624
c h a
geschehen sey , von welcher zeit an diese stadt immerzu m gros-stm ansehen war, und ü. X. 14;. Olymp. XLII. 4. L. N.Z57;. A. L. 409. von Theramene, einem Athenienser, einge-nommen wurde, da immittelst Älcibiades Byzanz eroberte.Als der König in Pontus, Mithridates, Bithynien eingenom-men, belagerte er L.X. 68«. Olymp. LÜXXVI.lt. lü. ;yi«.
0. 74. Cottam in der stadt Chalcedon, welcher aber von demBürgermeister Lucio Lucullo entsetzet worden. L.,L. ;6;.nahm Procopius, welcher von Iuliano dem abtrünnigenherstammen wollte, diese stadt ein, schlich sich heimlich in Con-stantinopel, und brachte also das gantzeKayserthum an sich,wurde aber von Valente gelobtet, welcher zugleich ordre gab,die mauren zu Chalcedon niederzureißen. Einige scribentenhalten diesen ort für Scutari oder Scuderet, welches aberfalsch ist. Am meisten ist Chalcedon berühmt wegen des allge-meinen Loncilii, so an. 4; r. daselbst versammelt gewesen, undauf welchem 6;c>. Bischöffe erschienen seyn sollen. Diese hiel-ten samt des Römischen Bischoffs Leonis Abgesandten ihre er-ste seßion den 8 . oct. an. 451. verdammten Eutychis irrthum-mer, setzten Dioscorum ab, und gaben der kirche zuChalce-donien den titul lVletropoüs, oder eines Ertz-Bißthums, dasie zuvor nur ein Bischöfflicher sitz gewesen, der unter Nicome-dien gehöret. Sie hielten r;. Versammlungen, und machtengo. Lanones, deren einige, weil sie die Hoheit des Patriarchenzu Constantinopel betroffen, dem Abgesandten -es RömischenBischoffs nicht anstehen wollten, daher sie sich aufs heftigstedarwrder gesetzet. Sonst ist auch an. 40z. von Theophilo vonAlexandrien in einer Vorstadt von Chalcedon ein 8ynoäus widerChrysostomum gehalten , und dieser darauf abgesetzt worden.Heutiges tages ist dieser ehemals so berühmte ort em geringer-ecken, und kan kaum noch einige ruäem von den prächtigengebauden zeigen, womit er sonst sezieret gewesen, äeka Lon-cilii. ; 6cs. äe , episs. 5. 6b
6. L'.ive, k. II. Äci'a/e,, üb. VI. cax. r;. Vosom. üb. VIII. s.17. 18. LeLw», voysge äu üevsnt. voyaZe 6s
Oonlisnrlnople.
* LII HÜLWIWlVl, ein prächtiger saal, wo man zu Con-
stantinopel Recht gesprochen, an dem einten ende derLMicaangebauet, mit einem gang, darüber man von einem saal inden andern kommen konnte. Er hat feinen nahmen von Chal-cis, einer stadt in der insul Eubva, bekommen, wo dergleichengebäude gewöhnlich waren. Philander haltet hingegen dafür,dieses Wort seye aus dem Griechischen , ertz, undGerechtigkeit, hergenommen worden, und vermeynet deswe-gen, man habe in diesem saal über müntz-sachen gerichtet. Arno-vius heisset die fälle also, wo die vermeynten Heydnischen gö-tzen ihre Mahlzeiten sollen gehabt haben. , notes üir
Vitruvs, üv. V. c. i.
Chalcidius, ein kbilolopbus unter den neuen Llaronicis,und LrLbiäisconus an der kirche zu Carthago. Wie einige wol-len, hat er um das jähr z z c>. gelebet, wiewol hierbey noch vielUngewißheit. Er hat einen Lommenwrium über den limseumPlatonis geschrieben, davon die beste edition mit Joh. Meur-sti anmerckungen zu Leiden an. 1617. in 4. heraus gekommen.
äs leck. bbilolopk. c. 16. §. 2. tdave, p. 106.
