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blos erweisen, daß er einigen fischer-schifflein einen unbefügtenzoll abgenommen; weswegen es auch nie zur Verdammungwürde gekommen seyn, wann nicht Poyet sechsten wider dievrdnung und gewohnheit im Gericht prästdirt, die Richter,an der zahl 24. ausgelesen, und endlich bey allen und jedenmit gröster Heftigkeit darauf gedrungen hätte. Wiewol nunChabot obgemeldter Massen bald wieder in feine vorige ehrengesetzet ward, so schmertzte ihn doch der empfangene schimpfdergestalt, daß er nicht lange hernach den i.jun. 154;. starb.
O« , menioir. *
* Chabot, (Henricus) Herr von St. Aulaye, Hertzog vonRohan und Patr von Franckreich, war ein söhn Caroli Cha-bot , Herrn v'n St. Aulaye, und wurde bis ins 24chahr zumgeistlichen stände erzogen, worauf er einigen feldzügen bey-wohnte , und sodann bey dem Hertzoge Gastone von Orkansdie stelle als kremier Mlmtre äes sogi'z erlangte. Nach diesemfand er gelegenheit , mit Margaretha, der einzigen tochtcrHenri« 1 l. Hertzogs von Rohan , bekannt zu werden, und ge-wann durch seine löblichen eigenschafften dieses Fräulein, soihr vatter dem Grafen von Sotssons, ingleichen dem HertzogeBernhards von Weimar bestimmt gehabt, und welche wegenihrer schönheit, Verstandes und grossen Vermögens von vielenansehnlichen perfonen vergebens zur ehe begehret worden, der-gestalt, daß sie, nachdem ihre liebe einige lahre hindurch imverborgenen gedauret hatte, zuletzt ihn zu heurathen beschloß.Diesen Vorsatz half der Hertzog von Enguien, oder nachmali-ge Printz von Conds, nach allem vermögen befördern, undbrachte es dahin, daß die Königin Anna, unter der bedingung,daß die aus solcher ehe erzeugten Ander in der Catholischenreligion erzogen würden, selbst darein willigte, worauf denndie Vermählung an. 1645. würcklich vollzogen ward, ohnge-achtet sich die gantze familie von Rohan darwider setzte, unddie verwittwete Hertzogin die braut nicht allem wollte weg-schaffen lassen, sondern auch nachmals vorgab,, daß von ihremverstorbenen gemahl ein söhn, und also em näherer erbe vondesselben gülhern und vermögen vorhanden wäre. Siehe Ro-han (Tancredus). Nach diesem ernennete ihn der König an.1647. zum Gouverneur von Anjou, und an. 1648. zum Hertzogvon Rohan und Pair von Franckreich, worauf er an. 1652. deni;. jul. seinen sitz im Parlemente nahm. In diesem letztge-dachten jähre erklärte er sich aus banckbarkeil öffentlich vor denPrintz von Conds, welcher mit dem Hofe mißvergnügt war.Allein da man ihm auf den hals gieng, getrauete er sich nichtlange widerstand zu thun, und übergab Angers an die König-lichen völcker, durch welches bezeigen er sich von beyden theilenvorwürffe zuzog, indem man ihm schuld gab, daß er die stadtohne noth aufgegeben, und nicht einmal die zeit erwartet, bin-nen welcher der Printz ihm hülfe zu schicken versprochen ge-habt. Er gab sich nachmals viel mühe, denselben mit demHofe zu vergleichen, und starb an. 16;;. den 27. febr. in dem; y. jähre feines alters. Von seinen kindern siehe den geschlechts-artickul. -ckrr/e/M, bist. Zsnsal. wm. IV. p. 569. lVIsmoirescke , ste , äs H/attevÄe, äs Keks.
