Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
Seite
621
JPEG-Download
 

c h a

ükhk^ auter künste und wisscuschassten als nothwendig anbe->r hat gewisse Mönchs-orden gestiftet, , welche allenfingen Otefts lebens absagen , ihre zeit mit betrachtungen zu-M. d 'und sich befleißigen, den armen hülfliche Hand zu lei-veygxh^Aeveii hat er ihnen die lehre von der seelen-wanderungbeobacht^' ?ver doch denjenigen, welche seine gesetze genausptvch-^u wurden , eine ewige freude nach diesem leben ver-'hingegen denjenigen, welche es verachten würden,D, betn und quaal gebrauet, dabey versichernde, daßSielte^ ^ seine gesetze zwar annähmen , aber nicht gebührendverg tausend jähr lang aus einem cörper in den an-!>" die wandern müssen , ehe sie könnten tüchtig werden,Uübee^uung der gottseligen zu gelangen. Diese stete hat»tapnn i,^^ flantze Königreich Siam, und ein gut theil vonO^^^onquin ausgebreitet. Indianis. reiseb.

kennet werden die Heydnische Priester in Peru

* ssk ' *^lche der sonnen opfern.

^ KaE^lus, (Heinrich) ein Bettel-Mönch und CantzlerXx,7 ^udovici V. genannt Lavsri. Der Papst Johan-ns excommunicirte ihn an. i;;o. Ein gewisser Lanoni-U der ^ freund Goldasti meynet sehr wahrscheinlich, erMist, ^uekor der wider den Papst heraus gekommenen, "niz dem titul: Irfformstio äs nuUltLts proceüuum,?^ contrL üuäovicum Illipsratorsm, pro tupsriori-

r/^oris in temporslibus, M. i;28- Libüotbeca bist:.^Lc. per Kr»o»E, eäit. karü. i r. r6y;.

^iche eine grosse landschafft in dem südlichen America,o^gva» engsten durch den flnß äs la Plata von der landschafftabgesondert wird, gegen Westen aber Peru und Tu-^Ntze,, D/ gleichwie gegen norden das land der Amazonen, zud ' »vct,, Die Europäer haben zu anfange des XVIU. üe-die bu rechten vesten fuß darinnen setzen können, son-. * Eh Gruden sind Meister darinnen geblieben.

Sen, Mmas, tat. LkÄcom»a, eine stadt und Königreich inkichz l>es Gangis gelegen, nahe an den grentzen des Ko-N hat ak/?gala, stund ehedessen unter dem Kömge von Pe-. Köni^. uun seinen eigenen Fürsten, welcher jedoch gedach-

d ^Ear jst. /.emro».

MKips,^ - eine grosse insul in Asien, welche den Tiger undÄ^ier r!i ^ einander theilet. Philostorgus meldet, daß dievlestibe bewohnen, und daß sie theils mit meer-ss/ch, wasser umgeben werde: dann der Tiger thei-tj.Mt, ss.ss w das meer fället, in zwey grosse canäle; TexeiraL sew-^A 'nful mehr als 8«. stunden lang seye; Hue-sta,, 'ffM buch von dem irdischen paradise und desselbeni>> i-i^e welcher diese insul gegen Westen schliesset,

eben derjenige, welchen Alexander der grosse^ erdreich gegraben, und dadurch man gegenEh.^ ltet. < 7 a>-rer//e, vilst. 6eogr.

tzplon, (Laurenttus) war zu Oldham in der ShireK>av Hadert»«^ an. i;;6. gebohren. Seinvatter, Ed-daz'hielte ^ welcher ein reicher und angesehener mannda« ^"e zeiten zum studiren; er wurde aber durch

