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mit allen ehren ist aufgenommen worden, welcher ihm so gareine seiner jachten entgegen geschicket, um ihn abzuholen. Erblieb 5. jähr dorten , und nahm indessen in Engelland den vo-«ttor-grad an. Von dar begab er sich in Holland als ein Artzt,und machte sich durch seine glückliche Hand und trefliche mit-te! bald sehr berühmet. Der damalige Spanische Abgesandtewollte ihn bereden, dem König seinem Herrn , dessen gesund-heit sehr schwächlich war, beyzubringen , Charas aber ausfurcht vor der Inquisition, schlug diese reise aus. Der Bot-schasster benahm ihm endlich die furcht, und ließ ihn und seingantzeö Haus frey auf seine kosten nach Madrid liefern. Da-selbst machte er schöne sxvsrimemÄ über die otter, und hat da-durch viele von den Grossen ihres irrthums enthoben, daß nachder sage des gemeinen volcks diese schlangen bey zwölf stun-den rings um Toledo herum kein gift mehr bey sich führe-ten, wann sie jemand gebissen hatten, seit dem ein ge-wisser Ertz - Bischofs dieser stadt lange zuvor durch seine öe-schwörung ihnen die krafft zu vergiften benommen hätte. Et-liche proben, welche Charas an verschiedenen thieren gemachet,Überzeugten sie des gegentheils. Endlich erweckte seine grossse erfahrung, und sein deswegen in der Artzney-kunst erlangterrühm, eine eifersucht unter den andern Äertzten wider ihn,welche ihm die Inquisition über den hals gebracht. Er wurdedeswegen in das gefängnis geworffen, und muste bey 4. Monatedarinnen ausharren , da er schon 72. jähr auf ihm hatte.Er rüste in dieser drangsal den HErrn an, ihm den geist zueröfnen, wo er irgend einer irrigen meynung wäre. Endlichwurden auf beseht der Directoren der Inquisition gute und ge-schickte IKeologi zu ihm gesandt, welche ihm so viel vorschwatz-ten , daß er zuletzt in die Hände etlicher Inquisitoren seine relk-gion abschwöre, und die sacramente der firmung, der busseund des Abendmahls nach Catholischem gebrauch annahmund empfienge. Im übrigen gab er alle kennzeichen einer un-geheuchelten und ernsthafften abänderung von sich. Sein älte-ster söhn hatte kurtz zuvor ohne des vatters wissen seinen glau-ben geändert. Darauf kam Charas wieder los, und kehrtein Franckreich nach seinem vatterland zurücke, wo er die ehrehatte, dem König seine aufwartung zu machen, und von dem-selben mit grossen freuden, sonderlich seiner religions-änderunghalben, empfangen zu werden. Er wurde alsobald in die Kö-nigliche Academie der wissenschafften aufgenommen, und starbnicht lange hernach gut Römisch-Catholisch, den 17. jan. 1698.im 8». jähre seines alters.
Charax von Bergamo , ein Heydnischer Priester und kkilo.sopkus, von dem man nicht eigentlich weiß, wenn er fforirethat, doch muß er schon ziemlich spät unter den ersten RömischenKaysern gelebet haben , weil er der Nachfolger des Neronrsgedencket. Er schrieb eine Historie von Griechenland in 40. bu-chern, wie Suidas berichtet. Es war auch ein Orsmm-rticM,Charax genannt, und Sapho hatte einen bruder dieses nah-mes, der sich in die Rhodope verliebet, üb. II.
, cle üitt. lOrrec. üb. III. , bibl. Orsss.
* Charax, eine Asiatische stadt in der Persianischen provintz
Susiana, oder, wie sie heut zu tage,heißet, Susistan, unweitvon dem meer-busen zwischen den strömen Tigris und Euläus.Alexander hatte sie gebauet, und Alexandria genannt, der Kö-nig Antiochus half ihr wieder empor, da sie vom Wasser scha-den gelitten, und hieß sie Antiochiam. Endlich bevestigte sieein Armenischer König, Pasines, oder Spasines, wider derströme gemalt, und von da an ward ihr der nähme ChararSpasina beygeleget, die umliegende landschafft aber nach ihrCharacene genennt. Sie soll jetzo Carmon oder Camata heis-sen. Die bekannten beyden Oeogrspki, Dionysius Periegeta,und Isidorus Characenus, waren daher gebürtig. Kitt.
imt. VI. 27. 28.
