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Jacob Chambrun, welcher mit diesem Minister in genauer be-kanntschafft stunde, und vielfältig briefe mit ihm gewechselt,genösse bis zu seinem tode viel gutes von ihm. An. 167;. be-mächtigte sich Franckreich des Fürstenthums Orange wiedrum,und verschenckte es an den Grafen von Auvergne. Die Prote-stanten wurden neuerdingen beunruhiget, und Nr. äs Cham-brun , welchem die weltlichen geschaffte, sowol als die geistli-chen aufden hals fielen, wurde bardurch fast befchäfftigt. DasFürstenthum wurde zwar in dem Nimwegischen frieden wiederhergestellet, aber die kirche zu Orange hatte deswegen nichtminder drang und streitigkeiten auszustehen. Der Rath zuOrange stellte dem Printzen vor, daß ihre stadt gantz offen stün-de ; dahero gab er ihnen erlaubnis die mauren wieder aufzu-bauen , aber der Marquis äe Montanegues, General - Lieute-nant in der provintz Languedoc, bekam befthl, ihnen den baunieder zu legen, und da sie dennoch sich nicht daran kehrten , fielerden 14. aug. 1682. mit demdragoner-regiment äs la Lande,feindseliger weise in das Fürstenthum Orange ein, und bemei-sterte sich der stadt. Nr. äe Chambrun, welcher ehedessen demMarquis äe Montanegues einige dienste gethan, wurde miteinquartirung der dragoner verschonet. Seine mit-Geistlichcnaber wollte man nicht so höflich halten, und wurde unter an-dern Nr. Gaudrand von vier dieser reutern ziemlich nachge-nommen und geplaget. An. 1682. kam auch Nr. Moran, In-tendant von Provence, nach Orange, um dort einen befthldes Königlichen Raths zu vollziehen, trafst dessen alle Französi-sche schüler, welche in dem LolleZio zu Orange studirten, sichohne Verzug hinweg begeben sollten. An. isg;. wurden denProtestanten die sogenannten äeniei8 äs ls ksrscation, das istdie gelder, woraus die Prediger, Professoren und Schulmei-ster des Lollegü zu Orange bezahlet wurden, weggenommen.Da aber der Printz dessen berichtet worden, so that er deswegenVorsehung. Die aufhebung des edicts von Nantes verursachte,daß sich eine übergroße anzahl der verfolgten nach Orange flüch-teten. Jacob von Chambrun lag eben damals so kranck, daßjederman an seinem aufkommen zweifelte, und kaum war erwiedrum gesund worden, so brach er durch einen unglücklichenfall den lincken schenckel. Die Herren äe la Trouffe, St.Ruth«nd Tesse schrieben an den Hof, und berichteten, daß sowol dieverfolgten Geistlichen , als ihre heerde, zu Orange schütz such-ten , weswegen aus furcht vor bösen folgerungen, das Parle-ment zu Orange diese flüchtlinge sich anders wohin zu begebenersuchete. Dessen ohngeachtet bekam der Herr von Tesse ordre,mit etlichen compagnien dragoner zu Orange einzurücken. Diemitbrüder des Herrn Chambruns an dem dienst der kirchen,die Herren Gaudrand, Chion, Petit und Nr. Annet, derPrediger zu Courtheson, find gefangen gesetzt worden; bey Nr.Chambrun aber wurde ein Officier und zwey dragoner einquar-tirt, um genau auf ihn acht zu haben. Wenig tage hernachwurden die Archen abgebrochen. Der Graf von Tesse, in be-gleitnng des Bifchoffs, verfügte sich zu dem Herrn Chambrun,um ihn entweder durch angeführte religions - gründe, oder sodieses nicht verfangen wollte, durch versprechen oder bedrohun-aen zum abfall zu bewegen; ihr vorhaben schlug aber gäntzlichfehl. Die Protestanten in Orange hielten eine grosse Versamm-lung , worinnen sich die meisten ihre meynung zu ändern ent-schlossen , doch unter folgenden bedingungen, welche der Bi-schofs ihnen zusagte: i. Man würde sie nicht zwingen, dieHeiligen anzurüsten. 