sch" er dgssM^eu seines lehrmeisters dergestalt abgeschreckt,T..^dde^bantzllchfahren ließ, und nur mit jagen, si-j„ M Pichen ferne zeit zubrachte. Doch änderte erAnk^brjda?als er an. 1562. in dasLollsZium ChristisigM die «^."/genommen ward. In diesem kriegte er gele-h^lestantische lehr-sätze zu untersuchen, welche erjvv x/fer kirch?^".,^^llen ließ, daß er sich kurtz hernach<i?s si^?cht wip^"lltch bekannte. Sein vatter drohete ihm,T^ber M Druck tretten würde, ihn zu enterben. Ergroff^ urcht abschrecken, sondern setzte seine stu-^ a„ H besorÄ/^f°rt, die er unter andern auch dadurchder ber,U ' ^ er verschiedene junge leuthe, darun-. „.^wtePerkmsgewestn, in Unterwerfung undNack^?? 'l)nen sonderlich die Logic des Petri RannW e niger zeit beschloß Gualtery Mtldmai, Cantz-silbx,, bi Neues rdssbk, zur aufnähme der Protestantischen relt-«eben m Cambridge aufzurichten, und dem-

N»d Wen. ern den Chaderton seinen alten schul-freundKzle Nd dersM^vm auch diese bedienung an. 1584. an,R Dernweil-N sein hohes alter vor, dabey er auch

c h a

621

2 esth"h^^m predigen mi? vielem' beyfall "hörenKiec^aethatte/und «rs iwey völlige stunden bereitsdK §ung bat, d,ests wahrnahm, seine zuhörerK>e^ch",^.ansgetaa^^^ schliessen wollte; er hatte aber^"es a^f, gemeinde von allen ecken

ernst ^?^"drg bat, wefter fortzufahren,aW währen sollte. Nachdem erer-»Ass die legte er seine bedienung nre-

^W^fehlvs ^llch in, nA^rrge zert seines lebens in ruhe zu :< /d°L Cr h7t v7»^"' ^4°. im i°;. jähre seines al-in schALebät des ^Rechtfertigung, von dem Abend-.' l» E/llen hinte^Errn rc. auch etwas wrder den Ba-ti?ssh^ ^^'dges ,^Le,,. WilliamDillingham Satan.N'Mduc, (o.., 'eben beschrieben.

liilixrA>v^,eejähra^Ls) ein gelehrter und besonders in an«^«AuverV^ war aus einer guten fami-^ °' «llwv-r ^bohren, und studirte zu Bourgeser durch seinen fleiß und scharfsinriigkeit

bey jederman guteh offnung von sich erweckte. Nach seiner zu«rückkunft ward er an. 1594. Rath indem Land-Gerichte zuRiom, welches amt er auch 44. jähre mit rühm verwaltet,konnte aber dabey seinen trieb zur poesie, und seine liebe vordie alterthümMer nicht unterdrücken, als wobey er jederzeitweder mühe noch kosten sparte. Insonderheit that er deswegeneine reise nach Italien, und brachte bey feiner Wiederkunft ei-ne grosse menge msnulcrixm, rare bücher, alte marmorsteine,und sonderlich einen kostbaren schätz von mehr als zwey tausendgeschnittenen gsmmis, mit sich nach Hause, wodurch er sein ca-binet, welches auch vorhero schon mit einer grossen anzahlmüntzen von allerhand metall und von allen grösser, versehenwar, nach dem zeugnis der'" damals lebenden Gelehrten, zumallersehens-würdigsten machte, so zur selbigen zeit in Franck-reich zu finden war. Hierauf entschloß er sich, feine sammlungder gelehrten Welt mitzutheilen, wie er dann bereits alle seineedelaesteine in kupfer stechen lassen, und denselben 20. weit-läuftige register mit historischen und Eschen anmerckungenbeygefüget, an deren ausgäbe er jedoch durch seine zweyjährigeUnpäßlichkeit verhindert wurde, daran er auch endlich zu Riomden 19. sept. an. i6;8. im 74. jähre seines alters mit tobe ab-gieng. Savaro bey seinem Sidonio Apollinari, ingleichenTristanus in comment. bist. und andre gedencken seiner zumöftern, wie er dann auch Sirmondi, Petavii, und vieler andrerGelehrten Hochachtung besessen. Im übrigen war er eben imbegriff, ein buch äs Lnnuli« heraus zu geben , als er erfuhr,daß ihm Joh. Kirchmann hierinnen zuvor gekommen, und da-hero dasselbe zurück behielt. Zu seinen andern schriften hatman in neuern zeiten Hoffnung gemacht. Sein cabinet aberist endlich, nachdem es vorher bey andern gewesen, dem Kö-niglichen cabinet einverleibet worden. ck Trev-,««.