Chabot, (Petrus Gualterius) gebohren zu Sainloup inPoitou an. i;i6. ein söhn eines öl-verkauffers. In seinem ge-burts-orte begriff er die Lateinische spräche, und im 24sten jähreseines alters wurde er nach Poitiers geschickt , daselbst dasGriechische zu erlernen. Man rief ihn aber bald wieder zurück,die jugend in feiner heymath zu unterrichten, welcher er auch 6.jähr daselbst vorgestanden. Hierauf gieng er an. 1 ?4s. nach Pa-ris , und studirte vierthalb jähr die Philosophie, wurde hernachMagister darinnen, und begab sich aufs lehren, da er denn vielevornehme kinder zu schülern bekam, und vor so einen guten fchul-mann gehalten wurde, daß ihm der Cantzler Hospital die auf-erziehung seiner enckel anvertrauete, die er auch bis an', izgo.und also 7. iahr nach des Cantzlers tobe behalten. Seine vor-nehmste arbeit war, den ttorarium zu erklären, darüber er an.1587. einen Lommemarium zu Basel heraus gegeben, welchenhernach Jacobus Grasserus aus des Chabots LolleÄaueis an.1616. vermehret hat auflegen lassen. Übrigens war Chabotein bescheidener mann , und ertrug, mit gedult die dreymaligePlünderung des seinigen, in währenden innerlichen kriegen. Erführte auch von jugend an ein sehr eingezogenes leben, und kamwegen einigen leibes-beschwerungen fast gar nicht in gesellschafft,erreichte aber doch mehr als 80. jähr, und starb ums jähr
1597. Icon. vir. iUust. bitzl. steig. tlieacr.
Chabre, ein fluß; siehe Vesbre.
Chabria, oder Cllabro, lat. Lliiabrms, ein fluß in Ma-cedonien, welcher sich in den 81 num Tbsrmaicum oder meer-bu-sen von Thessalonich zwischen Thessalonich und Cassandra er-giesset.
Chabrias, ein Atheniensischer General. Dieser verrichteteviel schöne thaten in der zeit , da die Athenienser das jochder zo. Tyrannen abgeschüttelt, und also in einen neuenkrieg wider die Spartaner, welche obiger Tyrannen gewaltunterstützen wollten, verfallen waren. Anfangs ward er andes Iphleratis platz der armee bey Corinthus vorgesetzt. Her-nach, da die Arhemenser mit den Lacedämoniern friede gemacht,wollte er nicht müßig zu Hause sitzen , liesse sich von dem Egypti-schen Komg Acvris dingen, und that selbigem gegen die Per-ser einige zeck gute drenste, bis Pharnabazus es durch seine dar-
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über zu Athen geführte klagen dahin brachte, daß ataa te-
Chabrias befohlen zurück zu kehren; weil stlblger V"Atheniensern an der Perser gunst und freundfchaff ^jeggelegen war. Nach seiner Wiederkunft gienge baldmit den Lacedämoniern wieder an , und ward demein kriegsheer übergeben, mit welchem er sich der mimsowol als verschiedener aus den Cycladischen insum veriSonderlich aber hat er ehre eingelegt, indem treffenden, allwo er die Atheniensischen völcker, die den t>szu hülfe geschickt waren , commandirte. Dann aw 1Agestlaus des steges schon fast versichert hielte, um ^weil der fetnd meist ungeübte foldaten hatte, auchtheil von dessen trouppen geschlagen war, machte pirdiesen alten Feld-Obnsten nur durch eine neue postm? gjchter seine krregs - leuthe stellte, dermaffcn stutzen, dav^h ge-getrauete auf ihn anzusetzen , und also den s«M deswonnenen sieg aus Handen liesse. Chabrias hatte nessstschiBsseinen befohlen, so viel stchs aus den örtern der alten U wWfchreibern schliessen läßt, sich auf das rechte knie M"" »sen, den schild an das lincke vest anzuschliessen, lM,„jndckfeinde den spieß starck entgegen zu halten: welches ea" ^ gu-that eine gar sehr bequeme postur und ordnung m' hM»'