* Chalciöcus, ist ein beynahme der Minervä, welchen sieentweder von ihrem ehrinen tempel zu Sparta erhalten, oderweil ihr bild ehren gewesen, oder weil einige von Chalcis ver-triebene ihren dienst aufgerichtet. Es stund dieser tempel aufdem höchsten Hügel dieser stadt, und fieng ihn Tyndareus anzu bauen, seine söhne setzten den bau fort, und wiedmetendazu die beute von Aphidnis, endlich vollführten ihn die La-cedämonier vollends. Der Baumeister war Gitidias, die ord,uung Dorisch, und enthielten die wände fast alle merckwürdi-ge thaten der Griechischen götter und Helden. Es diente aberdieser tempel, der von Livio und Aeliano auch Chalciöcus ge-nennet wird, allen zu einem slylo , ausser daß Pausanias we-gen ermordeter Cleonicä keinen schütz darinnen fände, ?««-
m. 17. und ob es wol fast ungläublich scheinen will,daß dergleichen gantzer tempel von ertz gebauet werden können ;so ist dennoch daran nicht zu zweifeln, X.;. auch
daher eben nicht zu meynen, daß er den nahmen vielmehr vonden Chalcidiern, die ihn erbauet, als von seiner Materie,woraus er bestanden, bekommen habe, , sym. XI.
«. 144. obwol sonst dahin gestellet bleibet, ob er auch ebensoübrig groß gewesen.
Chalciope, war eine tochter des Colchifchen Königs Aeetä,eine schwester der Medea, und eine gemahlin des Phryxi, wel-cher das güldene vließ in seiner gewalt gehabt, und von ihrfolgende kinder bekommen: Argum, Phrontim, Melana, Ci-thisoron und Presbon. Von einigen wird ihr der nähme Jo-phossa, Evenia und Ophiusa beygelegt. LM»?-
üeroiä. ep. 17. v. 2;i. X/ass. Üb. VI. v. 479.
Chalcis, war der zunähme einer gewissen Heldin, Com-de, einer tochter Asopi, welche zuerst ehrene rüstungen oderHarnische erfunden, und nachdem sie sich verheurathet, aufeinmal ioo. söhne gebohren haben soll, wovon hernach dasspruchwort entstanden:
IsncjULm Lbalsräisa peperit nobis uxor.
In dem glückseligen Arabien soll eine stadt, mit nahmen
eha
Chalcis, gewestn seyn, ingleichen eine andere in SAHe,
wovon die umliegende gegend Chalcitis, die euiwoy>"LbsIsitL geheiffen. Ws. F/r». üb. V. c. 2V.
Chalcis, eine Griechische stadt in Aetolia, wo verEvenus ins meer fällt, war vor zeiten in grossem ^eheut zu tage aber ist sie bey uns unbekannt. Es war a»stadt dieses nahmens in Cölefyrien, davon Ptolemaus, ^und Plinius gedencken, von welcher das umlregem ^hyuChalcidene benennet worden. Noch ein anders imo »x j-geteres Chalcis war die Haupt-stadt der insul Euböa, UA/v-MNegroponte. Wiederum fände sich ein anders in Mac"ohnfern Olynthus, wovon die gantze dasige gegendmen Chalcidice bekommen. * ^D
Chalcondylas besser Lhalcocondylas, (DemE^esgelehrter Grieche von Constantinopel, begab sich zu anw'si r>e»XVI. ssesuü in Italien, nachdem feine vatter-stadtTurcken eingenommen worden. Er docirte zu L!als er aber wegen des Angeli Politiani, der u» Ewar, diesen ort verlassen muste, begab er stch»a^,Eland, dahin er von Ludovico Sfortia war benw Ltzyisden, und lehrete daselbst. Man saget auch, daß
Ludovicus, als er sich des Maylandischen Staats belna^ge-
Chalcocondylam und Iohannem Lascarem nach MUHchezogen. Er schrieb eine Griechische grammatick, lvc - M'.152;. zu Paris gedruckt worden, und starb zu ME .„U!jähr 1512- Er hatte;. söhne, Theophilum, wEgKra^via die Griechische spräche lehrete, und daselbst leswurde, als er in der nacht mit einem Haussen bclMjs, ^the durch die stadt lief. Der andere, nahmens chEzu Rom, wohin ihn der Papst Leo X. kommen Eder Griechischen spräche zu unterrichten. Der dritte, ,srlius genannt, gierig in der jugend mit tobe ab. ^elog. c. ry. M
Chalcondylas, (Laonicus) ein Athenienser,
XV. Lculo. Er schrieb in Griechischer spräche ewe hwst- ,/.stden Türcken in 10. büchern, darinnen er von OttoM^^M'nem söhne Orthogulis, der um das jahr i;oc>. zum.hr E,
declariret worden, anfangt, und sein werck bis aufs
fortführet. Conradus Clauserus von Zürich, hm ^, E,Nische Übersetzung davon an. i-^o. aus licht lwd' " ' " ' ' ' n. 1615. zu GeM t esL
äs Vigmawe So eK
ivro, , unv rnu^ einem Lomrne
tert. Man hat auch einige continuationen davonvid Chyträus hat den gantzen innhalt dieser l°- stb-seine chronologie gebracht. äs Ü-6- c-r
e. ulc. Lc.