2. Sollten sie nicht gehalten seynihre knie vor den bildern zu beugen. ;. Wurde manIhnen das Abendmahl unter beyden gestalten darreichen.Jacob Chambrun aber bliebe immer vest und unbeweglich, ober schon fein Haus der dragoner bosheit offen sahe, und dieseihm weder tages noch des nachts keine ruhe liessen , und er ne-ben dem noch einen kräncklichen leib mit sich führte. Hieraufließ ihn der Graf von Tesse nach St. Esprit bringen, und zwan-zig tage hernach zu Pierre Encise einschließen. Auf dem wegedahin wurden ihm alle seine bedienten weggenommen, unddragoner an dero statt zur aufwart zugegeben. Diese grosse än-derung, die er von solcher bedienung spürte, machte ihn end-lich ungedultig, so daß er sich mit der Römischen kirche zu verei-nigen entschlösse. Doch wollte er nichts unterschreiben, vonallem dem, so ihm der Bischofs zu Valence zu unterzeichnendarböte. Und er fühlte gleich nach seinem abfall die heftigstengewiffens-ängstigungen , so daß er sich für einen verwvrffenenund bereits verdammten ansähe. Der Bischofs schriebe deswe-gen an den Hof, und wurckte die schönsten Versprechungen fürNr. äs Chambrun aus, welche er aber alle ausschlug, unddardurch mit nichte» gestillet wurde. Er erhielte hierauf er-laubnis nach Lyon zu gehen, um sich an der» stein vperiren zulassen, welches er rm aug. an. 1686. thäte. Zu Lyon suchte erMittel aus Franckreich zu entfliehen, und fand sie, und entkamglücklich naher Genf. Er traf dort eine grosse anzahl der ausFranckreich entwichenen Protestantischen Predigern an; diesebat er inständig eine Versammlung anzustellen, seine glaubens-bekenntnis anzuhören, und ihn wieder als einen mitbrüder indem Predig-amt (welcher brüderschafft er sich durch sein ab-schwören verlustig gemacht hätte) anzunehmen. Dieses wurdeihm endlich gestattet, und der öffentliche 3ccku8 deswegen den ir.scht. an. 1685. unter dem krXstälo Theodors ls Faye, gehalten.Ar- Zulichem, der erfahren, daß Jacob Chambrun sich zuGenf befände, schrieb ihm, berufte ihn in Holland, und sen-dete zugleich emen von dem Printzen selbst unterschriebenen
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paß. Mittlerweile kam auch M. Chambruns chcl>EefrauLouise Chavanvn, zu Genfan, woraufhin st^fi>olreife nach Holland antraten, und nach ihrer ankrmfl w ^
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Printzen als der Printzeßin von Oranien mächtigen gnossen. Bald darauf hielt Nr. Chambrun, ^rervauu Mkirche, welche er durch seinen abfall geärgert zu haoen » hM.eine schöne predigt über seinen fall und dre darauferft'L ^ge.Diß geschahe den r. iunii 1687 . und war der text überJohan. cap. XXI. v. i z. Er hielte sich noch etwas
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L.m. p. Y25- ^ Aana>B
* Chamely, sind einige insuln in dem Gvlfo vb" voller ck"in America, etwan eine meile von der küste, welche ^ ^ ge»büsche und mit klippen umgeben sind; ihrer fünfmahl >§statt eines halben monds, und zwischen demselben unsten lande ist eine gute rheede vor die schiffe. ^
