Band 
Zweyter Theil. Bi - C.
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Ehärephon, ein tragodien-schreiber, gebürtig von einemorte beyder stadtAthen, lebte zu zeiten desMacedonischenKö-nigs Philippi, und war einer von den schulern Socratis. Erwurde so blaß über seinem fleißigen Audiren, daß er den zunah-men k^xino«, d. i. buxbaum-farbigt bekam. Über dieseswurde er auch die fledermaus genannt, weil er schwartz war,und eine subtile stimme hatte.

Chärilus, siehe Chörilus.

Ehäronea, eine stadt in Böotien, welche wegen der Macht,-ie der König Philippus der söhn Amyntä und vatter AlexandriM. L. R. 416. Olxmp. LX. ll. Ä. ;Ü46. L. L. ;;8- daselbstwider die Athenienser befochten, wie auch wegen der geburtdes Plutarchi berühmt ist.

* Chafre, auf lat. 1 Keofreäu 8 ,Teutsch,Gottfried oder Theut-frtdus, Abt zu Carmery, oder Nonüier äsiiw Lksllre en VelL7,war Leufroids oder Leutfrieds des Statthalters von Oraniensöhn. Er begab sich sehr jung in das kloster zu Carmery inVelay, wo sein oheim Eudes erster Abt gewesen. Man ver-trauere ihm die verwaltung dieser Abtey, und er folgte auchdem obgemeldten Eudes, und wurde Abt daselbst, bis die Sa-racenen in das land Velay eingebrochen; alsdann schickte eralle seine Mönche fort, er aber bliebe allein in dem kloster.Die Saracenen fielen auf das kloster, und verwundeten ihnbis aufdcntod; erlebte doch noch 5. oder 6. tage, und starbalsdann an den empfangenen wunden im october an. 728.Seines nahmens gebächtnis aber blieb in so gutem ansehen,daß als nach der Hand Ludovicus kius' das kloster wieder auf-bauete, er dasselbe nach dieses Abts nahmen 1 s Norillier äs§3ir>t Lksllrs nennete. > 2 «o». ax. lVIsbill. , vll. 88 .

mens. oclobr.

* Chagas , (Manuel ä»8) zu Lifabona gebvhren; er giengunter die Carmeliten, und machte diesem orden grosse ehre, in-dem er feine talente, so er von GOtt empfangen, allzumalenauf das beste angewendet hat. Seine jugend wiedmete er al-lein den studien, und wurde dahero in kurtzer zeit ein guter Pre-diger und trefficher Poete, worzu fein besonderes gebächtnis nichtwenig beygetragen. Er wurde in den jungen jähren blind, bestsen ohnaeachtet aber gab er das predigen nicht auf. Ehe erdas gesicht verlohren, hat er etliche wercke heraus gegeben,welche von den Portugiesen sehr hoch geschahet werden, sieheißen : kslls8gue 0 Lovento äc> Lsrmo ks8 L LanonilLno äsLsnto llnäre Lurüncr, Lijabvna 1628. in 8. Lsmico 6mtula-lorio xello sllklllmo non ell elleääusäo, 1648. M4. Terslk

Militsote, i6;o. in 8. Er starb zu Lifabona den 28. dec. an.

Iü6ü.

Cha-Gehan, siehe Aureng-Zeb.

Chagre, ist ein berühmter ffuß in America, welcher nichtweit von der Süder-see etliche weilen ostwärts von Panamaentspringet, und sich,in das Nord-meer ergießt. Die gegend,woselbst er ins meer kömmt, wird durch das kort St. Lauren-tii beschützet. So liegt auch an diesem flusse eine stadt gleich-falls Chagre genannt. Die Engelländer machten sich an. 1670.auf diesen fluß, und plünderten Panama an der Sud-see. Eshalten einige dafür, daß es leicht seyn würde, vermittelst die-ses und einiger andern flüsse, welche ins Süd-meer lausten,dieses und das Nord-meer mit einander zu vereinigen. 0 «.kill. äs8 availlur. äs 1'llmerigus toin, II.