1727. menk. msrtio.

Chäreas, (Caßius) siehe Caßius.

* sshäreas, oder Chereas, ein Griechischer geschicht-schreft

der. Polybius ziehet ihn mit sonderbarer Verachtung an, undsagt, man solle dasjenige, so er anführet, insgemein so anse-hen , als wie man die erzehlungen in den barbier-stuben an-stehet : Miü guiäem (spricht Polybius) ncm pro liistarüsscripta eomin viäencur lisberi äebere, leä pro kkbulis exoistcins slicujub tonsoris nur vulgi kece prokeüis. Man weißauch nicht gewiß, zu welcher zeit er gelebet hat. Also heissetauch ein gewisser Capitain, welcher Ptolcmäum verlassen, umsich aufAntiochi feiten zu schlagen. üb. III. <L V.

sshäredemus, ein bruder des Epicuri, legte sich auf diePhilosophie, und eben diesem feinem bruder oder einem seinerguten freunde zu ehren, hat Epicurus seinen tractat von dengöttem Chäredemus genennet. LroZ. in Lxic. lib. X.

vitL üpicuri üb. I. cap. i. 8- öL 10.

f sshäremon, ein scribent zu Augusti zeiten, wie uns Strabodessen im XVII. buch belehret. Er folgere nach dessen berichtAelio Gaüo, da er von Alexandria in Ober-Egypten gegangen.Er war ein eiteler und ehrsüchtiger mann, welcher wollte füreinen grossen Weltweisen und Lstwnomum angesehen seyn,wurde aber darüber nur verlachet. Tzetzes (Lbü. V. bist. 6.)meldet noch von ihm, daß er ein geistlicher scribent in Egy-pten gewesen sey, und in erklärung ihrer heiligen schriften undbücher behauptet habe, daß der Phönix in Egypten gekom-men, und erst gestorben, da er sieben tausend jähre gelebet hat.Das buch, wo man diese thorheiten findet, ist ohne zweifel das-jenige, welches Suidas die küeroglxpbisL nennet; es schreibetihm dieser annoch eine EgYPtische Historie zu, und sagt (in voss

) er seye Dionysii von Alexandrien lehrmeister gewe-sen ; Iosephus in seinem buch wider den Appionem ziehet dieseEgyptssche geschicht-beschreibung Chäremonis auch an, aber nurin dem zweck dieselbige zu widerlegen; Theodoretus in seinen8ermonibus Ibergpeuticis thut seiner auch Meldung, undPorphyrius hat ohne zweifel aus der nemlichen Chäremoni-fchen Historie von Egypten genommen, was er in dem viertenbuch äs iwstinentis, von den Egyptischen Priestern erzehlet.Aus diesem letztem orte siehet man, daß Chäremon ein Stoikergewesen, woraus man auch Ursache zu glauben bekommet,daß er der Urheber des buchs von den cometen sey, welchesOrigenes (im ersten buch wider den Celsum) anführet, undes einem gewissen Stoiker , so Chäremon soll geheißen haben,zuschreibet. So ist es auch sehr wahrscheinlich, daß ein an-ders, so Seneca (in seinen natürlichen fragen im letzten buchc.;.) gebrauchet, und nur den smborem äsOometis genen-net hat, das nemliche buch sey, welches Chäremon darübergeschrieben hat, obschon der smkor in den gedruckten exem-plarieu Charimander genennet wird. öibüotkögus universelleäe8 bist. proksnes von rom. I. p. 46.

* Chärephanes, ein berühmter ballen-spieler, welches spieldie Alten kb-eninäs hiessen, und womit die Griechen sich nachder Mahlzeit zu belustigen pflegten. Er bediente sich einer ört-lichen weise, einen lasterhafften zungling von seiner bosheit ab-zuziehen. Er folgte ihm bestandlg, ohne ihn aus den äugen zulassen, und da dieser sich endlich darüber entrüstete, und ihndeswegen zurede stellete, antwortete er dem Weichling: Ichsehe deine äußerliche gestalt gerne, und kan dich da-rum mcht lassen, doch hasse ,ch deine lafter an dir;woraus der mnglmg in sich selbst gegangen und sich gebessert.

üb. l. c. i r.

Lhä-