Chaldaa, eine Asiatische provrntz um Babylouschen dem Euphrat, Tiger, dem Persianffchrn -^tzund dem geburge von dem wüsten Arabien. Dich
chisch und Lateinisch aber ist es an. 1615. zui6yo. zu Paris gedruckt. Blasius1620. Französisch ediret, und mit einem
und dem geburge von dem wüsten Arabien. 2M7jetzo Chaldar oder Aerak, und hat viel seine stadte, ^ denBalsera , Coufa, Waset, rc. Vor zeiten gehörefianern, anjetzo aber ist sie in Türckischen Handen-^den angemerckt, daß zwey provintzen diesen nay'se,ts^stV,davon die eine bergicht und gegen Mitternacht,^potamien gelegen, woselbst auch des AbrassM styverc ^st-nach Bocharti meynung, gewesen seyn soll. .D Mabie»däa lag gegen mittag, nahe an dem wüsten ^rsterl "ihstii.bestund aus ebenen feldern. Die einwohner LMen hh.kriegerisch, des andern aber mehr den wissenE" gr. isA-^r.
, Lyrvp. üb. XII. 4
II. c. 6. in inäics püil. in 8tanleji N '
Chaldäische Philosophie. Unter den völck^^- iu ^der Philosophie bedienen, sind die ältesten um Wv st-h^mittägichten Chaldäa gewöhnet. Der urheW w -wird Zoroastres genennet, wiewol unterschU. deriW<Emens bey den Alten vorkommen; doch wird W^ndetE, Estanden, welchen Suidas Lssyrium nennet, o»' pMeunterschiedene steten der kbilolopüorum M bmc ^ hau^st-elist sonderlich zu mercken, daß diejenigen ,weiw^z-rEst Ulich aufdie stern-kunst legten, infonderh ' A scr«nIworden; wie denn auch bey den LatewE sth-r b,-yEMrologi zum öfter« LbaläLi heissen. Sow ^ststien , . t-1auch ihre lVlsgos, welche mit geistlichen,'',gung der träume und dergleichen dingenddenn hauptsächlich die Weisheit der Chaldar ^h-teu, Sdaß sie von natürlichen und göttlichen d« un? v°"zu Klogie und andere wahrsager-kunste epcoUten^MeHand ceremonien, derer sie sich bey W^s alle drEhEbrauchen pflegten, handelten. Sle psieE^ 'N Mer»Äclasses einzutheilen, deren die eine dttlenm ^here Mstte x c
welche weder ansang noch ende haben stn^dle c^st ^
»»,»»>8 „vu, V allen. M
so zwar einen ansang aber kein ende Üben ^ Von^heit^jenige, so dem untergärige unterworffen 'M ^ mlEs abLsen pflegten sie weitläuftig zu handeln^^ ^ ^
mittlere gattung in unterschudene cl^theilen. Das vornehmste stück drer .h-es ' „ flaPAstronomie und Astrologie, worzu die^ ebeninsonderheit aufmunterte, weil sie wege ^^tters S"' pahckund fast beständig anhaltenden M-m»' , ->«
lichkeit hatten, den lauf der stank j« "