* Chajapa, eine kleine stadt in der Europäischen Türckey,

von geringer Wichtigkeit. Vor zeiten hiesse sie Leprium oderLespräum. Man findet sie beym Belvedere in Morea, andem Golfs Ciparisso, zwischen dem Capo äi Giardino, welchesdiesen Gvlfo von dem Arkadischen abscheidet, und dem einsius-se der Lvngarola. vicll.

* M. 4 ILOXL 8 . eine Teutsche nation, welche ll. 6.286. mit andern Teutschen Gallien angefallen hat, hernach abergeschlagen wurde, daß nicht ein mann davon kam.rne't-'E, p3neg. I 5. II. 7. Es findet sich von diesen völckernsonst nirgends eine Nachricht, daher muß der nähme entwederverschrieben, oder dieses volck sonst anders benennet wordenseyn. Dann was man von ihrem sitze und Wohnungen beyden neuern findet, sind blosse Muthmaßungen. Vielleicht sinddie llvione8 darunter zu verstehen, welche der Heruler Nach-barn gewesen , wie aus dem Tacito äs mor. 6erm. 40. erhel-let. Von Dünaus Teutsche Reichs-Historie, k. I. 11 b. II. x.zss. ;-8.

* Chajim Bar Abraham, Ben Iiaac, ein Rabbiner, hatein buch geschrieben, welches er heißet,8epker Ikoratk LKscsm,d.i. das buch des gesttzes der Weisen. Es bestehet aus langen pre-digten über die lectionen oder paraschen des kemateuski; ernimmet immer etliche orte aus dem Talmud zum gründe sei-ner rede, und nach einem gebät zu GOtt, explicirt er seinelection. Diß werck ist an. 1654. zu Venedig gedruckt worden.Der surkor thut in seiner vorrede etlicher wercken Meldung,die er sonsten geschrieben ; zu der zeit, da es sollte gedruckt wer-den, wurde er von den Malthesern gefangen, und nach Mal-tha gebracht. Kaum aber war er angelanget, so stürtzte ersich tn das meer, und entflöhe mit schwimmen, und entkam ih-nen ; er kam endlich an eine wüsteney , wo er an das landtreten konnte, und hatte nichts als eines seiner bücher beysich, doch fand er nuttel wieder nach Venedig zurück zu keh-

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-hnk äesl-i»

ein Rabbiner, hat ein buA ^chrieben. Es ist dieses em ^

kkN. Aarto/occ» bibliotkeca kabblnica. Rill. äe^ ,ß. L. julgu'ü xresem, Paris 12.1710. wm. VII. . ^

Chajim äs Bozzuolo, ein Italiänischer Rabbinerum das jähr bekannt, hat ein buch über dre ges-und eine erklärung über die V. bücher Mosis fltschrM"^che an. 1 ?9y. zu Venedig heraus gekommen. -Lore-

bliotkeca llabbluica. Rill. äe8 suill äepuis s. L. jmglent, Paris rr. 1710. tom. VII.

* Chajim Ben Bannaft,

grosse Synagoge genannt, geschrieben. <rs k,r j-her -setzliche, gerichtliche und ceremonialische auslegungII. bücher des Joseph Caro, worinnen er diemeynungen und ausfprüche sowol der alten alsbinen anführet. Diß werck ist an. 1658. zuLivorno ge-worden. bibliorkeca llakbilüca. Rill. äs-^ M.

xui8 ,s. L. jufgu'ä preleiw, eäit. äs kari812. 17*9 . -ts

* Chajim Vitalis, ein Rabbiner, welcher um die ^ §ha-XVII. L-Luli in dem flor gewesen; er wird sonsten "VIsEjim Kaliphris genannt,' und war ein lehrjünger des ^ siiu»Loria oder Luria. Seine wercke sind i.)ein buch,.*',^

ist , die schätze des lebens,, worinnen sich wertlaU'^stckszuge aus den schriften des Jsaac Loria seinesbefinden. 2.) Das buch des baums des lebens , ' er-die grund-satze der Cabala enthalten, und das buch ^ Ekläret wird., aber nur aufdie weise, wie er es von j» dermeister gehöret hat. Es ist an. 1692. gedruckt. Es A

ucuv Ivcrven vieles Lyaum xruaus wercrc vvuLuria zugeschrieben , dieweil Vital ihm seine wlssew^Ml^alle zu verdancken hatte. klbkow-B