Charnier , (Daniel) gebürtig aus Dauphins,^ naH'it Ni't'dm?!' !1I Mnnt-Niritir,. von bannen er an.stjen
würbe/,, r»-'
wrc ermgr vvrgeoen, nacyoem er vafeivft vle wan^---und die seinigen zu tapfern widerstände aufgemuntert dwist von seinem leben nur noch so viel bekannt, daßCatholifchen starck widersetzt, das Nannetische ebrct enunterschiedene veputArione« verrichtet, und in eMW' .§11prasidiret. Er wurde auch in politischen verrichw'braucht, wodurch er aber in seinen ckuäick sich wchi.fi soiv"!ließ; wie er denn sonderbare proben seiner gelehrM, chsE,in seinen schriften, als auch in der conferentz nut drm M mCoton, welche er zu Nimes an. rsoo. gehalten, >Eter seinen schriften ist die vornehmste kanilrarm Lachww ^ ^an. 1616. zu Genf Benedictus Turretinus, nedll sey'«rede heraus gegeben, und Adrianus Chamier, DAhat selbige dem National - 8zmoäo der Refornurten .Franckreich dediciret. Fridericus Spanhemius hw 7grossen wercke einen auszug gemacht, welcher umf- s gecoLksmisrus eontrscku8 zu Genfan. 164;. in fol. HAsmen. An welchem orte auch an. 165;. sein Ogr?glcum gedruckt worden , darinnen sich seinemit befinden. Jngleichen hat er an. ,601. erneu ^Oesumsniso kontiüce heraus gegeben. :
lib. X. bist. univ. tom. III. Iib.A-
äe Xantes, tom. II. bitt. äs Lckerelie, 0
Heck ^
* Chamillart , (Michael) Marquis vonCE IpidonCourcelles, Ritter der Königlichen orden, emChamillart, war an. 16^2. gebohren, ward aw ut>bMents - Rath, hernach Nmtre äe8 requöces, -t'vvow / orvRouen und derNormandie, auch an. i68y. L"an. 1699. General - Controleur der finantzen., ^A„r> aN'st» cker Staats-Minister, an. 1701. Staats-Lecrersnus, ^,08. ^ gfleOber-vchatzmeister der Königlichen orden. An-das OireÄorium über die finantzen, und das ftv.seine übrigen bedienungen auf, und behielt au ?Schatzmeister-stelle, welche er erst an. 17N -A/ b,,rcl)berichtet, daß er sich des Königs gewogenhm awAMschicklichkeit ini billard-spiel zuerst erworben. ^Aghanni^und hat mit Elisabeth« Theresia, einer tbeMbours, gezeuget, i.) Michaelem, Marquis vonZ^,ecsrh,sten über ein Marin-regiment, anfangs Stam» ve^ogs
von Rochechouart-Mvrtemar, einen foyn, 2 .«' aebbov' -is«lem, Marquis von Courcelles, so an. A ä-s bof.,dem vatter in der bedienung eines Oranä-Nsre M,,
folget ist, hinterlassen. 2 .) Catharinam Ang^' .mahlin Thomä Dreux, Marquis von Bret - „^gs vonnam, eine gemahlin Ludovici von Aubusson, A^Hrin ls', l.lade. 4 .) Elisabetham Henriettam, eine go" rovon Durefort, Hertzogs von Lorges. Lmr« ^
Chaminiza, siehe Caminiza. MB,
Chamos, oder Chemos, der Moabiwr ^han^M
St. Hieronymus vor den Baalphegor oder gvttbcs
wol andere meynen, daß es Bacchus oder " ^yptrerwelchen die Griechen nennen, oder ^^turnnwsius gewesen sey, andere auch gerneden ^ hieev°'fiahAmachen wollten. Jedoch mag m,ar wAwerden, indem in der heiligen Schuft rw^ ^ aberals eines Moabitischen abgotts, vorkon^^. Miv-angedeutet wird, was es für ein abgottge^,^ ^
XI.VIII. 7 . L 1 z. 0 öM?u .
öM-E, äe äüs 8yri?. " ^, welche x>,s-
Champagne, eine prvvintz in Franckreny ^ Bd
tul einer Grafschafft führet, und Mhrmg , ^
Lomts und Gatinois gegen abend, Burg stiltternn lAftgoein theil von Luxenburg und Hennegau st »