fall der sogenannten kkalanx aufzufangen oder ^und die in selbiger form rangirte soldaten sondernu^^Ahri/fahr setzet, von unten herauf, da sie am wenigstendurch der feinden spiesse verwundet zu werden. VM' sicyde diese krieges-list in Griechenland so hoch bewundert, MsChabrias an der statue, welche die Athenienser E'ssnig er-auf öffentlichem marckte aufrichteten, dergleichenwehlte. Er commandirte auch sonst vielmals ae ,M-Griechenland und Egypten, schlüge den LacedämoMst^ §»r-neral Pollis zur fe. bey der insul Naxus; und wo W 0 ^ seistneiius Nepos nicht irret, so half er auch Nectanev""
Reich wieder einsetzen, da hingegen Diod. 8>c- "M - ,chgung des Nectanebi ihne dem Tachos, der noch etw - gMNeccanedo ebenfalls aufgeworfener Egyptischer Kv> g ^ Msen, zu hülfe ziehen machet. Nicht minder will nckV Me A.brias habe dein Evagoras in dem Cyprischen kriege ^ setze«leistet, obschon andere an Chabriä statt den
Allein seine lügend konnte so wenig als der änderst ^ Weren ihre unbenetbet bleiben , weswegen er sehr ssmo ^ kratzso viel er gekonnt, ausser Athen aufgehalten. ^
der bundsgenossen, als einige städte von den Athem ,gefallen waren, und Chios von ihnen belagert ist
Chabrias, welcher, oder sich gleich nur als em pr ^Mlauf der flotte befand, dennoch ein grösser ansehenctrer hatte, mit seinem schiffe zuerst in den. haft« ^ten "« 7 -welches auch geschehen; als ihm aber die übrige stnachfolgete, und sein schiff auf den gründ st'nicht Mer sich nicht wieder retiriren konnte, so wollte er ^,1 .
den andern sein leben durch schwimmen retten, v>^t war ^te so lange, bis er von den feindlichen pfeilen ge' ^ Mwelches ck. II. ,96. Olxmp. LV. n. N. ;6-6. L-schehen. Jedoch wird auch bey diesem umstand's- Alfst ^Nepoti widersprochen, in so fern, daß Dt.odorV Mo gmeldet, Chabrias habe bey solcher gelegenheit wurm ^Mä-ste commando über die Atheniensifche flotte gehabt / 4 ivss Tiuchüber das darauf eingeschiffte land-volck. S?'.sobrias in seinem söhn Ctesippo unglücklich, welche^ xc>n r ^und verschwendifch gewesen, daß er so gar dre «st...ss
kostbaren gradmahl, so die Athenienser seinem ° vssla ^
ren aufgerichtet, nach einander weggeriffenss' ygßer ^
Doch melden auch einige von dem vatterjewst'se,,, »^Pracht und der schwelgerey sehr wäre ergeben S gelebt' er
vornemlich aus dieser Ursache gern weit von Alm ^ ,ve> ^e-
die Egyptische kricgs - dienste so sehr geliebt ha yerauf solche art seine begierde am leichtesten ohne 1» oecost-niensischen gesetzen ersättigen könnte. bsgptivz
x-», in Lbsbris. OroÄo^. üb. XV. L XVI. X '
lib. V. in kliocione. jib-l-
1,'b. II. lih. IV. 6c XII- ^0^
Chabur oder Chabor , ein fluß in Ai>a,tv, elfte derden fluß Chobap oder Chebar halten , an ^"juget «m^ ,flphet Ezechiel das gesichte gesehen. §r entspr^^ x^r p.berge Mazius,'welcher ein stuck von brman den grentzen von Groß-Armenien, lam er e» heStamien, gehet bey Orpha und Harranpororv l
nachdem er den Soaid und andere flusse m . gy.
Al-Chabur sich in den Euphrat ergießt. ^eicb* Chabron, (Wilh.) ein Jesuit a«s ora^„g bck -r6cn. gebohren, wurde, nachdein er ^.sthiedenen ^ ^0niora nebst der Philosophie gelehret, an . > vnd rab^rve stauch zu Toulouse keeior des Profeß-l>"'ft^ solcher 'Axln^vincial von selbiger landschafft. Er starl>n Pss
Toulouse den 24. jan. an. 1670. nachA^s gegeve'xer argumenta explicatam in Z- ^ol - -ris i6;o. in 12. ^ Itzow von b . her r „
Chacabout , ist der nahme emer ft^^koim^ ^s ^der Tongumen zwischen Chma m'd ^ dwn geVA, d Aeinem gewissen einsiedler, welcher hmr^,, er
wisse lebens-regeln vorgeschrieben ,wr „ntreue , "^astN ^
stahl, lügen, unkeuschheit, lastm-ng / ^verlangen, affterreden und zorn vervn