Lc. Chajim Chauria ist in dem Ialkuth unter dlM'y«tkores gesetzet, welche über die H. Schrift E

ben. ChajlM Choer ein anderer Rabbiner und I1lNg^.^a ü^.bi Tham, welcher

Choer ein anderer Rabbiner und siE mqes.Ä,oi Lyam, welcher an. 117s. gestorben, hat ausleg»etliche Talmudische bücher geschrieben. Dieser ^licher ftits ein ur-groß-vatter Mosis Kotei, welchersusksallm geschrieben. Chajim, ein söhn Rabbk ^ ,91. genToledo und ein jünger Harisca, hat um das lE „pbet, und ein buch geschrieben, welches er das geb»"

Heu nennete. Ein anders heißet er das aebuyv si» äE,des sind wercke über die sitten-lehre. Rill. äes I* ^iv-I. e. jusgu'a prsLnt, Pariser edition in 12. * 7 * '

Chatllot, siehe Lhaliot.

* Chaise, (Franciscus äs !a) ein söhn VM Z,Ritters von dem orden St. Michaelis, war an,aug. auf dem schlösse Aix en Forst gebvhren. .^r ^

ner jugend denen kk. 8.s. zu unterrichten udeMdenn eine solche zuneigung zu der Societät sei- .. 4-nachgehends sich darein zu begeben kein bebencken ^ tr>ev,L^merckte schon zu derzeit, da er noch die PhllsftA y§rnen sehr lebhafften verstand bey ihm, so daß manhielt, ihm einhakt zu thun , und ihn deswegen xo>-

auch die mathematischen üuäis und dieHumLnior-' ^Nachdem er hierauf der Societät regeln gemäß M „ prov'^ ^lends beschlossen, auch eine zeitlang in einer E ^ lest^' §»«--Wesen, fieng er zu Lion an, über die PhilosMU-jtbey er sich in kurtzer zeit wegen seiner geschtcknch^chte.derbaren art zu lehren , grossen rühm zuwege ynoSocietät saßte daher grosse Hochachtung.vvr w»i»ihn gerne beredet, seine Philosophie weitlaufM ^ ^ essen Esen, konnte es aber weiter nicht bringen, ass?,,« fo>- f. „ob -tzen beqriss derselben in zwey kleinen volvmmwugab, davon man das zeugnis giebt, daß er m Phyl'^ Ae.Sitten-lehre alle unnützen sragen weggelassen, ss alten^ocsehr geometrisch geschrieben, und die falschykn * jchkinswin ziemlich entdeckt habe. Er ward HA s ^des Profeß-Hauses zu Grenoble erwehlt , Lioss'vaß^

lange blieb, weil der damalige Ertz-Blsthoss Ehielt,roy, ihn um sich zu haben verlangte, amv ^wo er,nach einigen Monaten wieder nach Lion ram, Ov'

daselbst befindlichen Loll^iis vvrgMt würd ,ihm zu dancken, daß daselbst eine ansehnlwhe bw

lervatorium sowol als auch mathematische u er öee chfl de

binete angerichtet wurden. Endlich, uach, fehlte ^ zuüber die Societät der gantzen provintz erhalten^ FecKönig in Franckreich an statt des vsrstorben^^,^efeinem Beicht-vatter, welche bedlcnung eNU."^^alo u^M:

167;. antrat, und ohngeachtet er dem Hvr Es be-kommen war, erwarb er sich doch durwoerung und gründliche klugheit bald dre hom ^ kess letund das vertrauen des Königes. Z^AreichL^st'H

widerruffung des edicts von Dantes g v x„hme^

aller auf ihm liegenden Verrichtungen ve ^ ^^ vn

gen, so ihn gesehen, gleichwol stmenehmen Umgang, sowol auch, d^Aber geA^e bA',der studten, davon er sonst ess./Ann jcverzelt ew MWeges vergessen gemacht, gestalt er den Mutzen gM-ere tust ru antiquitäten und sonderlich