Charbonmere, oder il karre cü Lsrbonmem , ein belästig-ter orl an den grentzen des eigentlich sogenannten HertzogthumsSavoyen und der Grafschasst Maurienne, zwischen Montme-lian und Moutiers -n Tarantaise, an dem fluß Arc gelegen.Graf Berchthold hat den ersten ansang mit dessen bevestigunggemacht. *
* Charcan, oder Arcan, eine stadt in der grossen Tarta-rey, im lande Chaulach oder Karacatay gegen Moscau zu, amfiusse gleiches nahmens.
Charcasoder lor LKürc-r;, eine von den drey SpanischenAudientzien in Peru in Süd-America, welche sich von der Lu-äiencis Lima bis an Potosi erstrecket, und vortrefliche filber-bergwercke hat.
* Chardin, (Johannes) ein söhn eines jubilirers, war zuParis den 16. nov. an. 164;. gebohren. Er begab sich garbald ausreisen, und ließ , da er an. 1666. aus Persien zurückgekommen , eine ttelstion äu Louronnement äs 8 o 1 eimrm III.kchi 6s ?erss drucken; worauf er nach i;. jähren zu Landenein vollständiges lornnft 6u Voysge 6e Verse an das licht stell-te. Er hatte sich dahin wegen der Reformirten religion, wel-cher er zugethan war, gewendet, und ward von König CaroloII. an eben dem tage eigenhändig zum Ritter geschlagen , anwelchem er em frauenzimmer aus Rouen, die gleichfalls wegender religwn gefluchtet war, geheurathet. Sonst trieb er einen
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Handel mit cdclgesteinen, und starb zu Londen den t-"
171z. Libl. 6ue-MistelChardon, oder klütre Dame cle Lkarclon, sitht
orden. .. ^
Charente, lat. eamntkonur, ein fluß in Franckmw'cher zu Cherenoc, einem dorfe an den grentzen von ^und Angoumois, entspringet, und bey Sivray,goulsme, Vibrac, Iarnac und Cognac in Angounwwgehet, in welcher landschafft er die fluffe Argens, Sonn^jq-dovere, Boveme und Nay zu sich nimmt, nachgchenos"tonge und bey Taillebourg, Xaintes, Tounnay, -x ERochefort vorbey fließt. In dieser letztem gegend w>rder Chalandre, Sougne, Boutvnne, rc." vermischet, ."»»„insich alsdann in das meer zwischen Soubize und Porl^>"gen der insulOleron über. Sum. 62t!.
Charenton, Laientonium, ist der nähme unterDV^örter in Franckreich , worunter der vornehmste eine"
Paris an der Marne liegt, nahe bey der gegend, Äss ,.np Eser fluß mit der Seine vereiniget. Es ist ein grost^mauren umgebener flecken, woselbst die Reformirten » AMhatten,' die aber an. 1655. niedergerissen ist. Andreashält Charenton für einen alten ort, und will aus denschließen, daß es eine vestung gewesen sey. bie F'
Chares von Paros, hat ein werck von derfertiget, wie Aristoteles lib. I. xoüt. e. ir. bezeuget. ^auch viel Griechische ttrekome8 und Generals-personch^nt ist»diesen nahmen geführet, worunter sonderlich einer v^.yort Ewelcher alles hat pflegen zuzusagen, daher das sprühst, Mkommen : Lk-iretis pollicitAtivnes. Er war von grm. hxv t>^thum, aber dabey sehr prächtig, verschwendisch / Jucken ^bauschen ergeben. Doch brachte ers durch seine ps" jhreEweit, daß ihm die Athenienser zu verschiedenenmeen untergaben ; wiewol er dabey nie nichts gutes ^tet, als wenn er andere verständige Generalen / ^ yM
brias, Iphicrates und Timotheus neben sich hatte; ' , Bbeydes in ihren rühmlichen Unternehmungen zu v"', .schief,durch Verleumdungen bey dem volck zu schwartzeiiSeine einige nur in etwas berühmte that ist, daß er u g-I'der Athenienser k.il. z 87. Olymp. LIII. 2. ä-M- Lyet hÄ;6y. die von den Arvigern belagerte Phliasier dss ^nachdem er den feinden in zweyen treffen odgeM''schlachl bey Chäronea, da er nach dem tobe der.obstb" s^iag"lein commandirte, wurden die Athenienser voinst
D,o^. Rcr,/. in llpopktk.
