncheL-« .,LWc,sttts, Marqu s von Evnrw

nem^LL beyM» co^- E dienste,

-»Nkr Gabriele,n und ließ nach M

von stn?^upaume aebtstss Baron von Cha»mont,der ^Tonrton, Uneben, und Christophorum, MLb?/destnbet/ der m dessen kMdern flch

dern orstn seine tavAstst bey Senes und ---Chabannes, ben tag geleget.

t'n, war ein söhn w»2^us Antonius) Graf von DaMsiA,ohren an. g:,.Oberst und jüngerer bruderJaeoöt

Caen? -^err«2??^ E Page bey dem Graftn ovn

H und Vtt erzogen, und als nachmals » ^

b-n ^"Earolo vnmit Engeüand E/engen, ^

bey Verneuil an Franckreich, und ward m der/ss nder wieder den Engeüandern sefangch'

rttegs-dstnste fort fuß gesteüetworden,.

' wrt, und ward von Carolo VIt. m verE st

deswegen an den Savoyischen Hof- s^ourchbundnis mit dem Dauphin abzuhalten „Mren umwoge brachst, daß dieser sich nach Flarwe