in sägg. * ,°,8lNtet ^ ^
Chares, gebürtig aus Lydien , war ein sehr ber»y^erEHauer, welche kunst er von dem Lysippo gelernet, den ^mit solchem sortgange excolirt, daß er geschickt stess, AhMder gantzen ivelt berühmten Oolossum der sonne r" ,verfertigen, iv,». üb. XI-III. c. 7. ^atens,^
Chares, gebürtig von Mytilene, HS bop ben Mchh,,grossen Alexandri ein buch geschrieben. Er wttound Gellio angeführet, ingleichen von Plurarcho, ^
In vlr. ttlex. ---»»stttsp nennet. „ -.jest
* Chares, der vornehmste Jude der stadtwurde zum Obersten (benebst einem andern, weiw hMere v ^se) über die stadt erwehlet, da Vespasianus dreE so 'E^r,te. Chares beschützte sie mit grossem nachdruA kranck Ä,
die gesundheit hatte, sobald er aber auf den ro^Mt o» > ^
nieder läge, ward es den Römern sehr leichtdieltebe einzunehmen. Chares aber, als er meraei^- .xn, >s h,die stadt überrumpelt, und nunmehro hmem dr» »jg am»darüber so bestürtzet, daß er zur stunde ftinc ^
, 6e bell. ^uäaico üb. IV. e. ;. §önists inF»,üBCharibert, König vonAquitanien, dts^ ^ ^rchvreich Clotarii II. söhn, nach dessen tode an. ^ steige'Brunulfi, seiner mutter bruder, ausden thA^ bru^ 5 ,o>^'geblich suchte. Doch gab ihm endlich M^riaord,gobertus l. zu seinem antheil Xaintonge / U
Toulouzain , samt dem dritten theile von st . oberkstss^lickZu Toulouse nahm er seine residentz. Als er 1 ' s „«dselbst vest gesetzet hatte, starb er an. 6,0. ooer ^ /
seinen söhn Chilpericum als ein noch steten lasse"' / o;- ^Dagobertus bald daraufsoll haben hch"ch„ " ill- v- ^c. 56. Üb. IV. s. 17.
cor. tom. I. col>;o8. zoy- , oder Ab^^rio^
Charibertus, Cherebert, ssst^Aem vattee ,nig in Franckreich zu Paris, folgte oder " hotte
an. ;6i. und verstieß seine gemahlen IAen geSe^N«de, die er noch bey seines vatters lebzer e Hwester^Äst,Eum Merofleden und nachgehends ^ossl w"Aeod^
ven, eine Nonne, zu nehmen, welche bE „ «ochtochter waren. Nicht lange darnach Ap hatte E? GerAlen, keines schäfers tochter, darzu, ^ von Meiid"^!
Wegen diese? öffentlichen argermffes wur heillge".A„M^I,no, Bischoffe zu Paris, vom gebrauch ^ch ,n nAausgeschlossen; und starb einige zeit v ^ mav ""^er e^st
dem schlösse Blaye an der Garonne, de^.^ A,
dem er 9. jähr regieret hatte, ""^vitbderge oderL^ ivugemahlin eine tochter, mit nahmen E ^ vermahche an Ethelbertum, den Konrg von ^